Rückblick

Mein Lesemonat November

Ich kann gar nicht so richtig glauben, dass der vorletzte Monat des Jahres 2017 bereits um sein soll. Zwar freue ich mich schon sehr auf die Weihnachtszeit, aber irgendwie hat das Jahr doch gefühlt eben erst angefangen – ich glaube, 2017 ist irgendwie zwischen meiner Bachelorarbeit, dem Studiumsabschluss und -beginn und auch sonst jede Menge größerer oder kleinerer Stressquellen einfach untergegangen. Auch blog- und lesetechnisch macht sich das bemerkbar – irgendwie warte ich seit Januar darauf, dass das Jahr endlich mal ruhiger wird und ich wieder etwas Zeit zum Lesen und vielleicht auch für ein paar kreative Blogposts habe, aber es kommt einfach nicht dazu. Auch diesen Monat habe ich deshalb – abgesehen von „Die Arena“, welches ich schon letzten Monat begonnen und fast fertig gelesen habe – nur vier wirklich sehr kurze Bücher beenden können, von denen ich hier auch nur zwei rezensiert habe. Trotzdem habe ich ein dabei ein paar Schätze entdecken dürfen, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte!

Die Arena – Stephen King
(1277 Seiten)

Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch – Alexander Solschenizyn
(158 Seiten)

Ali und Ramazan – Perihan Mağden
(192 Seiten)

Boris Godunow – Alexander Puschkin
(210 Seiten)

Demetrius – Friedrich Schiller
(143 Seiten)

Insgesamt sind das 1980 Seiten – tatsächlich gelesen habe ich wie gesagt aber deutlich weniger, denn den Großteil von „Die Arena“ habe ich noch in den Oktober gepackt und vor allem die beiden Reclams, „Boris Godunow“ und „Demetrius“, schummeln in dieser Hinsicht mit ihren unheimlich umfangreichen Anhängen ein bisschen.

Highlights und Enttäuschungen

Ein absolutes Highlight diesen Monat war für mich ganz ohne ZweifelEin Tag im Leben des Iwan Denissowitsch“ von Alexander Solschenizyn. Meine Mama hatte mir das Buch schon vor Jahren ans Herz gelegt, aber irgendwie habe ich es dann doch nie gelesen – bis jetzt. Trotz seiner Kürze war es unheimlich eindringlich, spannend und erschreckend – ich bin wirklich begeistert von dem, was Solschenizyn da in nur etwas über 150 Seiten geschaffen hat und ich kann es gar nicht erwarten, noch mehr von ihm zu lesen.

Außerdem wirklich begeistern konnte mich überraschenderweise „Boris Godunow“ von Alexander Puschkin. Ich bin normalerweise kein großer Fan davon, Dramen zu lesen – vielleicht mangelt es mir einfach an Fantasie, aber ohne passende Inszenierung bin ich einfach nicht in der Lage, mich zu hundert Prozent in den Text einzufühlen, irgenwie fehlt einfach immer was. Ich glaube, „Boris Godunow“ ist tatsächlich das erste Drama seit Goethes „Faust“, das mir beim Lesen richtig Spaß gemacht hat – es war spannend, komisch, tragisch, unterhaltsam, hatte kurz gesagt einfach wirklich alles, was dazugehört!

Auch sehr viel Spaß gemacht hat mir natürlich mein Reread von „Die Arena„, welchen ich sehr genossen habe! Wirklich schlimme Enttäuschungen waren diesen Monat glücklicherweise nicht dabei – allerdings konnte Schillers „Demetrius„, der den gleichen historischen Stoff verarbeitet wie „Boris Godunow“, mich, wie ich das von Dramen eben gewohnt bin, nicht ganz so begeistern. Auch mit Ali und Ramazan“ von Perihan Mağden  hatte ich ein paar Probleme – zwar fand ich sowohl Charaktere als auch Schreibstil sehr interessant und gut, aber vor allem der Umgang mit Homosexualität im Roman, sowie die penetrante Verwendung von homofeindlichen Schimpfwörtern, haben mich doch sehr gestört. Auch jetzt, zwei Wochen nachdem ich das Buch beendet habe, weiß ich deshalb noch nicht so recht, was ich darüber denken soll.

