Blogbeitrag

Neuzugänge im Mai

Ich war dieses Jahr bisher eigentlich wirklich gut darin, keine neuen Bücher zu kaufen und stattdessen an meinem SuB zu arbeiten – bis diesen Monat. Sage und schreibe 14 neue Bücher sind bei mir eingezogen! Meine einzige Ausrede ist, dass sie alle entweder sehr billig oder sogar umsonst waren, sodass ich insgesamt nur etwa 20€ für alle Bücher ausgegeben habe. Obwohl ich trotzdem noch irgendwie ein ziemlich schlechtes Gewissen habe freue mich sehr über meine Neuzugänge und möchte sie euch deshalb gleich einmal vorstellen!

Gleich zu Beginn des Monats habe ich diese drei Bücher in einem kostenlosen Bücherschrank entdeckt und mitgenommen:

About a Boy – Nick Hornby

Will ist 36 und hipp wie ein Teenager. Er ist Single, hat keine Kinder, dafür aber den perfekten Ort gefunden, um Frauen kennenzulernen: Gruppen für alleinerziehende Mütter, die alle hoffen, einen netten Kerl kennenzulernen. So trifft Will den zwölfjährigen Marcus, und seine frischgeschiedene Mutter. Schnell werden der trendbewusste Womanizer und der Junge, der so uncool ist, daß seine Mitschüler ihn links liegen lassen, dicke Freunde, und irgendwann lernt das ungleiche Paar – der Jüngere steckt noch nicht ganz in der Pubertät, der Ältere scheint sie immer noch nicht hinter sich gelassen zu haben – gemeinsam, was es heißt, erwachsen zu werden…

Supergute Tage, oder: Die sonderbare Welt des Christopher Boone – Mark Haddon

Christopher ist 15 und Asperger-Autist. Er weiß eine ganze Menge über Mathe und nur sehr wenig über Menschen. Er mag Listen, Muster, und die Wahrheit. Er hasst es angefasst zu werden, und außerdem die Farben braun und gelb. Er ist alleine noch nie weiter als bis ans Ende der Straße gegangen, aber als er den Nachbarshund ermordert auffindet will er den Fall aufklären – und macht sich auf eine furchteinflößende Reise, die seine Welt auf den Kopf stellen wird.

Franny and Zooey – J.D. Salinger

»Franny« ist zwanzig und besucht ihren Freund Lane übers Wochenende im College. Doch das Treffen verläuft nicht wie geplant. Franny erleidet einen Nervenzusammenbruch, weil sie im Leben und im Studium keinen Sinn mehr findet. Sie kehrt todunglücklich nach Hause zurück, und ihre Mutter weiß nicht, wie sie ihr noch helfen soll. Frannys älterer Bruder, der hochintelligente, gutaussehende Zooey ist erfolgreicher TV-Schauspieler und geübt im Umgang mit Sinnkrisen – er will ihr mit seinem ganz eigenen zynischen Blick auf die Welt helfen.

Auf alle drei Bücher hatte ich schon länger ein Auge geworfen. „About a Boy“ von Nick Hornby hatte ich schon oft in verschiedenen Buchläden in der Hand und habe es dann doch jedesmal nicht mitgenommen – umso mehr freue ich mich, es jetzt trotzdem lesen zu können!
Mark Haddons „Supergute Tage, oder: Die sonderbare Welt des Cristopher Boone“ steht auf meiner Wunschliste, seit ich vor einiger Zeit ein (wirklich sehr gutes!) Theaterstück zu dem Buch gesehen habe. Mein kleiner Bruder ist autistisch, weswegen ich allen Medien, die autistische Kinder beinhalten aber nicht von autistischen Menschen geschrieben oder produziert werden immer ersteinmal sehr kritisch gegenüber stehe – hier wird „Supergute Tage“ sich noch beweisen müssen!

Ein ganz besonderer Glücksgriff an diesem Tag war „Franny and Zooey“ von J.D. Salinger, welches ich schon lange lesen wollte. Das habe ich dann auch direkt getan, sodass ich dieses Buch gleich wieder von meinem SuB streichen konnte – zumindest eine kleine Erleichterung für mein Gewissen. Ich habe „Franny and Zooey“ wirklich wahnsinnig gerne gelesen, aber weil dieser Blogpost bestimmt ohnehin wieder viel zu lang wird möchte ich jetzt nicht allzu viele Worte darüber verlieren und stattdessen lieber auf meine Rezension des Buches verweisen!

Zwei weitere Schätze habe ich im Regal meiner Mutter entdeckt, wo sie ohnehin nur Staub angesetzt hätten, weshalb ich sie kurzerhand mitgenommen habe!

