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Meine Lesepläne für den Juni

Wie ich vor ein paar Tagen bereits in meinem Monatsrückblick sagte, habe ich mir vorgenommen, diesen Juni – passend zum Pride Month – einmal auschließlich queere Bücher zu lesen! Dazu habe ich mir auch schon einen ganzen Stapel Bücher herausgesucht:

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Geburtstagsbücher

Wie manche von euch vielleicht wissen, habe ich vorgestern, am Samstag, meinen 23. Geburtstag gefeiert!
Neben einem wirklich schönen Tag und einer Grillparty mit Familie und Freunden, habe ich auch noch einen ganzen Haufen an Geschenken bekommen, über die ich mich alle riesig gefreut habe: Es gab ein schönes neues Tshirt und einen Hugendubel-Gutschein von zwei Freundinnen, ganze drei Paar sehr gemütliche Stoffhosen von meiner Mama, ein Paar wirklich tolle Ohrringe aus grünem Bernstein von meiner Schwester, eine neue Linse für meine Kamera, sowie eine große Speicherkarte und einen Reiseführer für Paris – wo wir im Mai für ein Wochenende hinfahren werden – von meinem Freund.
Das ist eigentlich schon so viel, dass ich es mich fast nicht sagen traue, aber außerdem lagen natürlich wie immer auch ein paar Bücher für mich auf dem Geburtstagstisch. Ganze sieben Stück waren es dieses Jahr, die ich euch hier gerne vorstellen möchte!

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Die neun besten Bücher, die ich je gelesen habe!

Ich halte nicht viel von Listen alà „X Bücher, die jeder lesen sollte“  – jeder Mensch hat einen anderen Lesegeschmack, und somit kann es einfach kein Buch geben, das wirklich jedem gefällt. Trotzdem kommt es immer wieder mal vor, dass ich ein Buch lese und es von diesem Zeitpunkt an einfach Jedem empfehlen will, der mir über den Weg läuft, weil es mich derart berührt und beeindruckt hat.
Um diese Bücher auch endlich einmal richtig zu würdigen, habe ich jetzt also eine – natürlich absolut subjektive – Liste von den neun besten Büchern gemacht, die ich in meinem bisherigen Leben gelesen habe:

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You’re Not Good Enough Book Tag

Vor ein paar Tagen habe ich diesen Tag mit dem etwas fiesen Namen entdeckt und fand ihn sofort super interessant und unterhaltsam – getaggt hat mich dazu zwar niemand, aber machen wollte ich ihn trotzdem! Kreiert wurde der Tag von ReadLikeWildFire.

Beim You’re Not Good Enough Tag geht es kurz gesagt darum, sich in 15 Szenarios zwischen zwei zufällig gewählten Buchcharakteren zu entscheiden. Ich habe mir also mal mein Bücherregal angeschaut und mir 30 interessante Figuren herausgesucht, von denen ich nun mithilfe von random.org für jede Frage zwei auslosen werde. Und los geht’s!

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Meine Lesevorsätze 2018

Wie ich euch vor ein paar Tagen schon in meinem Jahresrückblick versprochen habe, möchte ich mir auch dieses Jahr wieder ein paar Leseziele setzen! Ein paar Dinge will ich wie in den letzten beiden Jahren fortführen, ein paar auch etwas entspannter angehen – insgesamt habe ich mir für 2018 sieben Punkte vorgenommen:

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Die BuchSaiten Blogparade – Fünf Fragen zum Jahresabschluss

Vor ein paar Tagen bin ich über Instagram auf diese Blogparade gestoßen und hatte sofort Lust, mitzumachen! Ins Leben gerufen wurde dieser kleine, aus fünf Fragen bestehende Jahresrückblick von Katrin von BuchSaiten, veranstaltet wird er von Petzi von Die Liebe zu den Büchern. Vielen Dank dafür!
Da ich ja jedes Jahr bereits einen ziemlich ausführlichen Rückblick auf mein Lesejahr poste, war ich mir zunächst nicht sicher, wie ich die Parade darin integrieren soll – jetzt habe ich mich dazu entschlossen, sie einfach ein paar Tage vor meinem „richtigen“ Jahresrückblick separat zu posten, um nicht einen gigantischen Monsterpost zu erschaffen. Und los geht’s!

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Weihnachtsbücher 2017

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und in der Bloggerwelt beginnt damit auch langsam die Zeit der langen Jahres- und Dezemberrückblicke, der Januar-Lesepläne und 2018-Vorsätze. Auch ich werde mir diesen Spaß natürlich nicht entgehen lassen – bevor es aber soweit ist, will ich euch erst noch die tollen Bücher zeigen, die ich dieses Jahr zu Weihnachten bekommen habe!

Insgesamt lagen bei mir dieses Jahr sechs Bücher unter dem Baum, über die ich mich alle sehr gefreut habe! Und das hier sind sie:

„4 3 2 1“ von Paul Auster

On March 3, 1947,  Archibald Isaac Ferguson is born. From that single beginning, Ferguson’s life will take four simultaneous and independent paths. As each verison of Ferguson’s story rushes across the fractured terrain of mid-twentieth century America, a boy grows up – again and again and again. Four boys who are the same boy, go on to lead four parallel and entirely different lives.

