Rückblick

Mein Lesemonat September

Hallo, ihr Lieben! Mit dem September ist ein ziemlich ereignisreicher Monat ins Land gegangen – ich habe meine letzte Hausarbeit abgegeben und, obwohl ich meine Note (und somit auch mein Zeugnis) noch nicht habe, damit wohl meinen Bachelor abgeschlossen! Außerdem war ich eine Woche mit meinem Freund im wunderschönen Portugal. Gelesen habe ich nicht ganz so viel, wie im letzten Monat, in dem ich mit sieben Büchern aber auch ganz schön vorgelegt habe – dafür habe ich einige wirklich tolle Bücher gelesen. Und das sind sie:

Der Späher – Vladimir Nabokov
123 Seiten

Watership Down – Richard Adams
472 Seiten

The Secret History – Donna Tartt
660 Seiten

Royal Assassin – Robin Hobb
(Farseer #2)
648 Seiten

A Little Life – Hanya Yanagihara
720 Seiten

Das macht also fünf Bücher mit insgesamt 2623 Seiten – in diesem Jahr tatsächlich ein überdurchschnittliches Ergebnis für mich!

Highlights und Enttäuschungen

Obwohl ich diesen Monat so viele wirklich besondere Bücher gelesen habe, fällt es mir überhaupt nicht schwer, meinen Favoriten zu benennen, denn das war ganz klar „A Little Life“ von Hanya Yanagihara.  Ich habe dem Buch schon lange entgegengefiebert – letzten Monat habe ich es dann endlich begonnen und jetzt im September beendet. Ich kann immer noch kaum in Worte fassen, wie unheimlich mich dieses Buch berührt, begeistert und in seinen Bann gezogen hat. Noch nie habe ich ein derart schmerzhaftes und gleichzeitig so unheimlich fantastisches Buch gelesen, noch nie so mit einer Gruppe von Figuren gefühlt, gelacht, geweint und gelitten. Das Buch verdient eine ganze Liste an Triggerwarnings, aber trotz all der wirklich, wirklich grausamen und schrecklichen Dinge, die darin passieren, konnte ich es kaum aus der Hand legen – und wenn ich doch eine Pause einlegen musste, weil ich einfach nicht mehr konnte, dann konnte ich an nichts anderes denken als an Jude, Willem, Malcom und JB. „A Little Life“ wird nicht ohne Grund von Lesern wie Kritikern in höchsten Tönen gelobt – ich muss mich selbst bremsen, damit mein Monatsrückblick an dieser Stelle nicht in eine einzige Lobeshymne ausartet. Es ist ohne Zweifel nicht nur ein großartiges, sondern zudem noch ein wirklich großes Buch – und definitiv ein neues Lieblingsbuch für mich.

Neben diesem Begeisterungssturm muss jedes Lob für irgendein anderes Buch fast automatisch etwas verblassen – doch gerade diesen Monat habe ich noch zwei weitere wirklich erwähnenswerte Bücher gelesen. Zum Einen ist da noch „Watership Down“ von Richard Adams – ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass dieses Buch über eine Kaninchengruppe mich derart verzaubern würde. Die Abenteuererzählung liest sich magisch leicht, fast wie ein Märchen, ist an den richtigen Stellen spannend und mysthisch und begeistert vor allem durch seine ganz einzigartige Seele. Ich bin wirklich froh, dieses kleine Juwel endlich entdeckt zu haben – vor allem, da der zugehörige Zeichentrickfilm mir als Kind wahnsinnige Albträume beschert hat, wodurch ich die Schönheit der Geschichte gar nie richtig zu schätzen gelernt habe.

