Rezension

Autoboyography

von Christina Lauren

Simon & Schuster Verlag, 416 Seiten

Preis: Gebunden: ab 15,99€, TB: ab 8,99€, eBook: ab 10,75€

Inhalt

Vor drei Jahren ist Tanner Scotts Familie vom sonnigen Kalifornien ins mormonisch geprägte Utah gezogen – ein Wechsel, der den bisexuellen Teenager dazu gezwungen hat, seine Sexualität wieder zu verheimlichen. Jetzt beginnt das letzte Schuljahr, und Tanner kann es kaum erwarten, aufs College zu gehen, aus Utah zu verschwinden und endlich wieder er selbst sein zu dürfen. Doch dann trifft er auf Sebastian Brother – Mentor eines Schreibkurses, Sohn des Bischofs, Vorzeigemormone, und außerdem unheimlich gut aussehend. Was Tanner zunächst für eine kurzfristige Schwärmerei hält, wird schnell mehr, und Sebastian muss sich entscheiden, zwischen Tanner und seiner Familie, zwischen seinem wahren Selbst und den Regeln der Gemeinschaft, in denen er sein ganzes Leben verbracht hat.

Meine Meinung

Als ich „Autoboyography“ vor ein paar Wochen auf Goodreads entdeckt habe, bin ich sofort darauf aufmerksam geworden – Religion und Queerness verpackt in einem fluffigen YA-Buch, meine Neugierde war geweckt!

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Rezension

His Dark Materials

von Philip Pullman

Everyman's Library Verlag, 1102 Seiten

Preis: Gebunden: ab 16,99€, TB: ab 16,99€, eBook: ab 9,99€

Inhalt

Lyra Belacqua  und ihr Daemon, Pantalaimon, verbringen ihre freie und sorgenlose Kindheit zwischen den Gelehrten des Jordan-Colleges, Oxford, in einer magischen Welt, die fast wie die unsere ist, aber eben doch nicht ganz. Die Ankunft von Lyras strengem Onkel Asriel zieht sie jedoch in einen Konflikt hinein, der viel größer ist als alles, was sie sich bisher vorstellen konnte. Das Schicksal, das sie erwartet, wird sie nicht nur in die kalten Gebiete des hohen Nordens führen, sondern noch weit, weit darüber hinaus – denn die Hexen sprechen schon seit Jahrhunderten über die Ankunft dieses Kindes, das eine Entscheidung treffen wird, die nicht nur ihre eigene Welt für immer verändern wird…

Meine Meinung

Ich habe den Film „Der goldene Kompass“ vor über zehn Jahren im Kino gesehen, und fand ihn damals zwar ganz unterhaltsam, aber eben auch nicht so gut, dass ich mich sofort auf die zugehörigen Bücher stürzen wollte. Im Laufe der Zeit habe ich dann immer wieder gehört, wie wenig der Film seiner Buchvorlage eigentlich gerecht wird, sodass ich irgendwann doch neugierig wurde, denn vor allem die Idee, dass jeder Mensch einen Daemon hat – einen Teil seiner Seele, der sich in Tiergestalt außerhalb seines Körpers bewegt – hat mich schon damals sehr fasziniert.

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Blogbeitrag

You’re Not Good Enough Book Tag

Vor ein paar Tagen habe ich diesen Tag mit dem etwas fiesen Namen entdeckt und fand ihn sofort super interessant und unterhaltsam – getaggt hat mich dazu zwar niemand, aber machen wollte ich ihn trotzdem! Kreiert wurde der Tag von ReadLikeWildFire.

Beim You’re Not Good Enough Tag geht es kurz gesagt darum, sich in 15 Szenarios zwischen zwei zufällig gewählten Buchcharakteren zu entscheiden. Ich habe mir also mal mein Bücherregal angeschaut und mir 30 interessante Figuren herausgesucht, von denen ich nun mithilfe von random.org für jede Frage zwei auslosen werde. Und los geht’s!

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Rezension

Ash

von Malinda Lo

PAN Verlag Verlag, 269 Seiten

Preis: TB: ab 9,49€, eBook: ab 3,99€

Inhalt

Nach dem Tod ihres Vaters ist Ash ihrer grausamen Stiefmutter schutzlos ausgeliefert. Ihre Tage verbringt sie mit harter Arbeit, ihre Nächte mit ihrem alten Märchenbuch – und Träumen davon, von einem Feenprinz entführt zu werden. Als sie im Wald auf den Feenprinzen Sidhean trifft, scheint ihr Wunsch in Erfüllung zu gehen. Als Ash jedoch die königliche Jägerin Kaisa trifft, erweckt die junge Frau nach und nach das Glück und die Liebe in ihrem Herzen wieder. Doch Sidhean hat Ash bereits für sich beansprucht – und nun muss sie eine Entscheidung treffen, zwischen Märchenträumereien und echter Liebe.