„4 3 2 1“ ist ein Buch, über das ich schon wahnsinnig viel gehört habe, und von dem ich doch so gar nicht weiß, was mich da wohl erwarten wird. Ich finde die Idee wahnsinnig spannend, das Leben des Protagonisten auf vier verschiedene Weisen zu verfolgen – je nachdem, wie die Umstände und seine eigenen Handlungen und Entscheidungen es beeinflussen. Auf jeden Fall ein Buch, auf das ich mich schon sehr freue!

„Sleeping Giants“ von Sylvain Neuvel

A girl named Rose is riding her new bike near her home in Deadwood, South Dakota, when she falls through the earth. She wakes up at the bottom of a square hole, its walls glowing with intricate carvings. But the firemen who come to save her peer down upon something even stranger: a little girl in the palm of a giant metal hand.
Seventeen years later, the mystery of the bizarre artifact remains unsolved – but some can never stop searching for answers.

Ich habe „Sleeping Giants“ vor einer Weile im Buchladen gesehen und mich sofort in das Cover verliebt, das im Licht wunderschön funkelt. Als ich dann noch einen Blick auf den Klappentext geworfen habe, war ich vollends davon überzeugt, dass es sofort auf meine Wunschliste muss. Etwas Sci-Fi, etwas Mystery, eine Prämisse, die sich wie ein erwachsen gewordenes „Der Gigant aus dem All“ liest – es klingt wirklich, als wäre dieses Buch wie gemacht für mich und ich freue mich schon sehr darauf!

„Assassin’s Quest“ von Robin Hobb

With the king no longer living and his heir, Verity, missing, and declared dead, Prince Regal has treacherously seized the throne. Regal’s torture has left Fitz more dead than alive, and all who once loved him believe him dead. With nothing left to lose, Fitz sets out for Tradeford, where Regal has withdrawn. His quest: to assassinate hte man who has destroyed his word.

„Assassin’s Quest“ ist der dritte Band der Farseer-Trilogie, deren erste zwei Bände ich dieses Jahr schon im Rahmen eines Readalongs gelesen habe. Ich freue mich schon sehr auf den Abschlussband der Reihe und bin gespannt, wie es ausgeht!

„We Are Okay“ von Nina LaCour

Marin hasn’t spoken to anyone from her old life since the day she left everything behind. No one knows the truth about those final weeks. Now, months later, alone in her college’s emptied dorm for winter break, Marin waits. Her best friend Mabel is coming to visit, and Marin will be forced to face everything that’s been left unsaid and finally confront the loneliness that has made a home in her heart.

„We Are Okay“ ist ein Jugendbuch, das mir allein aufgrund seines Klappentexts vermutlich nicht besonders aufgefallen wäre, über das ich aber schon wahnsinnig viel Gutes gehört habe. Außerdem habe ich es auch schon öfter im Rahmen queerer Literatur empfohlen bekommen – ich bin also wirklich schon sehr gespannt, was mich da erwartet!

„The People in the Trees“ von Hanya Yanagihara

In 1950, a young doctor called Norton Perina goes on an expedition to the remote island of Ivu’ivu. They find a group of forest dwellers, who turn out to be fantastically long-lived but progressively more senile. Perina suspects the source of their longevity is a hard-to-find turtle; unable to resist the possibility of eternal life, he kills one and smuggles some meat back to the States. But he soon discovers that its miraculous property comes at a terrible price. As things quickly spiral out of his control, his own demons take hold…

Hanya Yanagiharas „A Little Life“ war wohl mein mit Abstand liebstes Buch dieses Jahr, und ich habe mich unheimlich gefreut, nun auch ihr Debüt unter dem Weihnachtsbaum zu finden. Die Handlung von „The People in the Trees“ klingt zugegebenermaßen ziemlich… verworren und abgedreht und nicht wenige Rezensenten waren von dem Buch so gar nicht begeistert, aber ich habe „A Little Life“ derart geliebt, dass ich mir eigentlich kaum vorstellen kann, Hanya Yanagihara könnte auch ein Buch schreiben, welches mir nicht gefällt. Ich freue mich deshalb schon sehr auf ihren Roman!

„Rebecca“ von Daphne du Maurier

Working as a paid companion to a bitter elderly lady, the life of our heroine is bleak, until she falls in love with Maxim the Winter, a handsome widower whose proposal takes her by surprise. Whisked away to Manderly, his isolated estate, the young bride begins to realise that she barely knows her husband at all. And in every corner of every room is the phantom of his beautiful first wife, Rebecca.

Über „Rebecca“ habe ich schon unheimlich viel Gutes gehört, weshalb das Buch auch schon ewig auf meiner Wunschliste steht. Umso mehr freue ich mich, es nun endlich lesen zu können – zudem die Ausgabe, die ich bekommen habe, wirklich wunderschön ist!