Außerdem nicht vergessen will ich „The Secret History“ von Donna Tartt. Obwohl ich etwas gebraucht habe, um wirklich in die Geschichte reinzukommen, und an einer späteren Stelle dann große Probleme mit der Homophobie einer Figur und vor allem der Art, wie innerhalb des Buches damit umgegangen wurde, hatte, hat das Buch mich wirklich beeindruckt. Wahnsinnig atmosphärisch und und sehr eindringlich erzählt Donna Tartt ihre Geschichte über Grenzüberschreitungen, Schuld und Reue, die sich in nur einem Satz gar nicht so recht zusammenfassen lassen will. „The Secret History“ ist definitiv ein Buch, über das ich noch länger nachdenken werde!

Auch der zweite Band der Farseer-Reihe, „Royal Assassin“ , den ich im Rahmen des #PlentyOfHobb-Readalongs gelesen habe, hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht, und auch Vladimir Nabokovs Kurzroman „Der Späher“ , welches mein erstes Buch für die Russian Reading Challenge war, habe ich sehr gerne gelesen. Enttäuschungen waren diesen Monat also glücklicherweise überhaupt keine dabei!

Erreichte Leseziele

Ich glaube, wenn ich am Ende des Jahres die Leseziele, die ich mir vorgenommen hatte, damit vergleiche, was ich tatsächlich gelesen habe, werde ich ziemlich enttäuscht sein – was letztes Jahr noch so gut geklappt hat will 2017 so gar nicht funktionieren. Auch diesen Monat war unter meinen gelesenen Büchern weder ein Buch eines deutschsprachigen Autors oder einer deutschsprachigen Autorin, noch ein Buch von meiner Leseliste oder ein neues Genre. Einzig und allein mein Ziel, jeden Monat mindestens ein Buch zu lesen, dessen Protagonist_in queer und/oder nicht weiß ist, habe ich erreicht – tatsächlich ist von den vier Protagonisten von „A Little Life“ nämlich kein einziger weiß und heterosexuell.

Was ich nächsten Monat lesen möchte

Nächsten Monat ist Oktober und damit beginnt auch wieder ein neuer #StephenKingMonth – schon das dritte Mal lege ich damit einen Lesemonat für den King of Horror ein, und noch immer freue ich mich darauf wie ein Kind auf Weihnachten. Ich glaube aber, dass ich zu meinen genauen Leseplänen – vor allem, weil diese auch die Ankündigung des geplanten Readalongs beinhalten – lieber morgen noch einmal einen eigenen Post machen werde, denn sonst wird dieser hier einfach zu lang.

Was habt ihr denn im September so gelesen? Habt ihr vielleicht ein neues Lieblingsbuch entdeckt, oder eines der Bücher, die ich gelesen habe, auch gelesen? Könnt ihr gerade meine Begeisterung für „A Little Life“ auch teilen, oder mochte jemand von euch das Buch vielleicht tatsächlich so gar nicht? Was sind eure Lesepläne für den Oktober? Nimmt vielleicht der ein oder andere von euch auch am #StephenKingMonth teil? Lasst mich all das wie immer gerne in einem Kommentar wissen!

Rückblick

Mein Lesemonat August

Obwohl ich diesen Monat nur zwei Rezensionen geschrieben habe, habe ich ziemlich viel gelesen – nachdem ich letzten Monat meine Bachelorarbeit abgegeben und alle meine Klausuren geschrieben hatte, hatte ich diesen Monat nämlich endlich Ferien! Zwar habe ich immer noch eine Hausarbeit zu schreiben, aber trotzdem habe ich einfach wieder einmal etwas Zeit für mich, was wirklich schön ist. So habe ich auch endlich mal wieder einen Blogpost geschrieben, der keine Rezension oder ein Monatsrückblick ist – vor drei Wochen habe ich euch meine 5 liebsten Bücher mit queeren Protagonisten vorgestellt. Letzte Woche gab es außerdem zum ersten Mal auch eine Filmrezension von mir, nämlich zum „Der dunkle Turm“ Film!
Und diese Bücher habe ich diesen Monat gelesen:

Glas – Stephen King
Der dunkle Turm #4
(847 Seiten)

Wind – Stephen King
Der dunkle Turm #4.5
(413 Seiten)

