Rezension

Feuerkind

von Stephen King

Originaltitel: Firestarter

Bastei Lübbe Verlag, 479 Seiten

Preis: 9,99€

Inhalt

Charlie ist acht Jahre alt und das süßeste, unwiderstehlichste kleine Mädchen, das man sich vorstellen kann. Sie ist alles, was sich ein stolzer Vater wie Andy McGhee wünschen könnte und mehr, als er sich in seinen schlimmsten Träumen ausmalt. Denn Charlie ist das Feuerkind, geboren aus einem unverantwortlichen Experiment. Ihre Gedanken können töten. Ihre Augen bringen das flammende Inferno.Kann Andy seine Tochter retten? Vor dem Geheimdienst, der sie jagt, vor skupellosen Politikern, die sie als Waffe mißbrauchen wollen, vor sich selbst?

Meine Meinung

„Feuerkind“ war das dritte Buch, das ich für meinen Stephen King Lesemonat gelesen habe. Ich hatte davor schon irgendwann einmal den zugehörigen Film gesehen, kann mich aber kaum daran erinnern, weswegen ich trotzdem ein sehr unvoreingenommenes Leseerlebnis hatte.

Der Angstfaktor bei diesem Buch ist eigentlich nicht durch die übersinnlichen Kräfte Charlies bedingt, sondern durch die Angst ihres Vaters um sie und sein ständiges Streben, sie sowohl von der Geheimorganisation „Die Firma“ zu schützen, von der sie gejagt werden, als auch vor sich selbst. Es war eine so reale, menschliche Angst, dass man sie wirklich zu 100% Prozent nachvollziehen und fühlen kann.
„Feuerkind“ war wahnsinnig spannend und packend. Ich konnte gar nicht anders, als mit Charlie und ihrem Vater mitzufiebern, was dadurch noch verstärkt wird, dass man als Leser immer etwas mehr weiß als die Beiden – auch wenn Andy und Charlie sich in Sicherheit wiegen weiß man immer, dass die Firma ihre Spur bereits wieder aufgenommen hat. Es ist wirklich sehr nervenaufreibend, vor allem, da ich die kleine Charlie wirklich ins Herz geschlossen habe – an den ganz spannenden Stellen hatte ich oft das Bedürfnis, ein paar Seiten vor zu blättern, um zu lesen, das doch alles nochmal gut ausgeht, weil ich vor Spannung und Sorge um die Beiden fast geplatzt wäre.
Der Aufbau des Romans hat mir auch sehr gut gefallen, genau wie das Ende. Es ist – meiner Meinung nach – eines der besten Enden, die Stephen King je geschrieben hat. Es war erst sehr schmerzhaft, dann sehr hoffnungsvoll, bittersüß und einfach perfekt. Auch die Figuren – gut wie böse – sind meiner Meinung nach alle sehr gut gelungen.

Alles in allem hat mir „Feuerkind“ wirklich sehr gut gefallen. Ich möchte es irgendwie nicht mit ganzen 5 Sternen bewerten, weil es nicht diesen „Es war wirklich eins der besten Bücher war, die ich je gelesen habe, warum habe ich es nicht schon viel früher getan!“-Faktor hat, den zuletzt „Das Spiel“ für mich hatte, aber abgesehen davon habe ich eigentlich nichts daran auszusetzen und es sind sehr, sehr wohlwollende 4,5 Sterne mit einer ganz klaren Empfehlung!

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