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Stephen King Lesemonat 2017 – mein TBR und der Readalong!

Es ist der erste Oktober, und damit auch ganz offiziell der erste Tag des Stephen King Lesemonats 2017! Ich freue mich schon wahnsinnig, mich wieder einmal komplett in der Welt des Horrorkönigs zu vergraben, und noch mehr sogar über jeden, der mich dabei begleitet!
Zuerst einmal will ich euch kurz meinen TBR vorstellen – diese Bücher will ich während des diesjährigen #StephenKingMonth gerne lesen:

Die Arena

An einem schönen Herbsttag wird die Stadt Chester’s Mill plötzlich auf unerklärliche Weise durch ein unsichtbares und undurchdringliches Kraftfeld vom Rest der Welt abgeriegelt – niemand kann raus, niemand kann rein. Es ist allen ein Rätsel, worum es sich bei dieser unsichtbaren Wand handelt, wo sie herkommt und wann – falls überhaupt – sie wieder verschwindet. Je mehr die Vorräte zur Neige gehen, desto stärker tobt der bestialische Kampf ums Überleben in dieser unerwünschten Arena …

Ich habe „Die Arena“ mit 15 oder 16 schon einmal gelesen und als wirklich sehr gut in Erinnerung – ich freue mich also schon sehr auf diesen Reread!

Frühling, Sommer, Herbst und Tod

Freiheitsdrang, Naziterror, die Leiden des Erwachsenwerdens und der unbesiegbare Lebenswille des Menschen sind die Themen der vier Novellen, die in diesem Sammelband vereint werden.

Ich liebe den Film „Stand By Me“ abgöttisch und freue mich schon sehr, endlich den zugehörigen Kurzroman, „Die Leiche“, zu lesen – von den anderen drei Erzählungen in diesem Buch werde ich mich einfach überraschen lassen!

Brennen muss Salem

Der Schriftsteller Ben Mears kehrt nach Jahren in die beschauliche Kleinstadt Salem’s Lot zurück. Er interessiert sich für das Marsten-Haus, von dem eine unheimliche Kraft ausgeht. Bald zeigt sich, wer in Salem’s Lot sein Unwesen treibt: ein Vampir…

Neugierig auf „Brennen muss Salem“ bin ich vor allem, weil ich eine der Figuren daraus, Donald Callahan, bereits in der „Der dunkle Turm“ Reihe kennengelernt habe. Der queere Ex-Pfarrer war mir sofort sympathisch – und auch, wenn er in „Brennen muss Salem“ vermutlich eher eine untergeordnete Rolle spielt und soweit ich weiß auch seine Queerness in diesem Buch so noch nicht existiert, freue ich mich schon sehr, ihn wiederzusehen!

Duma Key, dt.: Wahn

Nach einem schrecklichen Unfall sucht Edgar Freemantle auf einer einsamen Insel Trost in der Malerei. Die Insel aber übt eine dämonische Macht aus, und bald schon entwickeln Edgars Bilder ein tödliches Eigenleben…

„Duma Key“ ist eines der wenigen Stephen King Bücher, von denen ich wirklich noch überhaupt nichts gehört hatte, bis eine Bookstagrammerin, der ich folge, das Buch letztes Jahr gelesen und zu einem ihrer liebsten King Bücher erklärt hat. Meine Neugier war geweckt, das Buch bestellt – jetzt bin ich schon sehr gespannt darauf, was sich in den gut 750 Seiten verbirgt!

Lisey’s Story, dt.: Love

Vor zwei Jahren hat Lisey ihren Mann verloren und sein Nachlass weckt albtraumhafte Erinnerungen und Ahnungen in ihr, die bald grausame Gewissheit werden. Bereits lange vor seinem Tod hat Scott, ein berühmter Romanautor, für sie eine Spur mit Hinweisen ausgelegt, die sie nun immer tiefer in seine von Dämonen bevölkerte Welt führt – ein Ort, an den er ging, um zu schreiben, und der ihn sowohl heilen wie auch das Leben kosten konnte.

„Lisey’s Story“ klingt so ganz anders als das, was ich sonst bisher so von Stephen King gelesen habe, und genau das macht es so interessant. Ich habe gestern Abend schon ein wenig in die Geschichte hineingelesen und bin schon sehr gespannt darauf, wo alles hinführen wird!

Readalong

Dieses Jahr gibt es im Rahmen des #StephenKingMonth außerdem zum ersten Mal einen Readalong – ihr habt darüber abgestimmt, welches Buch wir lesen werden, und gewonnen hat „Brennen muss Salem“! Ich habe so etwas noch nie zuvor gemacht und  weiß deshalb gar nicht so recht, was auf mich zukommen wird, und vor allem, wie viele von denen, die abgestimmt haben, dann auch tatsächlich mitlesen werden. Ich hoffe natürlich, so viele wie möglich dabei begrüßen zu dürfen!

Damit der Readalong – genau wie der restliche Lesemonat – nicht irgendwie stressig wird, will ich keine feste Zeit für das Lesen des Buches ansetzen sondern jedem ermöglichen, es in seinem eigenen Tempo zu lesen. Damit wir aber trotzdem noch irgendwie gemeinsam lesen können wird es an den letzten drei Sonntagen des Oktobers jeweils die Möglichkeit geben, sich über das Buch auszutauschen! Praktischerweise ist dieses auch noch in drei Teile unterteilt, sodass es am 15. um den Prolog so wie den ersten Teil, „Das Marsten-Haus“ geht, am 22. um den zweiten Teil, „Der Eiskrem-Kaiser“, und am 29. um den dritten Teil, „Die verlassene Stadt“, sowie den Epilog. In meiner (relativ umfangreichen, bebilderten) Ausgabe sind das pro Woche zwischen 160 und 230 Seiten. An diesen Zeitplan muss sich aber wie gesagt niemand halten, ihr dürft das Buch gerne so schnell oder so langsam lesen, wie ihr mögt. Natürlich dürft ihr euch außerdem auch an jedem anderen Tag des Oktobers über das Gelesene austauschen, Leseupdates und Meinungen posten – es wäre nur nett, wenn ihr vor den „offiziellen“ Terminen keine Spoiler zu den jeweiligen Teilen posten würdet!

Die Abstimmung selbst war wahnsinnig knapp, weshalb es mir für „ES“ und „Die Arena“ fast ein bisschen Leid tut – ich hoffe, dass niemand zu enttäuscht ist, weil „sein“ Buch nicht gewonnen hat! Wer seinen Favoriten trotzdem gerne mit anderen zusammen lesen würde hat natürlich immer noch die Möglichkeit, sich ein paar Gleichgesinnte zu suchen und genau das zu tun. Am besten postet ihr euer Gesuch einfach unter dem Hashtag #StephenKingMonth, sodass ihr euch gegenseitig finden könnt! Ich zum Beispiel möchte ja wie bereits gesagt „Die Arena“ unbedingt noch einmal lesen – wenn sich mir dabei noch irgendjemand anschließen will wäre ich natürlich auch gerne bereit zu einem buddy read!

Das war’s dann auch schon wieder – der #StephenKingMonth ist damit eröffnet! 📚🎃😄
Wer von euch wird denn diesen Monat dabei sein, und was werdet ihr lesen? Macht ihr beim Readalong mit? Lasst mich das alles gerne in den Kommentaren wissen! 🙂

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Stephen King Lesemonat 2017

Ein neues Jahr, ein neuer Stephen King Lesemonat – auch diesen Oktober wird es natürlich wieder einen #StephenKingMonth geben! Der Lesemonat hat mir die letzten beiden Jahre so viel Spaß gemacht, dass ich einfach nicht mehr darauf verzichten möchte – natürlich freue ich mich deswegen auch wieder über jeden, der mitlesen möchte! 🙂

Für alle, die die letzten zwei Jahre noch nicht dabei waren, ist hier das Ganze nochmal kurz zusammengefasst:

Was ist der Stephen King Lesemonat?

Wie der Name bereits verrät geht es darum, einen Monat lang gemeinsam Bücher von Stephen King zu lesen – und weil es dafür ja wohl keine passendere Zeit als Halloween gibt, habe ich den Oktober gewählt!

Was mus ich tun, um mitzumachen?

Um teilzunehmen musst du einfach nur etwas von Stephen King lesen – und alles, was du dazu eventuell auf sozialen Netzwerken wie Instagram, Twitter oder Tumblr postest, mit #StephenKingMonth taggen, damit wir es alle sehen können! Es muss ich für den Lesemonat niemand irgendwo anmelden oder sonstwie verpflichten – macht einfach mit, gerne auch spontan!

Welche Bücher soll ich lesen?

Welche oder wie viele Stephen King Bücher du im Oktober liest bleibt komplett dir überlassen. Der Stephen King Lesemonat soll vor allem Spaß machen, ganz ohne Bücherlisten und Deadlines, deshalb gibt es hier weder Druck noch Vorgaben. Ob du dich nun den ganzen Monat lang in deine zehn liebsten 1000-Seiten Wälzer vergräbst oder „nur“ eine seiner Kurzgeschichten auf deine Leseliste für den Oktober setzt ist also egal – Hauptsache, es ist etwas von Stephen King dabei!

Ich lese aber gerne ein Buch zusammen mit anderen. Wird es einen Readalong geben?

Ich persönlich fände das absolut fantastisch, weiß aber natürlich nicht, wer von euch überhaupt Lust auf sowas hätte. Ich habe deshalb dieses Mal eine kleine Umfrage erstellt, in der jeder, der gerne gezielt ein Buch gemeinsam lesen will, seine Stimme für seine(n) Favorite(n) abgeben kann – wenn hier genug Leute zusammenkommen können wir sehr gerne ein Buch gemeinsam lesen! Es muss aber natürlich auch niemand, wie alles am Stephen King Lesemonat ist auch das hier komplett optional.
Wenn ihr Interesse an einem solchen Readalong habt, stimmt am besten gleich einfach für alle Bücher ab, die ihr gerne lesen würdet! Bleibt dabei aber bitte fair und stimmt nicht mehrmals für dasselbe Buch ab. Eigene Ideen könnt ihr unter der Schaltfläche „Other“ hinzufügen. Mit einem Klick auf „Results“ findet ihr außerdem nicht nur das bisherige Abstimmungsergebnisse sondern auch alle bereits von anderen hinzugefügten Bücher!

  • Umfrage:

     

    Which book(s) would you like to read during this year’s #StephenKingMonth? Vote for as many as you like and feel free to add your own ideas by clicking „Other“ – the one with the most votes wins! 🙂

    Salem’s Lot
    Under the Dome
    Duma Key
    Lisey’s Story
    Misery
    IT
    The Talisman
    Other
    Please Specify:

    SurveyMaker

Ich würde gerne mitmachen, weiß aber nicht so recht, welches Buch ich lesen soll!

