Rückblick

Mein Lesemonat Juli

Diesen Monat war es – sogar für meine Verhältnisse – ungewöhnlich still hier auf dem Blog. Vor allem liegt das daran, dass ich diesen Monat alle Klausuren für dieses Semester schreiben musste und somit kaum Zeit zum Lesen hatte. (Wenn nichts mehr schief geht übrigens meine letzten Bachelorklausuren! Ich kann es immer noch nicht ganz fassen!) Außerdem habe ich die wenige Zeit, die ich noch zum Lesen hatte, vor allem für die ersten drei Bände von Stephen Kings „Der dunkle Turm“-Reihe genutzt, von der ich gerne noch so viel wie möglich lesen möchte, bevor nächste Woche der Film in die Kinos kommt, von daher hatte ich auch schlicht und ergreifend nicht allzu viel zu sagen oder zu rezensieren. Umso mehr freue ich mich jetzt aber, mal wieder  etwas zu schreiben – die Monatsrückblick-Posts machen mir ohnehin immer am meisten Spaß!
Diese Bücher habe ich im Juli gelesen:

Stephen King – Schwarz
Der dunkle Turm #1
(239 Seiten)

Stephen King – Drei
Der dunkle Turm #2
(461 Seiten)

Stephen King – tot.
Der dunkle Turm #3
(751 Seiten)

Vladimir Nabokov – Verzweiflung
(307 Seiten)

Henning Mankell – Mannen på stranden (Lättlast Ausgabe)
(
74 Seiten)

Mit immerhin fünf Büchern, trotzdem aber nur 1832 gelesen Seiten, war der Juli zumindest was die Quantität betrifft ein eher schwächerer Monat – das ist aber aufgrund der Klausuren wie gesagt nicht weiter verwunderlich und stört mich nicht großartig. Leider konnte der letzte Monat aber auch nicht mit großartigen literarischen Überraschungen oder sogar neuen Lieblingsbüchern aufwarten.
Mein Highlight des Monats war ohne Frage „Verzweiflung“ von Vladimir Nabokov, welches ich – nachdem ich mich durch den für mich etwas schwierigen Anfang gelesen hatte – gerne mochte, allerdings nicht so gerne wie „Lolita“ , das ich im Juni für dasselbe Nabokov-Seminar gelesen habe. Auch sehr gerne mochte ich die Mini-Ausgabe von „Mannen på stranden, die wir im Schwedischunterricht gelesen haben, auch wenn diese wirklich nur die wichtigsten Züge der Geschichte in der einfachsten Sprache zusammenfasst – ich hoffe, bald auch einmal einen richtigen Wallander-Krimi zu lesen und würde mich auch sehr über Empfehlungen in diese Richtung freuen!
Der „Der dunkle Turm“-Reihe stehen viele King-Fans eher zwiespältig gegenüber, und nachdem ich die ersten drei Bände nun gelesen habe weiß ich auch, warum. „Schwarz“ ist sehr atmosphärisch, hat aber kaum Handlung – es liest sich gut als der Worldbuilding-Prolog zu der langen Reihe, der es ist, aber weniger gut als ein tatsächlich eigenständiges Buch. Es lässt sich mit seinem ersten Satz („Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.“) im Grunde schon komplett zusammenfassen. „Drei“ ist schon etwas zielführender und dient vor allem der Charaktereinführung, es ist stellenweise aber auch irgendwie sehr ungelenk, weshalb ich diesen Band bisher am wenigsten mochte. In „tot.“ zeigt Stephen King sich dann endlich wieder als der Autor, der er ist – zwar ist auch dieses Buch bei weitem nicht mein absolutes Lieblingsbuch von ihm, King hat aber scheinbar endlich seine „Stimme“ gefunden. Ich fand es durchgehend spannend, wenn auch stellenweise etwas vorhersehbar, und habe es gerne gelesen.
Alles in Allem erscheint die Reihe mir bisher wahnsinnig zerstückelt – ich habe fast das Gefühl, drei komplett verschiedene Bücher gelesen zu haben, die zufällig die gleichen Charaktere beinhalten. In seinem Vorwort zu „Schwarz“ schreibt King, dass er bereits über 20 Jahre über die Reihe nachgedacht hätte, bevor er begonnen habe, sie zu schreiben, und genau so liest sie sich – mit viel Liebe und Detail erdacht und wunderbar atmosphärisch aber auch so vollgestopft und ausufernd, dass sie eigentlich für jeden verwirrend sein muss, der eben nicht 20 Jahre lang darüber nachgedacht hat. Man hat beim Lesen irgendwie das Gefühl, als wüsste King nicht so ganz, wo er eigentlich mit seiner Geschichte hin will – dabei weiß er das bestimmt ganz genau, nur der Leser eben nicht, und so geht man auf seinen Um- und Abwegen gerne mal verloren. Zumindest bisher ist die Reihe also sicher nicht sein bestes Werk – trotzdem lese ich sie inzwischen ganz gerne.

