Rückblick

Mein Lesemonat Mai

 

Hallo, ihr Lieben! Eigentlich hatte ich erwartet, dass ich aufgrund meiner Bachelorarbeit im Mai wieder nur minimalst zum Lesen kommen würde, aber da habe ich mich offensichtlich getäuscht – eigentlich sollte ich inzwischen ja auch wissen, dass ich immer dann am meisten lese, wenn ich eigentlich am wenigsten Zeit dazu habe. Nun gut, ich beschwere mich nicht – zumindest noch nicht, Ende des Monats wenn ich die Bachelorarbeit dann abgeben muss vielleicht schon – und bin einfach froh, diesen Monat mal wieder überdurchschnittlich viel gelesen zu haben. Ganze acht Bücher sind es geworden, so viel habe ich dieses Jahr in noch keinem Monat gelesen!
Und diese hier waren es:

Peter Darling – Austin Chant
(164 Seiten)

Star Wars Nachspiel: Lebensschuld – Chuck Wendig
Star Wars Nachspiel #2
(572 Seiten)

Wonder – R.J. Palacio
(315 Seiten)

Days of Blood and Starlight – Laini Taylor
Daughter of Smoke and Bone #2
(517 Seiten)

The Book of Strange New Things – Michel Faber
(585 Seiten)

Two Boys Kissing – David Levithan
(285 Seiten)

Kafka am Strand – Haruki Murakami
(637 Seiten)

Franny and Zooey – J.D. Salinger
(202 Seiten)

Insgesamt macht das 3277 Seiten – deutlich mehr als ich bisher pro Monat gelesen habe. Noch mehr als darüber freue ich mich aber, dass wirklich jedes Buch, das ich diesen Monat gelesen habe, mir gefallen hat – tatsächlich habe ich diesen Monat kein Buch mit weniger als 4 Sternen bewertet!

Deswegen ist es auch wirklich schwer, mich auf nur einen Favoriten festzulegen. Ganz knapp vor den anderen Büchern gewinnt dieses Rennen wohl „Peter Darling“ von Austin Chant, eine Peter Pan Geschichte mit einem trans Protagonisten und einer Liebesgeschichte zwischen zwei Männern, die mich nicht nur aufgrund ihrer Diversität sondern auch wegen ihres wunderschönen, atmosphärischen Schreibstils begeistert hat. Ich hätte wirklich nicht erwartet, dass dieses nur etwa 160 Seiten lange Buch mich derart begeistern würde – definitiv ein neuer Liebling!
Den zweiten Platz meiner Highligt-Liste diesen Monat teilen sich „Franny und Zooey“ von J.D. Salinger und „The Book of Strange New Things“ von Michel Faber. Ersteres ist ein ebenfalls recht kurzes Büchlein, das ich erst vor zwei Tagen beendet habe, und das mir wirklich Spaß gemacht hat. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Tiefe und Charakter es entwickelt, obwohl es eigentlich nicht besonders viel Handlung aufweisen kann – wirklich ganz große Klasse! Zweiteres ist eines der Bücher, die ich dieses Jahr zum Geburtstag bekommen habe, und auf das ich schon länger ein Auge hatte – es hat mich definitiv nicht enttäuscht! „The Book of Strange New Things“ ist ein wunderschön geschriebener, eher ruhiger, dafür aber sehr atmosphärischer Roman, wie ich ihn zuvor noch nie gelesen habe. Es ist ein Buch, das man unmöglich in nur ein paar Sätzen zusammenfassen kann – man muss es einfach gelesen haben, um zu verstehen, warum es so besonders ist.
Auch wirklich, wirklich gut gefallen hat mir diesen Monat „Kafka am Strand“ von Haruki Murakami, ein Buch, das ich erst diesen Monat gekauft und sofort gelesen habe. Es war mein zweiter Roman von Murakami, und obwohl es ganz anders war als „Naokos Lächeln“ , welches ich zu Beginn des Jahres gelesen habe, hat es mich doch auf die gleiche Weise verzaubert und gefangen genommen. Ich bin wirklich froh, mich endlich an Murakamis Werke herangetraut zu haben – er ist ein Meister seines Fachs!
Auch „Wonder“ von R.J. Palacio war ein wirklich besonderes Buch – in jedem anderen Monat, in dem ich nicht so viel gelesen habe, hätte es vermutlich spielend die Favoriten-Position einnehmen können. Ich habe die Geschichte des kleinen August, der das Treacher-Collins-Syndrom hat, wirklich unheimlich gerne gelesen – sie spricht so viele ernste, wichtige, erschreckende Themen an und verliert dabei doch nie ihren Humor. Vor allem August mit seiner einzigartigen Erzählstimme habe ich als Protagonisten sehr geschätzt!
Two Boys Kissing“ habe ich diesen Monat mit dem Zwitscherbooks-Buchclub gelesen. Das Buch hat nicht nur Spaß gemacht und sich sehr schnell lesen lassen, vor allem seine starke Botschaft und die einzigartige, wirklich sehr interessante Erzählweise haben mir unheimlich gut gefallen.
Zu guter Letzt habe ich diesen Monat auch noch zwei Reihen weitergelesen – mit „Days of Blood and Starlight“ habe ich den zweiten Band der „Daughter of Smoke and Bone“-Trilogie von Laini Taylor beendet, deren ersten Band ich im März verschlungen habe. Seit langem ist diese mal wieder eine ganz klassische YA-Trilogie, die mir wirklich, wirklich Spaß macht, und ich hoffe, auch Band drei bald lesen zu können! Auch „Star Wars Nachspiel: Lebensschuld“ von Chuck Wendig hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich aufgrund der langen Pause zwischen Band eins und Band zwei ein bisschen gebraucht habe, um mich wieder in die Geschichte einzufinden. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band, der im August diesen Jahres erscheinen wird!