Keine Sorge, auch das ist natürlich kein Problem – letztes Jahr habe ich nämlich genau aus diesem Grund eine Liste mit ein paar Vorschlägen erstellt.
Außerdem habe ich in den letzten Jahren schon einige von Kings Büchern rezensiert – wenn ihr noch mehr Entscheidungshilfe braucht schaut euch also auch gerne hier mal um:

  • Rezensionen:

    ES (Alle 27 Jahre erwacht „ES“ um zu töten und sich an den Kindern der Kleinstadt Derry sattzuessen. Das Buch spielt in zwei verschiedenen Zeiten, in denen die Protagonisten – einmal als Kinder, einmal 27 Jahre später als Erwachsene – versuchen, „ES“ zu töten. Mein absolutes Liebligsbuch von Stephen King, 5/5 Sterne)
    Desperation (Eine uralte böse Macht wird freigesetzt und nimmt Besitz von den Bewohnern einer Kleinstadt. Eine Handvoll durchreisender Touristen versucht, zu überleben, stark religiöse Anklänge, eines meiner liebsten King Bücher, 5/5 Sterne)
    The Stand – Das letzte Gefecht ((Post-)Apokalypse, sehr lang aber – in der ungekürzten Fassung – wirklich sehr lohnend, 5/5 Sterne)
    Das Attentat (Nach einem langen Koma kann ein Mann in die Zukunft sehen, eher Fantasy als Horror, Teil des Castley Rock Zyklus, 5/5 Sterne)
    Das Spiel (Jessies Mann erleidet beim Sex einen Herzinfarkt und stirbt – sie bleibt alleine ans Bett gefesselt zurück und kann sich nicht befreien. TW: Child Abuse, Rape, 5/5 Sterne)

    Feuerkind (Geboren aus einem unmenschlichen Experiment hat die kleine Charlie übernatürliche Kräfte und setzt Dinge in Brand. Ihr Vater versucht, sie vor der skrupellosen Regierung und dem Militär zu beschützen, 4,5/5 Sterne)
    Dolores (Erzählung einer Frau, die unter Mordverdacht steht, kein Horror, 4/5 Sterne)
    Todesmarsch (Dystopie, für eine Fernsehsendung müssen Jugendliche ohne Pause laufen ohne anzuhalten, wer stehen bleibt stirbt, 4/5 Sterne)
    Mr. Mercedes (1. Band der Bill Hodges Reihe, Detektivroman, 4/5 Sterne)

    Stark. The Dark Half (Das Pseudonym eines Schriftstellers erwacht zum Leben, 3,5/5 Sterne)
    Cujo (Ein Hund erkrankt an Tollwut und terrorisiert eine Stadt, Teil des Castle Rock Zyklus, 3,5/5 Sterne)
    Regulator (Companion-Roman zu „Desperation“, eine Kleinstadt wird von der real gewordenen Fantasie eines kleinen Jungen terrorisiert, problematisch aufgrund der Darstellung von Autismus, 3,5/5 Sterne)
    Revival (Ein Prediger versucht einen Weg zu finden, den Tod zu überwinden, 3,5/5 Sterne)
    Finderlohn (2. Band der Bill Hodges Reihe, Detektivroman mit übernatürlichen Elementen, 3/5 Sterne)

    Der Schwarze Turm (Reihe, sehr durchwachsen, je nach Buch zwischen 2/5 und 4/5 Sterne)

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf den Oktober und hoffe, wieder viele von euch begrüßen zu dürfen! Ich hoffe, dieses Jahr nicht nur Bücher zu lesen sondern vielleicht auch ein paar Verfilmungen zu sehen –  „ES“ will ich natürlich am liebsten sofort beim Erscheinen in zwei Wochen sehen, wenn er mir gefällt schaue ich ihn mir im Oktober aber vielleicht einfach nochmal an. Außerdem gibt es auf Netflix eine neue Serie zu Stephen Kings „Der Nebel“, in die ich sehr gerne mal reinschauen möchte. Wenn ihr diesen Oktober auch die ein oder andere Verfilmung von Kings Werken seht, dann scheut euch also nicht, auch diese unter dem Hashtag zu posten! 😀

Gibt es denn schon jemanden, der bereits weiß, dass er mitmachen möchte? Habt ihr euch schon überlegt, was ihr lesen wollt? Wie bereits gesagt freue ich mich natürlich wieder über jeden einzelnen Teilnehmer! Wer noch Fragen oder Anregungen hat darf diese natürlich gerne in den Kommentaren stellen!

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Der dunkle Turm

Roland Deschain ist ein Revolvermann, der letzte seiner Art, in einer Welt, die langsam aber sicher auseinander bricht. Dicht auf den Fersen seines Widersachers, dem Mann in Schwarz, verfolgt er das einzige Ziel, das sein Leben noch hat – die Suche nach dem mysthischen dunklen Turm, der in einem Feld aus Rosen im Zentrum aller Welten stehen und sie alle zusammenhalten soll. Doch der Turm droht zu fallen – und so ist nicht nur Rolands Welt in Gefahr…

Die Bücher

Acht Bände umfasst Stephen Kings „Der dunkle Turm“-Reihe inzwischen, bis auf den letzten – „Wind“, eine zusätzliche Geschichte aus der Vergangenheit Rolands, die etwa 10 Jahre nach dem chronologisch letzten Band veröffentlicht wurde – habe ich innerhalb des letzten Monats alle gelesen, so gerne wollte ich das noch vor dem Erscheinen des Films schaffen, zu dem ich am Ende dieses Posts auch noch ein paar Worte verlieren werde!

Vor allem zu Beginn war „Der dunkle Turm“ stellenweise mehr ein Kampf als ein Vergnügen, aber irgendwie habe ich die Reihe dennoch lieben gelernt. Weil ich bis auf eine kurze Zusammenfassung der ersten drei Bände in meinem letzten Monatsrückblick keinerlei Rezensionen geschrieben habe – ich finde es immer sehr schwierig, einzelne Bände aus längeren Reihen sinnvoll zu rezensieren – will ich jetzt nochmal etwas über mein Leseerlebnis sprechen.

Wenn ich meine Gedanken zu den „Der dunkle Turm“-Büchern in einem Satz zusammenfassen müsste, würde ich wohl sagen, dass sie sehr durchwachsen sind. Man merkt ihnen einfach an, dass sie nicht in einem Rutsch geschrieben worden sind, sondern eben im Laufe von fast 30 Jahren entstanden sind – vor allem bei den ersten drei Bänden hatte ich fast das Gefühl, einen Haufen komplett unzusammenhängender Bücher zu lesen, die nur zufällig dieselben Charaktere haben. Das bedeutet auch, dass wohl jeder Leser in dieser Reihe Bücher finden wird, die ihm zusagen, und welche, die es nicht tun – ich habe schon Rezensionen gelesen, die die Qualität der einzelnen Bände genau umgekehrt bewerten, wie ich es getan habe, es ist also wirklich Geschmackssache.

Die Reihe beginnt zudem sehr langsam – im ersten Band, „Schwarz“ passiert im Grunde nichts, er dient wirklich fast ausschließlich dem Worldbuilding. Band zwei, „Drei“, bringt dann Susannah und Eddie, zwei weitere Protagonisten mit ihren jeweils eigenen Hintergrundgeschichten, ins Spiel, rein im Sinne der Gesamthandlung passiert aber immer noch nicht wirklich was – hier war ich zum ersten Mal kurz davor, die Reihe wirklich abzubrechen. Erst in Band drei, „tot.“ geht es dann wirklich los: die Charaktere bekommen mehr Persönlichkeit, das Ka-Tet – die mysthische Verbindung, die Roland und seine Gefährten eingehen, um zum Turm zu gelangen – wird stärker, die Geschichte kommt endlich in Schwung und wird richtig spannend – nur um dann von Band vier, „Glas“, komplett unterbrochen zu werden, in dem Roland fast 850 Seiten lang eine sterbenslangweilige Geschichte aus seiner Jugend erzählt.  Obwohl „tot.“ so vielversprechend war habe ich auch hier noch einmal ernsthaft überlegt, das Ganze einfach sein zu lassen – zum Glück habe ich das aber nicht getan, denn Band fünf, „Wolfsmond“, ist wohl mein liebstes Buch aus der Reihe. Es ist spannend, atmosphärisch und einfach richtig gut! „Susannah“, der sechste Band, lässt dann wieder etwas nach – er ist zwar nicht schlecht, aber einfach bei weitem nicht so interessant und spannend wie sein Vorgänger. Im siebten Band, „Der Turm“, kehrt die Reihe dann aber mit einem finalen Paukenschlag zurück – ich habe die über 1000 Seiten in kürzester Zeit verschlungen, weil es so wahnsinnig spannend und gut war. Einzig und allein mit dem Ende war ich nicht ganz zufrieden – zwar verstehe ich, was King da gemacht hat, und auch, warum, aber ich war und bin einfach trotzdem nicht gerade begeistert. Das ist aber wahrscheinlich ebenfalls Geschmackssache – mehr will ich auch gar nicht sagen, um hier niemanden zu spoilern.

Es ist seltsam, auf eine Buchreihe zurückzublicken, an der ich während des Lesens so viel auszusetzen hatte, und bei der ich tatsächlich mehrmals ernsthaft überlegt habe, sie abzubrechen, und trotzdem so froh zu sein, das nicht getan zu haben. „Der dunkle Turm“ ist eine Reihe, die man meiner Meinung nach wirklich lesen wollen muss, um dranzubleiben – und lesen sollte man die Bücher zu diesem Zweck dann auch möglichst schnell hintereinander. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich sie niemals beendet hätte, hätte ich zum Beispiel nach „Drei“ oder „Glas“ eine Pause eingelegt. Die Motivation wäre für mich einfach nicht mehr dagewesen. Indem ich aber einen Band nach dem anderen verschlungen habe, habe ich ein wirklich intensives, beeindruckendes Leseerlebnis gehabt – denn wenn man erst einmal wirklich in Rolands Welt drin ist, dann lässt sie einen auch nicht mehr los.

Trotz all ihrer Schwierigkeiten ist „Der dunkle Turm“ eben auch auch eine Reihe, die einen wirklich belohnt, wenn man durchhält – ich verstehe jetzt, warum sie trotz allem so viele Fans hat. Ich glaube außerdem, dass sie beim zweiten Lesen um Längen besser ist als beim ersten, weil das ganze doch sehr schwammige Hin- und Her am Anfang viel mehr Sinn macht, wenn man weiß, worauf es hinausläuft.
Vor allem die Charaktere lernt man im Laufe der Zeit außerdem wirklich lieben. Bei Stephen Kings Büchern sind es eigentlich immer die Figuren, die mich am meisten beeindrucken – zu Beginn von „Der dunkle Turm“ war ich deshalb ziemlich enttäuscht, weil gerade sie mir sehr blass erschienen. Das hat sich aber von Buch um Buch rasant verbessert, sodass ich am Ende wirklich das Gefühl hatte, Teil des Ka-Tets von Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy zu sein – mehr, als mir das je zuvor bei einem anderen Buch passiert ist.

Alles in Allem kann ich sagen, dass ich nicht nur wirklich überrascht darüber bin, dass ich die gesamte Reihe tatsächlich lesen konnte, bevor ich den Film gesehen habe – ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, mehr als die ersten drei oder vier Bände zu schaffen – sondern auch darüber, wie gerne ich sie schlussendlich doch mochte. Zwar ist „Der dunkle Turm“ meiner Meinung nach wirklich nicht Stephen Kings bestes Werk (obwohl er selbst da vehement widersprechen würde) denn dafür war es qualitativ einfach nicht stabil genug, aber rückblickend gesehen bedeutet es mir doch wahnsinnig viel. Ich denke sogar tatsächlich darüber nach, den einzigartigen Mix aus Fantasy, Western und Sci-Fi irgendwann nochmal zu lesen – etwas, dass ich mir zu Beginn dieser „Reise“ absolut nicht hätte vorstellen können.

Der Film

Meine eigentliche Motivation, die „Der dunkle Turm“-Reihe endlich zu lesen, war ja der Film, der diesen Monat in die Kinos kam. Ohne dabei groß zu spoilern möchte ich deshalb gerne auch darüber noch ein paar Worte verlieren!

Dass der Film zwar auf der Reihe basiert, jedoch keine direkte Verfilmung dieser ist, war schon lange vor seinem Erscheinen klar – anders wäre es auch unmöglich gewesen, acht Bücher in nur 90 Minuten zu quetschen. Mit Eddie und Susannah wurden deshalb zwei der Protagonisten gestrichen – drei, wenn man auch Oy mitzählt – die Handlung wurde sehr verkürzt, vereinfacht und zum größten Teil ebenfalls komplett gestrichen, sodass zwar der Ausgangspunkt der gleiche ist, alle restlichen Aspekte der Handlung aber einfach wegfallen.
Das ist gut so, weil sich so eine Geschichte entwickeln lässt, die tatsächlich in nur einen Film passt – auch wenn das Sujet beider Erzählungen deshalb im Grunde komplett verschieden ist. So spielt der Mann in Schwarz in den Büchern nicht mal annähernd eine so wichtige Rolle wie im Film, mit den fehlenden Charakteren geht nicht nur das für das Buch so wichtige Ka-Tet verloren, sondern natürlich auch sämtliche Abenteuer, die die fünf Protagonisten gemeinsam erleben und alle Hindernisse, die sie dabei überwinden müssen. Auch das Ende des Films hat mit dem des Buches nichts zu tun – wer die Bücher nicht gelesen hat, sie aber noch lesen möchte, muss also keine Angst vor schlimmen Spoilern haben. Man sollte sich nur anschließend nicht zu ausgiebig zu den Verknüpfungen zwischen Buch und Film informieren, weil einem das Ende der Reihe dann unter Umständen doch ganz böse gespoilert wird. Der dazu im Film versteckte Hinweis ist aber wirklich so gut versteckt, dass ich ihn, obwohl ich die Bücher gerade erst gelesen habe, selbst überhaupt nicht bemerkt hätte – ihr könnt „Der dunkle Turm“ also ganz unbesorgt anschauen, auch wenn ihr die Reihe eventuell irgendwann noch lesen wollt.