Meine Lesepläne für den Juli habe ich so gar nicht eingehalten, und auch mit meinen Lesezielen 2017 sieht es eher mau aus – zwar hat die „Der dunkle Turm“-Reihe eine schwarze, behinderte Protagonistin, was ich im Hinblick auf die Diversität, mit der King sonst eher so seine Probleme hat, sehr schön fand, ein_e deutsche_r Autor_in war im Juli aber nicht dabei und auch kein neues Genre. Mit „Anna and the French Kiss“ habe ich zwar ein Buch von meiner Leseliste angefangen, es aber nach nicht einmal 100 Seiten wieder beiseite gelegt, weil es mir einfach zu überladen mit amerikanischen High School Klischees war – vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann nochmal eine Chance, im Moment habe ich aber einfach so gar keine Lust darauf.

Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf den August, in dem ich hoffentlich endlich wieder Zeit und Energie habe, nach Lust und Laune zu lesen. Neben so vielen „Der dunkle Turm“-Büchern, wie ich es noch vor dem 10.08. schaffe – realistisch gesehen wohl maximal ein oder zwei – möchte ich jetzt unbedingt endlich auch „The Hate U Give“ von Angie Thomas und „A Little Life“ von Hanya Yanagihara lesen. Auch die Leonard Cohen Biographie, die ich letzten Winter angefangen habe, möchte ich weiterlesen und außerdem werde ich mich mit „The Assassin’s Apprentice“ im Rahmen des #PlentyOfHobb-Readalongs erstmals an ein Buch von Robin Hobb wagen – es stehen also jede Menge guter Bücher auf dem Programm.
Wie war euer Lesemonat Juli so? Habt ihr irgendwelche tollen neuen Bücher entdeckt, die ich mir unbedingt ansehen sollte? Kennt ihr eines der Bücher, die ich gelesen habe oder im August lesen möchte? Was werdet ihr diesen Monat so lesen? Lasst mir wie immer gerne einen Kommentar da – ich freue mich!

Rückblick

Mein Lesemonat Juni

Trotz Uni-Stress und vor allem der Abgabe meiner Bachelorarbeit (endlich!) letzten Dienstag war mein Lesemonat Juni gar nicht so übel. Obwohl ich kaum Zeit zum Lesen hatte habe ich vier Bücher beendet – ich glaube, die Leseflaute, die mich fast die ganze die erste Hälfte des Jahres begleitet hat, klingt endlich ab, und ich könnte nicht glücklicher darüber sein!
Das hier sind die Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe:

Vladimir Nabokov – Lolita
(446 Seiten)

Walter Moers – Rumo & Die Wunder im Dunkeln
(693 Seiten)

Kate Morton – Das geheime Spiel
(688 Seiten)

Anne Freytag – Den Mund voll ungesagter Dinge
(399 Seiten)

Insgesamt macht das 2226 Seiten, wobei ich von „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ schon knapp 200 Seiten gelesen hatte, als ich es diesen Monat wieder angefangen habe. Trotzdem ganz ordentlich!