Meine Meinung

Ich habe „Ash“ vor ziemlich genau fünf Jahren bereits einmal gelesen und war damals nicht übermäßig beeindruckt von dem Buch – es war zwar schön, ging mir aber auch einfach etwas zu schnell, ich konnte mich in die Protagonistin nicht wirklich hineinfühlen, es kam so gut wie keine Spannung auf und überhaupt war das Buch mir damals auch zu kurz. Als ich vor eineinhalb Jahren von zuhause ausgezogen bin, habe ich es deshalb nichtmal in die neue Wohnung mitgenommen, weil ich nicht dachte, dass ich es nochmal lesen wollen würde. Gerade in den letzten ein, zwei Jahren ist mir aber immer wieder aufgefallen, wie viel besser mir inzwischen ruhige Bücher gefallen, und wie wenig ich beim Lesen eigentlich auf Action angewiesen bin, sodass ich es mir kurzerhand zurückgeholt und dem Buch noch eine Chance gegeben habe.

Ich bin froh, dass ich das getan habe, denn obwohl „Ash“ von mir immer noch keine 5-Sterne-Bewertung bekommt – dafür fehlt ihm an der ein- oder anderen Stelle eben doch noch etwas – so hat mich dieser Reread doch wirklich verzaubert.
Trotz seiner märchentypisch harten Thematik ist „Ash“ ein echtes Wohlfühlbuch, das man gerade aufgrund seiner Kürze gut mal eben an einem Abend lesen kann – genau wie ein etwas längeres Märchen eben. Auch zu kurz fand ich es deshalb nicht mehr unbedingt – ich glaube, als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hätte ich nach dem Ende gerne noch etwas weitergelesen, dieses Mal fand ich es aber genau so, wie es ist, wunderschön und perfekt.
Damals, vor fünf Jahren, habe ich in meiner Rezension bemerkt, „Ash“ wäre ein Buch, das einem „das Herz in Seide packt und einem ein Lächeln auf die Lippen zaubert“. Inzwischen würde ich das vielleicht etwas weniger pathetisch formulieren, im Grunde stimme ich dem aber immer noch zu. Weil es so ruhig geschrieben ist und ich dieses Mal die Geschichte ja auch schon kannte, konnte ich es einfach ganz entspannt genießen.
Bei all dem Leid,  das queere Charaktere  oft aushalten müssen, und den schlimmen Enden, die sie dann trotzdem erwarten, war es auch einfach nur richtig schön, Bisexualität hier so positiv präsentiert zu bekommen. Ash muss sich vielleicht mit ihrer Stiefmutter herumschlagen, ihrem niedrigen Stand, ihren eigenen Geheimnissen – aber nicht mit den Gefühlen, die sie neben Sidhean auch für Kaisa entwickelt, denn dazu gibt es in ihrer Welt einfach keinen Grund. In vielen Rezensionen findet man gerade darüber Ärger, weil Queerness in Verbindung mit Märchen scheinbar immer provokativ sein muss – ich fand jedoch gerade diese stille Natürlichkeit, die ganz ohne viele Worte oder dramatische Gesten auskommt, ganz wunderbar. Überhaupt finde ich Ash als bisexuelle Protagonistin fantastisch – mir fällt von allen Büchern, die ich bisher in meinem Leben gelesen habe, spontan nur eines ein, bei dem die Protagonistin ebenfalls bisexuell ist, und das ist „Love in the Time of Global Warming“ von Francesca Lia Block. „Ash“ hat in dieser Hinsicht also wirklich Seltenheitswert, und allein das verdient schon eine Empfehlung.

Ich habe „Ash“ auf jeden Fall gern gelesen – jetzt mit 22 sogar noch etwas lieber als damals mit 17 – und es wird seinen Platz in meinem Bücherregal auf jeden Fall zurückerhalten. Auch wenn die Geschichte im Großen und Ganzen doch recht linear ist, und nicht mit allzu vielen Überraschungen aufwarten kann, hat das Buch mir wirklich Spaß gemacht. Ich habe sowohl Ash, als auch vor allem Kaisa unheimlich ins Herz geschlossen und war wie gesagt vor allem von ihrer gerade aufkeimenden Beziehung begeistert. Ich denke, dass „Ash“ auf keinen Fall mein letztes Buch von Malinda Lo sein wird – ihr Roman „Huntress“ ist zumindest direkt auch auf meiner Wunschliste gelandet!

Blogbeitrag

Meine Lesevorsätze 2018

Wie ich euch vor ein paar Tagen schon in meinem Jahresrückblick versprochen habe, möchte ich mir auch dieses Jahr wieder ein paar Leseziele setzen! Ein paar Dinge will ich wie in den letzten beiden Jahren fortführen, ein paar auch etwas entspannter angehen – insgesamt habe ich mir für 2018 sieben Punkte vorgenommen:

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