Rückblick

Mein Lesemonat März

Hallöchen, ihr alle! Der März war ein sehr schöner Monat für mich, wenn auch einer, in dem ich nur selten zum Lesen gekommen bin, weil ich gefühlt permanent mit meinem Freund in der Weltgeschichte rumgereist bin – eine knappe Woche waren wir in Prag, dann ein Wochenende in Leipzig auf der Buchmesse, und außerdem auch noch ein Wochenende zu Besuch bei seiner Schwester – und wenn ich dann doch mal zuhause war musste ich an meiner Hausarbeit schreiben.
Deshalb habe ich diesen Monat auch nicht besonders viele Bücher gelesen – gefallen haben sie mir aber alle! Diese vier waren es:

Warm Bodies – Isaac Marion
Warm Bodies #1
(239 Seiten)

Kindred – Octavia E. Butler
(295 Seiten)

Daugher of Smoke and Bone – Laini Taylor
Daughter of Smoke and Bone #1
(418 Seiten)

The Final Empire – Brandon Sanderson
Mistborn #1
(643 Seiten)

Insgesamt waren es diesen Monat also 1595 Seiten. Ich scheine – zumindest bisher – dieses Jahr generell weniger zu lesen als letztes und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Solange die Bücher mir gefallen stört mich das eigentlich nicht, aber wenn das so weitergeht werde ich wohl mein Leseziel auf Goodreads verringern müssen. Naja, mal sehen, wie sich das noch entwickelt!

Mein Favorit diesen Monat war wohl „Daugher of Smoke and Bone“ von Laini Taylor, welches mich trotz anfänglicher Schwierigkeiten schlussendlich mit seinem Schreibstil und vor allem seiner außergewöhnlichen Welt wirklich begeistern konnte, sodass ich mir auch gleich den zweiten Band der Reihe bestellt habe.
Auch wirklich gut gefallen hat mir „Warm Bodies“ von Isaac Marion – ein Buch, das ich wohl nie gelesen hätte, hätte meine Hausarbeit nicht mit Zombies zu tun, weswegen ich das Buch in der Hoffnung, es irgendwie verwenden zu können, mehr oder weniger spontan bei ReBuy mitbestellt habe. Ich habe absolut nicht damit gerechnet, auf einen so witzigen und gleichzeitig so emotionalen Roman zu stoßen, der mich mit seiner Vielschichtigkeit wirklich begeistert hat!
Octavia E. Butlers „Kindred“ war das diesmonatige Buch des Zwitscherbooks Buchclubs, welches ich – obwohl es stellenweise ein wirklich heftiges Buch war – gerne zusammen mit dem Buchclub gelesen habe. Je länger ich darüber nachdenke, desto besser und wichtiger erscheint „Kindred“ mir, sodas ich mir sicher bin, es noch lange im Gedächtnis zu behalten!
Zu guter Letzt habe ich auch noch „The Final Empire“ gelesen, den ersten Band von Brandon Sandersons „Mistborn“-Reihe. Trotz einiger Längen hat das Buch mir wirklich gut gefallen, vor allem aufgrund seiner interessanten Welt und den gut ausgearbeiteten Charakteren, sodass es sicher nicht das letzte Sanderson Buch war, das ich gelesen habe!

Mit meinen Lesevorsätzen für 2017 hat es im März nicht ganz so gut geklappt, ich muss aber zugeben, dass mir das schon zu Beginn des Monats klar war, sodass ich es jetzt auch nicht weiter schlimm finde. Mit „Kindred“ von Octavia E. Butler hatte ich zumindest sowohl eine schwarze Protagonistin als auch eine schwarze Autorin dabei, dafür aber keine deutschen Autor_inn_en oder neue Genres oder Buchformen.
In dieser Hinsicht will ich mich aber wirklich überhaupt nicht stressen – das Jahr ist ja noch lang und spätestens wenn ich im nächsten Semester meine Bacherlorarbeit abgegeben habe werde ich wahrscheinlich auch wieder Zeit haben, gezielter zu lesen.

Wie war euer Lesemonat März denn so? Wart ihr auch auf der Leipziger Buchmesse? Was habt ihr so gelesen? Irgendein neuer Liebling, den ich mir unbedingt einmal genauer anschauen sollte? Habt ihr eines der Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe, vielleicht auch schon gelesen? Was habt ihr so für Lesepläne für den nächsten Monat?
Lasst mir gerne einfach einen Kommentar da, wenn ihr mögt!

Rückblick

Mein Lesemonat Februar

Weil dieses Semester alle meine Klausuren in den ersten zwei Februarwochen lagen, war der Monat um ehrlich zu sein ziemlich stressig für mich. Ich habe es in dieser ersten Februarhälfte auch tatsächlich nicht geschafft, auch nur ein einziges Buch zu lesen – umso überraschter bin ich deshalb natürlich, dass ich in den letzten beiden Wochen des Monats dann doch noch auf sechs Bücher gebracht habe.
Und das hier sind sie:

Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe – Benjamin Alire Sáenz
(359 Seiten)

Die Wand – Marlen Haushofer
(276 Seiten)

Love Letters to the Dead – Ava Dellaira
(407 Seiten)

World War Z: Operation Zombie – Max Brooks
(444 Seiten)

Der Schneesturm – Vladimir Sorokin
(207 Seiten)

Feed: Viruszone – Mira Grant
Newsflesh #1
(506 Seiten)

Insgesamt sind das 2199 Seiten, mehr als doppelt so viel wie noch im letzten Monat. Mal sehen, ob dieses Lesepensum sich hält – ich bezweifle das eher, schließlich muss ich im März auch noch eine Hausarbeit schreiben und ab April dürfte dann auch meine Bachelorarbeit anstehen, so wirklich Pause und Zeit, einfach nur für mich zu Lesen, habe ich also wohl erst im Sommer wieder.