Ich glaube allerdings, dass der Film mehr Spaß macht, wenn man die Bücher kennt. Obwohl alles so drastisch vereinfacht wurde sind 90 Minuten nämlich immer noch fast schmerzhaft wenig, um sowohl die Handlung als auch die gesamte Mythologie und das Worldbuilding, das zum Veständnis dieser benötigt wird, unterzubringen. Deshalb werden wichtige Hintergrundinfos im Grunde immer nur kurz angeschnitten – alles wirkt dadurch ein bisschen abgehakt, zerstückelt und ich glaube stellenweise fast ein bisschen sinnlos.
Wer die Revolvermänner sind und was überhaupt mit ihnen passiert ist wird zum Beispiel nie so richtig gesagt, was es mit dem Turm und den damit verbunden Welten überhaupt auf sich hat auch nicht so wirklich, und auch, was es bedeuten soll, dass Rolands Welt sich „weitergedreht“ hat, und was das für Auswirkungen auf einfach alles hat, wird kaum erwähnt. Klar, dass nichts davon auch nur annähernd so ausführlich behandelt werden kann wie in den Büchern versteht sich von selbst, aber zumindest so viel, dass auch „nur“ Film-Schauer wirklich auf ihre Kosten kommen, hätte es schon sein können – eine halbe Stunde mehr hätte dem Film in dieser Hinsicht echt gut getan.

Somit ergibt sich dann ein spannender, gut gemachter, relativ actionreicher Fantasyfilm, dem aber irgendwie die Substanz fehlt, weil er im Grunde nur mit Andeutungen aufwarten kann und komplett ohne wirkliche Erklärungen funktionieren muss. Trotzdem macht er Spaß und die Besetzung ist wirklich gut gelungen – vor allem Idris Elba ist als Roland grandios, aber auch Matthew McConaughey als der Mann in Schwarz und Tom Taylor als Jake Chambers können wirklich überzeugen. Die Revolvermann-Szenen sind grandios und die Effekte wirklich gelungen. Besonders gut gefallen haben mir außerdem die mehr oder weniger versteckten Anspielungen auf die Reihe – so zum Beispiel die in den Büchern sehr wichtige Zahl 19, die Erwähnung der „Tet-Corporation“ zu Beginn des Films, Jakes Zeichnung eines Rosenfeldes, der verrostete Charlie Tschuff-Tschuff in einem alten Vergnügungspark oder die Erwähnung sprechender Tiere.
Schade ist es aber, dass es bis auf Jakes Mutter, die im Grunde nur am Anfang vorkommt, eigentlich keine weibliche Figur gibt, die irgendwie von Bedeutung ist – ich habe nicht genau darauf geachtet, aber ich befürchte fast, dass der Film auch den Bechdel-Test nicht besteht. Das wäre für einen Film aus dem Jahre 2017 schon irgendwie ein Armutszeugnis – wenn ich „Der dunkle Turm“ irgendwann noch einmal sehe werde ich da auf jeden Fall genauer hinsehen.

Obwohl er bei weitem nicht perfekt und außerdem natürlich ganz anders war als die zugehören Bücher mochte ich den Film also durchaus. Auch auf die Serie, die nächstes Jahr erscheinen wird und in der Roland ebenfalls von Idris Elba verkörpert werden wird, freue ich mich schon sehr!

Hat von euch jemand den Film gesehen, die Bücher gelesen, oder genau wie ich beides getan? Wenn ja, dann schildert mir doch eure Eindrücke in den Kommentaren – ich würde wirklich gerne wissen, wie „Der dunkle Turm“ bei anderen so angekommen ist. Hattet ihr die gleichen Probleme wie ich, fandet ihr die gleichen Sachen gut, oder entsprechen eure Meinungen der meinen so gar nicht? Ich glaube, sowohl bei dem Film als auch bei den Büchern gehen hier die Meinungen auseinander – umso mehr interessieren sie mich natürlich!

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Meine 5 liebsten queeren Bücher

Schon seit Ewigkeiten möchte ich gerne einmal einen Post über meine liebsten Bücher mit queeren Protagonist_inn_en schreiben, und jeden ständig schiebe ich es wieder auf – es könnte ja schließlich sein, dass schon im nächsten Monat ein neues Lieblingsbuch dabei ist, welches unbedingt auf die Liste muss, also sollte ich den Post vielleicht doch lieber erst dann veröffentlichen, oder? Das geht nun schon fast ein Jahr so, und so habe ich mich jetzt endlich entschlossen, ihn doch einfach zu schreiben – denn irgendein tolles Buch werde ich wohl (hoffentlich!) immer kurz darauf entdecken, egal, wann ich ihn denn nun veröffentliche.

Es war trotzdem wirklich schwer, mich hier nur auf fünf Bücher zu beschränken und den ganzen Rest unerwähnt zu lassen. Deshalb, und weil ja vielleicht auch die ein- oder andere Person hier landet, die gerade erst anfängt, sich für queere Literatur zu interessieren und deshalb gerne mehr als nur fünf Vorschläge bekömmen würde, gibt es ganz am Ende außerdem noch eine Liste mit allen queeren Büchern (auch hier geht es natürlich explizit um die Protagonist_inn_en, Bücher nur mit queeren Nebenfiguren finden keine Erwähnung), die ich hier auf dem Blog bisher rezensiert habe – immerhin bereits 20 Stück, wobei die Zahl natürlich stetig wächst. Wer also gerne noch ein paar Empfehlungen in diese Richtung will ist hier genau richtig!
Zu diesem Zwecke auch immer sehr hilfreich finde ich es außerdem, regelmäßig auf der Goodreads Seite für queere Bücher vorbeizuschauen, die ich euch hiermit nocheinmal ans Herzen legen will, falls ihr euch für das Thema interessiert. Jetzt aber erstmal zu meinen fünf Favoriten!

Peter Darling von Austin Chant

Ich habe „Peter Darling“ erst dieses Jahr gelesen und war von der ersten Zeile an verliebt in das Buch – so verliebt, dass ich es liebsten sofort nachdem ich es beendet hatte nochmal gelesen hätte. Drei Monate später habe ich mir dann auch noch die Taschenbuchausgabe des Buches zusätzlich zu meinem eBook gekauft – und das, obwohl sie mit fast 14€ deutlich teurer ist, als ich normalerweise für ein Taschenbuch mit weniger als 200 Seiten auszugeben bereit bin. Aber manche Bücher muss man einfach in seinem Regal haben und „Peter Darling“ hat mich wirklich verzaubert – die Liebgesgeschichte zwischen Peter Pan und Käpt’n Hook, in der Peter (wie übrigens auch der Autor!) ein trans Mann ist, der ins Nimmerland zurückkehrt, weil er es nicht mehr erträgt, als Wendy leben zu müssen, ist wunderschön geschrieben, feinfühlig und gleichzeitig spannend erzählt. Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass ein derart kurzes Buch so große Gefühle in mir auslösen könnte, aber ich habe es geliebt. Ganz große Empfehlung!

Das Lied des Achill von Madeline Miller

Das Lied des Achill“ stand eine ganze Weile bei mir im Regal, bevor ich es gelesen habe, weil ich mich einfach nicht so richtig an dieses wahnsinig gehypte Buch herangetraut habe – zu groß war die Angt, ich hätte meine Erwartungen vielleicht zu hoch geschraubt. Wie ihr seht waren meine Sorgen aber absolut unbegründet. denn „Das Lied des Achill“ hat sich schnell als ein wirklich fantastisches, zauberhaftes Buch erwiesen – auf wunderschöne Art und Weise wird hier der Illiad nacherzählt, inklusive einer wirklich großartig Liebesgeschichte zwischen Achill und seinem Gefährten Patroklos. Bis weit ins Mittelalter hinein war das übrigens die übliche Lesart der Beziehung der beiden! Da es sich um eine griechische Sage handelt gibt es zudem natürlich jede Menge PoC Figuren. „Das Lied des Achill“ ist ein Buch der wirklich großen Gefühle, das einen gefangennimmt und nicht mehr loslässt – es war eines meiner absolut liebsten Bücher 2016 und ein Buch, das ich auf jeden Fall irgendwann gerne noch einmal lesen möchte!

Die Farbe Lila von Alice Walker

Ich hatte nur noch sehr vage Erinnerungen an den zugehörigen Film, den ich mit etwa 11 Jahren gesehen und damals gar nicht richtig verstanden hatte, als ich letztes Jahr begann „Die Farbe Lila“ zu lesen. Ich war mir bewusst, dass es sich um ein „großes“ Buch handelt und trotzdem war ich nicht darauf vorbereitet, wie sehr ich es lieben würde. „Die Farbe Lila“ ist ein unheimlich kraftvolles, schwarzes, feministisches Buch – das außerdem eine lesbische Protagonistin hat, eine Tatsache, die im Film offenbar nicht ganz so klar gemacht wird, im Buch jedoch eine explizite und wichtige Rolle spielt. Ich habe nicht nur Celie in all ihren Facetten sehr lieben gelernt, ich war auch schlichtweg begeistert von diesem absolut großartigen Roman, der zurecht als Klassiker gilt – würde ich eine Liste mit Büchern schreiben, die jeder Mensch in seinem Leben einmal gelesen haben sollte, dann würde „Die Farbe Lila“ definitiv darauf landen!

Luck in the Shadows von Lynn Flewelling

Dass Lieblingsbücher-Listen wie diese hier immer sehr subjektiv sind ist eh klar – trotzem ist „Luck in the Shadows“ das wohl subjektivste Buch auf dieser Liste hier. Als Teenager habe ich diesen Auftakt zu einer längeren Reihe als mein erstes Buch mit queeren Protagonisten gelesen und als dieses wird es wohl für immer einen besondere Platz in meinem Herzen haben. Wer wie ich gerne High Fantasy liest und die ewig gleiche Heterosexualität einfach nicht mehr ertragen kann, der sollte es definitiv einmal mit dieser Reihe versuchen, in der es nicht nur eine sich wunderschön langsam entfaltende Liebesgeschichte zwischen zwei Männern gibt – von denen einer explizit bisexuell ist – sondern auch eine fantastisch aufgebaute Gesellschaft, in der – anders als bei den meisten anderen Fantasybüchern – Queerness absolut nichts ungewöhnliches ist. Das Buch wartet neben seinen vielen wirklich liebenswerten Charakteren außerdem noch mit einer spannenden Geschichte auf – ich habe es bereits mehrmals gelesen und werde das bestimmt auch in Zukunft noch einmal tun!

Love in the Time of Global Warming von Francesca Lia Block

Das manche Bücher ihre Wirkung erst im Nachhinein entfalten, oder aber auf eine Art und Weise wichtig sind, die sich nicht unbedingt in der Bewertung niederschlägt, zeigt „Love in the Time of Global Warming“ sehr gut, das ich damals mit nur 3,5 Sternen bewertet und jetzt doch anstelle der zahlreichen 4- oder 5-Sterne Bücher, die ich noch so rezensiert habe, auf meine Liste gesetzt habe. Mit nicht einmal 250 Seiten ist es sehr kurz, und obwohl es mit ein paar hundert Seiten mehr vielleicht auch mehr Sterne von mir eingeheimst hätte, so hätte es gleichzeitig wohl auch etwas von seinem ganz besonderen Charme verloren. „Love in the Time of Global Warming“ lässt sich unmöglich in irgendeine Schublade stecken – das mythologisch angehauchte und sehr poetisch erzählte Abenteuer ist sowohl eine Geschichte über Liebe und Freundschaft als auch eine über die Menschheit an sich, hunderter Facetten verwebt zu einem wirklich einzigartigen Juwel. Was das Buch aus LGBTQIA+ Sicht außerdem so besonders macht ist, dass es darin keine_n einzige_n Protagonisten/in gibt, der/die nicht queer ist – ich möchte nicht zu viel verraten, um niemanden zu spoilern, aber in der Figurenkonstellation findet man einetrans Figur, zwei Männern, die sich verlieben (und von denen einer zudem schwarz ist!)  und einen bisexuellen Charakter. Ich habe außer diesem wirklich noch nie ein Buch gelesen, in dem kein einziger der Hauptcharaktere nicht queer war – eine ganz besondere Erfahrung.