Mein Highlight diesen Monat war „Lolita“ von Vladimir Nabokov, welches ich vor etwas über fünf Jahren schon einmal und jetzt für die Uni nochmal gelesen habe. Nabokov hat eine wirklich wunderschöne Sprache und eine absolut einzigartige Art, zu Erzählen, sodass einen das Buch trotz seiner wirklich schwierigen Thematik einfach nicht mehr loslässt.
Auch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag hat mir überraschend gut gefallen – ich hatte zuvor ein paar Rezensionen gelesen, nach denen ich ein wirklich extrem problematisches Buch erwartet hätte und wurde dann doch sehr positiv überrascht. Obwohl auch ich an der ein- oder anderen Stelle etwas auszusetzen hatte mochte ich die einfühlsame Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen wirklich gerne!
Obwohl „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ und ich einen etwas schwierigen Start hatten – ich hatte es tatsächlich bereits letzten Dezember angefangen und dann nicht mehr weitergelesen – habe ich mich, sobald der etwas zähe Anfang überwunden war, mal wieder in Walter Moers‘ Welt verliebt. Seine einzigartigen Charaktere, sein Wortwitz und die fantasievollen Abenteuer, die er beschreibt, sind schlicht und ergreifend fantastisch – und die liebevollen Illustrationen setzen dem dann noch die Krone auf. Ich habe mich von Rumo & Co. auf jeden Fall ganz wunderbar unterhalten gefühlt!
Zu guter Letzt wäre da noch Kate Mortons „Das geheime Spiel“ , das mich – obwohl ich dramatische historical fiction eigentlich wirklich nie lese – ebenfalls sehr gut unterhalten hat! Vor allem die Charaktere sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Das Genre ist trotzdem einfach nicht so ganz meins gewesen, ob ich noch mehr von ihr lesen werde weiß ich also noch nicht – es hat mir aber dennoch wirklich viel Spaß gemacht!

Auch mit meinen Jahresvorsätzen ist es diesen Monat wieder ganz gut gelaufen – mit Walter Moers und Anne Freytag waren zwei deutschsprachige Autoren dabei, „Den Mund voll ungesagter Dinge“ hatte eine queere Protagonistin und „Das geheime Spiel“ war nicht nur ein historischer Roman – ich habe also tatsächlich mal ein neues Genre ausprobiert! – sondern auch endlich mal wieder ein Buch von der Jahresliste mit 10 Büchern, die ich 2017 unbedingt lesen wollte.

Wie war euer Lesemonat Juni denn so? Was war euer Highlight? Habt ihr eines der Bücher, die ich gelesen habe, vielleicht auch schon gelesen haben? Lasst es mich wie immer in den Kommentaren wissen, oder lasst mir gerne auch einfach einen Link zu eurem eigenen Monatsrückblick da, wenn ihr einen geschrieben habt – ich freue mich immer sehr darüber!

Rückblick

Mein Lesemonat Mai

 

Hallo, ihr Lieben! Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich aufgrund meiner Bachelorarbeit im Mai wieder nur minimalst zum Lesen kommen würde, aber da habe ich mich offensichtlich getäuscht – eigentlich sollte ich inzwischen ja auch wissen, dass ich immer dann am meisten lese, wenn ich eigentlich am wenigsten Zeit dazu habe. Nun gut, ich beschwere mich nicht – zumindest noch nicht, Ende des Monats wenn ich die Bachelorarbeit dann abgeben muss vielleicht schon – und bin einfach froh, diesen Monat mal wieder überdurchschnittlich viel gelesen zu haben. Ganze acht Bücher sind es geworden, so viel habe ich dieses Jahr in noch keinem Monat gelesen!
Und diese hier waren es:

Peter Darling – Austin Chant
(164 Seiten)

Star Wars Nachspiel: Lebensschuld – Chuck Wendig
Star Wars Nachspiel #2
(572 Seiten)

Wonder – R.J. Palacio
(315 Seiten)

Days of Blood and Starlight – Laini Taylor
Daughter of Smoke and Bone #2
(517 Seiten)

The Book of Strange New Things – Michel Faber
(585 Seiten)

Two Boys Kissing – David Levithan
(285 Seiten)

Kafka am Strand – Haruki Murakami
(637 Seiten)

Franny and Zooey – J.D. Salinger
(202 Seiten)

Insgesamt macht das 3277 Seiten – deutlich mehr als ich bisher pro Monat gelesen habe. Noch mehr als darüber freue ich mich aber, dass wirklich jedes Buch, das ich diesen Monat gelesen habe, mir gefallen hat – tatsächlich habe ich diesen Monat kein Buch mit weniger als 4 Sternen bewertet!