Mein absolutes Lieblingsbuch diesen Monat war „Die Wand“ von Marlen Haushofer, ein Buch, über das ich schon sehr viel Gutes gehört hatte, und das ich wirklich wahnsinnig gerne gelesen habe. Mit seiner ruhigen, aber doch atmosphärischen und mitreißenden Art konnte es mich absolut begeistert!
Auch sehr gerne gelesen habe ich diesen Monat „Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe“ von Benjamin Alire Sáenz, zusammen mit dem Zwitscherbooks-Buchclub auf Twitter. Zwar habe ich erst ein wenig gebraucht, um mich an den knappen Erzählstil zu gewöhnen, und die ein- oder andere Sache ist mir ein wenig zu kurz gekommen, aber insgesamt konnte das Buch mich mit seiner einfühlsamen Art und vor allem den wichtigen Themen, die es anspricht, doch für sich gewinnen!
Auch Ava Dellairas „Love Letters to the Dead“ mochte ich, obwohl ich das Ende insgesamt nicht ganz so gelungen fand und mir auch hier beim Lesen ein, zwei Kleinigkeiten aufgefallen sind, die mir nicht so gut gefallen haben, sehr gerne. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen an das Buch, war dafür dann aber umso überraschter davon, wie tiefschürfend und emotional es war – Laurels Geschichte ist mir wirklich nahegegangen und so konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
Außerdem haben diesen Monat für mich vor allem die drei Zombie-Bücher ausgemacht, die ich in Vorbereitung auf meine Hausarbeit gelesen habe.
Das erste davon war „World War Z: Operation Zombie“ von Max Brooks, welches vor allem durch seine Vielstimmigkeit auffällt – das Buch hat keinen wirklichen Protagonisten, der einem klaren Handlungsstrang folgt, sondern dutzende einzelne Figuren, die jeweils eine Situation aus ihrem Leben während oder nach der Zombie-Apokalypse schildern. Das hat es zwar manchmal schwierig gemacht, dem Buch zu folgen, und vor allem in der ersten Hälfte wurde so kaum Spannung aufgebaut, insgesamt war es aber sehr interessant und wirklich speziell, sodass mir das Buch bestimmt noch eine Weile in Erinnerung bleiben wird.
Der Schneesturm“ von Vladimir Sorokin ist eigentlich gar kein Zombie-Buch im klassischen Sinne, und ich weiß nicht, ob ich es für meine Hausarbeit überhaupt werde verwenden können, aber trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen! Ziemlich absurd und sehr symbollastig führt Sorokin einen auf 200 Seiten durch einen grausamen Schneesturm in einem stellenweise fast märchenhaft anmutenden, winterlichen Russland, und obwohl ich bestimmt nicht jede Anspielung verstanden habe, so ist mir beim Lesen doch nie langweilig geworden. „Der Schneesturm“ wird also bestimmt nicht mein letztes Buch von Sorokin sein!
Feed: Viruszone“ , das erste Buch aus Mira Grants „Newsflash“-Trilogie war wohl das schwächste Buch, das ich diesen Monat gelesen habe, aber trotzdem hat es mir auch irgendwie Spaß gemacht. Zwar konnte ich die Protagonistin – die ich am Anfang noch wirklich gerne mochte – mit ihrem einfältigen, egozentrischen Gerede zum Schluss hin einfach nicht mehr hören, und auch die pseudo-intellektuellen Blogposts, die an jedes Kapitel angehängt waren, haben mich auf Dauer ziemlich gelangweilt, dafür war das Buch aber sehr locker und relativ angenehm geschrieben und – obwohl es sich manchmal sehr gezogen hat – stellenweise auch ziemlich spannend.

Alles in Allem bin ich mit meinem Lesemonat sehr zufrieden. Mit meinen Lesevorsätzen für dieses Jahr hat es im Februar eher so mittelmäßig geklappt – mit „Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe“ habe ich ein Buch mit einem queeren Latinx Protagonisten gelesen, und mit Marlen Haushofer eine deutschsprachige Autorin untergebracht, ein neues Genre oder eine neue Buchform war für mich aber nicht dabei. Dazu werde ich wahrscheinlich auch im nächsten Monat – der Hausarbeit sei Dank – nicht wirklich kommen. Aber das Jahr ist ja noch lang.

Wie war euer Lesemonat Februar denn so? Habt ihr eher viel oder eher wenig gelesen? War irgendein neuer Liebling dabei, den ich mir unbedingt auf die Leseliste schreiben sollte? Oder vielleicht sogar ein Buch, das ich diesen Monat auch gelesen habe?
Habt ihr denn schon Lesepläne für den nächsten Monat? Und – ganz wichtig – werdet ihr im März ebenfalls auf der Leipziger Buchmesse sein? Ich bin nämlich vorraussichtlich wieder mit am Start und würde mich natürlich sehr freuen, dort vielleicht das ein- oder andere bekannte Gesicht zu sehen.
Lasst mir wie immer gerne einen Kommentar da, wenn ihr mögt!

Rückblick

Mein Lesemonat Januar

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Ich muss zugeben, dass der Januar mir irgendwo zwischen Unistress, Prüfungsstress, Lernstress und noch mehr Unistress ein wenig verloren gegangen ist – irgendwie hatte ich immer irgendetwas zu tun und bin zu nichts so wirklich gekommen. Das merkt man an meinem Blog – eigentlich hatte ich mir nämlich für das neue Jahr eine ganze Menge cooler, neuer Ideen ausgedacht, um nicht ständig nur Rezensionen und Monatsrückblicke zu schreiben, was aber diesen Monat komplett untergegangen ist – aber auch schon an den Büchern, die ich gelesen habe selbst, denn auch in dieser Hinsicht habe ich im Januar leider nicht so viel geschafft, wie ich wollte – klägliche drei Stück sind es geworden. Die mochte ich dafür aber zumindest auch alle sehr gerne!
Und um diese Bücher geht es:

Der Report der Magd – Margaret Atwood
(398 Seiten)

Love in the Time of Global Warming – Francesca Lia Block
(230 Seiten)

Naokos Lächeln – Haruki Murakami
(416 Seiten)

