Rezension

Revival

von Stephen King

Heyne Verlag, 509 Seiten

Preis: 22,99€

Inhalt

Finster, mysteriös, elektrisierend

Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors.

Meine Meinung

„Revival“ war das erste Buch, welches ich für meinen Stephen King Lesemonat gelesen habe. Ich hatte um ehrlich zu sein damit gerechnet, gut eine Woche dafür zu brauchen – zumindest optisch wirkt es ja doch erstmal sehr dick – und war sehr überrascht festzustellen, dass ich es tatsächlich innerhalb von zwei Tagen durch hatte. Das liegt vor allem daran, dass das Buch nicht nur sehr spannend und unterhaltsam ist sondern sich auch sehr angenehm liest.

„Revival“ wurde wirklich nie langweilig und von ausufernden Beschreibungen oder Ausschweifungen – die ich an King ja eigentlich sehr liebe, die aber beim Lesen tatsächlich manchmal etwas anstrengend sind – fehlt hier jede Spur. Der Roman umfasst gut 50 Jahre, und vielleicht ist das sein großer Vorteil – denn wenn man eine so lange Zeit in ein Buch packen will, dann muss man sich einfach auf das Wesentliche konzentrieren. Kurz: Ich konnte „Revival“ nicht mehr aus der Hand legen, sobald ich es einmal aufgeschlagen hatte. Es war interessant erzählt, packend und actionreich. Wie immer bei King ist keine der Figuren perfekt, und bei weitem sind nicht alle liebenswert, aber ich konnte mich mit genügend handelnden Personen identifizieren, um sie gern zu haben.
Das ist aber natürlich nicht alles, denn sonst hätte ich dem Buch wohl volle 5 Sterne gegeben. Trotz seiner Kurzweiligkeit, der Spannung und der Unterhaltsamkeit hat mir bei „Revival“ einfach irgendwas gefehlt. Der Grusel-Faktor wollte nicht so recht aufkommen – überhaupt fand ich es etwas unglücklich, dass der übernatürliche Aspekt im Buch eigentlich erst auf den letzten 50 Seiten behandelt wird, was dem ganzen Ende einen etwas lieblos hingeklatschten Anstrich verlieh. Die Figur des Charles Jacobs kam mir etwas hölzern und unrealistisch vor, und einen Tick zu vorhersehbar war das Buch mir leider auch.

Alles in allem kann ich also sagen, dass „Revival“ mir zwar ganz gut gefallen, mich aber nicht unbedingt vom Hocker gerissen hat. Es hat zwar sehr viel Spaß gemacht, aber das gewisse Etwas, das das Buch zu etwas Besonderem gemacht hätte, war für mich einfach nicht vorhanden.
Wenn ihr vorhabt, es zu lesen, will ich euch aber auf keinen Fall davon abraten, weil es – wie bereits gesagt – trotzdem viel Spaß gemacht hat und sich sehr angenehm gelesen hat. Wenn ihr Interesse an dem Buch habt, könnt ihr auf der Heyne-Seite, oder natürlich auf Amazon mehr Informationen darüber erhalten!

Ich habe „Revival“ als kostenloses Rezensionsexemplar über das Bloggerportal der Randomhouse-Verlagsgruppe erhalten. Vielen Dank dafür, speziell natürlich an den Verlag Heyne!

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