Erreichte Leseziele

So wenig wie ich diesen Monat gelesen habe, bin ich eigentlich überrascht, wie gut ich mich an meine Leseziele gehalten habe! Ein Buch von meiner Leseliste war zwar nicht dabei, dafür hatte ich mit Schiller einen deutschen Autor, „Ali und Ramazan“ war ein Buch mit gleich zwei nicht-weißen nicht-heterosexuellen Protagonisten und mit „Demetrius“ und „Boris Godunow“ waren zwei Klassiker dabei. Zwar standen Dramen nicht auf meiner Liste von Buchformen, denen ich mehr Aufmerksamkeit widmen will – hierhin haben es nur Gedichtbände, Graphic Novels und Sachbücher geschafft – aber eigentlich gehören sie für mich doch irgendwie dazu. Der Grund, warum ich mir nicht vorgenommen habe, dieses Jahr ein Drama zu lesen, war nämlich, dass ich das einfach nur für absolut unrealistisch gehalten habe – tja, jetzt habe ich mich wohl selbst eines Besseren belehrt! Zudem habe ich diesen Monat ganze drei Bücher gelesen die zur #RussianReadingChallenge passen – zwei von russischen Autoren und mit „Demetrius“ noch eines, das zumindest von russischen Themen handelt.

Was ich nächsten Monat lesen möchte

Ich glaube, nächsten Monat sind vor allem Bücher dran, die diesen Monat liegen geblieben sind – ich habe mir Anfang November einen ganzen Haufen an Büchern zusammengesucht, auf die ich Lust hatte, unter anderem auch eine Menge Bibliotheksbücher und im Endeffekt kaum welche davon gelesen. Ich möchte mir für den Dezember aber buchtechnisch auch gar keinen Stress mehr machen und einfach ein bisschen lesen, was mir so in die Hände fällt – ich denke, ich werde „Kernstaub“ in den nächsten Tagen beenden und hoffe auf jeden Fall, auch dieses Jahr wieder „Dash and Lily’s Book of Dares“ unterzukriegen, welches ich schon seit ein paar Jahren immer zu Weihnachten lese, aber sonst habe ich mir noch nichts fest vorgenommen.

Was habt ihr denn im November so gelesen, und was habt ihr für den Dezember geplant? Habt ihr auch ein Weihnachtsbuch, das ihr jedes Jahr wieder lest, oder lest ihr zu dieser Jahreszeit generell gerne thematisch zum Fest passende Bücher? Freut ihr euch auch schon so auf Weihnachten und seid ihr schon in Stimmung? Oder feiert ihr Weihnachten vielleicht gar nicht und seid eher genervt von dem ganzen Rummel? Lasst es mich wie immer gerne in den Kommentaren wissen!

Rückblick

Mein Lesemonat Oktober – Rückblick auf den Stephen King Lesemonat 2017!

Hallo, ihr Lieben! Mein Lieblingsmonat ist zu Ende, und obwohl ich mich schon sehr auf Weihnachten freue, bin ich doch ein bisschen traurig – ich liebe einfach die Kürbisse, die Vorfreude auf Halloween und die bunten Blätter, die den Oktober begleiten. Dieses Jahr bin ich sogar noch ein wenig trauriger als sonst, dass es nun bereits November ist, weil ich so sehr mit dem Beginn des neuen Semesters und damit auch dem Beginn meines Masterstudiums beschäftigt war, dass ich den Oktober gar nich so sehr genießen konnte wie sonst.
Auch in meinem Leseverhalten hat sich das gezeigt – sonst habe ich während meiner Stephen King Lesemonate immer außergewöhnlich viel gelesen, das war dieses Jahr leider nicht so. Ein paar Bücher waren es dann aber doch, nämlich diese hier:

Lisey’s Story – Stephen King
513 Seiten

Frühling Sommer, Herbst und Tod – Stephen King
551 Seiten

Brennen muss Salem – Stephen King
735 Seiten

Soralis – Stanisław Lem
283 Seiten

Insgesamt sind das vier Bücher mit gemeinsam 2082 Seiten. In Wirklichkeit waren es noch ein paar Seiten mehr, denn ich habe auch noch meinen Reread von Stephen Kings „Die Arena“ begonnen und mit etwa 800 Seiten bereits 2/3 des Buches gelesen – fertig geworden bin ich damit jedoch diesen Monat nicht mehr.