Deswegen ist es auch wirklich schwer, mich auf nur einen Favoriten festzulegen. Ganz knapp vor den anderen Büchern gewinnt dieses Rennen wohl „Peter Darling“ von Austin Chant, eine Peter Pan Geschichte mit einem trans Protagonisten und einer Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, die mich nicht nur aufgrund ihrer Diversität sondern auch wegen ihres wunderschönen, atmosphärischen Schreibstils begeistert hat. Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass dieses nur etwa 160 Seiten lange Buch mich derart begeistern würde – definitiv ein neuer Liebling!
Den zweiten Platz meiner Highligt-Liste diesen Monat teilen sich „Franny und Zooey“ von J.D. Salinger und „The Book of Strange New Things“ von Michel Faber. Ersteres ist ein ebenfalls recht kurzes Büchlein, das ich erst vor zwei Tagen beendet habe, und das mir wirklich Spaß gemacht hat. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Tiefe und Charakter es entwickelt, obwohl es eigentlich nicht besonders viel Handlung aufweisen kann – wirklich ganz große Klasse! Zweiteres ist eines der Bücher, die ich dieses Jahr zum Geburtstag bekommen habe, und auf das ich schon länger ein Auge hatte – es hat mich definitiv nicht enttäuscht! „The Book of Strange New Things“ ist ein wunderschön geschriebener, eher ruhiger, dafür aber sehr atmosphärischer Roman, wie ich ihn zuvor noch nie gelesen habe. Es ist ein Buch, das man unmöglich in nur ein paar Sätzen zusammenfassen kann – man muss es einfach gelesen haben, um zu verstehen, warum es so besonders ist.
Auch wirklich, wirklich gut gefallen hat mir diesen Monat „Kafka am Strand“ von Haruki Murakami, ein Buch, das ich erst diesen Monat gekauft und sofort gelesen habe. Es war mein zweiter Roman von Murakami, und obwohl es ganz anders war als „Naokos Lächeln“ , welches ich zu Beginn des Jahres gelesen habe, hat es mich doch auf die gleiche Weise verzaubert und gefangen genommen. Ich bin wirklich froh, mich endlich an Murakamis Werke herangetraut zu haben – er ist ein Meister seines Fachs!
Auch „Wonder“ von R.J. Palacio war ein wirklich besonderes Buch – in jedem anderen Monat, in dem ich nicht so viel gelesen habe, hätte es vermutlich spielend die Favoriten-Position einnehmen können. Ich habe die Geschichte des kleinen August, der das Treacher-Collins-Syndrom hat, wirklich unheimlich gerne gelesen – sie spricht so viele ernste, wichtige, erschreckende Themen an und verliert dabei doch nie ihren Humor. Vor allem August mit seiner einzigartigen Erzählstimme habe ich als Protagonisten sehr geschätzt!
Two Boys Kissing“ habe ich diesen Monat mit dem Zwitscherbooks-Buchclub gelesen. Das Buch hat nicht nur Spaß gemacht und sich sehr schnell lesen lassen, vor allem seine starke Botschaft und die einzigartige, wirklich sehr interessante Erzählweise haben mir unheimlich gut gefallen.
Zu guter Letzt habe ich diesen Monat auch noch zwei Reihen weitergelesen – mit „Days of Blood and Starlight“ habe ich den zweiten Band der „Daughter of Smoke and Bone“-Trilogie von Laini Taylor beendet, deren ersten Band ich im März verschlungen habe. Seit langem ist diese mal wieder eine ganz klassische YA-Trilogie, die mir wirklich, wirklich Spaß macht, und ich hoffe, auch Band drei bald lesen zu können! Auch „Star Wars Nachspiel: Lebensschuld“ von Chuck Wendig hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich aufgrund der langen Pause zwischen Band eins und Band zwei ein bisschen gebraucht habe, um mich wieder in die Geschichte einzufinden. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band, der im August diesen Jahres erscheinen wird!