Wolfsmond – Stephen King
Der dunkle Turm #5
(939 Seiten)

Susannah – Stephen King
Der dunkle Turm #6
(494 Seiten)

Der Turm – Stephen King
Der dunkle Turm #7
(1009 Seiten)

The Hate U Give – Angie Thomas
(444 Seiten)

Assassin’s Apprentice
Farseer #1
(392 Seiten)

Insgesamt also sieben Bücher und 4538 Seiten – mit Abstand mein bester Lesemonat dieses Jahr! Ich hoffe, dass ich das in den nächsten Monaten ein bisschen weitertragen kann, denn es hat mir wirklich Spaß gemacht, mal wieder „richtig“ zu lesen.

Highlights und Enttäuschungen

Was mein Monatshighlight war kann ich dieses Mal gar nicht so genau sagen. Zum einen wäre da natürlich die „Der dunkle Turm“ Reihe, die ich diesen Monat fertiggelesen habe – ich hätte zu Beginn des Monats nicht damit gerechnet, mehr als eines oder maximal zwei weitere Bücher der Reihe zu lesen, bevor ich den Film sehe, und war dann umso überraschter, doch noch alle geschafft zu haben. Dadurch, dass ich diese doch ziemlich lange Reihe in so kurzer Zeit gelesen habe hatte ich natürlich ein unheimlich intensives Lesseerlebnis – obwohl mir also nicht jedes Buch gleich viel Spaß gemacht hat – tatsächlich würde ich Band vier, „Glas“ sogar als ziemliche Enttäuschung bezeichnen – denke ich, dass „Der dunkle Turm“ mir am stärksten in Erinnerung bleiben wird.

Besonders wichtig war mir im August aber natürlich auch „The Hate U Give“ von Angie Thomas, auf das ich mich schon lange gefreut habe! Das Jugendbuch kann nicht nur mit Lesespaß, sondern vor allem durch seine wichtige und seit Jahren aktuelle Thematik – (Systematischer) Rassismus und Polizeigewalt in den USA – punkten. Es gibt ja seit dem Erscheinen im Februar einen wahnsinnigen Hype um das Buch und der ist – meiner Meinung nach – wirklich mehr als gerechtfertigt!

Auch wirklich, wirklich Spaß gemacht hat mir aber „Assassin’s Apprentice“ , der ersten Band der Farseer-Trilogie von Robin Hobb! Ich hatte das Buch schön länger auf dem Schirm und habe es diesen Monat im Zuge eines Instagram-Readalongs gelesen. Mir hat schon lange kein Fantasybuch mehr so viel Spaß gemacht – tolle Charaktere, eine interessante Welt und vor allem wirklich schön geschrieben. Ich freue mich schon sehr darauf, nächsten Monat den zweiten Band in Angriff zu nehmen!

Erreichte Leseziele

Mit der Erfüllung meiner Leseziele 2017 sieht es – wie eigentlich immer in letzter Zeit – eher mau aus. Von meiner Leseliste war kein Buch dabei, auch kein neues Genre oder ein_e deutsche_r Autor_in. Nur im Hinblick auf die Diversität ist es diesen Monat ganz gut gelaufen – „The Hate U Give“ hat natürlich eine schwarze Protagonistin, aber auch Susannah, eine der Protagonistinnen der „Der dunkle Turm“-Reihe, ist schwarz, und dazu auch noch Rollstuhlfahrerin.