Das waren sie also, meine (bisher) liebsten fünf queeren Bücher, die mich alle auf die ein- oder andere Art und Weise besonders berührt haben und sich ihren Platz in meinen Favoriten aus den verschiedensten Gründen verdient haben. Wie bereits gesagt wird diese Liste sich im Laufe der Zeit bestimmt verändern, und vielleicht gibt es in ein oder zwei Jahren mal wieder einen aktualisierten Post zu diesem Thema – bis dahin werde ich natürlich weiterhin fleißig queere Bücher lesen und rezensieren.
Hat jemand von euch ein der Bücher auf meiner Liste bereits gelesen, oder ist eines dieser Bücher vielleicht soeben auf eurer Leseliste gelandet? Habt ihr Empfehlungen für queere Literatur, die ich mir unbedingt ansehen sollte? Wie immer freue ich mich sehr über eure Meinungen und Vorschläge – lasst mir am besten einfach einen Kommentar da, wenn ihr mögt!

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Queere Bücher auf Bücherjäger:

MLM = Men (who) Love Men
WLW = Women (who) Love Women
own voices: Author_in gehört selbst der Gruppe an, über die er/sie schreibt

Die Mitte der Welt von Andreas Steinhöfel (atmosphärisches Jugendbuch mit schwulem Protagonisten und einer MLM Beziehung, own voices, eines meiner Lieblingsbücher 2016! 5/5 🌟)
Die Farbe Lila von Alice Walker (siehe oben, lesbische PoC Protagonistin, WLW romance, own voices, eines meiner Lieblingsbücher 2016! 5/5 🌟)
Peter Darling von Austin Chant (siehe oben, trans Protagonist, MLM romance, own voices, 5/5 🌟)

Das Lied des Achill von Madeline Miller (siehe oben, MLM romance, PoC Protagonist, eines meiner liebsten Bücher 2016! 4,5/5 🌟)
Star Wars – Nachspiel
von Chuck Wendig (Star Wars Romanreihe, einer von mehreren Protagonisten ist schwul, 4,5/5 🌟)
Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe
von Benjamin Alire Sáenz (coming of age Geschichte mit PoC Protagonisten und beginnender MLM romance, own voices, 4/5 🌟)
Luck in the Shadows von Lynn Flewelling (siehe oben, Reihe, bisexueller Protagonist, MLM Romance, 4/5 🌟)
Carry On von Rainbow Rowell (fluffige, vage an Harry Potter angelehnte MLM-Liebesgeschichte, 4/5 🌟)
Die Maschinen von Ann Leckie (Reihe mit asexueller Protagonistin, außerdem gibt es ein deutlich nicht-binäres Geschlechtersystem und generelle Auseinandersetzung mit dem Thema Gender, komplett im generischen Femininum geschrieben, eines meiner liebsten Bücher 2016! 4/5 🌟)
Ich gebe dir die Sonne von Jandy Nelson (schwuler Protagonist in einem sehr vielschichtigen, schöngeschriebenen Jugendbuch, 4/5 🌟)
Two Boys Kissing – Jede Sekunde zählt von David Levithan (MLM romance, kurzweiliges Buch, das die Lebenssituation verschiedener schwuler Charaktere beleuchtet und zudem auf die wichtige Thematik der AIDS-Krise eingeht, own voices, 4/5 🌟)
(Zwei Frauen von Diana Beate Hellmann (bisexuelle Protagonistin, die an Krebs erkrankt, wobei ihre Sexualität für die Handlung keine Rolle spielt und kaum erwähnt wird – trotzdem wollte ich es der Vollständigkeit halber nicht weglassen und es zumindest in Klammern dazuschreiben. Eines meiner liebsten Bücher 2016! 4/5 🌟))

The Art of Being Normal von Lisa Williamson (Liebesgeschichte mit trans Protagonistin, 3,5/5 🌟)
Den Mund voll ungesagter Dinge von Anne Freytag (WLW Liebesgeschichte mit lesbischer Protagonistin, 3,5/5 🌟)
Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten von Becky Chambers  (Sci-Fi/Space Opera mit WLW romance, außerdem werden verschiedene nicht-binäre Geschlechtersysteme behandelt, auch sonst sehr divers, own voices, 3,5/5 🌟)
Love in the Time of Global Warming von Francesca Lia Block (siehe oben, bisexuelle Protagonistin, MLM Romance, PoC Protagonist, trans Protagonist, 3,5/5 🌟)
Frostbiss von Julia Mayer (WLW Romance mit lesbischer Protagonistin, own voices, 3/5 🌟)

Orlando: A Biography von Virginia Woolf (Protagonist_in ändert im Laufe des Romans das Geschlecht, WLW romance(s), own voices, 2,5/5 🌟)

Und um hier auch wirklich alles zu verlinken, hier auch noch zwei Bücher die ich rezensiert habe, aber nicht unbedingt weiterempfehlen würde – für wen sie interessant klingen, der soll natürlich trotzdem einen Blick darauf werfen können:

Ice Massacre von Tiana Warner (leider trotz seiner vielversprechenden Prämisse ziemlich langweiliges und auch relativ schlecht geschriebenes Fantasybuch mit beginnender WLW romance zwischen einem Menschen und einer Meerjungfrau, PoC Protagonistin, 2/5 🌟)
Der verschollene Prinz
von C.S. Pacat (abusive MLM „romance“, PoC Protagonist, der als Sklave gehalten wird, generell sehr problematisch und auch nicht besonders gut geschrieben, 1,5/5 🌟)

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Meine Lesepläne für den Juli

Während ich meinen Monatsrückblick immer ganz regelmäßig hier poste erzähle ich euch so gut wie nie etwas über meine Lesepläne für den nächsten Monat. Weil mich das bei anderen Blogger_inn_en aber immer sehr interessiert probiere ich das jetzt einfach auch mal und stelle euch ganz kurz die Bücher vor, die ich im Juli lesen möchte.
Meine Buchauswahl eignet sich dafür auch ganz besonders gut, weil sie wirklich lächerlich groß ist – wer mein Lesepensum der letzten Monate verfolgt hat kann sofort sehen, dass ich unmöglich ganze neun Bücher lesen werde, vor allem, da Ende des Monats auch noch Klausuren anstehen. Ich fand aber alle diese Bücher so interessant, dass ich mich entschlossen habe, mir diesen Monat einfach keinen ganz so genauen Leseplan zu machen sondern mir einfach einen Haufen Bücher auf den Nachttisch zu legen, von denen ich mir dann je nach Stimmung eines aussuchen kann. Und das sind die Bücher, die auf diesem Stapel gelandet sind:

„Schwarz“ von Stephen King – Darum geht’s.

„Schwarz“ möchte ich gerne lesen, weil Anfang August der Film zu der achtbändigen Reihe, „Der dunkle Turm“, in die Kinos kommen wird. Ich habe das relativ schmale Buch schon halb durchgelesen und bin mir deshalb ziemlich sicher, es bald beenden zu können!

„Half Bad“ von Sally Green – Darum geht’s.

„Half Bad“ habe ich letztes Jahr im Urlaub auf Rügen zufällig für nur 3€ in einem Outlet entdeckt und seitdem steht es bei mir im Regal rum. Weil die Geschichte so vielversprechend klingt hoffe ich aber, es endlich zu lesen!

„The Hate U Give“ von Angie Thomas – Darum geht’s.

„The Hate U Give“ habe ich erst letzten Monat gekauft, als es das wunderschöne Hardcover für nur 3,99€ bei Amazon – und soweit ich weiß auch bei ein paar anderen Online-Portalen – gab. Das Jugendbuch wurde von allen Seiten so hoch gelobt, dass ich gar nicht erwarten kann, es so bald wie möglich zu lesen!

„Anna and the French Kiss“ von Stephanie Perkins – Darum geht’s.

„Anna and the French Kiss“ steht schon so ewig in meinem Regal, dass ich gar nicht mehr weiß, ob ich inzwischen überhaupt noch was mit der Young Adult Romanze anfangen kann, vor allem, da ich auch schon einiges negatives darüber gehört habe. Anfang des Jahres habe ich das Buch dann auf meine Jahres-Leseliste gesetzt, weil ich endlich wissen will, wie das Buch denn nun so ist – es kann ja schließlich nicht für immer ungelesen in meinem Regal stehen bleiben, einfach nur weil ich es mir inzwischen gar nicht mehr kaufen würde. Und wer weiß, vielleicht werde ich ja auch positiv überrascht?

„Beautiful Losers“ von Leonard Cohen – Darum geht’s.

Ich habe „Beautiful Losers“ schon vor fast einem Jahr zusammen mit „Das Buch der Sehnsüchte“ als Rezensionsexemplar vom btb-Verlag bekommen. Ich habe es dann nicht sofort gelesen und nachdem Leonard Cohen – mein Lieblingsmusiker, der mir wirklich viel bedeutet – im November gestorben ist habe ich mich irgendwie einfach nicht mehr in der Lage dazu gefühlt. Ich hoffe, es jetzt aber endlich zu schaffen – zum einen, weil ich wirklich gespannt auf das Buch ist und zum anderen, weil der Verlag inzwischen schon seit fast einem Jahr auf seine Rezension wartet und diese langsam wirklich bekommen sollte.

„Verzweiflung“ von Vladimir Nabokov – Darum geht’s.

Für das gleiche Seminar, für das ich letzten Monat schon „Lolita“ gelesen habe ist jetzt noch Vladimir Nabokovs „Verzweiflung“ dran. Ich hoffe, dass mir das Buch genauso gut gefallen wird, wie „Lolita“ – außer diesem habe ich von Nabokov nämlich noch gar nichts gelesen!

„Dunkelsprung“ von Leonie Swann – Darum geht’s.

Da ich dieses Jahr – genau wie auch schon im letzten – gerne vermehrt deutschsprachige Autor_inn_en lesen möchte, um die Literaturszene meines Heimatlandes, über die ich zuvor im Grunde überhaupt nichts wusste, besser kennenzulernen, wollte ich gerne auch wieder ein deutsches Buch auf meine Leseliste setzen. „Dunkelsprung“ klingt dabei nicht nur total interessant – Leonie Swann ist früher außerdem auf das gleiche Gymnasium gegangen wie ich, weshalb ich eigentlich schon länger mal eines ihrer Bücher lesen wollte!

„Der Idiot“ von Fjodor Dostoevskij – Darum geht’s.

Ich habe „Der Idiot“ schon vor Ewigkeiten angefangen und hoffe, es diesen Monat vielleicht endlich fertiglesen zu können. Irgendwie hat meine Leseflaute mir dieses Jahr einfach sämtliche Lust genommen, längere Klassiker zu lesen, weshalb ich es immer wieder aufgeschoben habe. Nachdem ich meine Bachelorarbeit über „Die Brüder Karamazov“ geschrieben habe, habe ich jetzt aber wieder richtig Lust, etwas von Dostoevskij zu lesen!

„Die Giftmischer“ von Margaret Atwood – Darum geht’s.

Dieses dünne Büchlein ist mir mehr oder weniger zufällig in die Hände gefallen, und weil mir Margaret Atwoods „Der Report der Magd“ dieses Jahr so gut gefallen hat will ich gerne auch diese Kurzgeschichtensammlung von ihr lesen, wenn ich denn die Zeit dazu finde!

Mal sehen, welche dieser Bücher ich im Juli tatsächlich lesen werde, oder ob vielleicht sogar noch ein paar andere hinzukommen werden – wenn „Schwarz“ mir gut gefällt möchte ich nämlich gerne noch so viele Bände der „Der dunkle Turm“-Reihe wie möglich lesen, bevor ich im August den Film sehe, damit ich möglichst wenig gespoilert werde. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich zwischen dem Lern- und Unistress ein wenig Zeit zum Lesen finden werde!