Highlights und Enttäuschungen

Ein besonderes Highlight ist für mich im Oktober eigentlich nie ein spezifisches Buch sondern immer eher das Gesamterlebnis des #StephenKingMonth. Es macht mir einfach immer noch unheimlichen Spaß, einen Monat lang (fast) nur Bücher meines Lieblingsautors zu lesen und ich freue mich jedes Jahr wieder darauf!

Von meinen #StephenKingMonth Büchern am besten gefallen haben mir dieses Jahr „Lisey’s Story“ und „Frühling, Sommer, Herbst und Tod“ . Ersteres ist ein Roman, der für King beinahe untypisch emotional und persönlich ist – ich habe Liseys Schmerz wirklich mitgefühlt und unheimlich gerne mit ihr zusammen nach und nach ihre eigenen Erinnerungen wiederentdeckt. Die Geschichte sowie auch ihre Protagonistin haben sich ganz leise, Seite um Seite, in mein Herz geschlichen – „Lisey’s Story“ ist definitiv ein Buch, das mir in Erinnerung bleiben wird.

„Frühling, Sommer, Herbst und Tod“ ist eine Sammlung von vier Novellen: „Pin-Up“, die in einem Gefängnis spielt, „Der Musterschüler“, in dem es um das Böse und einen alten Nazi geht, „Die Leiche“, in der vier Kinder sich aufmachen, einen toten Jungen zu finden, und „Atemtechnik“, in der es um eine schwangere junge Frau geht. Besonders gefreut hatte ich mich mir hier auf „Die Leiche“, deren Verfilmung – „Stand By Me“ – ich schon seit Jahren abgöttisch liebe, und ich wurde nicht enttäuscht. Der Film hält sich wirklich sehr genau an die Novelle, sodass mich rein handlungstechnisch nicht viel Neues erwartet hat, aber in geschriebener Form ist alles noch einmal ein ganzes Stück eindringlicher und emotionaler – ich habe es auf jeden Fall sehr genossen. Außerdem wirklich begeistert hat mich „Der Musterschüler“ – die Geschichte hat mich in all ihrer Grausamkeit komplett in ihren Bann gezogen und einfach nicht mehr losgelassen. Auch „Pin-Up“ habe ich sehr gerne gelesen, einzig und allein für „Atemtechnik“ konnte ich mich so gar nicht erwärmen – es handelt sich hier um eine Art Geschichte in einer Geschichte, und obwohl der Rahmen mir wirklich gut gefallen hat fand ich die darin erzählte Geschichte einfach nur… seltsam und irgendwie sinnlos. Alles in Allem konnte mich die Kurzromansammlung aber wie gesagt wirklich begeistern!

Ein weiteres Highlight diesen Monat war „Solaris“ von Stanisław Lem, eine Uni-Lektüre und das einzige Buch, das ich diesen Monat gelesen habe, welches nicht von Stephen King war. Hier hat mich vor allem die dichte, düstere und beinah bedrückend mysteriöse Atmosphäre begeistert, so wie das unheimlich fremdartige Alien – Stanisław Lem ist wirklich ein Meister seines Fachs und ich freue mich schon sehr darauf, bald noch mehr von ihm zu lesen!

Obwohl das Buch mich nicht ganz so begeistern konnte wie ich erwartet hatte, hatte ich diesen Monat außerdem viel Spaß mit dem „Brennen muss Salem“ Readalong, der im Rahmen des #StephenKingMonth stattgefunden hat! Zwar haben nur zwei oder drei Personen wirklich aktiv teilgenommen, aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis, das ich irgendwann gerne noch einmal wiederholen würde!

Erreichte Leseziele

Kurz und knapp: Nada. Ich werde das nächsten Monat auf jeden Fall wieder stärker in Angriff nehmen!

