Rezension

Das Spiel

von Stephen King

Originaltitel: Gerald's Game

Heyne Verlag, 345 Seiten

Preis: 9,99€

Inhalt

Ein friedliches Landhaus in Maine wird zum Schauplatz des Schreckens. Jessie Burlingame will aus dem brutalen „Spiel“ ihres Mannes aussteigen. Als dieser nicht hören will versetzt sie ihm einen Tritt – mit für ihn tödlichen Folgen. Mit Handschellen ans Bett gefesselt, beginnt für Jessie ein quälender Albtraum.

Meine Meinung

„Das Spiel“ war das zweite Buch, das ich im Rahmen meines Stephen King Lesemonats gelesen habe – bei meinem letzten Buch, Revival, war ich schon überrascht, wie schnell ich es durchgelesen hatte – bei „Das Spiel“ habe ich das nochmal getoppt, denn ich konnte einfach nicht mehr aufhören und habe es fast komplett innerhalb eines einzigen Tages gelesen.

Das liegt natürlich einfach daran, dass „Das Spiel“ unheimlich fesselnd und spannend ist. Ich konnte es wirklich, wirklich nicht mehr weglegen, sobald es einmal an Fahrt aufgenommen hat, und habe fast den gesamten Tag mit dem Buch im Bett verbracht – sogar ohne Essen. „Das Spiel“ ist so unheimlich vielschichtig, es zeigt einen Überlebenskampf auf so vielen verschiedenen Ebenen, das macht es wirklich unheimlich interessant zu lesen. Man weiß nie, was kommt, bis es da ist, und das Ende gibt dem Ganzen nochmal eine ganz neue, ganz andere Wendung. Ich habe das Buch am hellichten Tage gelesen und trotzdem eine – verzeiht meine Ausdrucksweise – Scheißangst weil es einfach so unter die Haut ging. Das war absolut fantastisch, denn ich liebe es, wenn ich mir vor Büchern oder Filmen so richtig schön gruseln kann, aber leider kommt das, je älter ich werde, immer seltener vor. „Das Spiel“ hat es geschafft.
Es war King auf seine beste, psychologische Art – ich konnte gar nicht anders, als mit Jessie fühlen. Ich hatte Angst mit ihr und bin mit ihr verzweifelt, habe mich mit ihr geekelt, und sobald es wieder einen Funken Hoffnung gab hat mein Herz mit ihrem angefangen, wie wild zu schlagen, und ich hatte Angst, dass mir das Buch vor Aufregung gleich aus der Hand fallen würde. Auf diese Weise habe ich das bisher nur bei „Sie“ erlebt, und ich bin inzwischen fest davon überzeugt, dass King ein fantastischer Psycho-Thriller-Author geworden wäre, hätte er sich nicht dem Horror gewidmet.

Es war wirklich, wirklich fantastisch. Ich kann gar nicht viel mehr dazu sagen, außer, dass ich das Buch wirklich nur empfehlen kann. Wenn ihr – wie ich, bevor ich es jetzt endlich getan habe – schon lange überlegt, es zu lesen, aber bisher noch keine Zeit dazu gefunden habt, tut euch selbst einen Gefallen und lest es, jetzt sofort. Ihr könnt mir später danken. Ihr werdet es lieben.

Kommentare

  • Merowinger

    Hmm, vielleicht sollte ich doch mal wieder zu einem Buch von King greifen. 🙂

    • sacinee | BÜCHERJÄGER

      Du wärst bei meinem Lesemonat auf jeden Fall willkommen. 😉
      Aber nein jetzt mal ehrlich, ich würde „Das Spiel“ glaube ich wirklich auch empfehlen, wenn man King normalerweise nicht so liest. Es ist – meiner Meinung nach – echt sehr, sehr gut! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.