Insgesamt sind das 1044 Seiten, was sogar etwas mehr ist, als ich erwartet hätte. Ich hoffe trotzdem, dass das kein Omen für den Rest des Jahres ist – 2016 habe ich ja mit fast 4500 Seiten begonnen, und auch der Rest des Jahres ist dann lesetechnisch sehr erfolgreich geworden.
Mein Highlight diesen Monat war ohne Zweifel „Naokos Lächeln“ von Haruki Murakami. Es war mein erstes Buch von Murakami, aber mit Sicherheit nicht mein letztes – denn „Naokos Lächeln“ hat mich mit seiner grandiosen, atmosphärischen Erzählweise komplett mitgerissen. Es war so ruhig und gleichzeitig so spannend – einfach ein einzigartiges Buch, dem ich mich absolut nicht mehr enziehen konnte.
Auch die anderen beiden Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe, mochte ich aber wie gesagt sehr gerne. „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood stand schon seit Ewigkeiten auf meiner Leseliste, und ich habe mich sehr gefreut, es zusammen mit dem Zwitscherbooks-Buchclub zu lesen. Der Roman ist nicht nur spannend und gut geschrieben sondern geht auch wirklich unter die Haut und spricht dabei zahllose wichtige, gesellschaftliche Themen an – ohne Zweifel mehr als nur lesenswert. Auch von Margaret Atwood will ich in Zukunft gerne noch mehr lesen!
Auch „Love in the Time of Global Warming“ von Francesca Lia Block hat mich trotz seiner Kürze begeistert. Mit seinem wunderschönen, poetischen Schreibstil, der leichten, fast fließenden, an die Odyssee angelehnten Geschichte, den liebenswerten Charakteren und natürlich der vielen Queerness ist es ein ganz besonderes Buch, das ich gerne irgendwann noch einmal lesen möchte!
Enttäuschungen gab es diesen Monat glücklicherweise keine – nur meine Lesevorsätze konnte ich nicht alle einhalten. Mit „Love in the Time of Global Warming“ hatte ich zwar ein Buch mit einer queeren Protagonistin und mit „Naokos Lächeln“ eines mit einem – natürlich – asiatischen Protagonisten, aber einen deutschen Autor habe ich diesen Monat leider nicht untergebracht. Auch ein neues Genre oder eine neue Buchform habe ich diesen Monat nicht ausprobiert, aber dafür habe ich ja auch noch Zeit – nach den Klausuren dann vielleicht.

Das war er dann auch schon wieder, mein – diesmal etwas kürzerer – Monatsrückblick für den Januar. Ich hoffe, ihr seid gerade alle etwas weniger gestresst als ich und kommt deshalb vielleicht auch etwas häufiger zum Lesen.
Habt ihr im neuen Jahr denn schon einen Schatz entdeckt, den ich unbedingt auf meine Wunschliste setzen oder auf meinem SuB nach oben schieben sollte? Oder habt ihr vielleicht ganz im Gegenteil ein Buch gelesen, das euch maßlos enttäuscht hat, und von dem ich lieber Abstand nehmen sollte? Habt ihr eines der Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe, vielleicht auch schon gelesen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Rückblick

Mein Lesejahr 2016

Ich weiß, dass das vermutlich gerade jeder sagt, aber ich kann es wirklich kaum glauben, dass 2016 schon wieder vorbei sein soll – es kommt mir vor, als hätte ich meinen letzten Jahresrückblick gerade erst geschrieben, und jetzt soll schon wieder ein ganzes Jahr vergangen sein?
Nun ja, gelesen habe ich dafür zumindest genug – 76 Bücher mit insgesamt 36,364 Seiten, also etwa 7,500 Seiten mehr als letztes Jahr, und da war ich eigentlich schon total überrascht, wie viel ich doch in einem Jahr gelesen hatte. Darunter waren 11 Rereads und 2 Mangas. Außerdem habe ich noch eine Kurzgeschichte gelesen und ein Buch abgebrochen, welche ich aber beide bei meinem Endergebnis nicht mitgezählt habe.
Nur 26 dieser Bücher habe ich auf englisch gelesen, die restlichen 50 auf deutsch – daran ist vor allem das Bloggerportal und diverse Buchflohmärkte und kostenlose Bücherschränke Schuld, wenn ich mir selbst ein neues Buch kaufe, dann greife ich nämlich nur sehr, sehr selten zur deutschen Ausgabe. Mein längstes Buch war „Das letzte Gefecht“ von Stephen King mit stolzen 1712 Seiten, mein kürzestes – von der Kurzgeschichte mal abgesehen – „Der Kirschgarten“ von Tschechov mit nur 90 Seiten.

Ich stelle euch jetzt erst einmal ein paar der Bücher vor, die für mich dieses Jahr besonders herausgestochen sind – meine 10 Lieblingsbücher dieses Jahr, 5 Bücher die mich eher enttäuscht haben, und dann noch jeweils 5 Bücher aus den Kategorien „Fantasy“, „Sci-Fi/Dystopie“, „Klassiker“ und „Zeitgenössische/Historische Romane“ – und sage dann später noch ein bisschen was zu meinem Jahr im Allgemeinen. Wie immer werde ich wahrscheinlich wieder viel zu viel plappern – ich bin euch also absolut nicht böse, wenn ihr die Kategorien überspringt, die euch nicht so sehr interessieren und einfach nur das lest, was ihr tatsächlich lesen wollt!

Meine Highilights des Jahres

Bei so vielen Büchern ist es wirklich schwer, sich für „nur“ zehn Favoriten zu entscheiden, aber das hier waren die Bücher, die mir 2016 am besten gefallen, am meisten bedeutet und mich am tiefsten beeindruckt haben.