Was ich nächsten Monat lesen möchte

Wie immer nach einem Stephen King Lesemonat habe ich im November wahnsinnige Lust, einfach alles zu lesen – da fällt es mir wirklich schwer, mich zu entscheiden. Wie bereits gesagt möchte ich mich aber wieder verstärkt auf meine Leseziele konzentrieren. Außerdem habe ich durch meine Beschäftigung mit Stanisław Lem meine Liebe zu Science-Fiction wiederentdeckz und zudem – wie oft in den kühlen letzten Monaten des Jahres – total Lust auf ein paar richtig dicke Schmöker bekommen.
Deshalb möchte ich „Kernstaub“ von Marie Graßhoff nun im November unbedingt endlich lesen – nachdem ich es jahrelang nur als eBook besessen habe, habe ich mir den Roman dieses Jahr endlich auf der Leipziger Buchmesse gekauft und will das wunderschöne Buch nun auch endlich zur Hand nehmen. Außerdem würde ich mich gerne an die „His Dark Materials“ Trilogie von Philip Pullman wagen, die auch auf meiner Leseliste für dieses Jahr steht.  Ich habe mir außerdem vor ein paar Tagen einen ganzen Haufen queerer Bücher aus der Bibliothek geholt und hoffe, diese vielleich auch irgendwie unterzubringen – unter anderem „Ali und Ramazan“ von Perihan Mağden, „Die Wälder des menschlichen Herzens“ von Antje Rávic Strubel und „Blau ist eine warme Farbe“ von Julie Maroh, sowie auch ein paar Sachbücher zum Thema Queerness und Theologie. Als allererstes möchte ich aber natürlich meinen Reread von „Die Arena“ beenden. Wie ihr seht habe ich also gerade wirklich Lust auf alles – mal sehen, was ich dann tatsächlich lesen werde!

Was habt ihr im Oktober so gelesen? War irgendetwas schön schauriges dabei? Und was habt ihr euch für den November so vorgenommen? Lasst es mich wie immer gerne in den Kommentaren wissen!

Rückblick

Mein Lesemonat September

Hallo, ihr Lieben! Mit dem September ist ein ziemlich ereignisreicher Monat ins Land gegangen – ich habe meine letzte Hausarbeit abgegeben und, obwohl ich meine Note (und somit auch mein Zeugnis) noch nicht habe, damit wohl meinen Bachelor abgeschlossen! Außerdem war ich eine Woche mit meinem Freund im wunderschönen Portugal. Gelesen habe ich nicht ganz so viel, wie im letzten Monat, in dem ich mit sieben Büchern aber auch ganz schön vorgelegt habe – dafür habe ich einige wirklich tolle Bücher gelesen. Und das sind sie:

Der Späher – Vladimir Nabokov
123 Seiten

Watership Down – Richard Adams
472 Seiten

The Secret History – Donna Tartt
660 Seiten

Royal Assassin – Robin Hobb
(Farseer #2)
648 Seiten

A Little Life – Hanya Yanagihara
720 Seiten

Das macht also fünf Bücher mit insgesamt 2623 Seiten – in diesem Jahr tatsächlich ein überdurchschnittliches Ergebnis für mich!

Highlights und Enttäuschungen

Obwohl ich diesen Monat so viele wirklich besondere Bücher gelesen habe, fällt es mir überhaupt nicht schwer, meinen Favoriten zu benennen, denn das war ganz klar „A Little Life“ von Hanya Yanagihara.  Ich habe dem Buch schon lange entgegengefiebert – letzten Monat habe ich es dann endlich begonnen und jetzt im September beendet. Ich kann immer noch kaum in Worte fassen, wie unheimlich mich dieses Buch berührt, begeistert und in seinen Bann gezogen hat. Noch nie habe ich ein derart schmerzhaftes und gleichzeitig so unheimlich fantastisches Buch gelesen, noch nie so mit einer Gruppe von Figuren gefühlt, gelacht, geweint und gelitten. Das Buch verdient eine ganze Liste an Triggerwarnings, aber trotz all der wirklich, wirklich grausamen und schrecklichen Dinge, die darin passieren, konnte ich es kaum aus der Hand legen – und wenn ich doch eine Pause einlegen musste, weil ich einfach nicht mehr konnte, dann konnte ich an nichts anderes denken als an Jude, Willem, Malcom und JB. „A Little Life“ wird nicht ohne Grund von Lesern wie Kritikern in höchsten Tönen gelobt – ich muss mich selbst bremsen, damit mein Monatsrückblick an dieser Stelle nicht in eine einzige Lobeshymne ausartet. Es ist ohne Zweifel nicht nur ein großartiges, sondern zudem noch ein wirklich großes Buch – und definitiv ein neues Lieblingsbuch für mich.