Was meine Lesevorsätze angeht, so habe ich diese auch im Mai nicht so ganz erfüllt. Obwohl ich so viele Bücher gelesen habe war kein einziges von einem_r deutschen Autor_in dabei, dafür aber mit „Peter Darling“, „Two Boys Kissing“ und „Star Wars Nachspiel: Lebensschuld“ gleich drei Bücher mit queeren Protagonisten.
Mit der SuB-Verkleinerung und dem Ausprobieren neuer Genres hat es diesen Monat aber wieder nicht so gut geklappt und auch von meiner Leseliste war kein Buch dabei – ich muss aber auch ehrlich sagen, dass ich mich in dieser Hinsicht momentan absolut nicht stressen will. Zwar sind meine Leseziele für mich ohnehin nie eine Pflicht, und ich fühle mich davon grundsätzlich nicht unter Druck gesetzt – ganz im Gegenteil freue mich immer sehr, meinen Lesehorizont auf diese Weise erweitern zu können, sonst würde ich mir diese Ziele gar nicht erst setzen – aber da die Uni mich momentan wirklich sehr in Beschlag nimmt habe ich zur Zeit einfach keine Energie oder Lust mehr übrig, mich aktiv darum zu kümmern. Das ist aber wie gesagt total okay so – das Lesen soll schließlich vor allem Spaß machen, und spätestens im Herbst sollte das dann auch wieder besser laufen.

Puh – ich habe diesen Monat so viel gelesen, dass dieser Monatsrückblick schon wieder viel zu lang geworden ist. Ich hoffe, ihr verzeiht es mir! Was habt ihr diesen Monat denn so gelesen? Herrscht bei euch gerade eher Flaute oder habt ihr auch einen überraschend guten Lesemonat hinter euch? Habt ihr eines der Bücher, die ich gelesen habe, auch schon gelesen, oder diesen Monat vielleicht selbst ein großartiges neues Buch entdeckt?
Lasst es mich wie immer gerne in den Kommentaren wissen – ich freue mich!

