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Geburtstagsbücher

Wie manche von euch vielleicht wissen, habe ich vorgestern, am Samstag, meinen 23. Geburtstag gefeiert!
Neben einem wirklich schönen Tag und einer Grillparty mit Familie und Freunden, habe ich auch noch einen ganzen Haufen an Geschenken bekommen, über die ich mich alle riesig gefreut habe: Es gab ein schönes neues Tshirt und einen Hugendubel-Gutschein von zwei Freundinnen, ganze drei Paar sehr gemütliche Stoffhosen von meiner Mama, ein Paar wirklich tolle Ohrringe aus grünem Bernstein von meiner Schwester, eine neue Linse für meine Kamera, sowie eine große Speicherkarte und einen Reiseführer für Paris – wo wir im Mai für ein Wochenende hinfahren werden – von meinem Freund.
Das ist eigentlich schon so viel, dass ich es mich fast nicht sagen traue, aber außerdem lagen natürlich wie immer auch ein paar Bücher für mich auf dem Geburtstagstisch. Ganze sieben Stück waren es dieses Jahr, die ich euch hier gerne vorstellen möchte!

„Birthday Girl“ von Haruki Murakami habe ich von einer lieben Freundin geschenkt bekommen und gestern bereits verschlungen. Trotz ihrer Kürze hat mich diese wunderschön illustrierte Erzählung wirklich begeistert – es ist unglaublich, wie atmosphärisch Murakami auf sozusagen engstem Raum schreibt, und wie lebensecht und greifbar er seine Figuren in nur ein paar Sätzen erschaffen kann.

  • Inhalt:
    Eine junge Kellnerin wird zwanzig. Als Geschenk will ihr der Inhaber des Lokals einen Wunsch erfüllen, ganz gleich, welchen, doch er lässt sie wissen, sie könne ihn, einmal ausgesprochen, nicht mehr zurücknehmen.

„Маленький принц“ „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry – hat meine Mama mir geschenkt. Als wir noch klein waren, hat sie mir und meinen Geschwistern das Buch vorgelesen, jetzt als Erwachsene freue ich mich darauf, es noch einmal neu zu entdecken – und ganz nebenbei mein Russisch etwas zu trainieren!

  • Inhalt:
    Die Sonnenuntergänge liebt der kleine Prinz und das frische Wasser alter Ziehbrunnen. Von seinem Planeten, der kaum größer ist als er selbst, reist er mit Hilfe eines Vogelzuges zur Erde. Er lässt nicht viel zurück: ein paar winzige Vulkane, auf denen er immer sein Essen gekocht hat, und eine recht eigenwillige Rose. Dennoch stimmt ihn der Abschied traurig, denn er weiß nicht, ob er je zurückkommen wird. Auf seiner Reise besucht er die verschiedensten Sterne und lernt sonderbare Menschen kennen. Und mehr noch: Er lernt, dass man die Dinge nicht oberflächlich, nach ihrem äußeren Schein beurteilen darf und dass man für alles, was man liebt, verantwortlich ist.

„Everything I Never Told You“ wird mein erster Roman von Celeste Ng sein, auf den ich schon wahnsinnig gespannt bin. Sowohl ihr Debüt als auch ihr zweiter Roman, „Little Fires Everywhere“ wurden gefühlt nicht nur von jedem gelesen, sondern auch von jedem geliebt – ich habe mich deshalb unheimlich gefreut, dieses Buch geschenkt zu bekommen, und hoffe, Ng kann mich ebenso überzeugen wie den Rest von euch!

  • Inhalt:
    Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche. Die Lieblingstochter von James und Marilyn Leewar ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem privaten Abgrund gefangen hält?

„The Good People“ von Hannah Kent steht auf meiner Wunschliste, seit ich mich letztes Jahr im Buchladen in das wirklich wunderschöne Buch mit der unheimlich spannend klingenden Geschichte verliebt habe! Ich hoffe, der Roman kommt ohne Ableismus aus und kann es kaum erwarten, ihn zu beginnen.