Neben diesem Begeisterungssturm muss jedes Lob für irgendein anderes Buch fast automatisch etwas verblassen – doch gerade diesen Monat habe ich noch zwei weitere wirklich erwähnenswerte Bücher gelesen. Zum Einen ist da noch „Watership Down“ von Richard Adams – ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass dieses Buch über eine Kaninchengruppe mich derart verzaubern würde. Die Abenteuererzählung liest sich magisch leicht, fast wie ein Märchen, ist an den richtigen Stellen spannend und mysthisch und begeistert vor allem durch seine ganz einzigartige Seele. Ich bin wirklich froh, dieses kleine Juwel endlich entdeckt zu haben – vor allem, da der zugehörige Zeichentrickfilm mir als Kind wahnsinnige Albträume beschert hat, wodurch ich die Schönheit der Geschichte gar nie richtig zu schätzen gelernt habe.

Außerdem nicht vergessen will ich „The Secret History“ von Donna Tartt. Obwohl ich etwas gebraucht habe, um wirklich in die Geschichte reinzukommen, und an einer späteren Stelle dann große Probleme mit der Homophobie einer Figur und vor allem der Art, wie innerhalb des Buches damit umgegangen wurde, hatte, hat das Buch mich wirklich beeindruckt. Wahnsinnig atmosphärisch und und sehr eindringlich erzählt Donna Tartt ihre Geschichte über Grenzüberschreitungen, Schuld und Reue, die sich in nur einem Satz gar nicht so recht zusammenfassen lassen will. „The Secret History“ ist definitiv ein Buch, über das ich noch länger nachdenken werde!

Auch der zweite Band der Farseer-Reihe, „Royal Assassin“ , den ich im Rahmen des #PlentyOfHobb-Readalongs gelesen habe, hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht, und auch Vladimir Nabokovs Kurzroman „Der Späher“ , welches mein erstes Buch für die Russian Reading Challenge war, habe ich sehr gerne gelesen. Enttäuschungen waren diesen Monat also glücklicherweise überhaupt keine dabei!

Erreichte Leseziele

Ich glaube, wenn ich am Ende des Jahres die Leseziele, die ich mir vorgenommen hatte, damit vergleiche, was ich tatsächlich gelesen habe, werde ich ziemlich enttäuscht sein – was letztes Jahr noch so gut geklappt hat will 2017 so gar nicht funktionieren. Auch diesen Monat war unter meinen gelesenen Büchern weder ein Buch eines deutschsprachigen Autors oder einer deutschsprachigen Autorin, noch ein Buch von meiner Leseliste oder ein neues Genre. Einzig und allein mein Ziel, jeden Monat mindestens ein Buch zu lesen, dessen Protagonist_in queer und/oder nicht weiß ist, habe ich erreicht – tatsächlich ist von den vier Protagonisten von „A Little Life“ nämlich kein einziger weiß und heterosexuell.

Was ich nächsten Monat lesen möchte

Nächsten Monat ist Oktober und damit beginnt auch wieder ein neuer #StephenKingMonth – schon das dritte Mal lege ich damit einen Lesemonat für den King of Horror ein, und noch immer freue ich mich darauf wie ein Kind auf Weihnachten. Ich glaube aber, dass ich zu meinen genauen Leseplänen – vor allem, weil diese auch die Ankündigung des geplanten Readalongs beinhalten – lieber morgen noch einmal einen eigenen Post machen werde, denn sonst wird dieser hier einfach zu lang.

Was habt ihr denn im September so gelesen? Habt ihr vielleicht ein neues Lieblingsbuch entdeckt, oder eines der Bücher, die ich gelesen habe, auch gelesen? Könnt ihr gerade meine Begeisterung für „A Little Life“ auch teilen, oder mochte jemand von euch das Buch vielleicht tatsächlich so gar nicht? Was sind eure Lesepläne für den Oktober? Nimmt vielleicht der ein oder andere von euch auch am #StephenKingMonth teil? Lasst mich all das wie immer gerne in einem Kommentar wissen!