Rückblick

Mein Lesemonat April

Hallo, ihr Lieben! Diesen April habe ich eine Hausarbeit fertig geschrieben, mein achtes – und vorraussichtlich letztes! – Bachelorsemester begonnen und außerdem Geburtstag gehabt. Es war also ein ziemlich ereignisreicher Monat für mich, weshalb ich auch kaum zum Lesen gekommen bin – sechs Bücher hatte ich mir vorgenommen, drei sind es dann schlussendlich geworden.
Und diese hier waren es:

Das dunkle Herz des Waldes – Naomi Novik
571 Seiten

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten – Becky Chambers
544 Seiten

Skargat: Der Pfad des schwarzen Lichtes – Daniel Illger
(Skargat #1)
568 Seiten

Insgesamt sind das 1683 Seiten – wie in den bisherigen Monaten dieses Jahres auch deutlich weniger als ich noch letztes Jahr im Durchschnitt pro Monat gelesen habe. Ich schiebe das mal auf die Uni, denn da ich dieses Semester einen wirklich ziemlich vollen Stundenplan habe und noch dazu mein Bachelorarbeit auf dem Plan steht wird mein Lesepensum sich auch die nächsten Monate höchstwahrscheinlich nicht gerade erhöhen.

Mein Lieblingsbuch diesen Monat war ohne Zweifel „Das dunkle Herz des Waldes“ von Naomi Novik. Ich hatte gar keine allzu großen Erwartungen an das Jugendbuch, war dann aber total begeistert von den Charakteren, dem Worldbuilding und schlicht und ergreifend dem einzigartigen Charme dieses märchenhaften Romans. Definitiv ein Buch, das ich irgendwann noch einmal lesen werde!
Die anderen beiden Bücher die ich diesen Monat gelesen habe waren beide keine Enttäuschungen, komplett vom Hocker gerissen haben sie mich aber leider auch nicht. Becky Chambers „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ war eine leichte, schnelle Space-Opera mit wahnsinnig liebenswerten Charakteren, die mir zwar viel Spaß gemacht hat, mich schlussendlich aber einfach nicht so wirklich packen konnte. Vor allem lag das wohl an der teilweise etwas unzusammenhängenden, teilweise aber auch etwas nichtssagenden Handlung, bei der mir irgendwie der rote Faden gefehlt hat. Sehr schön fand ich dafür aber, wie vielfältig das Buch ist – so gibt es zum Beispiel eine queere Protagonistin, eine Romanze zwischen zwei Frauen, einen ganzen Haufen nicht-binärer Geschlechersysteme sowie geschlechtsneutrale Pronomen, und eine deutliche Ableismuskritik.
Bei „Skargat: Der Pfad des schwarzen Lichtes“ von Daniel Illger mochte ich vor allem den Schreibstil und den Protagonisten, Mykar, sehr gerne. Es hat mir außerdem sehr gut gefallen, wie mysteriös das Buch war – genau das war aber auch manchmal das Problem. Ich hatte doch das ein oder andere Mal das Gefühl, dass das Buch einfach nicht wirklich auf den Punkt kommt, beziehungsweise vielleicht gar nicht so genau weiß, wo es eigentlich hinwill. Trotzdem hat es mir viel Spaß gemacht und ich hoffe, den zweiten Band auch bald lesen zu können!

Obwohl ich diesen Monat nur so wenig gelesen habe habe ich doch einige meiner Lesevorsätze für dieses Jahr erreicht – mit „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ hatte ich wie gesagt ein Buch mit einer queeren Protagonistin dabei, und mit „Skargat: Der Pfad des schwarzen Lichtes“ ein Buch eines deutschen Autors.
Mit den neuen Buchformen und Genres hat es dafür wieder nicht so gut geklappt – ich glaube, diesen Punkt werde ich einfach bis nach Abschluss meiner Prüfungen dieses Semester verschieben müssen, wenn ich wieder genug Zeit und Energie habe, um über sowas wirklich nachzudenken – und mein SuB hat sich dank meines Geburtstags wohl eher vergrößert als abgebaut. Ich habe wirklich eine ganze Menge toller Bücher gekriegt, die ich euch hoffentlich bald noch einmal genauer zeigen werde!
Auch von meiner Leseliste habe ich diesen Monat kein Buch gelesen, obwohl ich mir zu diesem Zweck eigentlich „Wonder“ von R.J. Palacio vorgenommen hatte. Mir hat dann aber einfach die Zeit gefehlt – vielleicht schaffe ich es ja im Mai, denn ich bin wirklich schon sehr gespannt auf das Buch! Außerdem will ich nächsten Monat noch Chuck Wendigs „Star Wars Nachspiel – Lebensschuld“ fertig lesen, welches ich schon begonnen habe, und hoffentlich auch „Days of Blood and Starlight“ von Laini Taylor, welches ich mir eigentlich auch schon für diesen Monat vorgenommen hatte.