Wie ihr seht wurde ich dieses Jahr wirklich reich beschenkt – neben den Büchern gab es für mich auch noch eine neue Mütze, Handwärmer und ein Paar wirklich, wirklich warme Socken (alles fantastische Geschenke für eine Frostbeule wie mich!), einen wunderschönen Wochenplaner, sowie einen guten neuen Kopfhörer und ein Tischtennisnetz von meinem Freund. Außerdem habe ich dieses Jahr über die Feiertage mein Handy größtenteils ausgeschaltet und mir somir selbst etwas geschenkt, was ich nach den anstrengenden letzten Monaten wirklich nötig hatte: Ruhe.
Trotz aller Vorbehalte, die ich hatte, weil ich einfach nicht so recht in Stimmung kommen wollte, war Weihnachten für mich dieses Jahr also eine wirklich tolle Zeit. Es gab tolles Essen und ich habe die Zeit mit meiner Familie, beziehungsweise mit der Familie meines Freundes unheimlich genossen. Ich bin echt traurig, dass die Feiertage schon wieder vorbei sind, denn eigentlich müsste ich jetzt schon wieder mit Hochdruck an verschiedenem Unikram arbeiten – vielleicht schaffe ich es aber ja doch, mich mit einem meiner neuen Bücher noch ein wenig zu entspannen.

Was habt ihr denn dieses Jahr so zu Weihnachten bekommen, falls ihr es feiert? Kennt ihr eines der Bücher, die ich bekommen habe, bereits? Hattet ihr eine schöne Zeit und konntet ihr über die Feiertage auch ein wenig zur Ruhe kommen?
Ich wünsche denjenigen unter euch, die noch Ferien oder Urlaub haben, auf jeden Fall noch viel Zeit zur Entspannung und hoffe, dass auch alle, für die die Weihnachtszeit eher Stress bedeutet, wieder durchatmen können. Ein frohes neues Jahr gibt es von mir aber noch nicht – denn wie bereits gesagt wird es irgendwann im Laufe der nächsten Woche wohl noch eine ganze Reihe von Posts von mir geben. Bis dann!

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Stephen King Lesemonat 2017 – mein TBR und der Readalong!

Es ist der erste Oktober, und damit auch ganz offiziell der erste Tag des Stephen King Lesemonats 2017! Ich freue mich schon wahnsinnig, mich wieder einmal komplett in der Welt des Horrorkönigs zu vergraben, und noch mehr sogar über jeden, der mich dabei begleitet!
Zuerst einmal will ich euch kurz meinen TBR vorstellen – diese Bücher will ich während des diesjährigen #StephenKingMonth gerne lesen:

Die Arena

An einem schönen Herbsttag wird die Stadt Chester’s Mill plötzlich auf unerklärliche Weise durch ein unsichtbares und undurchdringliches Kraftfeld vom Rest der Welt abgeriegelt – niemand kann raus, niemand kann rein. Es ist allen ein Rätsel, worum es sich bei dieser unsichtbaren Wand handelt, wo sie herkommt und wann – falls überhaupt – sie wieder verschwindet. Je mehr die Vorräte zur Neige gehen, desto stärker tobt der bestialische Kampf ums Überleben in dieser unerwünschten Arena …

Ich habe „Die Arena“ mit 15 oder 16 schon einmal gelesen und als wirklich sehr gut in Erinnerung – ich freue mich also schon sehr auf diesen Reread!

Frühling, Sommer, Herbst und Tod

Freiheitsdrang, Naziterror, die Leiden des Erwachsenwerdens und der unbesiegbare Lebenswille des Menschen sind die Themen der vier Novellen, die in diesem Sammelband vereint werden.

Ich liebe den Film „Stand By Me“ abgöttisch und freue mich schon sehr, endlich den zugehörigen Kurzroman, „Die Leiche“, zu lesen – von den anderen drei Erzählungen in diesem Buch werde ich mich einfach überraschen lassen!

Brennen muss Salem

Der Schriftsteller Ben Mears kehrt nach Jahren in die beschauliche Kleinstadt Salem’s Lot zurück. Er interessiert sich für das Marsten-Haus, von dem eine unheimliche Kraft ausgeht. Bald zeigt sich, wer in Salem’s Lot sein Unwesen treibt: ein Vampir…

Neugierig auf „Brennen muss Salem“ bin ich vor allem, weil ich eine der Figuren daraus, Donald Callahan, bereits in der „Der dunkle Turm“ Reihe kennengelernt habe. Der queere Ex-Pfarrer war mir sofort sympathisch – und auch, wenn er in „Brennen muss Salem“ vermutlich eher eine untergeordnete Rolle spielt und soweit ich weiß auch seine Queerness in diesem Buch so noch nicht existiert, freue ich mich schon sehr, ihn wiederzusehen!

Duma Key, dt.: Wahn

Nach einem schrecklichen Unfall sucht Edgar Freemantle auf einer einsamen Insel Trost in der Malerei. Die Insel aber übt eine dämonische Macht aus, und bald schon entwickeln Edgars Bilder ein tödliches Eigenleben…

„Duma Key“ ist eines der wenigen Stephen King Bücher, von denen ich wirklich noch überhaupt nichts gehört hatte, bis eine Bookstagrammerin, der ich folge, das Buch letztes Jahr gelesen und zu einem ihrer liebsten King Bücher erklärt hat. Meine Neugier war geweckt, das Buch bestellt – jetzt bin ich schon sehr gespannt darauf, was sich in den gut 750 Seiten verbirgt!