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Früchte des Zorns“ von John Steinbeck ist das Lieblingsbuch meiner Mutter, und seit Ewigkeit hat sie mich schon beredet, es doch auch einmal zu lesen. Dieses Jahr habe ich es getan und ich kann nur eines sagen: wow! Es ist ein unheimlich starkes, tiefgehendes, tolles Buch, das zu Lesen mir nicht nur Spaß gemacht sondern mich auch unheimlich mitgenommen hat. Ich verstehe absolut, warum meine Mutter es so liebt, denn es ist definitiv auch ein neues Lieblingsbuch für mich.
Das Lied des Achill“ war ein ziemlicher Spontankauf dieses Jahr – ich hatte schon viel Gutes darüber gehört und dann zufällig erfahren, dass die deutsche Hardcoverausgabe für nur 5€ zu haben. Und schwupps war es gekauft, gelesen und geliebt! Ich habe die Geschichte rund um Achilles und Patroklus verschlungen, und vor allem der poetische Schreibstil hat mich total begeistert. Es ist ein Buch, das sich ganz sanft und leise in mein Herz geschmuggelt hat, und eines meiner absoluten Highlights dieses Jahr!
Die „Die Maschinen“ -Reihe von Ann Leckie war dieses Jahr ganz klar mein Highlight in Sachen Sci-Fi. Zu Beginn des ersten Bandes war ich mir noch nicht ganz sicher, ob die Reihe mich wirklich begeistern würde, aber das hat sie – voll von spannenden politischen Intrigen, einem futuristischen und doch fast antik anmutenden Gesellschaftssystem ganz wunderbaren, liebenswerten Charakteren, und einem ganz neuen Ansatz an das Thema „Geschlecht“ ist es wirklich eine ganz fantastische Trilogie. Es ist außerdem komplett im generischen Femininum geschrieben, was zu Beginn etwas befremdlich, dann aber einfach nur wahnsinnig interessant ist.
Ein weiteres Highlight dieses Jahr war für mich „Die Gestirne“ von Eleanor Catton. Mit seinen über 1000 Seiten hat das Buch mich so eingeschüchtert, dass ich mich ewig nicht rangetraut habe – und dann habe ich den ganzen Wälzer in nur etwas mehr als einer Woche verschlungen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Mit seiner wahnsinnig vielschichtigen Geschichte, den vielen Charakteren und dem tollen Schreibstil war „Die Gestirne“ packend und tiefgehend zugleich – ein Buch, dass ich so schnell nicht vergessen werde!
Über Anthony Doerrs „Alles Licht, das wir nicht sehen“ hatte ich schon sehr viel Gutes gehört, war mir aber trotzdem nicht sicher, ob das Buch mir auch gefallen würde, denn eigentlich lese ich so gut wie nie Bücher, die während des zweiten Weltkriegs spielen. Hier hat es sich aber definitiv gelohnt, meine gewohnte Bücher-Umgebung mal zu verlassen, denn „Alles Licht, das wir nicht sehen“ ist ein wirklich grandioses Buch, das sich nicht nur mit seiner wunderschönen, gefühlvollen Erzählweise, sondern auch mit seinen zwei wahnsinnig lebensechten und liebenswerten Protagonisten einen Platz in meinem Herzen – und in meinen Jahreshighlights – verdient hat.
Genau wie „Früchte des Zorns“ ist auch „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel ist eindeutig ein neues Lieblingsbuch für mich. Ich hatte das Buch mehr oder weniger zufällig vor ein paar Jahren bei reBuy mitbestellt, im Grunde nur, weil es so billig war. Seitdem stand „Die Mitte der Welt“ bei mir im Regal und hat Staub angesetzt, bis ich es mir dieses Jahr im Rahmen meines Umzugs wieder in die Hände gefallen ist und ich beschlossen habe, es endlich doch einmal zu lesen. Ich hatte also wirklich keine allzu hohen Erwartungen daran und war dann umso begeisterter, als ich tatsächlich von der ersten Seite an gefesselt war. „Die Mitte der Welt“ wartet mit einem wundervollen Schreibstil, einer atmosphärischen, mysteriösen Geschichte, die sich immer irgendwo zwischen Realität und Fantasie bewegt, und ein paar wirklich liebenswerten, interessanten Charakteren auf. Schon lange habe ich kein Buch mehr so schnell durchgelesen!
Zwei Frauen“ von Diana Beate Hellmann war ein weiterer Zufallsfund – letztes Jahr um Silvester herum wusste ich nicht so wirklich, was ich gerne lesen wollte, und habe dann einfach dieses Buch aus dem Regal meiner Mutter gezogen. Schon sehr früh war mir klar, dass das erste Buch, das ich 2016 lesen würde auch gleichzeitig eins meiner Highlights sein würde, so gut hat mir die einfühlsame und doch sehr starke und rauhe Erzählung über zwei krebskranke Frauen – die davon mal abgesehen aber unterschiedlicher nicht sein könnten – gefallen.
Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde war ebenfalls eines der ersten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, und gleichzeitig auch eines meiner liebsten – ich war von Anfang an begeistert von dem Stil, den Charakteren, der Geschichte, einfach dem ganzen Buch. Es ist wirklich schade, dass Oscar Wilde nur diesen einen Roman geschrieben hat – ansonsten hätte ich mir alle weiteren von ihm schon längst gekauft und sie wohl innerhalb kürzester Zeit verschlungen!
Effi Briest“ von Theodor Fontane stand schon seit Jahren auf meiner Leseliste – seit der Schulzeit nämlich, in der scheinbar jeder Mensch dieses Buch gelesen hat, nur meine Klasse eben nicht. Ich hatte immer das Gefühl, dadurch etwas verpasst zu haben, gleichzeitig aber auch immer ein wenig Angst vor dem Buch, da die meisten Menschen die es in der Schule gelesen haben es scheinbar wahnsinnig langweilig fanden. Dieses Jahr habe ich mich dann endlich herangewagt – und ich bin wirklich froh darüber, denn ich habe es geliebt. Gelangweilt habe ich mich zu keiner Sekunde, im Gegenteil, ich bin ganz und gar in der Geschichte und vor allem in Effi als Protagonistin aufgegangen – ein wirklich tolles Buch!
Mein letztes – aber deswegen nicht weniger wichtiges – Lieblingsbuch aus diesem Jahr ist „Die Farbe Lila“ von Alice Walker. Ich hatte vor Jahren, als ich im Grunde noch viel zu jung war, um ihn wirklich zu verstehen, einmal den Film gesehen und wollte das Buch eigentlich schon lange mal lesen. Ich glaube, es war aber gut, zu warten, bis ich tatsächlich alt genug war, um Celies Geschichte in allen Aspekten zu begreifen, denn es ist so ein großes, wichtiges Buch, dass es schade wäre, das nicht zu tun. Es ist beinahe unheimlich, wie intensiv, aufrüttelnd, kraftvoll und vielschichtig ein Buch mit nicht einmal 300 Seiten sein kann. „Die Farbe Lila“ hat mich auf jeden Fall nicht nur begeistert sondern auch nachhaltig beeindruckt, und ich bin sehr froh, es gelesen zu haben!

Meine Enttäuschungen des Jahres

Wie immer gibt es aber natürlich nicht nur Bücher, die mich begeistert haben, sondern leider auch solche, bei denen das nicht der Fall war – nicht jedes der Bücher auf dieser Liste ist abgrundtief schlecht, aber von allen fünf hatte ich mir einfach mehr erwartet oder erhofft.