Rückblick

Mein Lesemonat August

Obwohl ich diesen Monat nur zwei Rezensionen geschrieben habe, habe ich ziemlich viel gelesen – nachdem ich letzten Monat meine Bachelorarbeit abgegeben und alle meine Klausuren geschrieben hatte, hatte ich diesen Monat nämlich endlich Ferien! Zwar habe ich immer noch eine Hausarbeit zu schreiben, aber trotzdem habe ich einfach wieder einmal etwas Zeit für mich, was wirklich schön ist. So habe ich auch endlich mal wieder einen Blogpost geschrieben, der keine Rezension oder ein Monatsrückblick ist – vor drei Wochen habe ich euch meine 5 liebsten Bücher mit queeren Protagonisten vorgestellt. Letzte Woche gab es außerdem zum ersten Mal auch eine Filmrezension von mir, nämlich zum „Der dunkle Turm“ Film!
Und diese Bücher habe ich diesen Monat gelesen:

Glas – Stephen King
Der dunkle Turm #4
(847 Seiten)

Wind – Stephen King
Der dunkle Turm #4.5
(413 Seiten)

Wolfsmond – Stephen King
Der dunkle Turm #5
(939 Seiten)

Susannah – Stephen King
Der dunkle Turm #6
(494 Seiten)

Der Turm – Stephen King
Der dunkle Turm #7
(1009 Seiten)

The Hate U Give – Angie Thomas
(444 Seiten)

Assassin’s Apprentice
Farseer #1
(392 Seiten)

Insgesamt also sieben Bücher und 4538 Seiten – mit Abstand mein bester Lesemonat dieses Jahr! Ich hoffe, dass ich das in den nächsten Monaten ein bisschen weitertragen kann, denn es hat mir wirklich Spaß gemacht, mal wieder „richtig“ zu lesen.

Highlights und Enttäuschungen

Was mein Monatshighlight war kann ich dieses Mal gar nicht so genau sagen. Zum einen wäre da natürlich die „Der dunkle Turm“ Reihe, die ich diesen Monat fertiggelesen habe – ich hätte zu Beginn des Monats nicht damit gerechnet, mehr als eines oder maximal zwei weitere Bücher der Reihe zu lesen, bevor ich den Film sehe, und war dann umso überraschter, doch noch alle geschafft zu haben. Dadurch, dass ich diese doch ziemlich lange Reihe in so kurzer Zeit gelesen habe hatte ich natürlich ein unheimlich intensives Lesseerlebnis – obwohl mir also nicht jedes Buch gleich viel Spaß gemacht hat – tatsächlich würde ich Band vier, „Glas“ sogar als ziemliche Enttäuschung bezeichnen – denke ich, dass „Der dunkle Turm“ mir am stärksten in Erinnerung bleiben wird.

Besonders wichtig war mir im August aber natürlich auch „The Hate U Give“ von Angie Thomas, auf das ich mich schon lange gefreut habe! Das Jugendbuch kann nicht nur mit Lesespaß, sondern vor allem durch seine wichtige und seit Jahren aktuelle Thematik – (Systematischer) Rassismus und Polizeigewalt in den USA – punkten. Es gibt ja seit dem Erscheinen im Februar einen wahnsinnigen Hype um das Buch und der ist – meiner Meinung nach – wirklich mehr als gerechtfertigt!

Auch wirklich, wirklich Spaß gemacht hat mir aber „Assassin’s Apprentice“ , der ersten Band der Farseer-Trilogie von Robin Hobb! Ich hatte das Buch schön länger auf dem Schirm und habe es diesen Monat im Zuge eines Instagram-Readalongs gelesen. Mir hat schon lange kein Fantasybuch mehr so viel Spaß gemacht – tolle Charaktere, eine interessante Welt und vor allem wirklich schön geschrieben. Ich freue mich schon sehr darauf, nächsten Monat den zweiten Band in Angriff zu nehmen!

Erreichte Leseziele

Mit der Erfüllung meiner Leseziele 2017 sieht es – wie eigentlich immer in letzter Zeit – eher mau aus. Von meiner Leseliste war kein Buch dabei, auch kein neues Genre oder ein_e deutsche_r Autor_in. Nur im Hinblick auf die Diversität ist es diesen Monat ganz gut gelaufen – „The Hate U Give“ hat natürlich eine schwarze Protagonistin, aber auch Susannah, eine der Protagonistinnen der „Der dunkle Turm“-Reihe, ist schwarz, und dazu auch noch Rollstuhlfahrerin.