Lisey’s Story, dt.: Love

Vor zwei Jahren hat Lisey ihren Mann verloren und sein Nachlass weckt albtraumhafte Erinnerungen und Ahnungen in ihr, die bald grausame Gewissheit werden. Bereits lange vor seinem Tod hat Scott, ein berühmter Romanautor, für sie eine Spur mit Hinweisen ausgelegt, die sie nun immer tiefer in seine von Dämonen bevölkerte Welt führt – ein Ort, an den er ging, um zu schreiben, und der ihn sowohl heilen wie auch das Leben kosten konnte.

„Lisey’s Story“ klingt so ganz anders als das, was ich sonst bisher so von Stephen King gelesen habe, und genau das macht es so interessant. Ich habe gestern Abend schon ein wenig in die Geschichte hineingelesen und bin schon sehr gespannt darauf, wo alles hinführen wird!

Readalong

Dieses Jahr gibt es im Rahmen des #StephenKingMonth außerdem zum ersten Mal einen Readalong – ihr habt darüber abgestimmt, welches Buch wir lesen werden, und gewonnen hat „Brennen muss Salem“! Ich habe so etwas noch nie zuvor gemacht und  weiß deshalb gar nicht so recht, was auf mich zukommen wird, und vor allem, wie viele von denen, die abgestimmt haben, dann auch tatsächlich mitlesen werden. Ich hoffe natürlich, so viele wie möglich dabei begrüßen zu dürfen!

Damit der Readalong – genau wie der restliche Lesemonat – nicht irgendwie stressig wird, will ich keine feste Zeit für das Lesen des Buches ansetzen sondern jedem ermöglichen, es in seinem eigenen Tempo zu lesen. Damit wir aber trotzdem noch irgendwie gemeinsam lesen können wird es an den letzten drei Sonntagen des Oktobers jeweils die Möglichkeit geben, sich über das Buch auszutauschen! Praktischerweise ist dieses auch noch in drei Teile unterteilt, sodass es am 15. um den Prolog so wie den ersten Teil, „Das Marsten-Haus“ geht, am 22. um den zweiten Teil, „Der Eiskrem-Kaiser“, und am 29. um den dritten Teil, „Die verlassene Stadt“, sowie den Epilog. In meiner (relativ umfangreichen, bebilderten) Ausgabe sind das pro Woche zwischen 160 und 230 Seiten. An diesen Zeitplan muss sich aber wie gesagt niemand halten, ihr dürft das Buch gerne so schnell oder so langsam lesen, wie ihr mögt. Natürlich dürft ihr euch außerdem auch an jedem anderen Tag des Oktobers über das Gelesene austauschen, Leseupdates und Meinungen posten – es wäre nur nett, wenn ihr vor den „offiziellen“ Terminen keine Spoiler zu den jeweiligen Teilen posten würdet!

Die Abstimmung selbst war wahnsinnig knapp, weshalb es mir für „ES“ und „Die Arena“ fast ein bisschen Leid tut – ich hoffe, dass niemand zu enttäuscht ist, weil „sein“ Buch nicht gewonnen hat! Wer seinen Favoriten trotzdem gerne mit anderen zusammen lesen würde hat natürlich immer noch die Möglichkeit, sich ein paar Gleichgesinnte zu suchen und genau das zu tun. Am besten postet ihr euer Gesuch einfach unter dem Hashtag #StephenKingMonth, sodass ihr euch gegenseitig finden könnt! Ich zum Beispiel möchte ja wie bereits gesagt „Die Arena“ unbedingt noch einmal lesen – wenn sich mir dabei noch irgendjemand anschließen will wäre ich natürlich auch gerne bereit zu einem buddy read!

Das war’s dann auch schon wieder – der #StephenKingMonth ist damit eröffnet! 📚🎃😄
Wer von euch wird denn diesen Monat dabei sein, und was werdet ihr lesen? Macht ihr beim Readalong mit? Lasst mich das alles gerne in den Kommentaren wissen! 🙂

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Stephen King Lesemonat 2017

Ein neues Jahr, ein neuer Stephen King Lesemonat – auch diesen Oktober wird es natürlich wieder einen #StephenKingMonth geben! Der Lesemonat hat mir die letzten beiden Jahre so viel Spaß gemacht, dass ich einfach nicht mehr darauf verzichten möchte – natürlich freue ich mich deswegen auch wieder über jeden, der mitlesen möchte! 🙂

Für alle, die die letzten zwei Jahre noch nicht dabei waren, ist hier das Ganze nochmal kurz zusammengefasst:

Was ist der Stephen King Lesemonat?

Wie der Name bereits verrät geht es darum, einen Monat lang gemeinsam Bücher von Stephen King zu lesen – und weil es dafür ja wohl keine passendere Zeit als Halloween gibt, habe ich den Oktober gewählt!

Was mus ich tun, um mitzumachen?

Um teilzunehmen musst du einfach nur etwas von Stephen King lesen – und alles, was du dazu eventuell auf sozialen Netzwerken wie Instagram, Twitter oder Tumblr postest, mit #StephenKingMonth taggen, damit wir es alle sehen können! Es muss ich für den Lesemonat niemand irgendwo anmelden oder sonstwie verpflichten – macht einfach mit, gerne auch spontan!