Was meine Lesevorsätze angeht, so habe ich diese auch im Mai nicht so ganz erfüllt. Obwohl ich so viele Bücher gelesen habe war kein einziges von einem_r deutschen Autor_in dabei, dafür aber mit „Peter Darling“, „Two Boys Kissing“ und „Star Wars Nachspiel: Lebensschuld“ gleich drei Bücher mit queeren Protagonisten.
Mit der SuB-Verkleinerung und dem Ausprobieren neuer Genres hat es diesen Monat aber wieder nicht so gut geklappt und auch von meiner Leseliste war kein Buch dabei – ich muss aber auch ehrlich sagen, dass ich mich in dieser Hinsicht momentan absolut nicht stressen will. Zwar sind meine Leseziele für mich ohnehin nie eine Pflicht, und ich fühle mich davon grundsätzlich nicht unter Druck gesetzt – ganz im Gegenteil freue mich immer sehr, meinen Lesehorizont auf diese Weise erweitern zu können, sonst würde ich mir diese Ziele gar nicht erst setzen – aber da die Uni mich momentan wirklich sehr in Beschlag nimmt habe ich zur Zeit einfach keine Energie oder Lust mehr übrig, mich aktiv darum zu kümmern. Das ist aber wie gesagt total okay so – das Lesen soll schließlich vor allem Spaß machen, und spätestens im Herbst sollte das dann auch wieder besser laufen.

Puh – ich habe diesen Monat so viel gelesen, dass dieser Monatsrückblick schon wieder viel zu lang geworden ist. Ich hoffe, ihr verzeiht es mir! Was habt ihr diesen Monat denn so gelesen? Herrscht bei euch gerade eher Flaute oder habt ihr auch einen überraschend guten Lesemonat hinter euch? Habt ihr eines der Bücher, die ich gelesen habe, auch schon gelesen, oder diesen Monat vielleicht selbst ein großartiges neues Buch entdeckt?
Lasst es mich wie immer gerne in den Kommentaren wissen – ich freue mich!

Rückblick

Mein Lesemonat April

Hallo, ihr Lieben! Diesen April habe ich eine Hausarbeit fertig geschrieben, mein achtes – und vorraussichtlich letztes! – Bachelorsemester begonnen und außerdem Geburtstag gehabt. Es war also ein ziemlich ereignisreicher Monat für mich, weshalb ich auch kaum zum Lesen gekommen bin – sechs Bücher hatte ich mir vorgenommen, drei sind es dann schlussendlich geworden.
Und diese hier waren es:

Das dunkle Herz des Waldes – Naomi Novik
571 Seiten

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten – Becky Chambers
544 Seiten

Skargat: Der Pfad des schwarzen Lichtes – Daniel Illger
(Skargat #1)
568 Seiten

Insgesamt sind das 1683 Seiten – wie in den bisherigen Monaten dieses Jahres auch deutlich weniger als ich noch letztes Jahr im Durchschnitt pro Monat gelesen habe. Ich schiebe das mal auf die Uni, denn da ich dieses Semester einen wirklich ziemlich vollen Stundenplan habe und noch dazu mein Bachelorarbeit auf dem Plan steht wird mein Lesepensum sich auch die nächsten Monate höchstwahrscheinlich nicht gerade erhöhen.