Was wollt ihr im Juli denn gerne so lesen? Habt ihr eines der Bücher, die ich lesen möchte, vielleicht schon gelesen und fandet es ganz besonders gut oder schlecht? Und freut ihr euch auch schon so sehr wie ich auf die beiden Stephen King Filme, die es dieses Jahr geben soll – „Der dunkle Turm“ und die Neuverfilmung von „ES“? Ich bin auf jeden Fall schon ganz hibbelig!

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Neuzugänge im Mai

Ich war dieses Jahr bisher eigentlich wirklich gut darin, keine neuen Bücher zu kaufen und stattdessen an meinem SuB zu arbeiten – bis diesen Monat. Sage und schreibe 14 neue Bücher sind bei mir eingezogen! Meine einzige Ausrede ist, dass sie alle entweder sehr billig oder sogar umsonst waren, sodass ich insgesamt nur etwa 20€ für alle Bücher ausgegeben habe. Obwohl ich trotzdem noch irgendwie ein ziemlich schlechtes Gewissen habe freue mich sehr über meine Neuzugänge und möchte sie euch deshalb gleich einmal vorstellen!

Gleich zu Beginn des Monats habe ich diese drei Bücher in einem kostenlosen Bücherschrank entdeckt und mitgenommen:

About a Boy – Nick Hornby

Will ist 36 und hipp wie ein Teenager. Er ist Single, hat keine Kinder, dafür aber den perfekten Ort gefunden, um Frauen kennenzulernen: Gruppen für alleinerziehende Mütter, die alle hoffen, einen netten Kerl kennenzulernen. So trifft Will den zwölfjährigen Marcus, und seine frischgeschiedene Mutter. Schnell werden der trendbewusste Womanizer und der Junge, der so uncool ist, daß seine Mitschüler ihn links liegen lassen, dicke Freunde, und irgendwann lernt das ungleiche Paar – der Jüngere steckt noch nicht ganz in der Pubertät, der Ältere scheint sie immer noch nicht hinter sich gelassen zu haben – gemeinsam, was es heißt, erwachsen zu werden…

Supergute Tage, oder: Die sonderbare Welt des Christopher Boone – Mark Haddon

Christopher ist 15 und Asperger-Autist. Er weiß eine ganze Menge über Mathe und nur sehr wenig über Menschen. Er mag Listen, Muster, und die Wahrheit. Er hasst es angefasst zu werden, und außerdem die Farben braun und gelb. Er ist alleine noch nie weiter als bis ans Ende der Straße gegangen, aber als er den Nachbarshund ermordert auffindet will er den Fall aufklären – und macht sich auf eine furchteinflößende Reise, die seine Welt auf den Kopf stellen wird.

Franny and Zooey – J.D. Salinger

»Franny« ist zwanzig und besucht ihren Freund Lane übers Wochenende im College. Doch das Treffen verläuft nicht wie geplant. Franny erleidet einen Nervenzusammenbruch, weil sie im Leben und im Studium keinen Sinn mehr findet. Sie kehrt todunglücklich nach Hause zurück, und ihre Mutter weiß nicht, wie sie ihr noch helfen soll. Frannys älterer Bruder, der hochintelligente, gutaussehende Zooey ist erfolgreicher TV-Schauspieler und geübt im Umgang mit Sinnkrisen – er will ihr mit seinem ganz eigenen zynischen Blick auf die Welt helfen.

Auf alle drei Bücher hatte ich schon länger ein Auge geworfen. „About a Boy“ von Nick Hornby hatte ich schon oft in verschiedenen Buchläden in der Hand und habe es dann doch jedesmal nicht mitgenommen – umso mehr freue ich mich, es jetzt trotzdem lesen zu können!
Mark Haddons „Supergute Tage, oder: Die sonderbare Welt des Cristopher Boone“ steht auf meiner Wunschliste, seit ich vor einiger Zeit ein (wirklich sehr gutes!) Theaterstück zu dem Buch gesehen habe. Mein kleiner Bruder ist autistisch, weswegen ich allen Medien, die autistische Kinder beinhalten aber nicht von autistischen Menschen geschrieben oder produziert werden immer ersteinmal sehr kritisch gegenüber stehe – hier wird „Supergute Tage“ sich noch beweisen müssen!

Ein ganz besonderer Glücksgriff an diesem Tag war „Franny and Zooey“ von J.D. Salinger, welches ich schon lange lesen wollte. Das habe ich dann auch direkt getan, sodass ich dieses Buch gleich wieder von meinem SuB streichen konnte – zumindest eine kleine Erleichterung für mein Gewissen. Ich habe „Franny and Zooey“ wirklich wahnsinnig gerne gelesen, aber weil dieser Blogpost bestimmt ohnehin wieder viel zu lang wird möchte ich jetzt nicht allzu viele Worte darüber verlieren und stattdessen lieber auf meine Rezension des Buches verweisen!

Zwei weitere Schätze habe ich im Regal meiner Mutter entdeckt, wo sie ohnehin nur Staub angesetzt hätten, weshalb ich sie kurzerhand mitgenommen habe!

Der Spieler – Fjodor Dostoevskij

Selbst der Magie des Spiels erlegen und in eine unglückliche Liebesaffäre verstrickt, hat Dostojewskij in nur drei Wochen diesen berühmten Roman niedergeschreiben – eine burleske, gelegentlich grotesk komische Geschichte um eine Gruppe von Menschen, die, kurz vor dem finanziellen Ruin stehend, im fiktiven Kurort Roulettenburg auf den Geldsegen einer umfangreichen, alle erlösenden Erbschaft wartet – und mittendrin der junge Alexej, der im Spielrausch seine Geliebte zu verlieren droht…

Neben „Der Spieler“ habe ich auch noch „Der Postmeister“ mitgenommen, eine Kurzgeschichtensammlung von Pusckin, die ich in Ermangelung einer Inhaltsangabe – es ist nunmal kein Roman – nicht genauer vorstellen werde. So wird es wohl leider auch der Gedichtsammlung von Rilke ergehen, die ich bei uns im Haus zufällig dort gefunden habe, wo normalerweise die unerwünschte Werbung landet. Ich habe das mal als „Kann mitgenommen werden“ interpretiert, und hoffe nun, mich meinen Lesezielen 2017 entsprechend ein bisschen mehr an Gedichte heranwagen zu können. Auf beide freue ich mich also auf jeden Fall schon sehr!

Der größte Teil meiner neuen Bücher stammt diesen Monat allerdings aus einer reBuy- und einer Medimops-Bestellung.

Das Haus Zeor – Jacqueline Lichtenberg

Genetische Mutation hat die Menschheit in zwei verschiedene Arten gespalten: in Gens und Simes. Die Simes können nur überleben, wenn sie einen Stoff aus dem Blut der Gens entnehmen – aber die Gens überleben diesen Transfer nur selten. Nur das Haus Zeor, ein Familienclan der Simes, kennt eine Methode, bei der der Spender am Leben bleiben kann – doch sie gilt als abtrünnig und pervers…

Lisey’s Story – Stephen King

Liseys berühmter Mann, der Schriftsteller Scott Landon, ist tot – und sein Nachlass weckt albtraumhafte Ahnungen in ihr, die bald grausame Gewissheit werden… Stück für Stück werden sorgsam verdrängte Erinnerungen in ihr wach: an eine andere Welt, die sie einst mit Scott besucht hat, tagsüber ein märchenhaftes Paradies, während nachts überall das Böse lauert. Ob Scott dort auf sie wartet, damit sie ihn ins Leben zurückholt?

Eigentlich wollte ich nur meine eigene Ausgabe von Jacqueline Lichtenbergs „Das Haus Zeor“ besitzen, welches ich vor Jahren einmal gelesen und sehr gut gefunden habe. In meiner Medimops-Bestellung hat das auch fast geklappt. Dann habe ich aber noch „Lisey’s Story“ entdeckt, das ich ohnehin schon lange einmal lesen wollte, und bin dem Stephen King Kaufrausch verfallen – spätestens in meiner sofort danach getätigten reBuy-Bestellung ist dann alles etwas aus dem Ufer gelaufen.

Schlaflos: Insomnia – Stephen King

Das Grauen kehrt nach Derry zurück. Ralph schläft immer weniger. Von Tag zu Tag wacht er früher auf. Bei seinen nächtlichen Spaziergängen durch Derry sieht er unheimliche Dinge, die er zunächst für Halluzinationen hält, die ihn aber zunehmend an seinem Verstand zweifeln lassen. Bis er erkennt dass er in Ereignisse von kosmischer Bedeutung verstrickt ist und das Leben aller Einwohner Derrys allein von ihm abhängt …

Das Bild: Rose Madder – Stephen King

Norman Daniel ist ein guter und pflichtbewußter Polizist. Seiner Ehefrau Rosie zeigt er sich aber als brutaler Schläger. Selbst, nachdem sie schwanger geworden ist, prügelt er sie. Als Rosie ihr Baby verliert, verläßt sie ihn und taucht unter. Nach 14 Jahren Ehehölle bringt Rosie Daniels endlich die Kraft auf, vor der Gewalt ihres brutalen Mannes zu fliehen – doch der rachelüsterner Cop folgt ihr dicht auf den Fersen.

Sarah – Stephen King

Als seine Frau überraschend an einem Hirnschlag stirbt, bricht die Welt des Bestsellerautors Michael Noonan zusammen. Vier Jahre später trauert er noch immer. Wie es scheint, hat er nicht nur seine Frau verloren, sondern auch seine Fähigkeit zu schreiben. Da er in seinen Träumen immer wieder sein Sommerhaus in Castle Rock, Maine sieht, zieht er sich dorthin zurück, um die Schreibblockade endlich zu überwinden. Doch dort lauert das Böse

Duma Key – Stephen King

Der reiche Bauunternehmer Edgar Freemantle hat bei einem schweren Unfall den rechten Arm eingebüßt und mehrere Knochenbrüche erlitten. Seine Kopfverletzung führt zu Lücken in der Erinnerung, und die Schmerzen treiben ihn in den Wahnsinn. Auf Anraten seines Arztes zieht er sich in ein Strandhaus auf der Florida-Insel Duma Key zurück, um dort Linderung in der Malerei zu finden. Seine Bilder entstehen wie im Fieberwahn, und die Insel scheint ein in ihm schlummerndes Talent auf seltsame Weise zu verstärken. Bald wird klar, dass seinen Bildern die unbändige Kraft innewohnt, die Wirklichkeit zu verändern…

Der Gefangene des Himmels – Carlos Ruiz Zafón

Nach „Der Schatten des Windes“ und „Das Spiel des Engels“ der neue große Barcelona-Roman von Carlos Ruiz Zafón. – Barcelona, Weihnachten 1957.
Der Buchhändler Daniel Sempere und sein Freund Fermín werden erneut in ein großes Abenteuer hineingezogen. In der Fortführung seiner Welterfolge nimmt Carlos Ruiz Zafón den Leser mit auf eine fesselnde Reise in sein Barcelona. Unheimlich und spannend, mit unglaublicher Sogkraft und viel Humor schildert der Roman die Geschichte von Fermín, der „von den Toten auferstanden ist und den Schlüssel zur Zukunft hat“.

Kafka am Strand – Haruki Murakami

Der 15-jährige Kafka Tamura reißt von zu Hause aus und flüchtet vor einer düsteren Prophezeiung seines Vaters auf die Insel Shikoku. Seine abenteuerliche Reise führt ihn in eine fremde Stadt, wo er der faszinierenden Bibliotheksleiterin Saeki begegnet und ihr verfällt. Der alte, seit einem Unfall als Kind geistesschwache Nakata kann mit Katzen sprechen und glaubt nun, in einen Mordfall verwickelt zu sein – auch er flieht aus Tokyo und gleitet genau wie Kafka ab in eine fremde, seltsame Welt.