Welche Bücher soll ich lesen?

Welche oder wie viele Stephen King Bücher du im Oktober liest bleibt komplett dir überlassen. Der Stephen King Lesemonat soll vor allem Spaß machen, ganz ohne Bücherlisten und Deadlines, deshalb gibt es hier weder Druck noch Vorgaben. Ob du dich nun den ganzen Monat lang in deine zehn liebsten 1000-Seiten Wälzer vergräbst oder „nur“ eine seiner Kurzgeschichten auf deine Leseliste für den Oktober setzt ist also egal – Hauptsache, es ist etwas von Stephen King dabei!

Ich lese aber gerne ein Buch zusammen mit anderen. Wird es einen Readalong geben?

Ich persönlich fände das absolut fantastisch, weiß aber natürlich nicht, wer von euch überhaupt Lust auf sowas hätte. Ich habe deshalb dieses Mal eine kleine Umfrage erstellt, in der jeder, der gerne gezielt ein Buch gemeinsam lesen will, seine Stimme für seine(n) Favorite(n) abgeben kann – wenn hier genug Leute zusammenkommen können wir sehr gerne ein Buch gemeinsam lesen! Es muss aber natürlich auch niemand, wie alles am Stephen King Lesemonat ist auch das hier komplett optional.
Wenn ihr Interesse an einem solchen Readalong habt, stimmt am besten gleich einfach für alle Bücher ab, die ihr gerne lesen würdet! Bleibt dabei aber bitte fair und stimmt nicht mehrmals für dasselbe Buch ab. Eigene Ideen könnt ihr unter der Schaltfläche „Other“ hinzufügen. Mit einem Klick auf „Results“ findet ihr außerdem nicht nur das bisherige Abstimmungsergebnisse sondern auch alle bereits von anderen hinzugefügten Bücher!

  • Umfrage:

     

    Which book(s) would you like to read during this year’s #StephenKingMonth? Vote for as many as you like and feel free to add your own ideas by clicking „Other“ – the one with the most votes wins! 🙂

    Salem’s Lot
    Under the Dome
    Duma Key
    Lisey’s Story
    Misery
    IT
    The Talisman
    Other
    Please Specify:

    SurveyMaker

Ich würde gerne mitmachen, weiß aber nicht so recht, welches Buch ich lesen soll!

Keine Sorge, auch das ist natürlich kein Problem – letztes Jahr habe ich nämlich genau aus diesem Grund eine Liste mit ein paar Vorschlägen erstellt.
Außerdem habe ich in den letzten Jahren schon einige von Kings Büchern rezensiert – wenn ihr noch mehr Entscheidungshilfe braucht schaut euch also auch gerne hier mal um:

  • Rezensionen:

    ES (Alle 27 Jahre erwacht „ES“ um zu töten und sich an den Kindern der Kleinstadt Derry sattzuessen. Das Buch spielt in zwei verschiedenen Zeiten, in denen die Protagonisten – einmal als Kinder, einmal 27 Jahre später als Erwachsene – versuchen, „ES“ zu töten. Mein absolutes Liebligsbuch von Stephen King, 5/5 Sterne)
    Desperation (Eine uralte böse Macht wird freigesetzt und nimmt Besitz von den Bewohnern einer Kleinstadt. Eine Handvoll durchreisender Touristen versucht, zu überleben, stark religiöse Anklänge, eines meiner liebsten King Bücher, 5/5 Sterne)
    The Stand – Das letzte Gefecht ((Post-)Apokalypse, sehr lang aber – in der ungekürzten Fassung – wirklich sehr lohnend, 5/5 Sterne)
    Das Attentat (Nach einem langen Koma kann ein Mann in die Zukunft sehen, eher Fantasy als Horror, Teil des Castley Rock Zyklus, 5/5 Sterne)
    Das Spiel (Jessies Mann erleidet beim Sex einen Herzinfarkt und stirbt – sie bleibt alleine ans Bett gefesselt zurück und kann sich nicht befreien. TW: Child Abuse, Rape, 5/5 Sterne)

    Feuerkind (Geboren aus einem unmenschlichen Experiment hat die kleine Charlie übernatürliche Kräfte und setzt Dinge in Brand. Ihr Vater versucht, sie vor der skrupellosen Regierung und dem Militär zu beschützen, 4,5/5 Sterne)
    Dolores (Erzählung einer Frau, die unter Mordverdacht steht, kein Horror, 4/5 Sterne)
    Todesmarsch (Dystopie, für eine Fernsehsendung müssen Jugendliche ohne Pause laufen ohne anzuhalten, wer stehen bleibt stirbt, 4/5 Sterne)
    Mr. Mercedes (1. Band der Bill Hodges Reihe, Detektivroman, 4/5 Sterne)

    Stark. The Dark Half (Das Pseudonym eines Schriftstellers erwacht zum Leben, 3,5/5 Sterne)
    Cujo (Ein Hund erkrankt an Tollwut und terrorisiert eine Stadt, Teil des Castle Rock Zyklus, 3,5/5 Sterne)
    Regulator (Companion-Roman zu „Desperation“, eine Kleinstadt wird von der real gewordenen Fantasie eines kleinen Jungen terrorisiert, problematisch aufgrund der Darstellung von Autismus, 3,5/5 Sterne)
    Revival (Ein Prediger versucht einen Weg zu finden, den Tod zu überwinden, 3,5/5 Sterne)
    Finderlohn (2. Band der Bill Hodges Reihe, Detektivroman mit übernatürlichen Elementen, 3/5 Sterne)