Was ich nächsten Monat lesen möchte

Auf den September freue ich mich ebenfalls schon sehr – zum einen werde ich mit meinem Freund eine Woche zum Campen nach Portugal fahren, was bestimmt ganz fantastisch werden wird, und zum anderen stehen auch wieder einige gute Bücher auf meiner Leseliste! Vor ein paar Tagen habe ich endlich „A Little Life“ von Hanya Yanagihara angefangen und liebe es bisher wahnsinnig – das werde ich auf jeden Fall im September fertig lesen! Außerdem steht wie bereits erwähnt „Royal Assassin“, der zweite Band der „Farseer“ Trilogie an, und in den Urlaub werde ich „The Secret History“ Donna Tartt und „Watership Down“ von Richard Adams mitnehmen. Außerdem werde ich an der Russian Reading Challenge teilnehmen, wofür ich mir „Der Späher“ von Vladimir Nabokov vorgenommen habe – das passt ohnehin sehr gut in die Hausarbeit, an der ich gerade schreibe. Mal sehen, wie viel davon ich tatsächlich lesen werde – gerade im Urlaub überschätzt man sich da ja gerne etwas – ich freue mich aber auf jeden Fall auf jedes davon schon sehr!

Was habt ihr diesen Monat so gelesen und was habt ihr euch für den September vorgenommen? Habt ihr neue Lieblingsbücher für euch entdeckt, oder eines der Bücher, die ich gelesen habe, auch schon gelesen? Lasst es mich in den Kommentare wissen, wenn ihr mögt – auch über Links zu euren eigenen Rückblicks-Posts freue ich mich übrigens immer sehr, falls ihr auch welche schreibt!

Rückblick

Mein Lesemonat Juli

Diesen Monat war es – sogar für meine Verhältnisse – ungewöhnlich still hier auf dem Blog. Vor allem liegt das daran, dass ich diesen Monat alle Klausuren für dieses Semester schreiben musste und somit kaum Zeit zum Lesen hatte. (Wenn nichts mehr schief geht übrigens meine letzten Bachelorklausuren! Ich kann es immer noch nicht ganz fassen!) Außerdem habe ich die wenige Zeit, die ich noch zum Lesen hatte, vor allem für die ersten drei Bände von Stephen Kings „Der dunkle Turm“-Reihe genutzt, von der ich gerne noch so viel wie möglich lesen möchte, bevor nächste Woche der Film in die Kinos kommt, von daher hatte ich auch schlicht und ergreifend nicht allzu viel zu sagen oder zu rezensieren. Umso mehr freue ich mich jetzt aber, mal wieder  etwas zu schreiben – die Monatsrückblick-Posts machen mir ohnehin immer am meisten Spaß!
Diese Bücher habe ich im Juli gelesen:

Stephen King – Schwarz
Der dunkle Turm #1
(239 Seiten)

Stephen King – Drei
Der dunkle Turm #2
(461 Seiten)

Stephen King – tot.
Der dunkle Turm #3
(751 Seiten)

Vladimir Nabokov – Verzweiflung
(307 Seiten)

Henning Mankell – Mannen på stranden (Lättlast Ausgabe)
(
74 Seiten)