Der Spieler – Fjodor Dostoevskij

Selbst der Magie des Spiels erlegen und in eine unglückliche Liebesaffäre verstrickt, hat Dostojewskij in nur drei Wochen diesen berühmten Roman niedergeschreiben – eine burleske, gelegentlich grotesk komische Geschichte um eine Gruppe von Menschen, die, kurz vor dem finanziellen Ruin stehend, im fiktiven Kurort Roulettenburg auf den Geldsegen einer umfangreichen, alle erlösenden Erbschaft wartet – und mittendrin der junge Alexej, der im Spielrausch seine Geliebte zu verlieren droht…

Neben „Der Spieler“ habe ich auch noch „Der Postmeister“ mitgenommen, eine Kurzgeschichtensammlung von Pusckin, die ich in Ermangelung einer Inhaltsangabe – es ist nunmal kein Roman – nicht genauer vorstellen werde. So wird es wohl leider auch der Gedichtsammlung von Rilke ergehen, die ich bei uns im Haus zufällig dort gefunden habe, wo normalerweise die unerwünschte Werbung landet. Ich habe das mal als „Kann mitgenommen werden“ interpretiert, und hoffe nun, mich meinen Lesezielen 2017 entsprechend ein bisschen mehr an Gedichte heranwagen zu können. Auf beide freue ich mich also auf jeden Fall schon sehr!

Der größte Teil meiner neuen Bücher stammt diesen Monat allerdings aus einer reBuy- und einer Medimops-Bestellung.

Das Haus Zeor – Jacqueline Lichtenberg

Genetische Mutation hat die Menschheit in zwei verschiedene Arten gespalten: in Gens und Simes. Die Simes können nur überleben, wenn sie einen Stoff aus dem Blut der Gens entnehmen – aber die Gens überleben diesen Transfer nur selten. Nur das Haus Zeor, ein Familienclan der Simes, kennt eine Methode, bei der der Spender am Leben bleiben kann – doch sie gilt als abtrünnig und pervers…

Lisey’s Story – Stephen King

Liseys berühmter Mann, der Schriftsteller Scott Landon, ist tot – und sein Nachlass weckt albtraumhafte Ahnungen in ihr, die bald grausame Gewissheit werden… Stück für Stück werden sorgsam verdrängte Erinnerungen in ihr wach: an eine andere Welt, die sie einst mit Scott besucht hat, tagsüber ein märchenhaftes Paradies, während nachts überall das Böse lauert. Ob Scott dort auf sie wartet, damit sie ihn ins Leben zurückholt?

Eigentlich wollte ich nur meine eigene Ausgabe von Jacqueline Lichtenbergs „Das Haus Zeor“ besitzen, welches ich vor Jahren einmal gelesen und sehr gut gefunden habe. In meiner Medimops-Bestellung hat das auch fast geklappt. Dann habe ich aber noch „Lisey’s Story“ entdeckt, das ich ohnehin schon lange einmal lesen wollte, und bin dem Stephen King Kaufrausch verfallen – spätestens in meiner sofort danach getätigten reBuy-Bestellung ist dann alles etwas aus dem Ufer gelaufen.

Schlaflos: Insomnia – Stephen King

Das Grauen kehrt nach Derry zurück. Ralph schläft immer weniger. Von Tag zu Tag wacht er früher auf. Bei seinen nächtlichen Spaziergängen durch Derry sieht er unheimliche Dinge, die er zunächst für Halluzinationen hält, die ihn aber zunehmend an seinem Verstand zweifeln lassen. Bis er erkennt dass er in Ereignisse von kosmischer Bedeutung verstrickt ist und das Leben aller Einwohner Derrys allein von ihm abhängt …

Das Bild: Rose Madder – Stephen King

Norman Daniel ist ein guter und pflichtbewußter Polizist. Seiner Ehefrau Rosie zeigt er sich aber als brutaler Schläger. Selbst, nachdem sie schwanger geworden ist, prügelt er sie. Als Rosie ihr Baby verliert, verläßt sie ihn und taucht unter. Nach 14 Jahren Ehehölle bringt Rosie Daniels endlich die Kraft auf, vor der Gewalt ihres brutalen Mannes zu fliehen – doch der rachelüsterner Cop folgt ihr dicht auf den Fersen.