Wir ihr seht ist also eine ganze Menge neuer Stephen King Lesestoff bei mir eingezogen – ich hoffe, zumindest etwas davon diesen Oktober lesen zu können, wenn ich hoffentlich wieder einen Stephen King Lesemonat veranstalten werde!
Außerdem ist in meinem Einkaufswagen noch „Der Gefangene des Himmels“ von Carlos Ruiz Zafón gelandet, der dritte Band der „Der Schatten des Windes“-Saga, die ich nun endlich komplett habe und hoffentlich bald ganz lesen werde – zumindest Band zwei habe ich mir für den Juni bereits vorgenommen!
Nachdem ich dieses Jahr „Naokos Lächeln“ gelesen und geliebt habe konnte ich zu einem weiteren Buch von Haruki Murakami auch nicht nein sagen, und so musste ich „Kafka am Strand“ einfach auch noch mitbestellen. Genau wie „Franny and Zooey“ habe ich aber auch dieses großartige Buch bereits gelesen und deshalb absolut kein schlechtes Gewissen mehr, weil ich es gekauft habe – dafür war es ohnehin schlichtweg viel zu gut. Auch hierzu habe ich bereits eine Rezension veröffentlicht!

Puh, das waren sie also, meine Neuzugänge im Mai – wirklich ein ganz schöner Stapel. Hat denn irgendjemand überhaupt den Weg bis hier unten geschafft, oder seid ihr alle bei der Hälfte abgesprungen? Verübeln kann ich es euch eigentlich nicht. :‘)
Wer noch da ist, der darf wie immer gerne einen Kommentar dalassen – habt ihr ja eines der Bücher, die bei mir eingezogen sind bereits gelesen? Habt ihr kürzlich vielleicht auch einen unvernünftig großen Bücherkauf getätigt, und wenn ja, was war dabei? Droht ihr auch bald von eurem SuB erschlagen zu werden, und irgendwie wächst er trotzdem immer weiter? Oder habt ihr euren SuB tatsächlich im Griff und könnt mir Tipps für meinen geben? Lasst es mich wissen – ich würde mich auf jeden Fall freuen!

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Geburtstagsbücher!

Hallo, ihr Lieben! Wie manche von euch vielleicht schon wissen, und wie ich auch schon in meinem Monatsrückblick für den April erwähnt habe, habe ich letzten Monat meinen 22. Geburtstag gefeiert! An meinem eigentlichen Geburtstag, dem 28. April, war ich erst mit meinem Freund lecker essen und danach noch im Kino. Wir haben Guardians of the Galaxy 2 gesehen, der mir übrigens sehr gut gefallen hat! Am Tag danach gab es dann eine kleine Feier mit Kuchen und Geschenken bei meiner Familie zuhause. Mit stylischen Hochglanzbildern davon kann ich zwar eher nicht dienen – ich wollte den Kuchen einfach lieber essen, als ihn zu fotografieren – dafür kann ich euch aber versichern, dass ich einen wirklich grandiosen Tag im Kreise meiner Liebsten hatte!
Wie versprochen will ich euch jetzt außerdem gerne die Bücher vorstellen, die ich zum Geburtstag bekommen habe.

 A Little Life von Hanya Yanagihara

Vier Männer aus einem kleinen College in Massachusetts ziehen nach New York, um dort ihren Weg zu gehen. In der Mitte der Gruppe ist Jude – charismatisch, brilliant und innerlich zerbrochen. Über die Jahrzehnte vertiefen und verstricken sich ihre Beziehungen zueinander, und immer mehr werden die Freunde in Judes schmerzhafte Welt hineingesogen.
Rauschhaft, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzählt das Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.

„A Little Life“ ist wohl eines der am meisten gehypten Bücher der letzter Zeit. Nicht nur von Literaturkritikern wird es hochgelobt, auch in Bloggerkreisen habe ich noch kein einziges negatives Wort darüber gehört – stattdessen regnet es geradezu Lobeshymnen auf das Buch, das über alle Maßen beeindruckend, phänomenal, mitreißend, schmerzhaft, tiefschürfend und einfach generell fantastisch sein soll. Schon lange will ich es auch gerne lesen, weshalb es auf meiner Geburtstagswunschliste auch an ganz oberster Stelle stand. Ich bin wirklich schon mehr als nur gespannt auf das Buch – ich hoffe, es gefällt mir genauso gut, wie es dem Rest der Welt zu gefallen scheint!

The Book of Strange New Things von Michel Faber

Peter Leigh ist ein Missionar auf der Reise seines Lebens. Er lässt seine geliebte Frau Bea zurück und macht sich auf den Weg, um Gott in die entferntesten Ecken der Galaxis zu bringen – eine Unternehmung die alles in Frage stellt: Seinen Glauben, seine Kraft, seine Geduld, und die Liebe, die zwei Menschen zusammenhält, auch wenn sie Welten voneinander trennen.

„The Book of Strange New Things“ steht schon ziemlich lange auf meiner Wunschliste. Schon als ich das erste Mal davon gehört habe, war ich fasziniert von dem Inhalt, der nicht nur wahnsinnig interessant klingt sondern auch vielversprechend anders zu sein scheint, als alles, was ich bisher gelesen habe. Ich weiß selbst noch gar nicht so richtig, was mich bei diesem wirklich sehr besonders klingenden Buch erwarten wird, bin aber wirklich schon überaus gespannt darauf!

Das Labyrinth der Lichter von Carlos Ruiz Zafón

Spanien in den dunklen Tagen des Franco-Regimes: Ein Auftrag der Politischen Polizei führt Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären, dessen dunkle Vergangenheit als Direktor des Gefängnisses von Montjuïc ihn nun einzuholen scheint. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ›Das Labyrinth der Lichter‹, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert. Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Der Zauber dieses Ortes schlägt sie in seinen Bann, und wie durch einen Nebel steigen Bilder ihrer Kindheit in ihr auf. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.

„Der Schatten des Windes“ gehört zu den besten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe – noch immer denke ich oft an die magische Welt, die Carlos Ruiz Zafón in seinem Werk erschaffen hat. Letzt Jahr auf der Leipziger Buchmesse habe ich mir den zweiten Band, „Das Spiel des Engels“, gekauft, und habe mich schon gefreut, als vor ein paar Monaten entdeckt habe, dass der finale Teil seiner Reihe, „Das Labyrinth der Lichter“ erschienen ist – umso natürlich jetzt, als ich das Buch überraschend zum Geburtstag bekommen habe. Ich freue mich schon wahnsinnig, wieder in Zafóns wunderbare Welt einzutauchen!

Seraphina von Rachel Hartman

Vierzig Jahre Frieden haben nur wenig getan, um das Misstrauen, das im Königreich Goredd zwischen Drachen und Menschen herrscht, zu mindern. Als Lehrer unterstützen die Drachen Universitäten mit ihrer einzigartig logischen, mathematischen Denkweise – doch je näher der Jahrestag des Friedensabkommens kommt, desto angespannter wird die Situation. Als ein auffällig nach Drachenart begangener Mord am königlichen Hof geschieht droht die Lage zu eskalieren.
Seraphina Dombegh, die in die Ermittlung hineingezogen wird, hat Grund beide Seiten zu fürchten. Doch plötzlich kommt sie einem viel größeren Geheimnis auf die Spur…

Die Zeit, in der ich am allerliebsten Drachenbücher gelesen habe, ist eigentlich schon eine ganze Weile vorbei – „Seraphina“ hat mich aber trotzdem sofort angesprochen – und das nicht nur wegen des hübschen Covers. Ich freue mich schon sehr auf die – hoffentlich aufregende! – Detektivgeschichte und bin wirklich gespannt auf Rachel Hartmanns mathematische Drachen. Ich bin mir sicher, so habe ich die Fabelwesen noch nie gelesen!

Diese vier Bücher habe ich also zum Geburtstag bekommen,und wie ihr seht freue ich mich auf alle schon sehr! Hat von euch denn vielleicht schon jemand eines oder sogar mehrere dieser Bücher gelesen? Wenn ja, wie fandet ihr sie? Lasst mir doch einen Kommentar da, wenn ihr mögt – ich weiß nämlich auch noch gar nicht, mit welchem Buch ich am besten anfangen soll und würde am liebsten einfach alle auf einmal lesen, Empfehlungen sind also wie immer gerne gesehen!

 

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Der Netflix Buch Tag

Diesen (wie ich finde) ziemlich coolen Tag habe ich vor ein paar Tagen auf Liesas Blog entdeckt und mich kurzerhand entschlossen, ihn auch zu machen. Zu ihrem Post kommt ihr hier. Erfunden erfunden wurdee der Tag übrigens von einem BookTube-Account namens A Darker Shade of Whitney!

So, genug Vorgeplänkel – los geht’s mit den Fragen!

Recently Watched – Das letzte Buch, das du beendet hast.

Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war „Das dunkle Herz des Waldes“ von Naomie Novik, auf englisch „Uprooted“. Das Buch hat mir wirklich total gut gefallen, ich mochte sowohl die Geschichte als auch die Charaktere und das World Building wahnsinnig gerne. Eigentlich hat mir an dem Buch im Vorfeld gerade gefallen, dass es mal keine Reihe sondern einfach nur ein Stand-Alone ist, bei dem man nicht noch fünf weitere Bände kaufen muss, um zu erfahren, wie es ausgeht, aber jetzt würde ich zu einer Fortsetzung gar nicht mehr nein sagen!

Top Picks – Ein Buch, das dir aufgrund deines Lesegeschmacks empfohlen wurde.

Mir werden ehrlich gesagt total selten Bücher empfohlen, und wenn, dann basieren diese Empfehlungen meistens eher auf dem Geschmacks des Empfehlenden – „Ich habe letztens ein total gutes Buch gelesen, das solltest du dir unbedingt auch holen!“ – als auf meinem. Wenn ich so darüber nachdenke war die Schwester meines Freundes tatsächlich die einzige Person, die mir in letzter Zeit mal ein Buch empfohlen hat, weil es mir gefallen könnte, nämlich „Die Elfen“ von Bernhard Hennen. Tatsächlich hat das Buch mir auch sehr gut gefallen!

Recently Added – Das Buch, das du zuletzt gekauft hast.

Zuletzt ein Buch gekauft habe ich mir auf der Leipziger Buchmesse, und zwar „Kernstaub“ von der wunderbaren Marie Graßhoff! Ich besitze das Buch eigentlich schon seit Jahren als eBook, wollte es aber nun doch noch einmal als physische Ausgabe besitzen – ich lese zwar prinzipiell sehr gerne auf meinem Kindle, finde das aber bei langen Büchern doch irgendwie anstrengend, weshalb ich mich jetzt gerne noch einmal mit dem Taschenbuch an die Welt von „Kernstaub“ heranwagen will.

Popular on Netflix – Bücher, von denen jeder schon gehört hat (zwei, die du gelesen hast, zwei, die du gar nicht lesen willst)

Puh, ganz schön schwer, sich hier auf nur ein paar Bücher zu beschränken – es gibt so viele bekannte Bücher, von Klassikern bis zu relativ neuen, dafür aber auf allen Social Media Kanälen gehypten Young Adult Romanen. Deshalb habe ich mir meine zwei Bücher für diese Antwort mehr oder weniger nach dem Zufallsprinzip ausgesucht. Zum einen wäre da „Fangirl“ von Rainbow Rowell, eines der wohl beliebtesten zeitgenössischen Jugendbücher der letzten Jahre, das ich sehr süß, fluffig und unterhaltsam fand, und zum anderen „Dracula“ von Bram Stoker, welches ich vor ein paar Jahren für die Uni lesen musste und regelrecht verschlungen habe, so gut hat mir die atmosphärische Geschichte gefallen.
Eher nicht lesen werde ich wohl „Red Queen“ von Victoria Aveyard und „Uninvited“ (zu deutsch „Infernale“) von Sophie Jordan. Beide waren vor einiger Zeit auf gefühlt jedem Bookstagram-Foto und auf jedem Buchblog vertreten, aber mich sprechen sie einfach überhaupt nicht an.

Comedies – Ein lustiges Buch

Was lustige Bücher angeht bin ich richtig schlecht, weil ich kaum gezielt lustige Bücher lese, und wenn mir doch mal eins unter kommt kann ich über die Witze meistens überhaupt nicht lachen. Ein sehr humorvolles Buch, das ich in letzter Zeit gelesen habe, war aber „Warm Bodies“ von Isaac Marion, welches mir wirklich viel Spaß gemacht hat!