Mit immerhin fünf Büchern, trotzdem aber nur 1832 gelesen Seiten, war der Juli zumindest was die Quantität betrifft ein eher schwächerer Monat – das ist aber aufgrund der Klausuren wie gesagt nicht weiter verwunderlich und stört mich nicht großartig. Leider konnte der letzte Monat aber auch nicht mit großartigen literarischen Überraschungen oder sogar neuen Lieblingsbüchern aufwarten.
Mein Highlight des Monats war ohne Frage „Verzweiflung“ von Vladimir Nabokov, welches ich – nachdem ich mich durch den für mich etwas schwierigen Anfang gelesen hatte – gerne mochte, allerdings nicht so gerne wie „Lolita“ , das ich im Juni für dasselbe Nabokov-Seminar gelesen habe. Auch sehr gerne mochte ich die Mini-Ausgabe von „Mannen på stranden, die wir im Schwedischunterricht gelesen haben, auch wenn diese wirklich nur die wichtigsten Züge der Geschichte in der einfachsten Sprache zusammenfasst – ich hoffe, bald auch einmal einen richtigen Wallander-Krimi zu lesen und würde mich auch sehr über Empfehlungen in diese Richtung freuen!
Der „Der dunkle Turm“-Reihe stehen viele King-Fans eher zwiespältig gegenüber, und nachdem ich die ersten drei Bände nun gelesen habe weiß ich auch, warum. „Schwarz“ ist sehr atmosphärisch, hat aber kaum Handlung – es liest sich gut als der Worldbuilding-Prolog zu der langen Reihe, der es ist, aber weniger gut als ein tatsächlich eigenständiges Buch. Es lässt sich mit seinem ersten Satz („Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.“) im Grunde schon komplett zusammenfassen. „Drei“ ist schon etwas zielführender und dient vor allem der Charaktereinführung, es ist stellenweise aber auch irgendwie sehr ungelenk, weshalb ich diesen Band bisher am wenigsten mochte. In „tot.“ zeigt Stephen King sich dann endlich wieder als der Autor, der er ist – zwar ist auch dieses Buch bei weitem nicht mein absolutes Lieblingsbuch von ihm, King hat aber scheinbar endlich seine „Stimme“ gefunden. Ich fand es durchgehend spannend, wenn auch stellenweise etwas vorhersehbar, und habe es gerne gelesen.
Alles in Allem erscheint die Reihe mir bisher wahnsinnig zerstückelt – ich habe fast das Gefühl, drei komplett verschiedene Bücher gelesen zu haben, die zufällig die gleichen Charaktere beinhalten. In seinem Vorwort zu „Schwarz“ schreibt King, dass er bereits über 20 Jahre über die Reihe nachgedacht hätte, bevor er begonnen habe, sie zu schreiben, und genau so liest sie sich – mit viel Liebe und Detail erdacht und wunderbar atmosphärisch aber auch so vollgestopft und ausufernd, dass sie eigentlich für jeden verwirrend sein muss, der eben nicht 20 Jahre lang darüber nachgedacht hat. Man hat beim Lesen irgendwie das Gefühl, als wüsste King nicht so ganz, wo er eigentlich mit seiner Geschichte hin will – dabei weiß er das bestimmt ganz genau, nur der Leser eben nicht, und so geht man auf seinen Um- und Abwegen gerne mal verloren. Zumindest bisher ist die Reihe also sicher nicht sein bestes Werk – trotzdem lese ich sie inzwischen ganz gerne.

Meine Lesepläne für den Juli habe ich so gar nicht eingehalten, und auch mit meinen Lesezielen 2017 sieht es eher mau aus – zwar hat die „Der dunkle Turm“-Reihe eine schwarze, behinderte Protagonistin, was ich im Hinblick auf die Diversität, mit der King sonst eher so seine Probleme hat, sehr schön fand, ein_e deutsche_r Autor_in war im Juli aber nicht dabei und auch kein neues Genre. Mit „Anna and the French Kiss“ habe ich zwar ein Buch von meiner Leseliste angefangen, es aber nach nicht einmal 100 Seiten wieder beiseite gelegt, weil es mir einfach zu überladen mit amerikanischen High School Klischees war – vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann nochmal eine Chance, im Moment habe ich aber einfach so gar keine Lust darauf.

Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf den August, in dem ich hoffentlich endlich wieder Zeit und Energie habe, nach Lust und Laune zu lesen. Neben so vielen „Der dunkle Turm“-Büchern, wie ich es noch vor dem 10.08. schaffe – realistisch gesehen wohl maximal ein oder zwei – möchte ich jetzt unbedingt endlich auch „The Hate U Give“ von Angie Thomas und „A Little Life“ von Hanya Yanagihara lesen. Auch die Leonard Cohen Biographie, die ich letzten Winter angefangen habe, möchte ich weiterlesen und außerdem werde ich mich mit „The Assassin’s Apprentice“ im Rahmen des #PlentyOfHobb-Readalongs erstmals an ein Buch von Robin Hobb wagen – es stehen also jede Menge guter Bücher auf dem Programm.
Wie war euer Lesemonat Juli so? Habt ihr irgendwelche tollen neuen Bücher entdeckt, die ich mir unbedingt ansehen sollte? Kennt ihr eines der Bücher, die ich gelesen habe oder im August lesen möchte? Was werdet ihr diesen Monat so lesen? Lasst mir wie immer gerne einen Kommentar da – ich freue mich!