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Die Akimuden“ von Viktor Jerofejew war das letzte Buch, welches ich dieses Jahr gelesen habe, und es tut mir wirklich leid, dass ich 2016 mit einem Buch abgeschlossen habe, das mir so gar nicht gefallen wollte – wäre es nicht eine Pflichtlektüre für die Uni gewesen hätte ich es auf keinen Fall fertig gelesen. „Die Akimuden“ war nicht nur verwirrend und – meiner Meinung nach – einfach unoriginell, es war auch voll von Sexismus, Homophobie, Rassismus und Ableismus, alles Sachen, die ich in meinen Büchern echt nicht brauche.
Eine weitere Enttäuschung war „Ice Massacre“ von Tiana Warner, ein Buch, auf das ich mich eigentlich richtig gefreut hatte, denn es hört sich wirklich interessant an: Meerjungfrauen terrorisieren eine kleine Insel, verführen und töten alle Männer, die ausgesandt werden, um sie zu vertreiben. Als Lösung schickt die Regierung der Insel diesmal Frauen aus, die gegen die Reize der Meerjungfrauen immun sind – doch nicht Meela, die sich in eine von ihnen verliebt. Es hätte wirklich viel Potenzial gehabt, war aber einfach so unterirdisch schlecht geschrieben und aufgebaut, dass ich wirklich kaum Spaß daran hatte. Die Figuren waren alle wahnsinnig flach und auch die queere Romanze, die im Klappentext versprochen wird, kommt gar nicht wirklich vor, sondern wird eigentlich nur am Ende kurz angedeutet. Ein echter Reinfall!
Auch „Rivers of London“ konnte – obwohl es kein grottenschlechtes Buch war – meine Erwartungen einfach nicht erfüllen. Ich mochte den Schreibstil, die Welt und viele der Nebencharaktere wirklich gerne und hätte die Reihe – trotz der etwas verwirrenden, stellenweise auch schwachen Geschichte – auf jeden Fall weitergelesen, wäre da nicht der Protagonist Peter gewesen, der mit seinem konstanten sexistischen Macho-Gehabe alles zunichte gemacht hätte. Wirklich schade – auch hier wurde viel Potenzial verschenkt!
Mit „Orlando“ von Virginia Woolf konnte ich ebenfalls nicht richtig warm werden. Es war mein zweites Buch von Woolf und ich bin inzwischen zu dem Schluss gekommen, dass mir ihre Art zu schreiben vielleicht einfach nicht liegt, denn auch „Mrs. Dalloway“ hat mir damals nicht wirklich viel gegeben. Zwar habe ich aus „Orlando“ durchaus ein, zwei Dinge mitgenommen und würde es generell nicht als schlechtes Buch bezeichnen, aber ingesamt hat es mich doch einfach eher kalt gelassen.
Meine größte Enttäuschung dieses Jahr war wohl „Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson, das einzige Buch, welches ich dieses Jahr abgebrochen habe. Schon seit Jahren steht es auf meiner Wunschliste und ich habe mich irre gefreut, als ich es vor ein paar Monaten in einem kostenlosen Bücherschrank entdeckt habe – leider währte diese Freude nicht besonders lang. Der Humor von „Der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand“ war leider so überhaupt nicht meins, sodass mir das Buch nur selten mehr als ein müdes Lächeln entlocken konnte, und auch mit den Figuren konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden. Die Geschichte hat mich sowieso nicht interessiert, sodass ich das Buch irgendwann schlichtweg wieder beiseite gelegt habe.

Fantasy Bücher

Fantasy zählt noch immer zu meinen absolut liebsten Genres, weswegen ich dieses Jahr auch eine ganze Menge daraus gelesen habe – 19 Stück nach meiner Zählung. Das waren meine liebsten dieses Jahr:

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Carry On“ von Rainbow Rowell war eines der ersten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, und ich habe mich sofort in die süße kleine Harry Potter Hommage verliebt. Sowohl die Liebesgeschichte als auch die Magie, die Rowell sich ausgedacht hat, mochte ich total gerne und so hat das Buch mir einfach wirklich nur Spaß gemacht!
Außerdem wirklich, wirklich großartig fand ich dieses Jahr „Der begrabene Riese“ von Kazuo Ishiguro, ein Buch, das es nur knapp nicht in meine Jahreshighlights geschafft hat. Die ruhige und doch eindringliche Erzählweise, die neblige, mystische Atmosphäre, das alles hat mich wirklich begeistert – ich will auf jeden Fall in Zukunft noch mehr von Ishiguro lesen und kann das Buch nur weiterempfehlen!
Auch wirklich viel Spaß gemacht hat mir mein Reread von Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ . Ich habe den Film als Kind abgöttisch geliebt und auch das Buch vor langer, langer Zeit einmal gelesen, konnte mich aber nicht mehr wirklich daran erinnern, sodass ich es schon lange noch einmal lesen wollte. Was soll ich sagen? Es hat sich wirklich gelohnt – die Welt von Phantasien ist wundervoll, und das Buch ist zu Recht ein deutscher Kinderbuchklassiker!
Wirklich gerne gelesen habe ich 2016 außerdem die ersten zwei Bände der „Nightrunner„-Trilogie, „Luck in the Shadows“ und „Stalking Darkness“ von Lynn Flewelling. Nicht nur die Charaktere sind wirklich fantastisch, die Romanze, die sich zwischen den beiden Protagonisten Alec und Seregil entwickelt, toll, sondern auch das World-Building und die Geschichte haben mir wirklich gut gefallen. Ich kann es gar nicht erwarten, die Reihe endlich weiterzulesen, sie bedeutet mir wirklich viel.
Zu guter Letzt wäre da dann noch „The Last Unicorn“ von Peter S. Beagle, ein Buch, welches ich mit 13 oder 14 Jahren mal angefangen und nie fertig gelesen hatte, bis ich es dieses Jahr doch endlich noch einmal angepackt habe. „The Last Unicorn“ ist ein wunderschönes, märchenhaftes Fantasybuch, das tatsächlich noch schöner ist, als der Film – und den mag ich schon sehr gerne. Ein wirklich einzigartiges Erlebnis, voll von Magie, aber auch einer Prise Selbstironie, die das Ganze zu einem wirklich tollen Buch macht!

Dystopien, Sci-Fi und Postapokalyptisches

Eigentlich sind Dystopien und Sci-Fi ja nicht das gleiche, aber ich habe der Einfachheit – und Kürze! – halber einfach mal alles zusammengefasst, was entweder futuristisch ist oder irgendwas mit Weltraum zu tun hat. Insgesamt komme ich in dieser Misch-Masch-Kategorie dann auf 24 Bücher. Meine Favoriten dabei waren diese hier:

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Die „Die Maschinen“ -Reihe von Ann Leckie hat es ja sogar unter meine liebsten zehn Bücher des Jahres geschafft – wie gesagt also definitv mein liebstes Science-Fiction Buch dieses Jahr!
Sehr gerne mochte ich dieses Jahr außerdem „Red Rising“ von Pierce Brown, ein Buch, an das ich eigentlich gar keine so hohen Erwartungen hatte, das mir dann aber wirklich richtig Spaß gemacht hat. Ich habe die nächsten Bände der Trilogie noch nicht gelesen, will das aber auf jeden Fall bald tun, denn die Welt hat mir richtig gut gefallen und auch die Geschichte fand ich – obwohl es für ein dystopisches Jugendbuch jetzt nichts wahnsinnig neues ist – sehr spannend erzählt und aufbereitet. Definitiv eine meiner Überraschungen dieses Jahr!
Auch „Die 5. Welle“ von Rick Yancey war für mich eine solche wirklich positive Überraschung. Ich hatte zuvor ein paar eher gemischte Meinung zu dem Buch gehört und bin mit der Erwartung rangegangen, dass es ein ganz nettes aber nicht unbedingt außergewöhnliches Jugendbuch sein würde – und dann habe ich es gelesen und geliebt. Ich mochte die Protagonistin sehr gerne, die Geschichte selbst sowieso – ich habe dieses Jahr ein richtiges Faible für postapokalyptische Romane entwickelt – und fand das ganze Buch einfach wahnsinnig spannend und unterhaltsam geschrieben. Band 2 steht schon bei mir im Regal und ich hoffe wirklich, bald dazu zu kommen, ihn zu lesen!
Das Highlight meines diesjährigen Stephen King Lesemonats war ebenfalls ein postapokalyptisches Buch – „Das letzte Gefecht“ war mit seinen über 1700 Seiten ein wirklich dicker Schinken, hat sich aber auch wirklich gelohnt – ich bin total froh, es dieses Jahr noch einmal in der ungekürzten Fassung gelesen zu haben, denn damit gewinnt das Buch noch einmal wirklich an Tiefe. Wie es bei Stephen King oft ist, so waren es auch hier vor allem die Figuren, die das Buch so toll und einzigartig gemacht haben.
Auch die „Der Übergang„-Reihe von Justin Cronin, der ich fast meinen gesamten November gewidmet habe, hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die düstere Atmosphäre und die episch lange Zeitspanne, über die die Geschichte sich erstreckt, haben es mir wirklich angetan. Außerdem wurde ich noch während ich die Bücher gelesen habe vom Goldmann-Verlag auf eine Lesung des dritten Bandes, „Die Spiegelstadt“, eingeladen, was mich nicht nur sehr gefreut hat sondern mir auch noch einen viel tieferen Einblick in die Gedankenwelt des Autors und somit auch die seiner Bücher ermöglicht hat. Die Reihe war also insgesamt wirklich ein Erlebnis!

Klassiker

Einer meiner Vorsätze für’s neue Jahr war es ja, mehr Klassiker zu lesen – jeden Monat einen. Das hat zwar nicht ganz geklappt, aber doch beinahe, und so habe ich mit immerhin 11 Klassikern – wobei ich hier auch moderne Klassiker mitzähle – etwas mehr als doppelt so viele gelesen wie noch im letzten Jahr. Und diese waren dabei meine liebsten:

Eigentlich „nur“ ein Reread aber trotzdem eines meiner Highlights dieses Jahr war „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë. Es ist nach wie vor eines meiner Lieblingsbücher, und es hat mir wirklich Spaß gemacht, diesen atmosphärischen, sehr feministischen Klassiker noch einmal neu zu erkunden – und dabei auch viele Dinge zu entdecken, die mir beim ersten Lesen entgangen sind.
Sowohl „Effi Briest“ von Theodor Fontane und „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde gehören zu meinen Lieblingsbüchern des Jahres – ich werde meine Lobeshymne deswegen hier nicht noch einmal hinschreiben, obwohl es sich wirklich lohnen würde, denn es sind tolle Bücher!
Auch für die beiden modernen Klassiker auf meiner Liste, „Früchte des Zorns“ von John Steinbeck und „Die Farbe Lila“ von Alice Walker trifft das zu. Bei letzterem bin ich mir aufgrund des relativ aktuellen Erscheinungsdatums immer noch nicht ganz sicher, ob ich es tatsächlich als Klassiker zählen soll oder nicht, aber schlussendlich ist es definitiv bedeutend genug. Es sind auf jeden Fall zwei fantastische Bücher, die ich wirklich nur weiterempfehlen kann!

Zeitgenössische und historische Romane

Aus Ermangelung eines besseren Namens zähle ich in die Kategorie „zeitgenössische Romane“ einfach alle Romane, die ungefähr in unserer Gegenwart spielen – und weil ich so gut wie nie historische Romane lese und eine eigene Kategorie sich deshalb kaum lohnen würde zähle ich diese einfach auch hier dazu. 16 Bücher habe hier insgesamt gelesen und meine liebsten waren:
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Wie oben bereits erwähnt habe ich „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel, „Zwei Frauen“ von Diana Beate Hellmann, „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr und „Das Lied des Achill“ von Madeline Miller dieses Jahr mehr als nur geliebt – wobei ich mir bei letzterem nicht ganz sicher bin, ob es in der Kategorie „historischer Roman“ tatsächlich richtig ist, oder ob ich es lieber zu „Fantasy“ zählen sollte, denn schließlich geht es ja um die Sagengestallt Achilles. Goodreads ordnet es bei beidem ein – und so wichtig ist das ja auch eigentlich gar nicht, was wirklich zählt ist, dass das Buch mir wahnsinnig gut gefallen hat.
Auch „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson, welches mein Monatshighlight im Dezember war, hat mir unheimlich gut gefallen. Ohne kitschig oder übertrieben zu wirken erzählt das Buch sehr einfühlsam und kraftvoll die Geschichte der Zwillinge Noah und Jude, die beide auf ihre eigene Art und Weise unglücklich und mit ihrer Situation überfordert sind. Es ist ein Buch, das sich nicht so einfach in ein paar Sätzen zusammenfassen lässt, weil es einfach immer so viel mehr ist. Ein ganz besonderes Jugendbuch!
Vielleicht sollte es mir außerdem zu denken geben, dass meine Lieblingsbücher dieses Jahr fast nur aus den letzten beiden Kategorien zu stammen scheinen – es waren auf jeden Fall alles wirklich fantastische Bücher!