Wie war euer Lesemonat April denn so? Habt ihr eher viel oder auch eher wenig gelesen? War ein neues Lieblingsbuch dabei, oder habt ihr vielleicht sogar eines von den Büchern gelesen, die ich auch gelesen habe? Was habt ihr euch für den Mai so vorgenommen? Lasst mir wie immer gerne einen Kommentar da – ich freue mich!

Rückblick

Mein Lesemonat März

Hallöchen, ihr alle! Der März war ein sehr schöner Monat für mich, wenn auch einer, in dem ich nur selten zum Lesen gekommen bin, weil ich gefühlt permanent mit meinem Freund in der Weltgeschichte rumgereist bin – eine knappe Woche waren wir in Prag, dann ein Wochenende in Leipzig auf der Buchmesse, und außerdem auch noch ein Wochenende zu Besuch bei seiner Schwester – und wenn ich dann doch mal zuhause war musste ich an meiner Hausarbeit schreiben.
Deshalb habe ich diesen Monat auch nicht besonders viele Bücher gelesen – gefallen haben sie mir aber alle! Diese vier waren es:

Warm Bodies – Isaac Marion
Warm Bodies #1
(239 Seiten)

Kindred – Octavia E. Butler
(295 Seiten)

Daugher of Smoke and Bone – Laini Taylor
Daughter of Smoke and Bone #1
(418 Seiten)

The Final Empire – Brandon Sanderson
Mistborn #1
(643 Seiten)

Insgesamt waren es diesen Monat also 1595 Seiten. Ich scheine – zumindest bisher – dieses Jahr generell weniger zu lesen als letztes und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Solange die Bücher mir gefallen stört mich das eigentlich nicht, aber wenn das so weitergeht werde ich wohl mein Leseziel auf Goodreads verringern müssen. Naja, mal sehen, wie sich das noch entwickelt!

Mein Favorit diesen Monat war wohl „Daugher of Smoke and Bone“ von Laini Taylor, welches mich trotz anfänglicher Schwierigkeiten schlussendlich mit seinem Schreibstil und vor allem seiner außergewöhnlichen Welt wirklich begeistern konnte, sodass ich mir auch gleich den zweiten Band der Reihe bestellt habe.
Auch wirklich gut gefallen hat mir „Warm Bodies“ von Isaac Marion – ein Buch, das ich wohl nie gelesen hätte, hätte meine Hausarbeit nicht mit Zombies zu tun, weswegen ich das Buch in der Hoffnung, es irgendwie verwenden zu können, mehr oder weniger spontan bei ReBuy mitbestellt habe. Ich habe absolut nicht damit gerechnet, auf einen so witzigen und gleichzeitig so emotionalen Roman zu stoßen, der mich mit seiner Vielschichtigkeit wirklich begeistert hat!
Octavia E. Butlers „Kindred“ war das diesmonatige Buch des Zwitscherbooks Buchclubs, welches ich – obwohl es stellenweise ein wirklich heftiges Buch war – gerne zusammen mit dem Buchclub gelesen habe. Je länger ich darüber nachdenke, desto besser und wichtiger erscheint „Kindred“ mir, sodas ich mir sicher bin, es noch lange im Gedächtnis zu behalten!
Zu guter Letzt habe ich auch noch „The Final Empire“ gelesen, den ersten Band von Brandon Sandersons „Mistborn“-Reihe. Trotz einiger Längen hat das Buch mir wirklich gut gefallen, vor allem aufgrund seiner interessanten Welt und den gut ausgearbeiteten Charakteren, sodass es sicher nicht das letzte Sanderson Buch war, das ich gelesen habe!