Rückblick

Mein Lesemonat Juni

Trotz Uni-Stress und vor allem der Abgabe meiner Bachelorarbeit (endlich!) letzten Dienstag war mein Lesemonat Juni gar nicht so übel. Obwohl ich kaum Zeit zum Lesen hatte habe ich vier Bücher beendet – ich glaube, die Leseflaute, die mich fast die ganze die erste Hälfte des Jahres begleitet hat, klingt endlich ab, und ich könnte nicht glücklicher darüber sein!
Das hier sind die Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe:

Vladimir Nabokov – Lolita
(446 Seiten)

Walter Moers – Rumo & Die Wunder im Dunkeln
(693 Seiten)

Kate Morton – Das geheime Spiel
(688 Seiten)

Anne Freytag – Den Mund voll ungesagter Dinge
(399 Seiten)

Insgesamt macht das 2226 Seiten, wobei ich von „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ schon knapp 200 Seiten gelesen hatte, als ich es diesen Monat wieder angefangen habe. Trotzdem ganz ordentlich!

Mein Highlight diesen Monat war „Lolita“ von Vladimir Nabokov, welches ich vor etwas über fünf Jahren schon einmal und jetzt für die Uni nochmal gelesen habe. Nabokov hat eine wirklich wunderschöne Sprache und eine absolut einzigartige Art, zu Erzählen, sodass einen das Buch trotz seiner wirklich schwierigen Thematik einfach nicht mehr loslässt.
Auch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag hat mir überraschend gut gefallen – ich hatte zuvor ein paar Rezensionen gelesen, nach denen ich ein wirklich extrem problematisches Buch erwartet hätte und wurde dann doch sehr positiv überrascht. Obwohl auch ich an der ein- oder anderen Stelle etwas auszusetzen hatte mochte ich die einfühlsame Liebesgeschichte zwischen zwei Mädchen wirklich gerne!
Obwohl „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ und ich einen etwas schwierigen Start hatten – ich hatte es tatsächlich bereits letzten Dezember angefangen und dann nicht mehr weitergelesen – habe ich mich, sobald der etwas zähe Anfang überwunden war, mal wieder in Walter Moers‘ Welt verliebt. Seine einzigartigen Charaktere, sein Wortwitz und die fantasievollen Abenteuer, die er beschreibt, sind schlicht und ergreifend fantastisch – und die liebevollen Illustrationen setzen dem dann noch die Krone auf. Ich habe mich von Rumo & Co. auf jeden Fall ganz wunderbar unterhalten gefühlt!
Zu guter Letzt wäre da noch Kate Mortons „Das geheime Spiel“ , das mich – obwohl ich dramatische historical fiction eigentlich wirklich nie lese – ebenfalls sehr gut unterhalten hat! Vor allem die Charaktere sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Das Genre ist trotzdem einfach nicht so ganz meins gewesen, ob ich noch mehr von ihr lesen werde weiß ich also noch nicht – es hat mir aber dennoch wirklich viel Spaß gemacht!

Auch mit meinen Jahresvorsätzen ist es diesen Monat wieder ganz gut gelaufen – mit Walter Moers und Anne Freytag waren zwei deutschsprachige Autoren dabei, „Den Mund voll ungesagter Dinge“ hatte eine queere Protagonistin und „Das geheime Spiel“ war nicht nur ein historischer Roman – ich habe also tatsächlich mal ein neues Genre ausprobiert! – sondern auch endlich mal wieder ein Buch von der Jahresliste mit 10 Büchern, die ich 2017 unbedingt lesen wollte.

Wie war euer Lesemonat Juni denn so? Was war euer Highlight? Habt ihr eines der Bücher, die ich gelesen habe, vielleicht auch schon gelesen haben? Lasst es mich wie immer in den Kommentaren wissen, oder lasst mir gerne auch einfach einen Link zu eurem eigenen Monatsrückblick da, wenn ihr einen geschrieben habt – ich freue mich immer sehr darüber!

