Rückblick

Mein Lesemonat Mai

 

Hallo, ihr Lieben! Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich aufgrund meiner Bachelorarbeit im Mai wieder nur minimalst zum Lesen kommen würde, aber da habe ich mich offensichtlich getäuscht – eigentlich sollte ich inzwischen ja auch wissen, dass ich immer dann am meisten lese, wenn ich eigentlich am wenigsten Zeit dazu habe. Nun gut, ich beschwere mich nicht – zumindest noch nicht, Ende des Monats wenn ich die Bachelorarbeit dann abgeben muss vielleicht schon – und bin einfach froh, diesen Monat mal wieder überdurchschnittlich viel gelesen zu haben. Ganze acht Bücher sind es geworden, so viel habe ich dieses Jahr in noch keinem Monat gelesen!
Und diese hier waren es:

Peter Darling – Austin Chant
(164 Seiten)

Star Wars Nachspiel: Lebensschuld – Chuck Wendig
Star Wars Nachspiel #2
(572 Seiten)

Wonder – R.J. Palacio
(315 Seiten)

Days of Blood and Starlight – Laini Taylor
Daughter of Smoke and Bone #2
(517 Seiten)

The Book of Strange New Things – Michel Faber
(585 Seiten)

Two Boys Kissing – David Levithan
(285 Seiten)

Kafka am Strand – Haruki Murakami
(637 Seiten)

Franny and Zooey – J.D. Salinger
(202 Seiten)

Insgesamt macht das 3277 Seiten – deutlich mehr als ich bisher pro Monat gelesen habe. Noch mehr als darüber freue ich mich aber, dass wirklich jedes Buch, das ich diesen Monat gelesen habe, mir gefallen hat – tatsächlich habe ich diesen Monat kein Buch mit weniger als 4 Sternen bewertet!

Deswegen ist es auch wirklich schwer, mich auf nur einen Favoriten festzulegen. Ganz knapp vor den anderen Büchern gewinnt dieses Rennen wohl „Peter Darling“ von Austin Chant, eine Peter Pan Geschichte mit einem trans Protagonisten und einer Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, die mich nicht nur aufgrund ihrer Diversität sondern auch wegen ihres wunderschönen, atmosphärischen Schreibstils begeistert hat. Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass dieses nur etwa 160 Seiten lange Buch mich derart begeistern würde – definitiv ein neuer Liebling!
Den zweiten Platz meiner Highligt-Liste diesen Monat teilen sich „Franny und Zooey“ von J.D. Salinger und „The Book of Strange New Things“ von Michel Faber. Ersteres ist ein ebenfalls recht kurzes Büchlein, das ich erst vor zwei Tagen beendet habe, und das mir wirklich Spaß gemacht hat. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Tiefe und Charakter es entwickelt, obwohl es eigentlich nicht besonders viel Handlung aufweisen kann – wirklich ganz große Klasse! Zweiteres ist eines der Bücher, die ich dieses Jahr zum Geburtstag bekommen habe, und auf das ich schon länger ein Auge hatte – es hat mich definitiv nicht enttäuscht! „The Book of Strange New Things“ ist ein wunderschön geschriebener, eher ruhiger, dafür aber sehr atmosphärischer Roman, wie ich ihn zuvor noch nie gelesen habe. Es ist ein Buch, das man unmöglich in nur ein paar Sätzen zusammenfassen kann – man muss es einfach gelesen haben, um zu verstehen, warum es so besonders ist.
Auch wirklich, wirklich gut gefallen hat mir diesen Monat „Kafka am Strand“ von Haruki Murakami, ein Buch, das ich erst diesen Monat gekauft und sofort gelesen habe. Es war mein zweiter Roman von Murakami, und obwohl es ganz anders war als „Naokos Lächeln“ , welches ich zu Beginn des Jahres gelesen habe, hat es mich doch auf die gleiche Weise verzaubert und gefangen genommen. Ich bin wirklich froh, mich endlich an Murakamis Werke herangetraut zu haben – er ist ein Meister seines Fachs!
Auch „Wonder“ von R.J. Palacio war ein wirklich besonderes Buch – in jedem anderen Monat, in dem ich nicht so viel gelesen habe, hätte es vermutlich spielend die Favoriten-Position einnehmen können. Ich habe die Geschichte des kleinen August, der das Treacher-Collins-Syndrom hat, wirklich unheimlich gerne gelesen – sie spricht so viele ernste, wichtige, erschreckende Themen an und verliert dabei doch nie ihren Humor. Vor allem August mit seiner einzigartigen Erzählstimme habe ich als Protagonisten sehr geschätzt!
Two Boys Kissing“ habe ich diesen Monat mit dem Zwitscherbooks-Buchclub gelesen. Das Buch hat nicht nur Spaß gemacht und sich sehr schnell lesen lassen, vor allem seine starke Botschaft und die einzigartige, wirklich sehr interessante Erzählweise haben mir unheimlich gut gefallen.
Zu guter Letzt habe ich diesen Monat auch noch zwei Reihen weitergelesen – mit „Days of Blood and Starlight“ habe ich den zweiten Band der „Daughter of Smoke and Bone“-Trilogie von Laini Taylor beendet, deren ersten Band ich im März verschlungen habe. Seit langem ist diese mal wieder eine ganz klassische YA-Trilogie, die mir wirklich, wirklich Spaß macht, und ich hoffe, auch Band drei bald lesen zu können! Auch „Star Wars Nachspiel: Lebensschuld“ von Chuck Wendig hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich aufgrund der langen Pause zwischen Band eins und Band zwei ein bisschen gebraucht habe, um mich wieder in die Geschichte einzufinden. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band, der im August diesen Jahres erscheinen wird!