Was ich nächsten Monat lesen möchte

Auf den September freue ich mich ebenfalls schon sehr – zum einen werde ich mit meinem Freund eine Woche zum Campen nach Portugal fahren, was bestimmt ganz fantastisch werden wird, und zum anderen stehen auch wieder einige gute Bücher auf meiner Leseliste! Vor ein paar Tagen habe ich endlich „A Little Life“ von Hanya Yanagihara angefangen und liebe es bisher wahnsinnig – das werde ich auf jeden Fall im September fertig lesen! Außerdem steht wie bereits erwähnt „Royal Assassin“, der zweite Band der „Farseer“ Trilogie an, und in den Urlaub werde ich „The Secret History“ Donna Tartt und „Watership Down“ von Richard Adams mitnehmen. Außerdem werde ich an der Russian Reading Challenge teilnehmen, wofür ich mir „Der Späher“ von Vladimir Nabokov vorgenommen habe – das passt ohnehin sehr gut in die Hausarbeit, an der ich gerade schreibe. Mal sehen, wie viel davon ich tatsächlich lesen werde – gerade im Urlaub überschätzt man sich da ja gerne etwas – ich freue mich aber auf jeden Fall auf jedes davon schon sehr!

Was habt ihr diesen Monat so gelesen und was habt ihr euch für den September vorgenommen? Habt ihr neue Lieblingsbücher für euch entdeckt, oder eines der Bücher, die ich gelesen habe, auch schon gelesen? Lasst es mich in den Kommentare wissen, wenn ihr mögt – auch über Links zu euren eigenen Rückblicks-Posts freue ich mich übrigens immer sehr, falls ihr auch welche schreibt!

Rückblick

Mein Lesemonat Juli

Diesen Monat war es – sogar für meine Verhältnisse – ungewöhnlich still hier auf dem Blog. Vor allem liegt das daran, dass ich diesen Monat alle Klausuren für dieses Semester schreiben musste und somit kaum Zeit zum Lesen hatte. (Wenn nichts mehr schief geht übrigens meine letzten Bachelorklausuren! Ich kann es immer noch nicht ganz fassen!) Außerdem habe ich die wenige Zeit, die ich noch zum Lesen hatte, vor allem für die ersten drei Bände von Stephen Kings „Der dunkle Turm“-Reihe genutzt, von der ich gerne noch so viel wie möglich lesen möchte, bevor nächste Woche der Film in die Kinos kommt, von daher hatte ich auch schlicht und ergreifend nicht allzu viel zu sagen oder zu rezensieren. Umso mehr freue ich mich jetzt aber, mal wieder  etwas zu schreiben – die Monatsrückblick-Posts machen mir ohnehin immer am meisten Spaß!
Diese Bücher habe ich im Juli gelesen:

Stephen King – Schwarz
Der dunkle Turm #1
(239 Seiten)

Stephen King – Drei
Der dunkle Turm #2
(461 Seiten)

Stephen King – tot.
Der dunkle Turm #3
(751 Seiten)

Vladimir Nabokov – Verzweiflung
(307 Seiten)

Henning Mankell – Mannen på stranden (Lättlast Ausgabe)
(
74 Seiten)