Mein Lieblingsbuch diesen Monat war ohne Zweifel „Das dunkle Herz des Waldes“ von Naomi Novik. Ich hatte gar keine allzu großen Erwartungen an das Jugendbuch, war dann aber total begeistert von den Charakteren, dem Worldbuilding und schlicht und ergreifend dem einzigartigen Charme dieses märchenhaften Romans. Definitiv ein Buch, das ich irgendwann noch einmal lesen werde!
Die anderen beiden Bücher die ich diesen Monat gelesen habe waren beide keine Enttäuschungen, komplett vom Hocker gerissen haben sie mich aber leider auch nicht. Becky Chambers „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ war eine leichte, schnelle Space-Opera mit wahnsinnig liebenswerten Charakteren, die mir zwar viel Spaß gemacht hat, mich schlussendlich aber einfach nicht so wirklich packen konnte. Vor allem lag das wohl an der teilweise etwas unzusammenhängenden, teilweise aber auch etwas nichtssagenden Handlung, bei der mir irgendwie der rote Faden gefehlt hat. Sehr schön fand ich dafür aber, wie vielfältig das Buch ist – so gibt es zum Beispiel eine queere Protagonistin, eine Romanze zwischen zwei Frauen, einen ganzen Haufen nicht-binärer Geschlechersysteme sowie geschlechtsneutrale Pronomen, und eine deutliche Ableismuskritik.
Bei „Skargat: Der Pfad des schwarzen Lichtes“ von Daniel Illger mochte ich vor allem den Schreibstil und den Protagonisten, Mykar, sehr gerne. Es hat mir außerdem sehr gut gefallen, wie mysteriös das Buch war – genau das war aber auch manchmal das Problem. Ich hatte doch das ein oder andere Mal das Gefühl, dass das Buch einfach nicht wirklich auf den Punkt kommt, beziehungsweise vielleicht gar nicht so genau weiß, wo es eigentlich hinwill. Trotzdem hat es mir viel Spaß gemacht und ich hoffe, den zweiten Band auch bald lesen zu können!

Obwohl ich diesen Monat nur so wenig gelesen habe habe ich doch einige meiner Lesevorsätze für dieses Jahr erreicht – mit „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ hatte ich wie gesagt ein Buch mit einer queeren Protagonistin dabei, und mit „Skargat: Der Pfad des schwarzen Lichtes“ ein Buch eines deutschen Autors.
Mit den neuen Buchformen und Genres hat es dafür wieder nicht so gut geklappt – ich glaube, diesen Punkt werde ich einfach bis nach Abschluss meiner Prüfungen dieses Semester verschieben müssen, wenn ich wieder genug Zeit und Energie habe, um über sowas wirklich nachzudenken – und mein SuB hat sich dank meines Geburtstags wohl eher vergrößert als abgebaut. Ich habe wirklich eine ganze Menge toller Bücher gekriegt, die ich euch hoffentlich bald noch einmal genauer zeigen werde!
Auch von meiner Leseliste habe ich diesen Monat kein Buch gelesen, obwohl ich mir zu diesem Zweck eigentlich „Wonder“ von R.J. Palacio vorgenommen hatte. Mir hat dann aber einfach die Zeit gefehlt – vielleicht schaffe ich es ja im Mai, denn ich bin wirklich schon sehr gespannt auf das Buch! Außerdem will ich nächsten Monat noch Chuck Wendigs „Star Wars Nachspiel – Lebensschuld“ fertig lesen, welches ich schon begonnen habe, und hoffentlich auch „Days of Blood and Starlight“ von Laini Taylor, welches ich mir eigentlich auch schon für diesen Monat vorgenommen hatte.

Wie war euer Lesemonat April denn so? Habt ihr eher viel oder auch eher wenig gelesen? War ein neues Lieblingsbuch dabei, oder habt ihr vielleicht sogar eines von den Büchern gelesen, die ich auch gelesen habe? Was habt ihr euch für den Mai so vorgenommen? Lasst mir wie immer gerne einen Kommentar da – ich freue mich!