Dramas – Ein Charakter, der eine total Dramaqueen ist

Weil Liesa in ihrem Beitrag bereits Jace und Clary aus der „The Mortal Instruments“ Reihe erwähnt hat wollte ich die beiden nicht nochmal für die gleiche Frage verwenden – obwohl sie wirklich ein Paradebeispiel sind! – und habe mich stattdessen für Jamie Fraser aus Diana Gabaldons „Outlander“ Reihe etnschieden. Obwohl das Buch stellenweise wirklich problematisch ist hat es mir vor einigen Jahren eigentlich ganz gut gefallen, nur Jamie mit seiner anstrengenden, aufmüpfigen, egozentrischen, und – ja! – total überdramatischen Art wollte mir so überhaupt nicht gefallen.

Animated – Ein Buch mit Cartoons auf dem Cover.

Außer den Massen an Mangas, die ich mir mit 13 oder 14 gekauft habe, besitze ich leider kein einziges Buch mit irgendwas, das auch nur annähernd an etwas wie einen Cartoon erinnert, auf dem Cover. Um dem Ganzen zumindest einen halbwegs intellektuellen Anstrich zu verleihen habe ich für diese Frage also statt Sailor Moon, Loveless & Co. das Graphic Novel „Barfuß durch Hiroshima“ von Keji Nakazawa gewählt, welches ich dieses Jahr gerne noch lesen möchte!

Watch it again – Ein Buch/eine Reihe, die du unbedingt nochmal lesen möchtest

Noch so eine schwere Frage – ich beende so viele Bücher mit dem Gedanken, sie hoffentlich irgendwann noch einmal zu lesen, das es mir wirklich schwer fällt, mich hier auf nur eines zu beschränken. Soll ich zum hundertsten Mal „Harry Potter“ als Beispiel wählen? Oder schon wieder Stephen Kings „ES“? die „Ancillary“ Reihe von Ann Leckie vielleicht, oder „Das Lied des Achill“ von Madeline Miller?
Schlussendlich habe ich mich für „Armand der Vampir“ von Anne Rice entschieden, welches ich vor vielen Jahren in meiner Post-Twilight Vampir-Zeit gelesen habe. Tatsächlich habe ich sogar vor, dieses Jahr, nachdem ich – hoffentlich! – meinen Bachelor endlich in der Tasche habe mal alle Leseziele über Bord zu werden und mir einen ganz entspannten Anne Rice Monat zu gönnen. Ich möchte wirklich zu gerne noch einmal die Welt von Armand, Marius, Lestat & Co. besuchen!

Documentaries – Ein Sachbuch, das du wirklich jedem empfehlen würdest

Ich weiß um ehrlich zu sein gar nicht mehr, wann ich zuletzt ein Sachbuch gelesen habe. Ein Non-Fiction Buch kann ich euch aber empfehlen, und zwar Jenny Lawsons „Let’s Pretend This Never Happened“ , eine sehr humorvolle Autobiographie welche ich vor ein paar Jahren gelesen und geliebt habe – und das, obwohl ich Jenny Lawson zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal kannte.

Action and Adventure – Ein actiongeladenes Buch

Auch zu dieser Frage passen natürlich mal wieder wahnsinnig viele Bücher, ich habe mich aber für „Endgame“ von James Frey entschieden, weil „Action und Adventure“ wirklich das herausragende Merkmal der Reihe zu sein scheint. Ich habe den ersten Band vor ein paar Jahren mal zufällig sehr günstig in einem Buchladen entdeckt und es eigentlich nur mitgenommen, weil ich das Cover interessant fand – nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass es tatsächlich so spannend und unterhaltsam wird. Auch Band zwei habe ich bereits verschlungen und hoffe nun, bald auch Band drei lesen zu können, der letzten November erschienen ist!

New releases – Ein Buch, das gerade erst rauskam oder zumindest bald herauskommt und bei dem du nicht erwarten kannst, es zu lesen

Ich bin um ehrlich zu sein nicht gerade der Typ für Neuerscheinungen – ich kaufe Bücher am liebsten gebraucht und möchte davor am besten immer gerne noch ein paar Rezensionen lesen, bevor ich mein Geld vielleicht für ein Buch aus dem Fenster schmeiße, das mir wirklich überhaupt nicht gefällt – aber dieses Jahr freue ich mich schon wahnsinnig auf „The Hate U Give“ von Angie Thomas, das auf englisch bereits letzten Monat erschienen ist. Ich hoffe ja, dass ich im beim Erscheinen der deutschen Ausgabe im Juli ein Rezensionsexemplar ergatten kann – drückt mir die Daumen!

Das war’s dann auch schon wieder von mir. Wie immer interessiere ich mich brennend für eure Antworten auf die Fragen, wenn ihr den Tag also auch macht, dann lasst mir doch gerne einen Kommentar oder einen Link da!

Blogbeitrag

Die Leipziger Buchmesse 2017

Seit ich vor zwei Jahren zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse war ist es jedes Jahr eines der Ereignisse, auf die ich mich am allermeisten freue. Genau wie schon letztes Jahr waren mein Freund und ich dieses Mal von Donnerstag Abend bis Sonntag Morgen in Leipzig, wir hatten also zwei volle Tage auf der Buchmesse!

Auch dieses Jahr waren wir am Donnerstag, noch bevor wir überhaupt ins Hotel gefahren sind, wieder auf dem Fantasy Leseabend im kleinen Theaterhaus Schille, bei dem dieses Mal neben Fantasy-Größen Kai Meyer und Markus Heitz auch noch Alana Falk sowie die beiden Seraph-Gewinnerinnen, Katharina Seck (bester Roman) und Julia Lange (bestes Debüt), da waren und aus ihren Büchern gelesen haben.
Gekauft habe ich zwar keines davon – obwohl die Buchmesse immer dazu einlädt, hundert Bücher mit nachhause zu nehmen bin ich ja doch eine arme Studentin – aber trotzdem haben die Lesungen alle wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Am besten gefallen haben mir hier Kai Meyers Sci-Fi Roman „Die Krone der Sterne“ , den er beim Leseabend im letzten Jahr bereits angekündigt hatte, Markus Heitz‘ „Des Teufels Gebetbuch“ , in dem es um ein verfluchtes Kartenspiel geht, und Katharina Secks „Die silberne Königin“ , welches von einer Geschichtenerzählerin handelt, die in einem vom ewigen Winter beherrschten Land lebt, in dem Geschichten verboten sind.

Freitag war dann unser erster Tag auf der Messe, und ich glaube, dieses Jahr auch mein liebster.

Ich konnte nicht nur der ganz wunderbaren Marie Graßhoff kurz Hallo sagen, sondern mir auch endlich eine physische Ausgabe ihres Buches „Kernstaub: Über den Staub an Schmetterlingsflügeln“ kaufen, die ich mir dann natürlich auch gleich habe signieren lassen.
Ich besitze „Kernstaub“ zwar schon seit Jahren als eBook, aber erstens lese ich – obwohl ich eBooks sonst sehr gerne mag – lange Bücher doch lieber als „richtiges“ Buch, und zweitens ist diese wirklich wunderschöne Ausgabe es einfach absolut wert. Auf jeder Seite tummeln sich kleine Illustrationen von Quallen, Schmetterlingen oder Uhren, und auch sonst ist „Kernstaub“ merkbar mit viel Liebe gestaltet – ich kann es kaum erwarten, das Buch auf diese Weise noch einmal zu beginnen!

Sehr interessant ging es dann mit dem Loewe-Bloggertreffen weiter, auf dem der Verlag nicht nur sehr coole Lebkuchenherzen verschenkte, sondern auch einige Highlights aus dem noch gar nicht erschienenen Loewe-Herbstprogramm vorstellte.
Besonders gefreut habe ich mich hier über die Ankündigung von „Forever Again: Für alle Augenblicke wir“, der deutschen Ausgabe von Lauren James‘ „The Next Together“ , das zu kaufen ich mir schon einmal auf englisch überlegt hatte.

Ein weiteres Highlight am Freitag war Jostein Gaarder, der aus seinem neuen Buch „Ein treuer Freund“ vorgelesen hat, welches sich sehr skurril aber auch sehr interessant anhörte – in dem Buch geht es um den Einzelgänger Jakop, der nur seine Handpuppe Pelle als Freund hat, in seiner Feizeit aber gerne auf fremde Beerdigungen geht um so zu tun, als wäre er mit der gerade verstorbenen Person eng befreundet gewesen. Hier habe ich mir außerdem meine Ausgabe von „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder signieren lassen.
Wie die meisten der Lesungen, die ich in diesem Jahr besucht habe, wurde auch diese übrigens übrigens simultan in Gebärdensprache gedolmetscht, was ich total gut fand!

Am Abend ging es dann gleich wieder ins Theaterhaus Schille, zu einem weiteren Leseabend, diesmal organisiert vom Piper-Verlag. Es waren drei Autoren anwesend, die jeweils ihre aktuellen Bücher vorstellten – Robert Corvus las aus seinem Sci-Fi Roman „Feuer der Leere“ , Michael Peinkofer aus seinem Fantasy-Roman „Tote Helden“ und Brandon Sanderson aus „Shadows of Self“, dem fünften Band seiner „Mistborn“-Reihe, der auf deutsch gerade unter dem Titel „Schatten über Elantel“ erschienen ist.
Ich fand sowohl „Feuer der Leere“ als auch „Tote Helden“ wahnsinnig interessant, habe mir aber leider trotzdem keins von beidem gekauft – wie gesagt, mein Budget ist leider knapp bemessen. Trotzdem werde ich beide Bücher im Auge behalten, und vielleicht irgendwann doch einmal zu lesen kriegen!
Außerdem habe ich mir meine Ausgabe von „The Final Empire“ , dem ersten „Mistborn“-Band von Brandon Sanderson signieren lassen.
Brandon Sanderson ist im Rahmen der Buchmesse übrigens zum allerersten Mal in Deutschland, was diese Signierstunde zu etwas ganz besonderem gemacht hat, weil wirklich viele der Menschen, die dort waren, wohl schon sehr lange große Fans seiner Bücher sind – nicht nur hatten viele von ihnen ganze Kataloge an Fragen dabei, die Sanderson alle ausführlich beantwortet hat, einige hatten sogar Fanart zu seinen Büchern dabei, um sie ihm entweder zu schenken oder einfach nur zu zeigen. Ich finde es immer total toll, zu sehen, dass Menschen von etwas wirklich begeistert sind, deshalb hat sogar das Anstehen in der Schlange mir richtig Spaß gemacht!

Am Samstag war es dann natürlich wieder sehr voll auf der Messe, wobei es mir ehrlich gesagt etwas angenehmer vorkam als noch letztes Jahr – ob die Besuchermassen sich dieses Mal tatsächlich besser verteilt haben, oder ob ich letztes Mal nur so überfordert von allem war, dass es mir noch viel enger vorkam, als es ohnehin schon war, werde ich wohl nie erfahren.
Auf jeden Fall war dieser Samstag aber entspannter als der letzte – ich hatte alle Bücher, die ich zum Signieren mitgebracht hatte, bereits am Freitag signieren lassen, also mussten wir uns in keiner der ellenlangen Schlangen anstellen und konnten dafür sogar einen Platz in der ersten Reihe der Leseinsel Fantasy ergattern, wo wir uns dann ganz entspannt zwei Lesungen angehört haben – im letzten Jahr standen wir so weit hinten, dass wir tatsächlich kein Wort mehr verstanden haben.
Zum einen war das „Elanus“ von Ursula Poznanski, ein Jugendbuch-Thriller, in dem ein 17-Jähriger das Mädchen, in das er verknallt ist, mithilfe einer Drohne ausspioniert, und „Elfenmacht“ von Bernhard Hennen, dem neuesten Band seiner „Die Elfen“-Reihe, der mir glatt Lust gemacht hat, diese endlich weiterzulesen – den ersten Band hatte ich ja auch letztes Jahr nach der Messe gelesen.

Super cool fand ich es am Samstag außerdem, dass ich die liebe Elif endlich einmal ein Realität gesehen habe und auch ihr kurz Hallo sagen konnte!

