Blogbeitrag

Die Leipziger Buchmesse 2017

Seit ich vor zwei Jahren zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse war ist es jedes Jahr eines der Ereignisse, auf die ich mich am allermeisten freue. Genau wie schon letztes Jahr waren mein Freund und ich dieses Mal von Donnerstag Abend bis Sonntag Morgen in Leipzig, wir hatten also zwei volle Tage auf der Buchmesse!

Auch dieses Jahr waren wir am Donnerstag, noch bevor wir überhaupt ins Hotel gefahren sind, wieder auf dem Fantasy Leseabend im kleinen Theaterhaus Schille, bei dem dieses Mal neben Fantasy-Größen Kai Meyer und Markus Heitz auch noch Alana Falk sowie die beiden Seraph-Gewinnerinnen, Katharina Seck (bester Roman) und Julia Lange (bestes Debüt), da waren und aus ihren Büchern gelesen haben.
Gekauft habe ich zwar keines davon – obwohl die Buchmesse immer dazu einlädt, hundert Bücher mit nachhause zu nehmen bin ich ja doch eine arme Studentin – aber trotzdem haben die Lesungen alle wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Am besten gefallen haben mir hier Kai Meyers Sci-Fi Roman „Die Krone der Sterne“ , den er beim Leseabend im letzten Jahr bereits angekündigt hatte, Markus Heitz‘ „Des Teufels Gebetbuch“ , in dem es um ein verfluchtes Kartenspiel geht, und Katharina Secks „Die silberne Königin“ , welches von einer Geschichtenerzählerin handelt, die in einem vom ewigen Winter beherrschten Land lebt, in dem Geschichten verboten sind.

Freitag war dann unser erster Tag auf der Messe, und ich glaube, dieses Jahr auch mein liebster.

Ich konnte nicht nur der ganz wunderbaren Marie Graßhoff kurz Hallo sagen, sondern mir auch endlich eine physische Ausgabe ihres Buches „Kernstaub: Über den Staub an Schmetterlingsflügeln“ kaufen, die ich mir dann natürlich auch gleich habe signieren lassen.
Ich besitze „Kernstaub“ zwar schon seit Jahren als eBook, aber erstens lese ich – obwohl ich eBooks sonst sehr gerne mag – lange Bücher doch lieber als „richtiges“ Buch, und zweitens ist diese wirklich wunderschöne Ausgabe es einfach absolut wert. Auf jeder Seite tummeln sich kleine Illustrationen von Quallen, Schmetterlingen oder Uhren, und auch sonst ist „Kernstaub“ merkbar mit viel Liebe gestaltet – ich kann es kaum erwarten, das Buch auf diese Weise noch einmal zu beginnen!

Sehr interessant ging es dann mit dem Loewe-Bloggertreffen weiter, auf dem der Verlag nicht nur sehr coole Lebkuchenherzen verschenkte, sondern auch einige Highlights aus dem noch gar nicht erschienenen Loewe-Herbstprogramm vorstellte.
Besonders gefreut habe ich mich hier über die Ankündigung von „Forever Again: Für alle Augenblicke wir“, der deutschen Ausgabe von Lauren James‘ „The Next Together“ , das zu kaufen ich mir schon einmal auf englisch überlegt hatte.

Ein weiteres Highlight am Freitag war Jostein Gaarder, der aus seinem neuen Buch „Ein treuer Freund“ vorgelesen hat, welches sich sehr skurril aber auch sehr interessant anhörte – in dem Buch geht es um den Einzelgänger Jakop, der nur seine Handpuppe Pelle als Freund hat, in seiner Feizeit aber gerne auf fremde Beerdigungen geht um so zu tun, als wäre er mit der gerade verstorbenen Person eng befreundet gewesen. Hier habe ich mir außerdem meine Ausgabe von „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder signieren lassen.
Wie die meisten der Lesungen, die ich in diesem Jahr besucht habe, wurde auch diese übrigens übrigens simultan in Gebärdensprache gedolmetscht, was ich total gut fand!

Am Abend ging es dann gleich wieder ins Theaterhaus Schille, zu einem weiteren Leseabend, diesmal organisiert vom Piper-Verlag. Es waren drei Autoren anwesend, die jeweils ihre aktuellen Bücher vorstellten – Robert Corvus las aus seinem Sci-Fi Roman „Feuer der Leere“ , Michael Peinkofer aus seinem Fantasy-Roman „Tote Helden“ und Brandon Sanderson aus „Shadows of Self“, dem fünften Band seiner „Mistborn“-Reihe, der auf deutsch gerade unter dem Titel „Schatten über Elantel“ erschienen ist.
Ich fand sowohl „Feuer der Leere“ als auch „Tote Helden“ wahnsinnig interessant, habe mir aber leider trotzdem keins von beidem gekauft – wie gesagt, mein Budget ist leider knapp bemessen. Trotzdem werde ich beide Bücher im Auge behalten, und vielleicht irgendwann doch einmal zu lesen kriegen!
Außerdem habe ich mir meine Ausgabe von „The Final Empire“ , dem ersten „Mistborn“-Band von Brandon Sanderson signieren lassen.
Brandon Sanderson ist im Rahmen der Buchmesse übrigens zum allerersten Mal in Deutschland, was diese Signierstunde zu etwas ganz besonderem gemacht hat, weil wirklich viele der Menschen, die dort waren, wohl schon sehr lange große Fans seiner Bücher sind – nicht nur hatten viele von ihnen ganze Kataloge an Fragen dabei, die Sanderson alle ausführlich beantwortet hat, einige hatten sogar Fanart zu seinen Büchern dabei, um sie ihm entweder zu schenken oder einfach nur zu zeigen. Ich finde es immer total toll, zu sehen, dass Menschen von etwas wirklich begeistert sind, deshalb hat sogar das Anstehen in der Schlange mir richtig Spaß gemacht!

