Rückblick

Mein Lesemonat September

Hallo, ihr Lieben! Mit dem September ist ein ziemlich ereignisreicher Monat ins Land gegangen – ich habe meine letzte Hausarbeit abgegeben und, obwohl ich meine Note (und somit auch mein Zeugnis) noch nicht habe, damit wohl meinen Bachelor abgeschlossen! Außerdem war ich eine Woche mit meinem Freund im wunderschönen Portugal. Gelesen habe ich nicht ganz so viel, wie im letzten Monat, in dem ich mit sieben Büchern aber auch ganz schön vorgelegt habe – dafür habe ich einige wirklich tolle Bücher gelesen. Und das sind sie:

Der Späher – Vladimir Nabokov
123 Seiten

Watership Down – Richard Adams
472 Seiten

The Secret History – Donna Tartt
660 Seiten

Royal Assassin – Robin Hobb
(Farseer #2)
648 Seiten

A Little Life – Hanya Yanagihara
720 Seiten

Das macht also fünf Bücher mit insgesamt 2623 Seiten – in diesem Jahr tatsächlich ein überdurchschnittliches Ergebnis für mich!

Highlights und Enttäuschungen

Obwohl ich diesen Monat so viele wirklich besondere Bücher gelesen habe, fällt es mir überhaupt nicht schwer, meinen Favoriten zu benennen, denn das war ganz klar „A Little Life“ von Hanya Yanagihara.  Ich habe dem Buch schon lange entgegengefiebert – letzten Monat habe ich es dann endlich begonnen und jetzt im September beendet. Ich kann immer noch kaum in Worte fassen, wie unheimlich mich dieses Buch berührt, begeistert und in seinen Bann gezogen hat. Noch nie habe ich ein derart schmerzhaftes und gleichzeitig so unheimlich fantastisches Buch gelesen, noch nie so mit einer Gruppe von Figuren gefühlt, gelacht, geweint und gelitten. Das Buch verdient eine ganze Liste an Triggerwarnings, aber trotz all der wirklich, wirklich grausamen und schrecklichen Dinge, die darin passieren, konnte ich es kaum aus der Hand legen – und wenn ich doch eine Pause einlegen musste, weil ich einfach nicht mehr konnte, dann konnte ich an nichts anderes denken als an Jude, Willem, Malcom und JB. „A Little Life“ wird nicht ohne Grund von Lesern wie Kritikern in höchsten Tönen gelobt – ich muss mich selbst bremsen, damit mein Monatsrückblick an dieser Stelle nicht in eine einzige Lobeshymne ausartet. Es ist ohne Zweifel nicht nur ein großartiges, sondern zudem noch ein wirklich großes Buch – und definitiv ein neues Lieblingsbuch für mich.

Neben diesem Begeisterungssturm muss jedes Lob für irgendein anderes Buch fast automatisch etwas verblassen – doch gerade diesen Monat habe ich noch zwei weitere wirklich erwähnenswerte Bücher gelesen. Zum Einen ist da noch „Watership Down“ von Richard Adams – ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass dieses Buch über eine Kaninchengruppe mich derart verzaubern würde. Die Abenteuererzählung liest sich magisch leicht, fast wie ein Märchen, ist an den richtigen Stellen spannend und mysthisch und begeistert vor allem durch seine ganz einzigartige Seele. Ich bin wirklich froh, dieses kleine Juwel endlich entdeckt zu haben – vor allem, da der zugehörige Zeichentrickfilm mir als Kind wahnsinnige Albträume beschert hat, wodurch ich die Schönheit der Geschichte gar nie richtig zu schätzen gelernt habe.

Außerdem nicht vergessen will ich „The Secret History“ von Donna Tartt. Obwohl ich etwas gebraucht habe, um wirklich in die Geschichte reinzukommen, und an einer späteren Stelle dann große Probleme mit der Homophobie einer Figur und vor allem der Art, wie innerhalb des Buches damit umgegangen wurde, hatte, hat das Buch mich wirklich beeindruckt. Wahnsinnig atmosphärisch und und sehr eindringlich erzählt Donna Tartt ihre Geschichte über Grenzüberschreitungen, Schuld und Reue, die sich in nur einem Satz gar nicht so recht zusammenfassen lassen will. „The Secret History“ ist definitiv ein Buch, über das ich noch länger nachdenken werde!

Auch der zweite Band der Farseer-Reihe, „Royal Assassin“ , den ich im Rahmen des #PlentyOfHobb-Readalongs gelesen habe, hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht, und auch Vladimir Nabokovs Kurzroman „Der Späher“ , welches mein erstes Buch für die Russian Reading Challenge war, habe ich sehr gerne gelesen. Enttäuschungen waren diesen Monat also glücklicherweise überhaupt keine dabei!

Erreichte Leseziele

Ich glaube, wenn ich am Ende des Jahres die Leseziele, die ich mir vorgenommen hatte, damit vergleiche, was ich tatsächlich gelesen habe, werde ich ziemlich enttäuscht sein – was letztes Jahr noch so gut geklappt hat will 2017 so gar nicht funktionieren. Auch diesen Monat war unter meinen gelesenen Büchern weder ein Buch eines deutschsprachigen Autors oder einer deutschsprachigen Autorin, noch ein Buch von meiner Leseliste oder ein neues Genre. Einzig und allein mein Ziel, jeden Monat mindestens ein Buch zu lesen, dessen Protagonist_in queer und/oder nicht weiß ist, habe ich erreicht – tatsächlich ist von den vier Protagonisten von „A Little Life“ nämlich kein einziger weiß und heterosexuell.

Was ich nächsten Monat lesen möchte

Nächsten Monat ist Oktober und damit beginnt auch wieder ein neuer #StephenKingMonth – schon das dritte Mal lege ich damit einen Lesemonat für den King of Horror ein, und noch immer freue ich mich darauf wie ein Kind auf Weihnachten. Ich glaube aber, dass ich zu meinen genauen Leseplänen – vor allem, weil diese auch die Ankündigung des geplanten Readalongs beinhalten – lieber morgen noch einmal einen eigenen Post machen werde, denn sonst wird dieser hier einfach zu lang.

Was habt ihr denn im September so gelesen? Habt ihr vielleicht ein neues Lieblingsbuch entdeckt, oder eines der Bücher, die ich gelesen habe, auch gelesen? Könnt ihr gerade meine Begeisterung für „A Little Life“ auch teilen, oder mochte jemand von euch das Buch vielleicht tatsächlich so gar nicht? Was sind eure Lesepläne für den Oktober? Nimmt vielleicht der ein oder andere von euch auch am #StephenKingMonth teil? Lasst mich all das wie immer gerne in einem Kommentar wissen!

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