  • Inhalt:
    County Kerry, Irland, 1825.
    Es beginnt mit Gerüchten: Geschichten von unerklärbaren Unglücken. Nóra, die um ihren Mann und ihre Tochter trauert, weiß, dass diese Gerüchte von ihrem Enkel handeln. Der vierjährige Micheál kann nicht mehr sprechen oder gehen, und die Menschen sagen, dass er ein Wechselbalg ist, der Unglück ins Tal bringt. In ihrer Verzweiflung bittet Nóra zwei Frauen, Mary und Nance, um Hilfe. Zusammen wollen sie alles tun, um den kleinen Jungen zu heilen, doch als die Schlinge von Aberglauben und Ritualen sich enger zieht, droht die Grenze zwischen Gnade und Mord zu verwischen…

Ich hatte eigentlich schon länger mal vor, etwas von Elif Shafak zu lesen – „Three Daughters of Eve“ ist dann auf ganz oben auf meine Wunschliste gewandert, nachdem die liebe Elif es im letzten Jahr so geliebt hat. Der Klappentext klingt wahnsinnig spannend und interessant – auch auf dieses Buch freue ich mich wirklich schon sehr!

  • Inhalt:
    Als Peri eines Tages auf offener Straße überfallen wird, fällt eine alte Fotografie aus ihrer Tasche. Ein Überbleibsel einer Vergangenheit, die Peri verzweifelt zu vergessen versucht hat. Das Foto bringt sie zurück nach Oxford, wo sie als 19 jährige Studentin gelebt hat, vor allem aber zu ihren beiden besten Freundinnen aus dieser Zeit – Shirin und Mona – und ihren Diskussionen über Identität, Islam und Feminismus. Und nicht zuletzt führt es sie auch zurück zu dem Skandal, der sie alle entzweit hat.

„The Hunger“ von Alma Katsu, das ich von meinem Bruder bekommen habe, hat mich mit seiner Mischung aus Grusel und realem historischen Ereignis sofort neugierig gemacht. Zwar kenne ich mich in amerikanischer Geschichte nicht gut genug aus, als dass mir der Begriff „Donner Party“ etwas sagen würde, doch dieser Roman klingt nach einem wirklich schön schaurigen Leseerlebnis, das hoffentlich auf Rassismus und die Romantisierung von Kolonialismus verzichten kann – ich bin wirklich schon sehr gespannt darauf!

  • Inhalt:
    Mitte April 1846 bricht die so genannte »Donner Party« – insgesamt fast neunzig Männer, Frauen und Kinder – aus Springfield, Illinois, auf. Ihr Ziel ist Kalifornien. Ein Ort, an dem alles besser ist. An dem schon viele Siedler ihr Glück gefunden haben. Doch schon bald sind die Nerven zum Zerreißen angespannt: der Hunger, das Klima und die Feindseligkeiten innerhalb der Gruppe verwandeln den Wagentreck in ein Pulverfass. Dann kommt ein kleiner Junge unter mysteriösen Umständen zu Tode, und ein Siedler nach dem anderen verschwindet spurlos. Langsam aber sicher wird klar, dass die Donner Party in den Weiten der Prärie nicht alleine ist. Dass »Etwas« sie begleitet. Etwas, das großen Hunger hat …

Ich hoffe nun wirklich sehr, dass das Lesetief, das mich fast zwei Monate lang gequält hat, nun endlich verschwunden ist, und ich wieder wirklich Lust habe, zu lesen – den ganzen März und auch fast den gesamten April habe ich überhaupt nichts gelesen und nun innerhalb der letzten Woche drei Bücher beendet, ich hoffe, das bleibt so. Am liebsten würde ich nämlich direkt mit allen meinen neuen Büchern beginnen – ich kann gar nicht sagen, auf was ich am meisten Lust habe, weil ich mich auf alle so freue!

Habt ihr eines der Bücher, die ich zum Geburtstag bekommen habe, bereits gelesen? Wenn ja, wie fandet ihr es? Und mit welchem sollte ich eurer Meinung nach anfangen?

Kommentare

  • Herzlichen Glückwunsch nachträglich! Die Bücher hören sich allesamt spannend an. Celeste Ng und Elif Shafak habe ich letztens gelesen, mir haben beide gut gefallen. Shafak besser, ihr Buch hatte mehr Tiefgang, war philosophischer. Auf dem Blog habe ich es auch besprochen.
    Einige der anderen Bücher kannte ich noch gar nicht, die schau ich mir mal näher an.
    Viel Spaß beim Lesen!
    Jana

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