Rezension

Cujo

von Stephen King

Bertelsmann Verlag, 384 Seiten

Preis: 8,99€

Inhalt

Cujo, ein zwei Zentner schwerer Bernhardiner, ist der Liebling von ganz Castle Rock, einer verträumten Kleinstadt im amerikanischen Bundesstaat Maine. Eines Tages jagt Cujo ein Wildkaninchen, das sich in einem versteckten Erdloch in Sicherheit bringt. In blindem Jagdeifer will der Hund seine Beute verfolgen und wird dabei mit einem teuflischen Virus infiziert, das die Idylle von Castle Rock nach und nach in eine Hölle verwandelt, die von einem vierbeinigen, mordgierigen Ungeheuer beherrscht wird.

Meine Meinung

Ich habe Cujo zusammen mit Liesa und Jojo für meinen Stephen King Lesemonat gelesen, weil es mir schon von so vielen verschiedenen Leuten immer wieder empfohlen wurde.

„Cujo“ war vor allem eins, nämlich unheimlich spannend. Es ist mir wirklich, wirklich schwer gefallen, es aus der Hand zu legen, und es hat sich auch unheimlich schnell gelesen. Ich habe immer mal wieder eine Pause gemacht und währenddessen „ES“ weitergelesen, hätte ich das nicht getan, wäre ich mit Sicherheit innerhalb von ein oder spätestens zwei Tagen fertig gewesen.
Diese „Schnelligkeit“ ist aber auch irgendwie mein Haupt-Kritikpunkt an dem Buch – vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass ich eben gleichzeitig „ES“ gelesen habe, was mehr als doppelt so lang ist wie „Cujo“ und sich dementsprechend natürlich auch viel langsamer entwickelt – es ging mir einfach alles etwas zu schnell. Ich hatte kaum Zeit mich wirklich in die Charaktere oder das Geschehen einzufühlen, ich hatte oft das Gefühl, dass wahnsinnig viele Sachen angeschnitten wurden ohne wirklich zu Ende geführt zu werden, weil zwischendrin schon wieder etwas neues eingebracht wurde.
Am Anfang hatte ich auch große Probleme damit, mich überhaupt im Buch zurechtzufinden, weil es durch die vielen Perspektiven und die unangekündigten, teilweise sehr ruckartigen Sichtwechsel meiner Meinung nach etwas chaotisch geraten ist. Ich hatte irgendwie das Gefühl, als hätten dem Buch entweder noch 100 Seiten mehr gefehlt, um alles tatsächlich vollkommen auszuarbeiten, oder als wäre es vielleicht ganz gut gewesen, ein paar der „losen Enden“ herauszukürzen und sich dafür mehr auf anderes zu konzentrieren, um zumindest das komplett unterzubringen.
Vielleicht lag diese anfängliche Verwirrung und das anhaltende Nicht-Verstehen einiger Sachen aber auch einfach daran, dass ich „Dead Zone“ nicht gelesen habe – mir war nicht bewusst, dass die beiden Bücher irgendwie zusammenhängen, aber vielleicht hätte ich so die ein oder andere Anspielung oder einige Charaktere besser verstanden, die bei mir so etwas für Verwirrung gesorgt haben.

Dadurch, das alles so schnell ging, konnte mich das Buch – obwohl es, wie gesagt absolute spannend und packend war – leider einfach nicht so berühren, nicht so mitreißen wie andere King-Bücher es tun. Das heißt natürlich nicht, dass mich das Buch komplett kalt gelassen hat – ich hätte es wirklich am liebsten in einem Rutsch durchgelesen, und obwohl ich mir das Nägelkauen schon vor Jahren abgewöhnt habe, wären meine Nägel „Cujo“ fast wieder zum Opfer gefallen, weil es einfach so, so, so spannend war. Ich fand es fantastisch, wie die Veränderung, die in Cujo vorging, geschildert wurde, und ich habe wirklich extrem mit Donna und ihrem kleinen Jungen mitgefiebert. Nachdem ich das Buch fertig hatte, hätte ich glaube ich fast angefangen zu weinen, so sehr hat das Ende meine Nerven strapaziert – es war wirklich ein gutes und vor allem sehr spannendes Buch und ich bin froh, es gelesen zu haben!

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