Mit immerhin fünf Büchern, trotzdem aber nur 1832 gelesen Seiten, war der Juli zumindest was die Quantität betrifft ein eher schwächerer Monat – das ist aber aufgrund der Klausuren wie gesagt nicht weiter verwunderlich und stört mich nicht großartig. Leider konnte der letzte Monat aber auch nicht mit großartigen literarischen Überraschungen oder sogar neuen Lieblingsbüchern aufwarten.
Mein Highlight des Monats war ohne Frage „Verzweiflung“ von Vladimir Nabokov, welches ich – nachdem ich mich durch den für mich etwas schwierigen Anfang gelesen hatte – gerne mochte, allerdings nicht so gerne wie „Lolita“ , das ich im Juni für dasselbe Nabokov-Seminar gelesen habe. Auch sehr gerne mochte ich die Mini-Ausgabe von „Mannen på stranden, die wir im Schwedischunterricht gelesen haben, auch wenn diese wirklich nur die wichtigsten Züge der Geschichte in der einfachsten Sprache zusammenfasst – ich hoffe, bald auch einmal einen richtigen Wallander-Krimi zu lesen und würde mich auch sehr über Empfehlungen in diese Richtung freuen!
Der „Der dunkle Turm“-Reihe stehen viele King-Fans eher zwiespältig gegenüber, und nachdem ich die ersten drei Bände nun gelesen habe weiß ich auch, warum. „Schwarz“ ist sehr atmosphärisch, hat aber kaum Handlung – es liest sich gut als der Worldbuilding-Prolog zu der langen Reihe, der es ist, aber weniger gut als ein tatsächlich eigenständiges Buch. Es lässt sich mit seinem ersten Satz („Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.“) im Grunde schon komplett zusammenfassen. „Drei“ ist schon etwas zielführender und dient vor allem der Charaktereinführung, es ist stellenweise aber auch irgendwie sehr ungelenk, weshalb ich diesen Band bisher am wenigsten mochte. In „tot.“ zeigt Stephen King sich dann endlich wieder als der Autor, der er ist – zwar ist auch dieses Buch bei weitem nicht mein absolutes Lieblingsbuch von ihm, King hat aber scheinbar endlich seine „Stimme“ gefunden. Ich fand es durchgehend spannend, wenn auch stellenweise etwas vorhersehbar, und habe es gerne gelesen.
Alles in Allem erscheint die Reihe mir bisher wahnsinnig zerstückelt – ich habe fast das Gefühl, drei komplett verschiedene Bücher gelesen zu haben, die zufällig die gleichen Charaktere beinhalten. In seinem Vorwort zu „Schwarz“ schreibt King, dass er bereits über 20 Jahre über die Reihe nachgedacht hätte, bevor er begonnen habe, sie zu schreiben, und genau so liest sie sich – mit viel Liebe und Detail erdacht und wunderbar atmosphärisch aber auch so vollgestopft und ausufernd, dass sie eigentlich für jeden verwirrend sein muss, der eben nicht 20 Jahre lang darüber nachgedacht hat. Man hat beim Lesen irgendwie das Gefühl, als wüsste King nicht so ganz, wo er eigentlich mit seiner Geschichte hin will – dabei weiß er das bestimmt ganz genau, nur der Leser eben nicht, und so geht man auf seinen Um- und Abwegen gerne mal verloren. Zumindest bisher ist die Reihe also sicher nicht sein bestes Werk – trotzdem lese ich sie inzwischen ganz gerne.

Meine Lesepläne für den Juli habe ich so gar nicht eingehalten, und auch mit meinen Lesezielen 2017 sieht es eher mau aus – zwar hat die „Der dunkle Turm“-Reihe eine schwarze, behinderte Protagonistin, was ich im Hinblick auf die Diversität, mit der King sonst eher so seine Probleme hat, sehr schön fand, ein_e deutsche_r Autor_in war im Juli aber nicht dabei und auch kein neues Genre. Mit „Anna and the French Kiss“ habe ich zwar ein Buch von meiner Leseliste angefangen, es aber nach nicht einmal 100 Seiten wieder beiseite gelegt, weil es mir einfach zu überladen mit amerikanischen High School Klischees war – vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann nochmal eine Chance, im Moment habe ich aber einfach so gar keine Lust darauf.

Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf den August, in dem ich hoffentlich endlich wieder Zeit und Energie habe, nach Lust und Laune zu lesen. Neben so vielen „Der dunkle Turm“-Büchern, wie ich es noch vor dem 10.08. schaffe – realistisch gesehen wohl maximal ein oder zwei – möchte ich jetzt unbedingt endlich auch „The Hate U Give“ von Angie Thomas und „A Little Life“ von Hanya Yanagihara lesen. Auch die Leonard Cohen Biographie, die ich letzten Winter angefangen habe, möchte ich weiterlesen und außerdem werde ich mich mit „The Assassin’s Apprentice“ im Rahmen des #PlentyOfHobb-Readalongs erstmals an ein Buch von Robin Hobb wagen – es stehen also jede Menge guter Bücher auf dem Programm.
Wie war euer Lesemonat Juli so? Habt ihr irgendwelche tollen neuen Bücher entdeckt, die ich mir unbedingt ansehen sollte? Kennt ihr eines der Bücher, die ich gelesen habe oder im August lesen möchte? Was werdet ihr diesen Monat so lesen? Lasst mir wie immer gerne einen Kommentar da – ich freue mich!

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