Rückblick

Mein Lesemonat Oktober – Rückblick auf den Stephen King Lesemonat 2017!

Hallo, ihr Lieben! Mein Lieblingsmonat ist zu Ende, und obwohl ich mich schon sehr auf Weihnachten freue, bin ich doch ein bisschen traurig – ich liebe einfach die Kürbisse, die Vorfreude auf Halloween und die bunten Blätter, die den Oktober begleiten. Dieses Jahr bin ich sogar noch ein wenig trauriger als sonst, dass es nun bereits November ist, weil ich so sehr mit dem Beginn des neuen Semesters und damit auch dem Beginn meines Masterstudiums beschäftigt war, dass ich den Oktober gar nich so sehr genießen konnte wie sonst.
Auch in meinem Leseverhalten hat sich das gezeigt – sonst habe ich während meiner Stephen King Lesemonate immer außergewöhnlich viel gelesen, das war dieses Jahr leider nicht so. Ein paar Bücher waren es dann aber doch, nämlich diese hier:

Lisey’s Story – Stephen King
513 Seiten

Frühling Sommer, Herbst und Tod – Stephen King
551 Seiten

Brennen muss Salem – Stephen King
735 Seiten

Soralis – Stanisław Lem
283 Seiten

Insgesamt sind das vier Bücher mit gemeinsam 2082 Seiten. In Wirklichkeit waren es noch ein paar Seiten mehr, denn ich habe auch noch meinen Reread von Stephen Kings „Die Arena“ begonnen und mit etwa 800 Seiten bereits 2/3 des Buches gelesen – fertig geworden bin ich damit jedoch diesen Monat nicht mehr.

Highlights und Enttäuschungen

Ein besonderes Highlight ist für mich im Oktober eigentlich nie ein spezifisches Buch sondern immer eher das Gesamterlebnis des #StephenKingMonth. Es macht mir einfach immer noch unheimlichen Spaß, einen Monat lang (fast) nur Bücher meines Lieblingsautors zu lesen und ich freue mich jedes Jahr wieder darauf!

Von meinen #StephenKingMonth Büchern am besten gefallen haben mir dieses Jahr „Lisey’s Story“ und „Frühling, Sommer, Herbst und Tod“ . Ersteres ist ein Roman, der für King beinahe untypisch emotional und persönlich ist – ich habe Liseys Schmerz wirklich mitgefühlt und unheimlich gerne mit ihr zusammen nach und nach ihre eigenen Erinnerungen wiederentdeckt. Die Geschichte sowie auch ihre Protagonistin haben sich ganz leise, Seite um Seite, in mein Herz geschlichen – „Lisey’s Story“ ist definitiv ein Buch, das mir in Erinnerung bleiben wird.

„Frühling, Sommer, Herbst und Tod“ ist eine Sammlung von vier Novellen: „Pin-Up“, die in einem Gefängnis spielt, „Der Musterschüler“, in dem es um das Böse und einen alten Nazi geht, „Die Leiche“, in der vier Kinder sich aufmachen, einen toten Jungen zu finden, und „Atemtechnik“, in der es um eine schwangere junge Frau geht. Besonders gefreut hatte ich mich mir hier auf „Die Leiche“, deren Verfilmung – „Stand By Me“ – ich schon seit Jahren abgöttisch liebe, und ich wurde nicht enttäuscht. Der Film hält sich wirklich sehr genau an die Novelle, sodass mich rein handlungstechnisch nicht viel Neues erwartet hat, aber in geschriebener Form ist alles noch einmal ein ganzes Stück eindringlicher und emotionaler – ich habe es auf jeden Fall sehr genossen. Außerdem wirklich begeistert hat mich „Der Musterschüler“ – die Geschichte hat mich in all ihrer Grausamkeit komplett in ihren Bann gezogen und einfach nicht mehr losgelassen. Auch „Pin-Up“ habe ich sehr gerne gelesen, einzig und allein für „Atemtechnik“ konnte ich mich so gar nicht erwärmen – es handelt sich hier um eine Art Geschichte in einer Geschichte, und obwohl der Rahmen mir wirklich gut gefallen hat fand ich die darin erzählte Geschichte einfach nur… seltsam und irgendwie sinnlos. Alles in Allem konnte mich die Kurzromansammlung aber wie gesagt wirklich begeistern!