Was meine Lesevorsätze angeht, so habe ich diese auch im Mai nicht so ganz erfüllt. Obwohl ich so viele Bücher gelesen habe war kein einziges von einem_r deutschen Autor_in dabei, dafür aber mit „Peter Darling“, „Two Boys Kissing“ und „Star Wars Nachspiel: Lebensschuld“ gleich drei Bücher mit queeren Protagonisten.
Mit der SuB-Verkleinerung und dem Ausprobieren neuer Genres hat es diesen Monat aber wieder nicht so gut geklappt und auch von meiner Leseliste war kein Buch dabei – ich muss aber auch ehrlich sagen, dass ich mich in dieser Hinsicht momentan absolut nicht stressen will. Zwar sind meine Leseziele für mich ohnehin nie eine Pflicht, und ich fühle mich davon grundsätzlich nicht unter Druck gesetzt – ganz im Gegenteil freue mich immer sehr, meinen Lesehorizont auf diese Weise erweitern zu können, sonst würde ich mir diese Ziele gar nicht erst setzen – aber da die Uni mich momentan wirklich sehr in Beschlag nimmt habe ich zur Zeit einfach keine Energie oder Lust mehr übrig, mich aktiv darum zu kümmern. Das ist aber wie gesagt total okay so – das Lesen soll schließlich vor allem Spaß machen, und spätestens im Herbst sollte das dann auch wieder besser laufen.

Puh – ich habe diesen Monat so viel gelesen, dass dieser Monatsrückblick schon wieder viel zu lang geworden ist. Ich hoffe, ihr verzeiht es mir! Was habt ihr diesen Monat denn so gelesen? Herrscht bei euch gerade eher Flaute oder habt ihr auch einen überraschend guten Lesemonat hinter euch? Habt ihr eines der Bücher, die ich gelesen habe, auch schon gelesen, oder diesen Monat vielleicht selbst ein großartiges neues Buch entdeckt?
Lasst es mich wie immer gerne in den Kommentaren wissen – ich freue mich!

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