Blogbeitrag

Die BuchSaiten Blogparade – Fünf Fragen zum Jahresabschluss

Vor ein paar Tagen bin ich über Instagram auf diese Blogparade gestoßen und hatte sofort Lust, mitzumachen! Ins Leben gerufen wurde dieser kleine, aus fünf Fragen bestehende Jahresrückblick von Katrin von BuchSaiten, veranstaltet wird er von Petzi von Die Liebe zu den Büchern. Vielen Dank dafür!
Da ich ja jedes Jahr bereits einen ziemlich ausführlichen Rückblick auf mein Lesejahr poste, war ich mir zunächst nicht sicher, wie ich die Parade darin integrieren soll – jetzt habe ich mich dazu entschlossen, sie einfach ein paar Tage vor meinem „richtigen“ Jahresrückblick separat zu posten, um nicht einen gigantischen Monsterpost zu erschaffen. Und los geht’s!

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Obwohl es mir früher eigentlich immer viel Spaß gemacht hat, Bücher einfach so zu entdecken, lese ich inzwischen leider kaum noch spontan etwas, von dem ich zuvor noch gar nichts gehört habe – mein SuB ist dafür einfach zu groß. Folglich verspreche ich mir eigentlich von allen Büchern, die ich lese, etwas. An „Peter Darling“ von Austin Chant hatte ich allerdings vor allem aufgrund seiner Kürze eher mittelmäßige Erwartungen – schlussendlich war es dann eines meiner absolut liebsten Bücher 2017, sodass ich mir zusätzlich zum eBook auch noch das Taschenbuch gekauft habe!

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

So richtig schlimm wurde ich dieses Jahr tatsächlich von gar keinem Buch enttäuscht – und wenn eines doch mal nicht ganz so gut war, hatte ich im Vorfeld eigentlich auch keine allzu übertriebenen Erwartungen daran. Ein paar Bücher gibt es da natürlich schon – Julie Marohs „Blau ist eine warme Farbe“, auf das ich ziemlich gespannt war, hat mich leider ziemlich kalt gelassen, und auch der erste „Skargat“ Band von Daniel Illger konnte mich leider nicht so packen, wie ich es anhand seiner Lesung auf der Leipziger Buchmesse letztes Jahr erwartet hatte. Alles in Allem waren aber wie gesagt wirklich keine dramatischen Enttäuschungen dabei.

Welches war meine persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Auf jeden Fall Haruki Murakami. Ja, ich lebe bereits seit 22 Jahren auf diesem Planeten, wir schreiben das Jahr 2017, und habe dieses Jahr zum ersten Mal etwas von Murakami gelesen. Zwar war Murakami mir durchaus schon seit Jahren ein Begriff, irgendwie bin ich aber nie dazu gekommen, tatsächlich etwas von ihm zu lesen – ich wusste ja gar nicht, was mir da entgeht. Auf „Naokos Lächeln“ folgte dieses Jahr dann aber auch gleich „Kafka am Strand“ , so begeistert war ich von seiner einzigartig fließenden, einfach wunderschönen Art, zu erzählen und zu schreiben. Ich freue mich jedenfalls schon auf mein nächstes Buch von ihm – mal sehen, welches das wird!

Welches war mein Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Weil sie so verschieden sind und es mir deshalb einfach unmöglich ist, mich zwischen meinen beiden Lieblingen dieses Jahr zu entscheiden, müssen sie sich den Platz teilen.
Ich mochte das Cover von „A Little Life“ wirklich sehr, das das Gefühl des Romans absolut perfekt eingefangen hat – irgendetwas zwischen Schmerz und Lust, das so intim aussieht, dass man eigentlich direkt wieder wegschauen möchte, gleichzeitig aber auch sofort gefesselt ist. Mein zweites Lieblings-Cover dieses Jahr gehört zu einem Buch, das ich noch gar nicht beendet habe – ich finde meine Ausgabe von Philip Pullmans „His Dark Materials“ einfach wunderschön und kann gar nicht genug von dem Cover bekommen. Tatsächlich freue ich mich jedes Mal, wenn ich das Buch in die Hand nehme, wieder darüber!

Welches Buch will ich 2018 unbedingt lesen und warum?

Es gibt wie immer einige Bücher, die ich im neuen Jahr gerne lesen würde – eines habe ich mir für 2018 aber wirklich ganz fest vorgenommen, und das ist „Krieg und Frieden“ von Lev Tolstoj. Liesa von fruehlingsmaerchen hat vor einer Weile auf Twitter gesagt, dass sie das Buch nächstes Jahr gerne lesen würde, und sofort hatte ich auch Lust darauf – viel zu lange steht der dicke Wälzer nun schon bei mir im Regal und setzt Staub an. Gerade als Slavistikstudentin, die ihren Fokus auf russischer Literatur hat, ist es außerdem schon fast peinlich, dieses Werk noch nie gelesen zu haben. Somit will ich mich nicht länger davon einschüchtern lassen, sondern es endlich anpacken – als Ganzjahresprojekt sozusagen.

Wenn ihr auch gerne bei der BuchSaiten Blogparade mitmachen wollt, habt ihr übrigens noch bis zum 6. Januar Zeit dafür – alle nötigen Infos findet ihr hier!

Ich habe euch ja eigentlich bereits in meinem Dezember Monatsrückblick einen guten Rutsch ins neue Jahr gewünscht – weil dieser Post jetzt aber wohl wirklich der allerletzte Post 2017 ist, werde ich es an dieser Stelle einfach nochmal tun. Kommt gut und gesund ins neue Jahr 2018! Ob nun mit Party, Böllern, oder einfach ganz in Ruhe zuhause – ich hoffe, ihr habt alle einen guten Start. Wir sehen uns – vielleicht ja schon wieder zum großen Jahresrückblick, der dann wohl Anfang Januar online geht!

Kommentare

  • Liebe Sarah,
    ich bin so froh (und komischerweise irgendwie auch stolz?!), dass nun ein weiterer Murakami-Fan diese Erde bevölkert! 😀 Du weißt ja, er ist mein allerallerliebster Autor, deswegen freue ich mich immer umso mehr, wenn auch andere ihn für sich entdecken! Ich bin gespannt, was du im kommenden Jahr möglicherweise von ihm lesen wirst und ob es dir weiterhin so gut gefallen wird!
    Und was „Krieg und Frieden“ angeht – ich hab’s nicht vergessen und werde bald nochmal einen kleinen Aufruf starten und vielleicht sogar eine Goodreads-Gruppe dafür gründen, damit man sich dann auch besser austauschen kann. Ich freu mich jedenfalls schon sehr drauf und wünsche dir ebenfalls einen großartigen Start in das neue (Lese-)Jahr! Bis dahin viele liebe Grüße,
    Liesa

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