Ein weiteres Highlight diesen Monat war „Solaris“ von Stanisław Lem, eine Uni-Lektüre und das einzige Buch, das ich diesen Monat gelesen habe, welches nicht von Stephen King war. Hier hat mich vor allem die dichte, düstere und beinah bedrückend mysteriöse Atmosphäre begeistert, so wie das unheimlich fremdartige Alien – Stanisław Lem ist wirklich ein Meister seines Fachs und ich freue mich schon sehr darauf, bald noch mehr von ihm zu lesen!

Obwohl das Buch mich nicht ganz so begeistern konnte wie ich erwartet hatte, hatte ich diesen Monat außerdem viel Spaß mit dem „Brennen muss Salem“ Readalong, der im Rahmen des #StephenKingMonth stattgefunden hat! Zwar haben nur zwei oder drei Personen wirklich aktiv teilgenommen, aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis, das ich irgendwann gerne noch einmal wiederholen würde!

Erreichte Leseziele

Kurz und knapp: Nada. Ich werde das nächsten Monat auf jeden Fall wieder stärker in Angriff nehmen!

Was ich nächsten Monat lesen möchte

Wie immer nach einem Stephen King Lesemonat habe ich im November wahnsinnige Lust, einfach alles zu lesen – da fällt es mir wirklich schwer, mich zu entscheiden. Wie bereits gesagt möchte ich mich aber wieder verstärkt auf meine Leseziele konzentrieren. Außerdem habe ich durch meine Beschäftigung mit Stanisław Lem meine Liebe zu Science-Fiction wiederentdeckz und zudem – wie oft in den kühlen letzten Monaten des Jahres – total Lust auf ein paar richtig dicke Schmöker bekommen.
Deshalb möchte ich „Kernstaub“ von Marie Graßhoff nun im November unbedingt endlich lesen – nachdem ich es jahrelang nur als eBook besessen habe, habe ich mir den Roman dieses Jahr endlich auf der Leipziger Buchmesse gekauft und will das wunderschöne Buch nun auch endlich zur Hand nehmen. Außerdem würde ich mich gerne an die „His Dark Materials“ Trilogie von Philip Pullman wagen, die auch auf meiner Leseliste für dieses Jahr steht.  Ich habe mir außerdem vor ein paar Tagen einen ganzen Haufen queerer Bücher aus der Bibliothek geholt und hoffe, diese vielleich auch irgendwie unterzubringen – unter anderem „Ali und Ramazan“ von Perihan Mağden, „Die Wälder des menschlichen Herzens“ von Antje Rávic Strubel und „Blau ist eine warme Farbe“ von Julie Maroh, sowie auch ein paar Sachbücher zum Thema Queerness und Theologie. Als allererstes möchte ich aber natürlich meinen Reread von „Die Arena“ beenden. Wie ihr seht habe ich also gerade wirklich Lust auf alles – mal sehen, was ich dann tatsächlich lesen werde!

Was habt ihr im Oktober so gelesen? War irgendetwas schön schauriges dabei? Und was habt ihr euch für den November so vorgenommen? Lasst es mich wie immer gerne in den Kommentaren wissen!

Kommentare

  • Markus

    Hallo Sarah,

    was habe ich im Oktober so gelesen?

    1. Bora Cosic – Die Tutoren (ein hochgepriesener Roman, der mir jedoch viel zu experimentell und unverständlich war)
    2. John Williams – Butcher’s Crossing (eine wunderbare coming-of-age-Geschichte)
    3. Gunnar Gunnarsson – Advent im Hochgebirge (ich mag den Autor einfach gern)

    Schaurig war da eher weniger, aber recht abenteuerlich alles zusammen. Da ich nur wenig Zeit zur Verfügung habe, habe ich mir für den November folgende Bücher vorgenommen:

    1. Anna Baar – Als ob sie träumend gingen
    2. Kazuo Ishiguro – Der begrabene Riese

    Solaris habe ich vor einigen Jahren gelesen und war genauso begeistert wie du.

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