Am Samstag war es dann natürlich wieder sehr voll auf der Messe, wobei es mir ehrlich gesagt etwas angenehmer vorkam als noch letztes Jahr – ob die Besuchermassen sich dieses Mal tatsächlich besser verteilt haben, oder ob ich letztes Mal nur so überfordert von allem war, dass es mir noch viel enger vorkam, als es ohnehin schon war, werde ich wohl nie erfahren.
Auf jeden Fall war dieser Samstag aber entspannter als der letzte – ich hatte alle Bücher, die ich zum Signieren mitgebracht hatte, bereits am Freitag signieren lassen, also mussten wir uns in keiner der ellenlangen Schlangen anstellen und konnten dafür sogar einen Platz in der ersten Reihe der Leseinsel Fantasy ergattern, wo wir uns dann ganz entspannt zwei Lesungen angehört haben – im letzten Jahr standen wir so weit hinten, dass wir tatsächlich kein Wort mehr verstanden haben.
Zum einen war das „Elanus“ von Ursula Poznanski, ein Jugendbuch-Thriller, in dem ein 17-Jähriger das Mädchen, in das er verknallt ist, mithilfe einer Drohne ausspioniert, und „Elfenmacht“ von Bernhard Hennen, dem neuesten Band seiner „Die Elfen“-Reihe, der mir glatt Lust gemacht hat, diese endlich weiterzulesen – den ersten Band hatte ich ja auch letztes Jahr nach der Messe gelesen.

Super cool fand ich es am Samstag außerdem, dass ich die liebe Elif endlich einmal ein Realität gesehen habe und auch ihr kurz Hallo sagen konnte!

Als es dann am Abend etwas ruhiger wurde sind wir noch ein wenig über die Messe geschlendert und haben uns dann noch eine Lesung zu Cristopher Goldens „Der Fährmann“ angehört, ein Buch, das nicht nur sehr hübsch aussieht, sondern auch sehr interessant klang – eine Frau ist für einen kurzen Moment klinisch tot, weigert sich aber, dem berühmten Fährmann ins Jenseits die nötigen Silberstücke für ihre Überfahrt ins Land der Toten zu geben, woraufhin dieser ihr nach ihrer Wiederbelebung zurück ins Land der Lebenden folgt.

Am Sonntag waren wir dann nur noch kurz auf der Messe, bevor es wieder zurück nachhause ging.

Als große Fans der Literatursendung „druckfrisch“ konnten wir uns natürlich die „Best of druckfrisch“-Veranstaltung des ARD-Forums nicht entgehen lassen. Mit gewohntem Wortwitz – und außerdem den wohl coolsten Socken aller Zeiten – lobte oder zerriss Literaturkritiker Denis Scheck hier die seiner Meinung nach besten und schlechtesten Bücher auf der Spiegel-Bestsellerliste – von Daniela Katzenbergers „Eine Tussi sagt ‚Ja!‘“ über ein kleines Büchlein namens „How to sh.. in the woods“ , bis zu Hanya Yanagiharas „Ein wenig Leben“ , das ich jetzt noch mehr lesen möchte, als ich das ohnehin schon wollte. Es hat wirklich Spaß gemacht!

Viel zu schnell waren unsere letzten Stunde auf der Messe dann auch schon wieder vorbei, und wir haben uns auf den Weg zurück nachhause gemacht. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr – am liebsten würde ich einfach mein ganzes Leben umgeben von Büchern und Buchliebhabern verbringen. Aber zumindest habe ich natürlich wieder eine ganze Menge schöner Sachen mitgenommen, mithilfe derer ich hoffentlich noch ein wenig in Erinnerungen schwelgen kann!

 

 

 

 

 

 

 

Wer war denn von euch noch so auf der Messe, und wie waren eure Eindrücke? Ich habe im Nachhinein auf Twitter gesehen, dass noch total viele Leute da waren, die ich nicht getroffen habe – das tut mir total Leid, aber vielleicht klappt es ja nächstes Mal. Ich würde mich auf jeden Fall freuen!

Kommentare

  • Ich habe mich auch sehr über unser Treffen gefreut! Du hast so schön gestrahlt, jetzt nach deinem Bericht weiß ich, warum. Das klingt nach einer tollen Messe. Ihr scheint da schon sehr professionell heranzugehen! 😀 Ganz liebe Grüße an dich und deinen Freund. 🙂

    • sacinee | BÜCHERJÄGER

      Inzwischen fühlen wir uns tatsächlich schon ein wenig wie alte Hasen, was (zumindest die Leipziger) Buchmesse angeht. 😀
      Vielen Dank und ganz liebe Grüße zurück! 🙂 Ich habe mich wirklich total gefreut, die mal zu treffen und es ist schön, wenn ich nicht zu awkward dabei war, haha. :’D

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