Rückblick

Mein Lesemonat März

Hallöchen, ihr alle! Der März war ein sehr schöner Monat für mich, wenn auch einer, in dem ich nur selten zum Lesen gekommen bin, weil ich gefühlt permanent mit meinem Freund in der Weltgeschichte rumgereist bin – eine knappe Woche waren wir in Prag, dann ein Wochenende in Leipzig auf der Buchmesse, und außerdem auch noch ein Wochenende zu Besuch bei seiner Schwester – und wenn ich dann doch mal zuhause war musste ich an meiner Hausarbeit schreiben.
Deshalb habe ich diesen Monat auch nicht besonders viele Bücher gelesen – gefallen haben sie mir aber alle! Diese vier waren es:

Warm Bodies – Isaac Marion
Warm Bodies #1
(239 Seiten)

Kindred – Octavia E. Butler
(295 Seiten)

Daugher of Smoke and Bone – Laini Taylor
Daughter of Smoke and Bone #1
(418 Seiten)

The Final Empire – Brandon Sanderson
Mistborn #1
(643 Seiten)

Insgesamt waren es diesen Monat also 1595 Seiten. Ich scheine – zumindest bisher – dieses Jahr generell weniger zu lesen als letztes und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Solange die Bücher mir gefallen stört mich das eigentlich nicht, aber wenn das so weitergeht werde ich wohl mein Leseziel auf Goodreads verringern müssen. Naja, mal sehen, wie sich das noch entwickelt!

Mein Favorit diesen Monat war wohl „Daugher of Smoke and Bone“ von Laini Taylor, welches mich trotz anfänglicher Schwierigkeiten schlussendlich mit seinem Schreibstil und vor allem seiner außergewöhnlichen Welt wirklich begeistern konnte, sodass ich mir auch gleich den zweiten Band der Reihe bestellt habe.
Auch wirklich gut gefallen hat mir „Warm Bodies“ von Isaac Marion – ein Buch, das ich wohl nie gelesen hätte, hätte meine Hausarbeit nicht mit Zombies zu tun, weswegen ich das Buch in der Hoffnung, es irgendwie verwenden zu können, mehr oder weniger spontan bei ReBuy mitbestellt habe. Ich habe absolut nicht damit gerechnet, auf einen so witzigen und gleichzeitig so emotionalen Roman zu stoßen, der mich mit seiner Vielschichtigkeit wirklich begeistert hat!
Octavia E. Butlers „Kindred“ war das diesmonatige Buch des Zwitscherbooks Buchclubs, welches ich – obwohl es stellenweise ein wirklich heftiges Buch war – gerne zusammen mit dem Buchclub gelesen habe. Je länger ich darüber nachdenke, desto besser und wichtiger erscheint „Kindred“ mir, sodas ich mir sicher bin, es noch lange im Gedächtnis zu behalten!
Zu guter Letzt habe ich auch noch „The Final Empire“ gelesen, den ersten Band von Brandon Sandersons „Mistborn“-Reihe. Trotz einiger Längen hat das Buch mir wirklich gut gefallen, vor allem aufgrund seiner interessanten Welt und den gut ausgearbeiteten Charakteren, sodass es sicher nicht das letzte Sanderson Buch war, das ich gelesen habe!

Mit meinen Lesevorsätzen für 2017 hat es im März nicht ganz so gut geklappt, ich muss aber zugeben, dass mir das schon zu Beginn des Monats klar war, sodass ich es jetzt auch nicht weiter schlimm finde. Mit „Kindred“ von Octavia E. Butler hatte ich zumindest sowohl eine schwarze Protagonistin als auch eine schwarze Autorin dabei, dafür aber keine deutschen Autor_inn_en oder neue Genres oder Buchformen.
In dieser Hinsicht will ich mich aber wirklich überhaupt nicht stressen – das Jahr ist ja noch lang und spätestens wenn ich im nächsten Semester meine Bacherlorarbeit abgegeben habe werde ich wahrscheinlich auch wieder Zeit haben, gezielter zu lesen.

Wie war euer Lesemonat März denn so? Wart ihr auch auf der Leipziger Buchmesse? Was habt ihr so gelesen? Irgendein neuer Liebling, den ich mir unbedingt einmal genauer anschauen sollte? Habt ihr eines der Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe, vielleicht auch schon gelesen? Was habt ihr so für Lesepläne für den nächsten Monat?
Lasst mir gerne einfach einen Kommentar da, wenn ihr mögt!

Ältere Beiträge laden