    Der Schwarze Turm (Reihe, sehr durchwachsen, je nach Buch zwischen 2/5 und 4/5 Sterne)

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf den Oktober und hoffe, wieder viele von euch begrüßen zu dürfen! Ich hoffe, dieses Jahr nicht nur Bücher zu lesen sondern vielleicht auch ein paar Verfilmungen zu sehen –  „ES“ will ich natürlich am liebsten sofort beim Erscheinen in zwei Wochen sehen, wenn er mir gefällt schaue ich ihn mir im Oktober aber vielleicht einfach nochmal an. Außerdem gibt es auf Netflix eine neue Serie zu Stephen Kings „Der Nebel“, in die ich sehr gerne mal reinschauen möchte. Wenn ihr diesen Oktober auch die ein oder andere Verfilmung von Kings Werken seht, dann scheut euch also nicht, auch diese unter dem Hashtag zu posten! 😀

Gibt es denn schon jemanden, der bereits weiß, dass er mitmachen möchte? Habt ihr euch schon überlegt, was ihr lesen wollt? Wie bereits gesagt freue ich mich natürlich wieder über jeden einzelnen Teilnehmer! Wer noch Fragen oder Anregungen hat darf diese natürlich gerne in den Kommentaren stellen!

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Der dunkle Turm

Roland Deschain ist ein Revolvermann, der letzte seiner Art, in einer Welt, die langsam aber sicher auseinander bricht. Dicht auf den Fersen seines Widersachers, dem Mann in Schwarz, verfolgt er das einzige Ziel, das sein Leben noch hat – die Suche nach dem mysthischen dunklen Turm, der in einem Feld aus Rosen im Zentrum aller Welten stehen und sie alle zusammenhalten soll. Doch der Turm droht zu fallen – und so ist nicht nur Rolands Welt in Gefahr…

Die Bücher

Acht Bände umfasst Stephen Kings „Der dunkle Turm“-Reihe inzwischen, bis auf den letzten – „Wind“, eine zusätzliche Geschichte aus der Vergangenheit Rolands, die etwa 10 Jahre nach dem chronologisch letzten Band veröffentlicht wurde – habe ich innerhalb des letzten Monats alle gelesen, so gerne wollte ich das noch vor dem Erscheinen des Films schaffen, zu dem ich am Ende dieses Posts auch noch ein paar Worte verlieren werde!

Vor allem zu Beginn war „Der dunkle Turm“ stellenweise mehr ein Kampf als ein Vergnügen, aber irgendwie habe ich die Reihe dennoch lieben gelernt. Weil ich bis auf eine kurze Zusammenfassung der ersten drei Bände in meinem letzten Monatsrückblick keinerlei Rezensionen geschrieben habe – ich finde es immer sehr schwierig, einzelne Bände aus längeren Reihen sinnvoll zu rezensieren – will ich jetzt nochmal etwas über mein Leseerlebnis sprechen.

Wenn ich meine Gedanken zu den „Der dunkle Turm“-Büchern in einem Satz zusammenfassen müsste, würde ich wohl sagen, dass sie sehr durchwachsen sind. Man merkt ihnen einfach an, dass sie nicht in einem Rutsch geschrieben worden sind, sondern eben im Laufe von fast 30 Jahren entstanden sind – vor allem bei den ersten drei Bänden hatte ich fast das Gefühl, einen Haufen komplett unzusammenhängender Bücher zu lesen, die nur zufällig dieselben Charaktere haben. Das bedeutet auch, dass wohl jeder Leser in dieser Reihe Bücher finden wird, die ihm zusagen, und welche, die es nicht tun – ich habe schon Rezensionen gelesen, die die Qualität der einzelnen Bände genau umgekehrt bewerten, wie ich es getan habe, es ist also wirklich Geschmackssache.