Was mein Jahr ausgezeichnet hat

Puh – 2016 war ein wahnsinnig kurzes und doch wahnsinnig langes und vielerlei Hinsicht anstrengendes Jahr. Von Donald Trump über den Tod von Leonard Cohen, Davied Bowie, Alan Rickman, Carrie Fisher und so vielen anderen berühmten Persönlichkeiten dieses Jahr ist wirklich viel schlimmes passiert und auch privat ging bei mir vieles drunter und drüber, vor allem in Form einer phänomenalen Sinnkrise was mein Studium angeht.
Dafür strahlt das Positive, das ich dieses Jahr erlebt habe dem umso heller entgegen – im Juni bin ich (nach zwei Jahren Suchen und Warten!) endlich mit meinem Freund zusammen in unsere erste eigene Wohnung gezogen und sie ist wunderbar und perfekt. Die Leipziger Buchmesse war dieses Jahr wieder fantastisch, unser Camping-Urlaub auf Rügen war wunderschön und genau das, was ich in dieser Zeit gebraucht habe. Ich habe dieses Jahr viel über mich selbst gelernt und verstanden und habe wirklich das Gefühl, daran gewachsen zu sein. Das absolute Highlight dieses Jahres war aber die Geburt der wunderschönen kleinen Tochter meiner besten Freundin – die kleine Maus ist wirklich ein Stern am Himmel dieses sonst so düsteren Jahres.

Buchtechnisch besonders im Gedächtnis geblieben sind mir dieses Jahr vor allem die Bücher, die ich mit dem Zwitscherbooks-Buchclub gelesen habe – „Orlando“ von Virginia Woolf, „Die Farbe Lila“ von Alice Walker, „Die Maschinen“ von Ann Leckie, „The Art of Being Normal“ von Lisa Williamson, „The Last Unicorn“ von Peter S. Beagle und „Rivers of London“ von Ben Aaronovitch. Ich habe lange überlegt, ob ein Buchclub wirklich das Richtige für mich ist – so strukturiert, in festgelegten Zeitfenstern zu lesen ist eigentlich so gar nicht meins und bei Diskussionen traue ich mich oft eh nicht, meine Meinung zu sagen – aber es war wirklich eine meiner besten Entscheidungen überhaupt, bei Zwitscherbooks mitzulesen. Nicht nur, dass ich das Lesen auf eine völlig neue Art kennengelernt habe, durch die Diskussionen mit anderen die Bücher, die wir gelesen haben, noch einmal viel, viel tiefer erfasst habe, sondern vor allem auch die Tatsache, dass ich auf diese Weise immer wieder neue, diverse Buchvorschläge erhalte, ist wundervoll.
Ich kann wirklich nur jedem, der gerne mal im Buchclub lesen will oder generell Interesse and queerfeministischen Büchern hat, nur raten, mal bei Zwitscherbooks vorbeizuschauen – es gibt hier keinen Zwang, niemand muss Angst haben, rausgeworfen zu werden wenn er nicht jeden Monat mitliest oder nicht zu jeder Diskussion erscheint, man kann es also wirklich einfach mal ausprobieren. Mir hat es auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und ich hoffe, auch im nächsten Jahr noch viel mit dem Buchclub zusammen zu lesen!

Überhaupt mein Leseverhalten stark geprägt haben 2016 natürlich die Vorsätze, die ich mir zu Beginn des Jahres gemacht hatte. Da wäre zum einen mein bereits erwähntes Ziel, jeden Monat einen Klassiker zu lesen. Außerdem wollte ich noch jeden Monat ein Buch lesen, dessen Protagonist_in queer und/oder ein_e PoC ist, um etwas wegzukommen von dem nicht besonders vielfältigen Mainstream der Bücherwelt. Ein deutschsprachiger Autor sollte auch jeden Monat dabei sein, denn mir ist aufgefallen, wie wenig ich mich eigentlich in der deutschsprachigen Buchwelt auskenne, was ich wirklich sehr schade fand. Außerdem wollte ich noch jeden Monat ein Buch rereaden, damit ich auch ohne schlechtes Gewissen mal wieder in meine liebsten Welten eintauchen konnte.
Diese Vorsätze haben zwar nicht alle hundertprozentig, aber dennoch ganz gut funktioniert! Wie bereits gesagt waren dieses Jahr für mich 11 Klassiker und 11 Rereads dabei. Außerdem 9 Bücher von deutschsprachigen Autoren, 16 Bücher mit queeren Protagonist_inn_en und 10 Bücher mit nicht weißen Protagonist_inn_en, wobei diese beiden Kategorien sich teilweise überschneiden.
Meinen SuB konnte ich – obwohl ich meine eigenen Erwartungen bezüglich meines Lesepensums mal wieder stark übertroffen habe – wenn überhaupt nur sehr gering senken. Zumindest hat er sich aber auch nicht erhöht, und das ist ja schonmal was. Außerdem habe ich meinen Umzug genutzt, um alle meine Bücher mal zu zählen und zu katalogisieren, deswegen habe ich zum ersten Mal seit Jahren wieder einen Überblick darüber, welche Bücher ich überhaupt noch lesen muss – vielleicht klappt der SuB-Abbau als nächstes Jahr etwas besser. Angefangene Reihen habe ich – trotz meines Vorsatzes – ebenfalls kaum beendet und von den Büchern, die ich mir für dieses Jahr fest vorgenommen hatte habe ich auch nur die Hälfte gelesen – die restlichen sieben Stück verschiebe ich dann wohl oder übel auf 2017.
So bewusst zu lesen hat mir wirklich viel Spaß gemacht, und einen Teil dieser Vorsätze möchte ich nächstes Jahr auf jeden Fall weiterführen – dazu komme ich dann aber bald noch einmal in einem separaten Post, denn dieser hier ist wirklich schon lang genug.

Alles in Allem war 2016 aber ein wirklich gutes Lesejahr für mich. Ich habe viele tolle Bücher gelesen, habe mich auch mal an etwas neues herangewagt und bewusst versucht, etwas vielfältiger zu lesen – was gar nicht so schwer ist, wie ich gedacht hatte, wenn man nur mal damit anfängt. Überraschenderweise gab es dieses Jahr wieder eine ganze Reihe von Jugendbüchern, die ich wirklich gerne gelesen habe – letztes Jahr noch hatte ich das Gefühl, dass diese mir langsam aber sicher überhaupt nichts mehr geben. Das finde ich sehr interessant und bin schon sehr gespannt, wo ich mich in dieser Hinsischt nächstes Jahr wiederfinden werde.

Wie war eure Lesejahr 2016 denn so? Was waren eure liebsten und eure absolut un-liebsten Bücher dieses Jahr? Was sollte ich unbedingt auf meine Leseliste setzen? Lasst mir doch einen Kommentar oder einen Link zu euren eigenen Blogposts da, wenn ihr mögt – ich würde mich auf jeden Fall wahnsinnig freuen!