Mit meinen Lesevorsätzen für 2017 hat es im März nicht ganz so gut geklappt, ich muss aber zugeben, dass mir das schon zu Beginn des Monats klar war, sodass ich es jetzt auch nicht weiter schlimm finde. Mit „Kindred“ von Octavia E. Butler hatte ich zumindest sowohl eine schwarze Protagonistin als auch eine schwarze Autorin dabei, dafür aber keine deutschen Autor_inn_en oder neue Genres oder Buchformen.
In dieser Hinsicht will ich mich aber wirklich überhaupt nicht stressen – das Jahr ist ja noch lang und spätestens wenn ich im nächsten Semester meine Bacherlorarbeit abgegeben habe werde ich wahrscheinlich auch wieder Zeit haben, gezielter zu lesen.

Wie war euer Lesemonat März denn so? Wart ihr auch auf der Leipziger Buchmesse? Was habt ihr so gelesen? Irgendein neuer Liebling, den ich mir unbedingt einmal genauer anschauen sollte? Habt ihr eines der Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe, vielleicht auch schon gelesen? Was habt ihr so für Lesepläne für den nächsten Monat?
Lasst mir gerne einfach einen Kommentar da, wenn ihr mögt!

Rückblick

Mein Lesemonat Februar

Weil dieses Semester alle meine Klausuren in den ersten zwei Februarwochen lagen, war der Monat um ehrlich zu sein ziemlich stressig für mich. Ich habe es in dieser ersten Februarhälfte auch tatsächlich nicht geschafft, auch nur ein einziges Buch zu lesen – umso überraschter bin ich deshalb natürlich, dass ich in den letzten beiden Wochen des Monats dann doch noch auf sechs Bücher gebracht habe.
Und das hier sind sie:

Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe – Benjamin Alire Sáenz
(359 Seiten)

Die Wand – Marlen Haushofer
(276 Seiten)

Love Letters to the Dead – Ava Dellaira
(407 Seiten)

World War Z: Operation Zombie – Max Brooks
(444 Seiten)

Der Schneesturm – Vladimir Sorokin
(207 Seiten)

Feed: Viruszone – Mira Grant
Newsflesh #1
(506 Seiten)

Insgesamt sind das 2199 Seiten, mehr als doppelt so viel wie noch im letzten Monat. Mal sehen, ob dieses Lesepensum sich hält – ich bezweifle das eher, schließlich muss ich im März auch noch eine Hausarbeit schreiben und ab April dürfte dann auch meine Bachelorarbeit anstehen, so wirklich Pause und Zeit, einfach nur für mich zu Lesen, habe ich also wohl erst im Sommer wieder.