Rückblick

Mein Lesemonat Mai

 

Hallo, ihr Lieben! Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich aufgrund meiner Bachelorarbeit im Mai wieder nur minimalst zum Lesen kommen würde, aber da habe ich mich offensichtlich getäuscht – eigentlich sollte ich inzwischen ja auch wissen, dass ich immer dann am meisten lese, wenn ich eigentlich am wenigsten Zeit dazu habe. Nun gut, ich beschwere mich nicht – zumindest noch nicht, Ende des Monats wenn ich die Bachelorarbeit dann abgeben muss vielleicht schon – und bin einfach froh, diesen Monat mal wieder überdurchschnittlich viel gelesen zu haben. Ganze acht Bücher sind es geworden, so viel habe ich dieses Jahr in noch keinem Monat gelesen!
Und diese hier waren es:

Peter Darling – Austin Chant
(164 Seiten)

Star Wars Nachspiel: Lebensschuld – Chuck Wendig
Star Wars Nachspiel #2
(572 Seiten)

Wonder – R.J. Palacio
(315 Seiten)

Days of Blood and Starlight – Laini Taylor
Daughter of Smoke and Bone #2
(517 Seiten)

The Book of Strange New Things – Michel Faber
(585 Seiten)

Two Boys Kissing – David Levithan
(285 Seiten)

Kafka am Strand – Haruki Murakami
(637 Seiten)

Franny and Zooey – J.D. Salinger
(202 Seiten)

Insgesamt macht das 3277 Seiten – deutlich mehr als ich bisher pro Monat gelesen habe. Noch mehr als darüber freue ich mich aber, dass wirklich jedes Buch, das ich diesen Monat gelesen habe, mir gefallen hat – tatsächlich habe ich diesen Monat kein Buch mit weniger als 4 Sternen bewertet!

Deswegen ist es auch wirklich schwer, mich auf nur einen Favoriten festzulegen. Ganz knapp vor den anderen Büchern gewinnt dieses Rennen wohl „Peter Darling“ von Austin Chant, eine Peter Pan Geschichte mit einem trans Protagonisten und einer Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, die mich nicht nur aufgrund ihrer Diversität sondern auch wegen ihres wunderschönen, atmosphärischen Schreibstils begeistert hat. Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass dieses nur etwa 160 Seiten lange Buch mich derart begeistern würde – definitiv ein neuer Liebling!
Den zweiten Platz meiner Highligt-Liste diesen Monat teilen sich „Franny und Zooey“ von J.D. Salinger und „The Book of Strange New Things“ von Michel Faber. Ersteres ist ein ebenfalls recht kurzes Büchlein, das ich erst vor zwei Tagen beendet habe, und das mir wirklich Spaß gemacht hat. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Tiefe und Charakter es entwickelt, obwohl es eigentlich nicht besonders viel Handlung aufweisen kann – wirklich ganz große Klasse! Zweiteres ist eines der Bücher, die ich dieses Jahr zum Geburtstag bekommen habe, und auf das ich schon länger ein Auge hatte – es hat mich definitiv nicht enttäuscht! „The Book of Strange New Things“ ist ein wunderschön geschriebener, eher ruhiger, dafür aber sehr atmosphärischer Roman, wie ich ihn zuvor noch nie gelesen habe. Es ist ein Buch, das man unmöglich in nur ein paar Sätzen zusammenfassen kann – man muss es einfach gelesen haben, um zu verstehen, warum es so besonders ist.
Auch wirklich, wirklich gut gefallen hat mir diesen Monat „Kafka am Strand“ von Haruki Murakami, ein Buch, das ich erst diesen Monat gekauft und sofort gelesen habe. Es war mein zweiter Roman von Murakami, und obwohl es ganz anders war als „Naokos Lächeln“ , welches ich zu Beginn des Jahres gelesen habe, hat es mich doch auf die gleiche Weise verzaubert und gefangen genommen. Ich bin wirklich froh, mich endlich an Murakamis Werke herangetraut zu haben – er ist ein Meister seines Fachs!
Auch „Wonder“ von R.J. Palacio war ein wirklich besonderes Buch – in jedem anderen Monat, in dem ich nicht so viel gelesen habe, hätte es vermutlich spielend die Favoriten-Position einnehmen können. Ich habe die Geschichte des kleinen August, der das Treacher-Collins-Syndrom hat, wirklich unheimlich gerne gelesen – sie spricht so viele ernste, wichtige, erschreckende Themen an und verliert dabei doch nie ihren Humor. Vor allem August mit seiner einzigartigen Erzählstimme habe ich als Protagonisten sehr geschätzt!
Two Boys Kissing“ habe ich diesen Monat mit dem Zwitscherbooks-Buchclub gelesen. Das Buch hat nicht nur Spaß gemacht und sich sehr schnell lesen lassen, vor allem seine starke Botschaft und die einzigartige, wirklich sehr interessante Erzählweise haben mir unheimlich gut gefallen.
Zu guter Letzt habe ich diesen Monat auch noch zwei Reihen weitergelesen – mit „Days of Blood and Starlight“ habe ich den zweiten Band der „Daughter of Smoke and Bone“-Trilogie von Laini Taylor beendet, deren ersten Band ich im März verschlungen habe. Seit langem ist diese mal wieder eine ganz klassische YA-Trilogie, die mir wirklich, wirklich Spaß macht, und ich hoffe, auch Band drei bald lesen zu können! Auch „Star Wars Nachspiel: Lebensschuld“ von Chuck Wendig hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich aufgrund der langen Pause zwischen Band eins und Band zwei ein bisschen gebraucht habe, um mich wieder in die Geschichte einzufinden. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band, der im August diesen Jahres erscheinen wird!

