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Meine Leseziele 2017

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Wie ich gestern schon in meinem Jahresrückblick angekündigt habe will ich mir auch für das Jahr 2017 wieder ein paar Leseziele setzen! Ich hatte letztes Jahr noch etwas Angst, mich durch solche „Vorsätze“ selbst zu sehr einzuschränken, aber es hat wirklich gut funktioniert und ich habe so viel bewusster und vielfältiger gelesen, was mir wirklich viel Spaß gemacht hat.
Vieles will ich deswegen dieses Jahr weiterführen, aber auch nicht alles. Zum Beispiel werde ich mir nicht mehr gezielt vornehmen, jeden Monat ein Buch zu rereaden, denn das hat letztes Jahr einfach so gut funktioniert, dass ich dafür glaube ich inzwischen auch ohne speziellen Vorsatz entspannt genug bin – auch, wenn mein SuB davon nicht schrumpft.
Außerdem möchte ich zwar auch dieses Jahr gerne mehr Klassiker lesen, will mir dies aber auch nicht mehr als monatliche „Pflicht“ vornehmen, denn letztes Jahr habe ich mich einfach zu oft dabei erwischt, wie ich am Ende des Monats noch hektisch einen möglichst kurzen Klassiker begonnen habe, statt das zu lesen, worauf ich wirklich Lust gehabt hätte. Vor allem dicke Klassiker brauchen einfach ihre Zeit, und die will ich mir auch ohne schlechtes Gewissen nehmen können.
Diese Dinge möchte ich mir für mein Lesejahr 2017 gerne vornehmen:

Ich möchte dieses Jahr mindestens 55 Bücher lesen.
Ob das ein richtiger Vorsatz ist weiß ich nicht, wenn man bedenkt, dass ich letztes Jahr ganze 76 Bücher gelesen habe – aber da ich im nächsten Semester vermutlich meine Bachelorarbeit schreiben werde und auch die letzten Klausuren bestimmt anstrengend werden habe ich dieses Jahr vermutlich deutlich weniger Zeit zum Lesen als letztes. Ich denke aber trotzdem, dass ich 55 Bücher ganz gut schaffen sollte.

Sollte ich merken, dass auch 55 Bücher zu hoch gegriffen sind, werde ich mich aber auch nicht scheuen, mein Leseziel etwas zu senken – die Tage, in denen ich Bücher nach Länge auswählte um irgendeine bestimme Anzahl an gelesene Büchern zu erreichen sind für mich Gott sei Dank schon seit Jahren vorbei.

Ich möchte dieses Jahr alle 10 Bücher von meiner Jahresliste lesen.
Schon letztes Jahr habe ich mir ein paar Bücher vorgenommen, die ich unbedingt in diesem Jahr lesen wollte, habe diese Liste dann aber recht schnell einfach wieder vergessen. Dieses Jahr habe ich mir ganz gezielt 10 Bücher vorgenommen, die ich wirklich unbedingt endlich lesen will – die meisten davon nehme ich mir nämlich wirklich schon seit Ewigkeiten immer wieder vor.
Auf meiner Liste stehen dieses Jahr „Six of Crows“ von Leigh Bardugo, die „His Dark Marterials“ Trilogie von Philip Pullman, „Ready Player One“ von Ernenst Cline, „Anna and the French Kiss“ von Stephanie Perkins,“Wonder“ von R.J. Palacio, „Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe“ von Benjamin Alire Sáenz, „Naokos Lächeln“ von Haruki Murakami, „The Knife of Never Letting Go“ von Patrick Ness, sowie „Das Leuchten der Stille“ von Nicholas Sparks und „Das geheime Spiel“ von Kate Morton, beides Bücher die ich vor allem lesen will, weil ich von ihren Autoren noch nie irgendetwas gelesen habe und diese Lücke gerne endlich schließen will. Ich hoffe wirklich, dass ich dieses Jahr alle Bücher von meiner Liste lesen werde!

Ich möchte noch vielfältiger lesen.
Bereits im letzten Jahr habe ich es mir zum Ziel gemacht, jeden Monat mindestens ein Buch mit einem queeren und/oder nicht weißen Protagonisten zu lesen, was ganz gut geklappt und mir auch wirklich viel Spaß gemacht hat. Dieses Jahr möchte ich das gerne fortführen, zusätzlich aber auf noch mehr Diversität achten, denn die Bücher, die ich letztes Jahr gelesen habe, waren doch sehr männlich und vor allem weiß dominiert.
Außerdem möchte ich bei der Auswahl meiner Bücher auch mehr auf deren Autoren achten und so hoffentlich mehr marginalisierte Stimmen hören.

Ich möchte gezielt deutsche Autoren lesen.
Schon letztes Jahr hatte ich den Vorsatz, jeden Monat mindestens ein Buch von einem deutschsprachigen Autor zu lesen, und das hat zwar nicht immer, generell aber doch ganz gut geklappt. Ich finde es einfach schade, wie wenig ich mich im Bezug auf deutschsprachige Literatur eigentlich auskenne – mein Lesen ist so fokussiert auf den englischsprachigen Raum, dass ich da bestimmt wahnsinnig viel Gutes verpasse, denn vor letztem Jahr hat mein Wissen sich in diesem Bereich tatsächlich fast nur auf Kinderbücher und Klassiker beschränkt. Das ist jetzt schon etwas anders und es hat mir wirklich Spaß gemacht, ganz bewusst vermehrt deutsche Autoren zu lesen und die deutschsprachige Literatur etwas besser kennenzulernen, sodass ich das gerne fortführen möchte – schließlich gibt es da mit Sicherheit noch viel zu entdecken!