Rückblick

Mein Lesemonat Dezember

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Und schon ist der Dezember wieder vorbei, und damit nicht nur ein weiterer Monat sondern das ganze Jahr 2016. Puh! Ein bisschen freue ich mich ja sogar, so anstrengend war dieses Jahr teilweise – aber darum soll es hier gar nicht gehen, mein Jahresrückblick kommt dann nämlich noch in ein paar Tagen.
Jetzt geht es erstmal um den Dezember. Ich habe diesen Monat gleich am Anfang richtig viel gelesen – drei Bücher in den ersten drei Tagen, wenn ich mich richtig erinnere – und nur deshalb habe ich doch noch so ein stattliches Ergebnis erreicht, denn ab der Mitte des Monats hat sich leider eine ziemliche Leseflaute bei mir breit gemacht.
Trotzdem hatte ich diesen Monat viel Spaß, und zwar mit diesen sieben Büchern:

A Million Suns – Beth Revis
Across the Universe #2
(386 Seiten)

Shades of Earth – Beth Revis
Across the Universe #3
(369 Seiten)

Rivers of London – Ben Aaronovitch
Peter Grant #1
(390 Seiten)

Ich gebe dir die Sonne – Jandy Nelson
(474 Seiten)

Dash and Lily’s Book of Dares – Rachel Cohn, David Levithan
(260 Seiten)

Die Akimuden – Viktor Jerofejew
(461 Seiten)

Jane Eyre – Charlotte Brontë
(507 Seiten)

Insgesamt sind das 2847 Seiten, also wirklich ganz ordentlich, wenn auch nicht annähernd so viel wie letzten Monat. Das ist aber auch okay so – mein Leseziel habe ich ja schon vor Monaten erreicht, deswegen konnte ich im Dezember ganz gemütlich lesen und ohne schlechtes Gewissen auch mal ein paar Serienfolgen schauen oder auch einfach nur nichts machen.
Mein Highlight diesen Monat war „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson, ein wahnsinnig einfühlsamer und mitreißender Jugendroman, dessen Charaktere, Geschichte und Schreibstil mir total gut gefallen haben – nur das Ende ist leider ein wenig hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Trotzdem habe ich das Buch wirklich, wirklich gerne gelesen und kann es bedenkenlos weiterempfehlen!
Außerdem sehr viel Spaß gemacht hat mir mein Reread von „Jane Eyre“ , welches ich im Teenageralter zum ersten Mal gelesen und jetzt noch einmal auf wunderbare Weise neu entdeckt habe. Ich liebe Jane immer noch abgöttisch, bin nach wie vor fasziniert von Charlotte Brontës atmosphärischem Schreibstil und vor allem der klare feministische Ton hat mich wieder einmal begeistert. „Jane Eyre“ ist zu Recht eines meiner absoluten Lieblingsbücher!
Enttäuschungen gab es diesen Monat aber leider auch wieder zwei – zum einen wäre da „Rivers of London“ von Ben Aaronovitch, über das ich schon so viel gutes gehört hatte, und auf das ich mich deshalb wirklich gefreut hatte. Zwar mochte ich die Welt, den lockeren Schreibstil und viele der Nebencharaktere wirklich gerne, leider konnte mich die Geschichte aber nicht so wirklich packen und der Protagonist, Peter, ist mir einfach nur auf die Nerven gegangen, sodass das Buch weit hinter meinen Erwartungen zurückblieb. Ich fand es außerdem stellenweise sehr sexistisch, objektifizierend und auch irgendwie rassistisch, was mich immer wieder stark gestört hat.
Außerdem ein ziemlicher Reinfall war „Die Akimuden“ von Viktor Jerofejew, welches ich diesen Monat für die Uni gelesen habe, und das mir einfach so gar nicht gefallen wollte. Es war nicht nur irgendwie unoriginell, verwirrend und anstrengend zu lesen sondern auch voll mit sexistischen, homophoben, ableistischen und rassistischen Witzen und Bemerkungen – das volle Programm. Wäre es keine Pflichtlektüre gewesen hätte ich das Buch nach 20 Seiten bereits in die Tonne getreten – und dann pflichtbewusst wieder herausgeholt, denn immerhin war es ein Büchereibuch, sodass ich zumindest kein Geld dafür ausgeben musste. Trotzdem hätte ich gerne die Zeit zurück, die ich damit verschwendet habe. Wirklich schade!

Meine selbstgesetzten Leseziele habe ich im Dezember wieder größtenteils erreicht, nur einen deutschsprachigen Autor habe ich nicht mehr untergebracht – ich habe aber „Rumo“ von Walter Moers zwar bereits angefangen, es diesen Monat aber nicht mehr fertig gelesen.
Mit „Dash and Lily’s Book of Dares“ , meinem diesjährigen Weihnachtsbuch von Rachel Cohn und David Levithan, sowie „Jane Eyre“ waren dafür zwei Rereads und mit letzterem auch endlich mal wieder ein Klassiker dabei. Auch mein Ziel, diverser zu lesen habe ich ganz gut erfüllt – „Ich gebe dir die Sonne“ hatte einen schwulen Protagonisten, Peter aus „Rivers of London“ ist schwarz und auch mit Elder aus der „Across the Universe“-Trilogie hatte ich einen nicht weißen Protagonisten dabei.
Alles in Allem bin ich damit also ganz zufrieden und freue mich schon, mir in den nächsten paar Tagen im Rahmen meines Jahresrückblicks mal genauer anzuschauen, wie viel ich denn dieses Jahr tatsächlich aus jeder meiner selbstgesetzten Kategorien gelesen habe und wie mein Leseverhalten sich dadurch generell verändert hat.
Mein SuB dürfte sich diesen Monat außerdem auch etwas verringert haben, was ja immer gut ist. Zwar habe ich noch nicht nachgezählt, aber da ich dieses Weihnachten zum ersten Mal seit Jahren komplett ohne ein neues Buch ausgegangen bin – dafür gab es dann natürlich viele andere tolle Sachen! – dürfte eigentlich keines dazugekommen sein.

Sowohl mein SuB-Abbau als auch meine Leseziele für’s neue Jahr sind aber Themen, über die ich mir erst in ein paar Tagen Gedanken machen will – jetzt will ich erstmal in Ruhe Silvester feiern und mein aktuelles Buch, „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood weiterlesen. Ich hoffe, ihr habt die nächsten Tage auch noch eine schöne Zeit – und hoffentlich sehen wir uns dann zum Jahresrückblick wieder!

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