Mein absolutes Lieblingsbuch diesen Monat war „Die Wand“ von Marlen Haushofer, ein Buch, über das ich schon sehr viel Gutes gehört hatte, und das ich wirklich wahnsinnig gerne gelesen habe. Mit seiner ruhigen, aber doch atmosphärischen und mitreißenden Art konnte es mich absolut begeistert!
Auch sehr gerne gelesen habe ich diesen Monat „Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe“ von Benjamin Alire Sáenz, zusammen mit dem Zwitscherbooks-Buchclub auf Twitter. Zwar habe ich erst ein wenig gebraucht, um mich an den knappen Erzählstil zu gewöhnen, und die ein- oder andere Sache ist mir ein wenig zu kurz gekommen, aber insgesamt konnte das Buch mich mit seiner einfühlsamen Art und vor allem den wichtigen Themen, die es anspricht, doch für sich gewinnen!
Auch Ava Dellairas „Love Letters to the Dead“ mochte ich, obwohl ich das Ende insgesamt nicht ganz so gelungen fand und mir auch hier beim Lesen ein, zwei Kleinigkeiten aufgefallen sind, die mir nicht so gut gefallen haben, sehr gerne. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen an das Buch, war dafür dann aber umso überraschter davon, wie tiefschürfend und emotional es war – Laurels Geschichte ist mir wirklich nahegegangen und so konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
Außerdem haben diesen Monat für mich vor allem die drei Zombie-Bücher ausgemacht, die ich in Vorbereitung auf meine Hausarbeit gelesen habe.
Das erste davon war „World War Z: Operation Zombie“ von Max Brooks, welches vor allem durch seine Vielstimmigkeit auffällt – das Buch hat keinen wirklichen Protagonisten, der einem klaren Handlungsstrang folgt, sondern dutzende einzelne Figuren, die jeweils eine Situation aus ihrem Leben während oder nach der Zombie-Apokalypse schildern. Das hat es zwar manchmal schwierig gemacht, dem Buch zu folgen, und vor allem in der ersten Hälfte wurde so kaum Spannung aufgebaut, insgesamt war es aber sehr interessant und wirklich speziell, sodass mir das Buch bestimmt noch eine Weile in Erinnerung bleiben wird.
Der Schneesturm“ von Vladimir Sorokin ist eigentlich gar kein Zombie-Buch im klassischen Sinne, und ich weiß nicht, ob ich es für meine Hausarbeit überhaupt werde verwenden können, aber trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen! Ziemlich absurd und sehr symbollastig führt Sorokin einen auf 200 Seiten durch einen grausamen Schneesturm in einem stellenweise fast märchenhaft anmutenden, winterlichen Russland, und obwohl ich bestimmt nicht jede Anspielung verstanden habe, so ist mir beim Lesen doch nie langweilig geworden. „Der Schneesturm“ wird also bestimmt nicht mein letztes Buch von Sorokin sein!
Feed: Viruszone“ , das erste Buch aus Mira Grants „Newsflash“-Trilogie war wohl das schwächste Buch, das ich diesen Monat gelesen habe, aber trotzdem hat es mir auch irgendwie Spaß gemacht. Zwar konnte ich die Protagonistin – die ich am Anfang noch wirklich gerne mochte – mit ihrem einfältigen, egozentrischen Gerede zum Schluss hin einfach nicht mehr hören, und auch die pseudo-intellektuellen Blogposts, die an jedes Kapitel angehängt waren, haben mich auf Dauer ziemlich gelangweilt, dafür war das Buch aber sehr locker und relativ angenehm geschrieben und – obwohl es sich manchmal sehr gezogen hat – stellenweise auch ziemlich spannend.

Alles in Allem bin ich mit meinem Lesemonat sehr zufrieden. Mit meinen Lesevorsätzen für dieses Jahr hat es im Februar eher so mittelmäßig geklappt – mit „Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe“ habe ich ein Buch mit einem queeren Latinx Protagonisten gelesen, und mit Marlen Haushofer eine deutschsprachige Autorin untergebracht, ein neues Genre oder eine neue Buchform war für mich aber nicht dabei. Dazu werde ich wahrscheinlich auch im nächsten Monat – der Hausarbeit sei Dank – nicht wirklich kommen. Aber das Jahr ist ja noch lang.

Wie war euer Lesemonat Februar denn so? Habt ihr eher viel oder eher wenig gelesen? War irgendein neuer Liebling dabei, den ich mir unbedingt auf die Leseliste schreiben sollte? Oder vielleicht sogar ein Buch, das ich diesen Monat auch gelesen habe?
Habt ihr denn schon Lesepläne für den nächsten Monat? Und – ganz wichtig – werdet ihr im März ebenfalls auf der Leipziger Buchmesse sein? Ich bin nämlich vorraussichtlich wieder mit am Start und würde mich natürlich sehr freuen, dort vielleicht das ein- oder andere bekannte Gesicht zu sehen.
Lasst mir wie immer gerne einen Kommentar da, wenn ihr mögt!