Die Reihe beginnt zudem sehr langsam – im ersten Band, „Schwarz“ passiert im Grunde nichts, er dient wirklich fast ausschließlich dem Worldbuilding. Band zwei, „Drei“, bringt dann Susannah und Eddie, zwei weitere Protagonisten mit ihren jeweils eigenen Hintergrundgeschichten, ins Spiel, rein im Sinne der Gesamthandlung passiert aber immer noch nicht wirklich was – hier war ich zum ersten Mal kurz davor, die Reihe wirklich abzubrechen. Erst in Band drei, „tot.“ geht es dann wirklich los: die Charaktere bekommen mehr Persönlichkeit, das Ka-Tet – die mysthische Verbindung, die Roland und seine Gefährten eingehen, um zum Turm zu gelangen – wird stärker, die Geschichte kommt endlich in Schwung und wird richtig spannend – nur um dann von Band vier, „Glas“, komplett unterbrochen zu werden, in dem Roland fast 850 Seiten lang eine sterbenslangweilige Geschichte aus seiner Jugend erzählt.  Obwohl „tot.“ so vielversprechend war habe ich auch hier noch einmal ernsthaft überlegt, das Ganze einfach sein zu lassen – zum Glück habe ich das aber nicht getan, denn Band fünf, „Wolfsmond“, ist wohl mein liebstes Buch aus der Reihe. Es ist spannend, atmosphärisch und einfach richtig gut! „Susannah“, der sechste Band, lässt dann wieder etwas nach – er ist zwar nicht schlecht, aber einfach bei weitem nicht so interessant und spannend wie sein Vorgänger. Im siebten Band, „Der Turm“, kehrt die Reihe dann aber mit einem finalen Paukenschlag zurück – ich habe die über 1000 Seiten in kürzester Zeit verschlungen, weil es so wahnsinnig spannend und gut war. Einzig und allein mit dem Ende war ich nicht ganz zufrieden – zwar verstehe ich, was King da gemacht hat, und auch, warum, aber ich war und bin einfach trotzdem nicht gerade begeistert. Das ist aber wahrscheinlich ebenfalls Geschmackssache – mehr will ich auch gar nicht sagen, um hier niemanden zu spoilern.

Es ist seltsam, auf eine Buchreihe zurückzublicken, an der ich während des Lesens so viel auszusetzen hatte, und bei der ich tatsächlich mehrmals ernsthaft überlegt habe, sie abzubrechen, und trotzdem so froh zu sein, das nicht getan zu haben. „Der dunkle Turm“ ist eine Reihe, die man meiner Meinung nach wirklich lesen wollen muss, um dranzubleiben – und lesen sollte man die Bücher zu diesem Zweck dann auch möglichst schnell hintereinander. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich sie niemals beendet hätte, hätte ich zum Beispiel nach „Drei“ oder „Glas“ eine Pause eingelegt. Die Motivation wäre für mich einfach nicht mehr dagewesen. Indem ich aber einen Band nach dem anderen verschlungen habe, habe ich ein wirklich intensives, beeindruckendes Leseerlebnis gehabt – denn wenn man erst einmal wirklich in Rolands Welt drin ist, dann lässt sie einen auch nicht mehr los.

Trotz all ihrer Schwierigkeiten ist „Der dunkle Turm“ eben auch auch eine Reihe, die einen wirklich belohnt, wenn man durchhält – ich verstehe jetzt, warum sie trotz allem so viele Fans hat. Ich glaube außerdem, dass sie beim zweiten Lesen um Längen besser ist als beim ersten, weil das ganze doch sehr schwammige Hin- und Her am Anfang viel mehr Sinn macht, wenn man weiß, worauf es hinausläuft.
Vor allem die Charaktere lernt man im Laufe der Zeit außerdem wirklich lieben. Bei Stephen Kings Büchern sind es eigentlich immer die Figuren, die mich am meisten beeindrucken – zu Beginn von „Der dunkle Turm“ war ich deshalb ziemlich enttäuscht, weil gerade sie mir sehr blass erschienen. Das hat sich aber von Buch um Buch rasant verbessert, sodass ich am Ende wirklich das Gefühl hatte, Teil des Ka-Tets von Roland, Eddie, Susannah, Jake und Oy zu sein – mehr, als mir das je zuvor bei einem anderen Buch passiert ist.

Alles in Allem kann ich sagen, dass ich nicht nur wirklich überrascht darüber bin, dass ich die gesamte Reihe tatsächlich lesen konnte, bevor ich den Film gesehen habe – ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, mehr als die ersten drei oder vier Bände zu schaffen – sondern auch darüber, wie gerne ich sie schlussendlich doch mochte. Zwar ist „Der dunkle Turm“ meiner Meinung nach wirklich nicht Stephen Kings bestes Werk (obwohl er selbst da vehement widersprechen würde) denn dafür war es qualitativ einfach nicht stabil genug, aber rückblickend gesehen bedeutet es mir doch wahnsinnig viel. Ich denke sogar tatsächlich darüber nach, den einzigartigen Mix aus Fantasy, Western und Sci-Fi irgendwann nochmal zu lesen – etwas, dass ich mir zu Beginn dieser „Reise“ absolut nicht hätte vorstellen können.

Der Film

Meine eigentliche Motivation, die „Der dunkle Turm“-Reihe endlich zu lesen, war ja der Film, der diesen Monat in die Kinos kam. Ohne dabei groß zu spoilern möchte ich deshalb gerne auch darüber noch ein paar Worte verlieren!