Als es dann am Abend etwas ruhiger wurde sind wir noch ein wenig über die Messe geschlendert und haben uns dann noch eine Lesung zu Cristopher Goldens „Der Fährmann“ angehört, ein Buch, das nicht nur sehr hübsch aussieht, sondern auch sehr interessant klang – eine Frau ist für einen kurzen Moment klinisch tot, weigert sich aber, dem berühmten Fährmann ins Jenseits die nötigen Silberstücke für ihre Überfahrt ins Land der Toten zu geben, woraufhin dieser ihr nach ihrer Wiederbelebung zurück ins Land der Lebenden folgt.

Am Sonntag waren wir dann nur noch kurz auf der Messe, bevor es wieder zurück nachhause ging.

Als große Fans der Literatursendung „druckfrisch“ konnten wir uns natürlich die „Best of druckfrisch“-Veranstaltung des ARD-Forums nicht entgehen lassen. Mit gewohntem Wortwitz – und außerdem den wohl coolsten Socken aller Zeiten – lobte oder zerriss Literaturkritiker Denis Scheck hier die seiner Meinung nach besten und schlechtesten Bücher auf der Spiegel-Bestsellerliste – von Daniela Katzenbergers „Eine Tussi sagt ‚Ja!‘“ über ein kleines Büchlein namens „How to sh.. in the woods“ , bis zu Hanya Yanagiharas „Ein wenig Leben“ , das ich jetzt noch mehr lesen möchte, als ich das ohnehin schon wollte. Es hat wirklich Spaß gemacht!

Viel zu schnell waren unsere letzten Stunde auf der Messe dann auch schon wieder vorbei, und wir haben uns auf den Weg zurück nachhause gemacht. Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr – am liebsten würde ich einfach mein ganzes Leben umgeben von Büchern und Buchliebhabern verbringen. Aber zumindest habe ich natürlich wieder eine ganze Menge schöner Sachen mitgenommen, mithilfe derer ich hoffentlich noch ein wenig in Erinnerungen schwelgen kann!

 

 

 

 

 

 

 

Wer war denn von euch noch so auf der Messe, und wie waren eure Eindrücke? Ich habe im Nachhinein auf Twitter gesehen, dass noch total viele Leute da waren, die ich nicht getroffen habe – das tut mir total Leid, aber vielleicht klappt es ja nächstes Mal. Ich würde mich auf jeden Fall freuen!

Blogbeitrag

Helden meiner Kindheit

Schon vor einer Weile habe ich mir vorgenommen, mich hier auf dem Blog um ein wenig mehr Vielfalt zu bemühen – nicht immer nur massenweise Rezensionen und Monatsrückblicke zu posten, sondern eben ab und zu auch mal etwas anderes. Trotz aller guten Vorsätze bin ich bisher nicht dazu gekommen – aber jetzt sind endlich Semesterferien und ich habe nicht nur wieder etwas mehr Zeit zum Lesen, sondern auch wieder zum Bloggen!
In diesem Post will ich euch also, wie der Titel wohl schon verrät, ein wenig über meinen liebsten Bücher aus meiner Kindheit sprechen – ein Thema, das ich auch bei anderen Buchbloggern immer wahnsinnig spannend finde.


Schon als ganz kleines Kind haben mir die Bücher am besten gefallen, in denen niedliche Tiere vorkamen – meine Lieblingsbilderbücher, lange bevor ich selbst lesen gelernt habe, waren „Die kleine Raupe Nimmersatt“, „Das kleine Ich bin Ich“ und Judith Kerrs Geschichten rund um den vergesslichen Kater Mog. Vor den wilden Kerlen aus Maurice Sendaks „Wo die wilden Kerle wohnen“ habe ich mich nie gefürchtet – ganz im Gegenteil, ich hätte immer gerne mit Max den Platz getauscht, aber nicht um der Abenteuer willen, die er erlebt, sondern einfach nur weil ich die Monster auf seiner Insel so wahnsinnig süß fand.

Auch als ich dann im Alter von fünf Jahren angefangen habe, selbst Bücher zu lesen, hat sich diese Vorliebe gehalten – mit Büchern über Freundschaften, Streiche, Arztbesuche, den ersten Schultag, oder ähnlichem konnte man mich nur wenig begeistern.
Die Geschichte des frechen, Wünsche-erfüllenden Zauberwesens „Psammy“ aus Edith Nesbits „Psammy sorgt für Abenteuer“ oder die Erlebnisse von Ernst Ekkers „Springingerl“, dem außerirdischen Wesen, das auf der Erde gelandet ist uns sich über all die seltsamen Lebewesen hier wundert, habe ich dafür immer wieder verschlungen.
Ebenfalls heiß und innig geliebt habe ich mein „Pokémon“-Buch, das drei Geschichten aus der Fernsehserie enthielt. Nicht weiter verwunderlich, denn schließlich habe ich überhaupt erst lesen gelernt, weil ich meine Pokémon-Spiele auf dem GameBoy gerne auch ohne die Hilfe meiner Mama spielen können wollte – ich war ein wirklich obsessiver Fan und hatte von zahllosen Plüschtieren bis zu den beliebten Sammelkarten auch allen Schnick-Schnack, den man damals so bekommen konnte. Dieses Buch habe ich eine Weile lang wirklich überall hin mitgeschleppt, was man ihm auch ansieht – obwohl es ein gebundenes Buch mit stabilem Papp-Cover ist habe ich es geschafft, sowohl die Vorder- als auch die Rückseite zu knicken.

Als ich dann etwas älter war, so mit sieben oder acht Jahren, hatten es mir urplötzlich gerade die Bücher, die ich zuvor so verschmäht hatte, angetan – ich entdeckte Streiche spielende und vor allem Kriminalfälle lösende Kinderbanden für mich und war hin und weg.
Ich habe „Die Robinson Bande“ von R.M. Schröder beinahe so sehr vergöttert wie Fiona Kellys „Mystery Club“, las in Rekordtempo alle „Die Knickerbocker Bande“-Bücher von Thomas Brezina, die unsere kleine Bücherei vorrätig hatte, und war – als ich diese dann durch hatte – schnell ebenso begeistert von den weniger bekannten „Tiger Girls & Rote Rächer“-Büchern von Ulli Schubert.
Außerdem entdeckte ich zu dieser Zeit auch Enid Blyton für mich. Da meine Eltern getrennt lebten war die Frage danach, was ich lesen würde, immer auch stark davon abhängig, bei welchem Elternteil ich mich gerade befand. Klar, ab und zu habe ich auch mal ein Buch vom einem zum anderen mitgenommen, aber die Regel war das eher nicht – zu groß war die Gefahr, es dann dort zu vergessen.
Unter der Woche, wenn wir bei meiner Mama waren, habe ich also vor allem die Bücherei geplündert, an den Wochenenden bei meinem Papa stattdessen meist einfach zu den Büchern gegriffen, die dort eben rumlagen – und bin so, nach einigen Fehlschlägen in Form von unverständlichen Klassikern und schnulzigen Groschenromanen, die noch meiner Oma gehört hatten, auf „Die fünf Freunde“ gestoßen. Schnell mussten dann auch noch andere Enid Blyton Bücher her – allen voran ist mir hier ihre „Abenteuer“ -Reihe in Erinnerung geblieben, die ich ab der 3. Klasse regelmäßig aus der kleinen Ferien-Bibliothek meiner Klassenlehrerin auslieh.
Außerdem unausweichlich war dann irgendwann auch „Hanni und Nanni“ – nachdem ich den ersten Sammelband gelesen hatte wollte ich unbedingt mehr davon und habe mir nach und nach von meinem mühsam ersparten Taschengeld die weiteren Bücher der Reihe gekauft.

Auch „Die Wilden Hühner“ von Cornelia Funke sind, wenn es um Banden geht, natürlich nicht wegzudenken – noch heute sind Sprotte, Frieda, Melanie, Trude und Wilma wie alte Freundinnen für mich.
Überhaupt ist Cornelia Funke wohl die Heldin meiner Kindheit – nicht nur wegen „Die Wilden Hühner“ oder „Der Herr der Diebe“, welches ich ebenfalls abgöttisch geliebt und mehr als nur einmal gelesen habe, sondern vor allem wegen „Tintenherz“, dem Buch, das meine Liebe zum Lesen erst wirklich entfacht hat.
Die Geschichte rund um Meggie, Mo, Staubfinger & Co. war so viel mehr als nur eine Geschichte für mich – ich habe „Tintenherz“ nicht nur immer und immer wieder gelesen, ich habe auch – ganz wie Meggie! – mit dem Buch unter dem Kopfkissen geschlafen und fortan penibelst auf meine Bücher geachtet. Eselsohren, gebrochene Rücken oder Schokoladenflecken auf den Seiten waren plötzlich ein absolutes No-Go, denn Bücher waren für mich mit einem Mal nicht mehr einfach nur Gegenstände sondern fast etwas Heiliges.
Obwohl ich mir inzwischen Mühe gebe, in dieser Hinsicht wieder etwas lockerer zu werden – ein Buch darf schließlich auch gelesen aussehen, wenn es gelesen wurde – so ist dieses Gefühl der absoluten Hochachtung für das geschriebene Wort mir doch bis heute geblieben.

„Tintenherz“ war es dann auch, das mir den Weg zu anderen, „größeren“ Welten eröffnet hat – nachdem ich das Buch gelesen hatte war „Hanni und Nanni“ einfach nicht mehr genug, es musste etwas anderes her. Ich entdeckte damals nicht nur meine Liebe zu mitreißenden Abenteuern sondern vor allem zu Fantasy.
So las ich nicht nur die „Artemis Fowl“-Bücher von Eoin Colfer mit Begeistertung, sondern auch einiges von Kai Meyer – vor allem seine „Die Wellenläufer“-Trilogie hat mich absolut begeistert – und verfiel schließlich auch der Welt von „Harry Potter“, die ich bisher nur aus den Filmen kannte.
Auch gegruselt habe ich mich inzwischen beim Lesen zunehmend gerne – vor allem mit den Fear Street Büchern von R.L. Stine, von denen mir besonders „Die Stiefschwester“ in Erinnerung geblieben ist. Noch heute läuft mir ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke, wie ich das Buch heimlich nachts unter der Bettdecke gelesen und mich danach nicht mehr unter ihr herausgetraut habe – tatsächlich liegt das empfohlene Lesealter mit 12-15 Jahren auch deutlich über meinem damaligen Alter und ich weiß gar nicht, wie ich überhaupt dazu gekommen bin, dieses Buch zu lesen.

Von da an konnte mich, was Bücher anging, jedenfalls nichts mehr halten – der Weg war geebnet für Sonea, Bartimäus, Eragon & Co., ebenso wie für Stephen King, Anne Rice und alles, was ich sonst noch so in meiner Jugend gelesen habe. Vielleicht schreibe ich auch darüber eines Tages noch einmal einen Post – dieser hier hat mir nämlich wirklich Spaß gemacht!

Welche Bücher habt ihr denn als Kinder so gelesen? Mir ist aufgefallen, dass ich eigentlich relativ wenige Kinderbuch-Klassiker gelesen habe – nichts von Astrid Lindgren oder Roald Dahl zum Beispiel, und auch die „Narnia“ Bücher habe ich erst als Teenager für mich entdeckt.
Außerdem habe ich gemerkt, dass viele der Bücher, die mich als Kind so begeistert haben – wie „Psammy sorgt für Abenteuer“, „Springingerl“ oder auch „Mystery Club“ – gar nicht mehr verlegt werden. Scheinbar waren gerade diese Bücher also nicht besonders erfolgreich. Habt ihr als Kinder vielleicht auch Lieblingsbücher gehabt, die es inzwischen gar nicht mehr gibt, oder seid ihr eher mit den Klassikern wie „Alice im Wunderland“, „Peter Pan“ oder „Der Zauberer von Oz“ aufgewachsen?
Mich interessiert sowas wie gesagt wirklich total – also lasst mir gerne einen Kommentar oder vielleicht einen Link zu einem eigenen Blogpost da! Ich würde mich wahnsinnig freuen, mehr über eure liebsten Kinderbücher zu erfahren!

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