Ich möchte neue Genres und Buchformen ausprobieren.
Auf diese Idee hat mich eigentlich erst Liesa mit ihrem Reading-Challenges 2017 Post gebracht, in dem sie sich etwas ähnliches vornimmt. Ich fand die Idee, einmal auf diese Weise gezielt Neues auszuprobieren und ein wenig über den eigenen Tellerrand zu schauen total super, weswegen ich das auch gerne mal probieren möchte.
Fürs erste will ich mir hier nur wirklich sehr kleine Zahlen vornehmen – ich fände es schön, wenn ich dieses Jahr drei Graphic Novels, drei Non-Fiction Bücher und drei historische Romane lesen würde – alles Sachen, die mir sonst so überhaupt nicht liegen. Auch zumindest einen Gedichtband würde ich dieses Jahr gerne unterbringen – ich finde Gedichte ganz generell nämlich wunderschön und wahnsinnig interessant, lese aber wirklich nie gezielt welche, weil ich immer das Gefühl habe, sie sowieso nicht richtig zu verstehen.
Somit habe ich mir hierfür insgesamt 10 Bücher vorgenommen – nicht besonders ambitioniert, aber da ich mich mit allen vier Kategorien wirklich so gut wie gar nicht auskenne will ich mich einfach nicht durch zu hoch gesteckte Ziele überfordern. Wenn ich schlussendlich noch mehr von irgendwas lesen möchte kann ich das ja immer noch tun!

Ich möchte meinen SuB verkleinern.
Ja, ich weiß schon – jedes Jahr die gleiche Leier und klappen tut es ja doch nie. Allerdings habe ich mir dieses Jahr meinen Umzug zum Anlass genommen, endlich mal meine Bücher zu zählen und zu katalogisieren, sodass ich zum ersten Mal seit Jahren überhaupt wieder einen Überblick über meine ungelesenen Bücher habe. Ich hoffe, dass mich das etwas motiviert, eher mal zu einem Buch von meinem Stapel zu greifen, als schon wieder irgendwo ein neues zu kaufen.
Zumindest das Vermeiden von Spontankäufen hat in dieser Hinsicht zumindest letztes Jahr schon ganz gut geklappt, nur bei sehr, sehr günstigen oder sogar kostenlosen Büchern werde ich immer noch schnell schwach.

Mal sehen, wie es dieses Jahr so mit meinen Vorsätzen klappt – ich sehe dem ganzen recht zuversichtlich und entspannt entgegen. Und wenn es mit einem – oder mehreren – meiner Ziele nicht so funktioniert, ist das ja auch kein Problem. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf das Jahr 2017 und hoffe, viele tolle neue Bücher und Autoren zu entdecken!

Wie sieht es denn bei euch mit Lesezielen aus? Habt ihr euch irgendwelche Vorsätze gemacht oder lest ihr lieber einfach so drauf los? Ich bin wie immer wahnsinnig neugierig darauf, wie ihr das so macht!

Kommentare

  • Sehr schöne Ziele! Und auch nicht allzu unrealistisch und überambitioniert. Nur den Punkt „vielfältiger lesen“ finde ich etwas schwammig formuliert. Auch ein Buch mit einem queeren Charakter oder einem schwarzen Protagonisten wäre wohl auch ein Buch in einem Genre aus deiner „Komfort-Zone“, oder? Unter vielfältiger lesen verstehe ich aber mehr. Zum Beispiel mal ein Sachbuch oder ein anderes ungewohntes Genre. Ein Geschichtsbuch vielleicht? Ich könnte mir denken dass „Die Frauen der Revolution“ von Michelet, das ich letztens gekauft habe, auch was für dich wäre. Oder vielleicht mal was Philosophisches? 😉 Ich habe in diesem Jahr z.B. zum ersten Mal seit meiner Jugendzeit wieder ein SciFi-Buch gelesen (Stanislaw Lem).

    • sacinee | BÜCHERJÄGER

      Hallo! 😀
      Mit „vielfältiger lesen“ meine ich tatsächlich „nur“ das – einfach mehr Bücher lesen, die in ihrer Figurenkonstellation die reale Welt in all ihrer Vielfalt besser wiederspiegeln, statt sich nur immer wieder der gleichen generischen Gruppe von weißen, heterosexuellen cisgender Menschen zuzuwenden, ohne dies zumindest einmal zu hinterfragen. Genretechnisch bin ich in dieser Hinsicht für wirklich alles offen – von Fantasy und Sci-Fi über ganz normale Romane bis hin zu Non-Fiction ist mir alles recht. Hauptsache ich komme ein bisschen von diesem Einheitsbrei weg, der sich ja leider tatsächlich über so ziemlich alle Genres erstreckt.
      Auch mal andere Genres auszuprobieren habe ich mir ja ebenfalls vorgenommen, obwohl ich dafür noch keine speziellen Bücher im Sinn habe – ich war heute aber schon im Buchladen und hab mich mal ein bisschen in der Sachbuchabteilung und bei den historischen Romanen umgeschaut, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Ich werde also sicher etwas finden, was mich anspricht, auch wenn ich mich vielleicht erst noch ein bisschen rantasten muss. Danke auch für deinen Buchtipp! 😀

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