Rückblick

Mein Lesemonat Mai

Hallo, ihr Lieben! So ganz ist meine Leseflaute offenbar noch immer nicht überwunden, aber es wird auf jeden Fall besser. Ich habe den Spaß am Lesen auf jeden Fall wiedergefunden, nur ist mir durch die lange Pause, in der ich wirklich gar nichts gelesen habe, irgendwie der Rythmus verloren gegangen, sodass ich mich jetzt statt vor einem Buch viel öfter vor dem Ferneseher wiederfinde, als es mir lieb wäre – doch auch das wird sich, denke ich, wieder einpendeln.
Im Mai habe ich jedenfalls drei Bücher gelesen, und zwar diese hier:

Everything I Never Told you – Celeste Ng
297 Seiten

Pnin – Vladimir Nabokov
302 Seiten

Eleanor & Park – Rainbow Rowell
328 Seiten

Insgesamt macht das 927 Seiten. Das ist das erste Mal, dass ich dieses Jahr – abgesehen vom März natürlich, in dem ich kein einziges Buch gelesen habe – unter 1000 Seiten gelandet bin. Zumindest nominell, tatsächlich habe ich nämlich noch „Gespräch mit einem Vampir“ von Anne Rice begonnen und auch um die 200 Seiten davon gelesen – beendet habe ich es aber erst heute, am ersten Juni, sodass ich es dann erst diesen Monat wirklich zählen werde. Seitenzahlen hin oder her bin ich aber eigentlich wirklich nur froh darüber, endlich wieder lesen zu können – das hat mir in den letzten Monaten wirklich gefehlt!

Highlights und Enttäuschungen

Mein Lieblingsbuch diesen Monat war ohne Zweifel „Eleanor & Park“ von Rainbow Rowell. Ich hatte den Roman schon seit Jahren im Regal stehen und war ehrlich gesagt davon ausgeganen, dass es mir inzwischen einfach nicht mehr gefallen würde, weil ich dem Jugendbuch inzwischen doch ziemlich entwachsen bin – glücklichweise wurde ich aber eines Besseren belehrt. Ich glaube, mich hat tatsächlich das ganze Jahr über noch kein Buch so gefesselt wie „Eleanor & Park“ und ich bin unheimlich froh, es endlich gelesen zu haben!

Auch wirklich gut gefallen hat mir „Everything I Never Told You“ von Celeste Ng, welches ich dieses Jahr zum Geburtstag bekommen habe. Ich war schon sehr gespannt auf das Buch, und es hat mich auf jeden Fall nicht enttäuscht – es war wirklich spannend, Lydias Tod Schritt um Schritt näher zu kommen, und vor allem den unheimlichen psychologischen Druck, dem sie ausgesetzt war, nach und nach zu verstehen. Ich hoffe, schon bald wieder etwas von Celeste Ng lesen zu können, und habe „Little Fires Everywhere“ schon auf meine Wunschliste gesetzt!

„Pnin“ von Vladimir Nabokov mochte ich ebenfalls sehr gerne, hier hat mich vor allem überrascht, wie komisch und unterhaltsam es war. Ich glaube allerdings, es hat meinem Leseerlebnis nicht unbedingt gut getan, dass ich es für die Uni lesen musste und somit nicht einfach darin lesen konnte, wenn mir tatsächlich danach war – ich hoffe, ich werde es irgendwann nochmal ganz ohne Druck und nur für mich selbst lesen können.

Erreichte Leseziele

Wieder habe ich kein Buch von meiner Leseliste beenden können, dafür habe ich ein gutes Stück von „Krieg und Frieden“ weitergelesen und endlich den ersten Teil des ersten Bandes geschafft – ich bin nun also etwas über ein Viertel „drin“, was bei einem Buch dieser Länge schon einiges ist. Es macht mir auch immer mehr Spaß, je weiter ich komme, weshalb ich mich schon sehr auf den Rest freue, auch wenn ich inzwischen vermute, dass ich dieses Jahr wohl nicht mehr damit fertig werde.
Ein_e deutschsprachige_r Autor_in war diesen Monat nicht dabei, dafür mit Nabokov aber endlich mal ein russischsprachiger. Wenn man in einem Monat nur so wenige Bücher liest, wie ich in letzter Zeit, dann fällt es zunehmend schwerer, tatsächlich vielfältig zu lesen und dabei nicht nur verschiedene marginalisierte Gruppen wie auf einer To-Do-Liste abzuhaken. Das ist ja eigentlich nicht Sinn meines Bestrebens, diverser zu lesen, weshalb ich diesen Monat versuchsweise einfach mal nicht so sehr darauf geachtet habe – queere Protagonist_inn_en waren somit leider nicht dabei, bis auf „Pnin“ hatte dafür aber alle Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe, einen nicht-weißen Protagonisten.

Was ich nächsten Monat lesen möchte

Juni ist Pride Month, und dieses Jahr habe ich mich entschlossen, da lesetechnisch mal wirklich mitzugehen und den ganzen Monat lang ausschließlich queere Literatur zu lesen! Dafür habe ich mir auch schon einen ganzen Stapel an Büchern ausgesucht, die ich euch innerhalb der nächsten Tage nochmal in einem extra Post zeigen werde. Ich hoffe, dass es vielleicht auch meiner Leseflaute etwas entgegen wirkt, zur Abwechslung wieder einmal so gezielt mit einem TBR zu lesen, zudem ich auf queere Geschichten eigentlich immer Lust habe. Wenn das nicht funktioniert, ist das aber auch okay – ich will es einfach mal ausprobieren!

Was habt ihr diesen Monat gelesen und was habt ihr für den Juni geplant? Lasst es mich wie immer gerne in den Kommentaren wissen!

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