Rückblick

Mein Lesemonat Januar

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Ich muss zugeben, dass der Januar mir irgendwo zwischen Unistress, Prüfungsstress, Lernstress und noch mehr Unistress ein wenig verloren gegangen ist – irgendwie hatte ich immer irgendetwas zu tun und bin zu nichts so wirklich gekommen. Das merkt man an meinem Blog – eigentlich hatte ich mir nämlich für das neue Jahr eine ganze Menge cooler, neuer Ideen ausgedacht, um nicht ständig nur Rezensionen und Monatsrückblicke zu schreiben, was aber diesen Monat komplett untergegangen ist – aber auch schon an den Büchern, die ich gelesen habe selbst, denn auch in dieser Hinsicht habe ich im Januar leider nicht so viel geschafft, wie ich wollte – klägliche drei Stück sind es geworden. Die mochte ich dafür aber zumindest auch alle sehr gerne!
Und um diese Bücher geht es:

Der Report der Magd – Margaret Atwood
(398 Seiten)

Love in the Time of Global Warming – Francesca Lia Block
(230 Seiten)

Naokos Lächeln – Haruki Murakami
(416 Seiten)

Insgesamt sind das 1044 Seiten, was sogar etwas mehr ist, als ich erwartet hätte. Ich hoffe trotzdem, dass das kein Omen für den Rest des Jahres ist – 2016 habe ich ja mit fast 4500 Seiten begonnen, und auch der Rest des Jahres ist dann lesetechnisch sehr erfolgreich geworden.
Mein Highlight diesen Monat war ohne Zweifel „Naokos Lächeln“ von Haruki Murakami. Es war mein erstes Buch von Murakami, aber mit Sicherheit nicht mein letztes – denn „Naokos Lächeln“ hat mich mit seiner grandiosen, atmosphärischen Erzählweise komplett mitgerissen. Es war so ruhig und gleichzeitig so spannend – einfach ein einzigartiges Buch, dem ich mich absolut nicht mehr enziehen konnte.
Auch die anderen beiden Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe, mochte ich aber wie gesagt sehr gerne. „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood stand schon seit Ewigkeiten auf meiner Leseliste, und ich habe mich sehr gefreut, es zusammen mit dem Zwitscherbooks-Buchclub zu lesen. Der Roman ist nicht nur spannend und gut geschrieben sondern geht auch wirklich unter die Haut und spricht dabei zahllose wichtige, gesellschaftliche Themen an – ohne Zweifel mehr als nur lesenswert. Auch von Margaret Atwood will ich in Zukunft gerne noch mehr lesen!
Auch „Love in the Time of Global Warming“ von Francesca Lia Block hat mich trotz seiner Kürze begeistert. Mit seinem wunderschönen, poetischen Schreibstil, der leichten, fast fließenden, an die Odyssee angelehnten Geschichte, den liebenswerten Charakteren und natürlich der vielen Queerness ist es ein ganz besonderes Buch, das ich gerne irgendwann noch einmal lesen möchte!
Enttäuschungen gab es diesen Monat glücklicherweise keine – nur meine Lesevorsätze konnte ich nicht alle einhalten. Mit „Love in the Time of Global Warming“ hatte ich zwar ein Buch mit einer queeren Protagonistin und mit „Naokos Lächeln“ eines mit einem – natürlich – asiatischen Protagonisten, aber einen deutschen Autor habe ich diesen Monat leider nicht untergebracht. Auch ein neues Genre oder eine neue Buchform habe ich diesen Monat nicht ausprobiert, aber dafür habe ich ja auch noch Zeit – nach den Klausuren dann vielleicht.

Das war er dann auch schon wieder, mein – diesmal etwas kürzerer – Monatsrückblick für den Januar. Ich hoffe, ihr seid gerade alle etwas weniger gestresst als ich und kommt deshalb vielleicht auch etwas häufiger zum Lesen.
Habt ihr im neuen Jahr denn schon einen Schatz entdeckt, den ich unbedingt auf meine Wunschliste setzen oder auf meinem SuB nach oben schieben sollte? Oder habt ihr vielleicht ganz im Gegenteil ein Buch gelesen, das euch maßlos enttäuscht hat, und von dem ich lieber Abstand nehmen sollte? Habt ihr eines der Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe, vielleicht auch schon gelesen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

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