Dass der Film zwar auf der Reihe basiert, jedoch keine direkte Verfilmung dieser ist, war schon lange vor seinem Erscheinen klar – anders wäre es auch unmöglich gewesen, acht Bücher in nur 90 Minuten zu quetschen. Mit Eddie und Susannah wurden deshalb zwei der Protagonisten gestrichen – drei, wenn man auch Oy mitzählt – die Handlung wurde sehr verkürzt, vereinfacht und zum größten Teil ebenfalls komplett gestrichen, sodass zwar der Ausgangspunkt der gleiche ist, alle restlichen Aspekte der Handlung aber einfach wegfallen.
Das ist gut so, weil sich so eine Geschichte entwickeln lässt, die tatsächlich in nur einen Film passt – auch wenn das Sujet beider Erzählungen deshalb im Grunde komplett verschieden ist. So spielt der Mann in Schwarz in den Büchern nicht mal annähernd eine so wichtige Rolle wie im Film, mit den fehlenden Charakteren geht nicht nur das für das Buch so wichtige Ka-Tet verloren, sondern natürlich auch sämtliche Abenteuer, die die fünf Protagonisten gemeinsam erleben und alle Hindernisse, die sie dabei überwinden müssen. Auch das Ende des Films hat mit dem des Buches nichts zu tun – wer die Bücher nicht gelesen hat, sie aber noch lesen möchte, muss also keine Angst vor schlimmen Spoilern haben. Man sollte sich nur anschließend nicht zu ausgiebig zu den Verknüpfungen zwischen Buch und Film informieren, weil einem das Ende der Reihe dann unter Umständen doch ganz böse gespoilert wird. Der dazu im Film versteckte Hinweis ist aber wirklich so gut versteckt, dass ich ihn, obwohl ich die Bücher gerade erst gelesen habe, selbst überhaupt nicht bemerkt hätte – ihr könnt „Der dunkle Turm“ also ganz unbesorgt anschauen, auch wenn ihr die Reihe eventuell irgendwann noch lesen wollt.

Ich glaube allerdings, dass der Film mehr Spaß macht, wenn man die Bücher kennt. Obwohl alles so drastisch vereinfacht wurde sind 90 Minuten nämlich immer noch fast schmerzhaft wenig, um sowohl die Handlung als auch die gesamte Mythologie und das Worldbuilding, das zum Veständnis dieser benötigt wird, unterzubringen. Deshalb werden wichtige Hintergrundinfos im Grunde immer nur kurz angeschnitten – alles wirkt dadurch ein bisschen abgehakt, zerstückelt und ich glaube stellenweise fast ein bisschen sinnlos.
Wer die Revolvermänner sind und was überhaupt mit ihnen passiert ist wird zum Beispiel nie so richtig gesagt, was es mit dem Turm und den damit verbunden Welten überhaupt auf sich hat auch nicht so wirklich, und auch, was es bedeuten soll, dass Rolands Welt sich „weitergedreht“ hat, und was das für Auswirkungen auf einfach alles hat, wird kaum erwähnt. Klar, dass nichts davon auch nur annähernd so ausführlich behandelt werden kann wie in den Büchern versteht sich von selbst, aber zumindest so viel, dass auch „nur“ Film-Schauer wirklich auf ihre Kosten kommen, hätte es schon sein können – eine halbe Stunde mehr hätte dem Film in dieser Hinsicht echt gut getan.

Somit ergibt sich dann ein spannender, gut gemachter, relativ actionreicher Fantasyfilm, dem aber irgendwie die Substanz fehlt, weil er im Grunde nur mit Andeutungen aufwarten kann und komplett ohne wirkliche Erklärungen funktionieren muss. Trotzdem macht er Spaß und die Besetzung ist wirklich gut gelungen – vor allem Idris Elba ist als Roland grandios, aber auch Matthew McConaughey als der Mann in Schwarz und Tom Taylor als Jake Chambers können wirklich überzeugen. Die Revolvermann-Szenen sind grandios und die Effekte wirklich gelungen. Besonders gut gefallen haben mir außerdem die mehr oder weniger versteckten Anspielungen auf die Reihe – so zum Beispiel die in den Büchern sehr wichtige Zahl 19, die Erwähnung der „Tet-Corporation“ zu Beginn des Films, Jakes Zeichnung eines Rosenfeldes, der verrostete Charlie Tschuff-Tschuff in einem alten Vergnügungspark oder die Erwähnung sprechender Tiere.
Schade ist es aber, dass es bis auf Jakes Mutter, die im Grunde nur am Anfang vorkommt, eigentlich keine weibliche Figur gibt, die irgendwie von Bedeutung ist – ich habe nicht genau darauf geachtet, aber ich befürchte fast, dass der Film auch den Bechdel-Test nicht besteht. Das wäre für einen Film aus dem Jahre 2017 schon irgendwie ein Armutszeugnis – wenn ich „Der dunkle Turm“ irgendwann noch einmal sehe werde ich da auf jeden Fall genauer hinsehen.

Obwohl er bei weitem nicht perfekt und außerdem natürlich ganz anders war als die zugehören Bücher mochte ich den Film also durchaus. Auch auf die Serie, die nächstes Jahr erscheinen wird und in der Roland ebenfalls von Idris Elba verkörpert werden wird, freue ich mich schon sehr!

Hat von euch jemand den Film gesehen, die Bücher gelesen, oder genau wie ich beides getan? Wenn ja, dann schildert mir doch eure Eindrücke in den Kommentaren – ich würde wirklich gerne wissen, wie „Der dunkle Turm“ bei anderen so angekommen ist. Hattet ihr die gleichen Probleme wie ich, fandet ihr die gleichen Sachen gut, oder entsprechen eure Meinungen der meinen so gar nicht? Ich glaube, sowohl bei dem Film als auch bei den Büchern gehen hier die Meinungen auseinander – umso mehr interessieren sie mich natürlich!

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