Sarah – Stephen King

Als seine Frau überraschend an einem Hirnschlag stirbt, bricht die Welt des Bestsellerautors Michael Noonan zusammen. Vier Jahre später trauert er noch immer. Wie es scheint, hat er nicht nur seine Frau verloren, sondern auch seine Fähigkeit zu schreiben. Da er in seinen Träumen immer wieder sein Sommerhaus in Castle Rock, Maine sieht, zieht er sich dorthin zurück, um die Schreibblockade endlich zu überwinden. Doch dort lauert das Böse

Duma Key – Stephen King

Der reiche Bauunternehmer Edgar Freemantle hat bei einem schweren Unfall den rechten Arm eingebüßt und mehrere Knochenbrüche erlitten. Seine Kopfverletzung führt zu Lücken in der Erinnerung, und die Schmerzen treiben ihn in den Wahnsinn. Auf Anraten seines Arztes zieht er sich in ein Strandhaus auf der Florida-Insel Duma Key zurück, um dort Linderung in der Malerei zu finden. Seine Bilder entstehen wie im Fieberwahn, und die Insel scheint ein in ihm schlummerndes Talent auf seltsame Weise zu verstärken. Bald wird klar, dass seinen Bildern die unbändige Kraft innewohnt, die Wirklichkeit zu verändern…

Der Gefangene des Himmels – Carlos Ruiz Zafón

Nach „Der Schatten des Windes“ und „Das Spiel des Engels“ der neue große Barcelona-Roman von Carlos Ruiz Zafón. – Barcelona, Weihnachten 1957.
Der Buchhändler Daniel Sempere und sein Freund Fermín werden erneut in ein großes Abenteuer hineingezogen. In der Fortführung seiner Welterfolge nimmt Carlos Ruiz Zafón den Leser mit auf eine fesselnde Reise in sein Barcelona. Unheimlich und spannend, mit unglaublicher Sogkraft und viel Humor schildert der Roman die Geschichte von Fermín, der „von den Toten auferstanden ist und den Schlüssel zur Zukunft hat“.

Kafka am Strand – Haruki Murakami

Der 15-jährige Kafka Tamura reißt von zu Hause aus und flüchtet vor einer düsteren Prophezeiung seines Vaters auf die Insel Shikoku. Seine abenteuerliche Reise führt ihn in eine fremde Stadt, wo er der faszinierenden Bibliotheksleiterin Saeki begegnet und ihr verfällt. Der alte, seit einem Unfall als Kind geistesschwache Nakata kann mit Katzen sprechen und glaubt nun, in einen Mordfall verwickelt zu sein – auch er flieht aus Tokyo und gleitet genau wie Kafka ab in eine fremde, seltsame Welt.

Wir ihr seht ist also eine ganze Menge neuer Stephen King Lesestoff bei mir eingezogen – ich hoffe, zumindest etwas davon diesen Oktober lesen zu können, wenn ich hoffentlich wieder einen Stephen King Lesemonat veranstalten werde!
Außerdem ist in meinem Einkaufswagen noch „Der Gefangene des Himmels“ von Carlos Ruiz Zafón gelandet, der dritte Band der „Der Schatten des Windes“-Saga, die ich nun endlich komplett habe und hoffentlich bald ganz lesen werde – zumindest Band zwei habe ich mir für den Juni bereits vorgenommen!
Nachdem ich dieses Jahr „Naokos Lächeln“ gelesen und geliebt habe konnte ich zu einem weiteren Buch von Haruki Murakami auch nicht nein sagen, und so musste ich „Kafka am Strand“ einfach auch noch mitbestellen. Genau wie „Franny and Zooey“ habe ich aber auch dieses großartige Buch bereits gelesen und deshalb absolut kein schlechtes Gewissen mehr, weil ich es gekauft habe – dafür war es ohnehin schlichtweg viel zu gut. Auch hierzu habe ich bereits eine Rezension veröffentlicht!

Puh, das waren sie also, meine Neuzugänge im Mai – wirklich ein ganz schöner Stapel. Hat denn irgendjemand überhaupt den Weg bis hier unten geschafft, oder seid ihr alle bei der Hälfte abgesprungen? Verübeln kann ich es euch eigentlich nicht. :‘)
Wer noch da ist, der darf wie immer gerne einen Kommentar dalassen – habt ihr ja eines der Bücher, die bei mir eingezogen sind bereits gelesen? Habt ihr kürzlich vielleicht auch einen unvernünftig großen Bücherkauf getätigt, und wenn ja, was war dabei? Droht ihr auch bald von eurem SuB erschlagen zu werden, und irgendwie wächst er trotzdem immer weiter? Oder habt ihr euren SuB tatsächlich im Griff und könnt mir Tipps für meinen geben? Lasst es mich wissen – ich würde mich auf jeden Fall freuen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.