Was meine Lesevorsätze angeht, so habe ich diese auch im Mai nicht so ganz erfüllt. Obwohl ich so viele Bücher gelesen habe war kein einziges von einem_r deutschen Autor_in dabei, dafür aber mit „Peter Darling“, „Two Boys Kissing“ und „Star Wars Nachspiel: Lebensschuld“ gleich drei Bücher mit queeren Protagonisten.
Mit der SuB-Verkleinerung und dem Ausprobieren neuer Genres hat es diesen Monat aber wieder nicht so gut geklappt und auch von meiner Leseliste war kein Buch dabei – ich muss aber auch ehrlich sagen, dass ich mich in dieser Hinsicht momentan absolut nicht stressen will. Zwar sind meine Leseziele für mich ohnehin nie eine Pflicht, und ich fühle mich davon grundsätzlich nicht unter Druck gesetzt – ganz im Gegenteil freue mich immer sehr, meinen Lesehorizont auf diese Weise erweitern zu können, sonst würde ich mir diese Ziele gar nicht erst setzen – aber da die Uni mich momentan wirklich sehr in Beschlag nimmt habe ich zur Zeit einfach keine Energie oder Lust mehr übrig, mich aktiv darum zu kümmern. Das ist aber wie gesagt total okay so – das Lesen soll schließlich vor allem Spaß machen, und spätestens im Herbst sollte das dann auch wieder besser laufen.

Puh – ich habe diesen Monat so viel gelesen, dass dieser Monatsrückblick schon wieder viel zu lang geworden ist. Ich hoffe, ihr verzeiht es mir! Was habt ihr diesen Monat denn so gelesen? Herrscht bei euch gerade eher Flaute oder habt ihr auch einen überraschend guten Lesemonat hinter euch? Habt ihr eines der Bücher, die ich gelesen habe, auch schon gelesen, oder diesen Monat vielleicht selbst ein großartiges neues Buch entdeckt?
Lasst es mich wie immer gerne in den Kommentaren wissen – ich freue mich!

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