Rückblick

Mein Lesejahr 2015

Schon wieder ist ein Jahr zu Ende gegangen – ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr 2016 gerutscht! Ich finde, 2015 ist nur so dahin geflogen, und es kommt mir wie gestern vor, dass es gerade begonnen hat. Dass aber doch einiges an Zeit vergangen ist sehe ich an den vielen Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe – insgesamt 66 Stück. Das ist  üfr meine Verhältnisse eine ganze Menge, vor allem wenn man bedenkt, dass ich mir zu Beginn des Jahres „nur“ 35 vorgenommen habe, weil ich fest davon überzeugt war, gar nicht mehr schaffen zu können. Dementsprechend werde ich in diesem Post auch nicht alle vorstellen, sondern nur einige, die besonders hervor gestochen sind – ich warne euch schon mal vor, dass dieser Post wahrscheinlich trotzdem viel zu lang wird.

Meine Highlights des Jahres

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Beginnen wir mit dem schönsten Teil dieses Lesejahres – mit den Bücher, die ich geliebt habe. Davon gab es eine ganze Menge, es war richtig schwierig, mich für nur zehn „Favoriten“ zu entscheiden.
Mein absolutes Lieblingsbuch dieses Jahr war „Tess of the D’Urbervilles“ von Thomas Hardy. Ich habe angefangen das Buch zu lesen, weil es in „Fifty Shades of Grey“ oft erwähnt wird und ich einfach nicht wollte, dass ich es nur aus diesem furchtbaren, furchtbaren Buch kenne, und dafür muss ich E.L. James wohl wirklich dankbar sein – die Art wie sie „Tess of the D’Urbervilles“ verwendet und zitiert hat ist zwar ekelerregend, wenn man weiß, worum es in dem Buch geht, aber sie hat mir damit eines meiner liebsten Bücher aller Zeiten und außerdem eine meiner absolut liebsten Protagonistinnen beschert.
Außerdem noch wirklich, wirklich gut gefallen hat mir dieses Jahr mein Reread von „ES“ , welches ich im Rahmen meines Stephen King Lesemonats gelesen habe, „Mein weißer Frieden“ von Marica Bodrožić – ein philosophischers, teils autobiographisches Buch über den Jugoslavienkrieg – sowie Ray Bradburys „The Illustrated Man“ und Dmitry Glukhovskys „Metro 2033„, welche ich alle für die Uni gelesen habe. Nicht auf dem Bild aber trotzdem ein wirklich tolles Buch war außerdem „Der Meister und Margarita“ von Michail Bulgakov. Ein ganz besonderes Erlebnis für mich war außerdem „Die linke Hand der Dunkelheit“ von Ursula K. Le Guin – diese beiden Bücher sind der Grund, warum meine Top 10 nun irgendwie doch eine Top 11 geworden ist, denn ich konnte mich einfach nicht entscheiden, wer den Platz nun mehr „verdient“ hat. Noch dazu kommen dann vier meiner liebsten Fantasy-Büchern beziehungsweise Reihen dieses Jahr – die „Grischa“ Trilogie von Leigh Bardugo, die „Abhorsen“ Trilogie von Garth Nix, sowie „Séance: Die erste Synergie“ von Julia Mayer und „A Darker Shade of Magic“ von V.E. Schwab, die beide den Autakt einer Reihe bilden.
Dazu aber gleich noch mehr, wenn ich die Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, noch einmal nach Genres aufteile.

Meine „Lowlights“ des Jahres

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Auch die Bücher, die mir dieses Jahr am wenigsten gefallen haben, dürfen in meinem Jahresrückblick natürlich nicht fehlen – allen voran steht hier der erste „Shades of Grey“ Band von E.L. James, der mein absolutes Hass-Buch nicht nur dieses Jahres sondern überhaupt ist. Selten habe ich ein Buch gelesen, das dermaßen dämlich, langweilig und schlecht geschrieben war – von dem (sexuellen) Missbrauch, der hier romantisiert wird ganz zu schweigen. Ich habe das Buch damals mit einer Freundin zusammen gelesen und mich deshalb verpflichtet gesehen, es auch zu beenden, ansonsten hätte ich es fröhlich nach drei Seiten schon in die Tonne getreten und mir selbst viel Leid erspart – es ist wirklich mit Abstand das allerschlechteste Buch, das ich in meinem ganzen Leben je gelesen habe, und das will schon was heißen.
Gefolgt wird dieses Fiasko von „Der verschollene Prinzvon C.S. Pacat, an das ich mich mit viel Vorfreude und hohen Erwartungen gemacht habe, nur um dann festzustellen, dass es nicht nur ebenfalls voll von (sexuellem) Missbrauch ist, sondern auch noch wirklich schlecht geschrieben und so langweilig, dass man beim Lesen fast einschläft. Auch hier habe ich mich gezwungen, das Buch zu Ende zu lesen, weil ich es als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen habe, hätte es aber lieber nicht getan. Hätte ich „Fifty Shades“ nicht gelesen, so wäre „Der verschollene Prinz“ wohl mein schlechtestes Buch des Jahres – so belegt es den zweiten Platz.
Außerdem maßlos enttäuscht war ich dieses Jahr vom ersten Band der Magisterium-Reihe, „Der Weg ins Labyrinth“ von Holly Black und Cassandra Clare, welches ich als Hörbuch gehört und als einziges Buch dieses Jahr abgebrochen habe. Das ganze Buch ist ein einziger, schlechter Harry Potter Abklatsch – die Handlung und die Charaktere sind wirklich alle geklaut, und dann auch noch unsympathischer, einfacher und einfach uninteressanter gemacht. Alles, was ich von dem Buch gelesen, beziehungsweise gehört habe, war im Grunde nur eine „Harry Potter in Amerika“-Fanfiction, die jede_r 12-Jährige besser hinkriegen würde – das muss man sich wirklich nicht antun.
Verglichen mit diesen drei Büchern ist „Feuer im Black Opal“ von Babra Annino geradezu ein Meisterwerk – zumindest habe ich dieses Buch nicht abgrundtief gehasst, teilweise hat es mir sogar richtig Spaß gemacht. Größtenteils war es aber trotzdem einfach nur langweilig und belanglos und ich hätte es wohl ebenfalls abgebrochen, hätte ich mich nicht zu einer Rezension verpflichtet gefühlt, weil ich das Buch auf Goodreads gewonnen habe.
Sonst gab es da noch ein paar Bücher, von denen ich eher enttäuscht war, die aber bei weitem nicht auf einem Level mit den eben genannten sind – zum Beispiel fand ich „Ignite Me“ von Tahereh Mafi, den letzten Band der „Shatter Me“ Trilogie mehr als nur schwach im Vergleich zum Beginn der Reihe und auch von Maggie Stiefvaters „Nach dem Sommer“ hätte ich mir einfach mehr erwartet.

Fantasy-Bücher

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Das Fantasy-Genre – vor allem High Fantasy – ist nach wie vor eines meiner liebsten Genres überhaupt, weswegen es auch nicht weiter verwunderlich ist, dass ich in diesem Genre die meisten Bücher dieses Jahr gelesen habe – ganze 23 Stück konnte ich, als ich sie noch einmal durchgesehen habe, als „Fantasy“ klassifizieren.
Hier könnt ihr meine fünf Lieblinge sehen, wobei ich für Reihen immer nur jeweils eines der Bücher, die ich gelesen habe, ausgewählt habe. Alle diese Bücher bestechen durch ihre fantastisch aufgebaute, einzigartige Welt und ihre wunderbaren, dreidimensionalen Charaktere, die man einfach nur lieben kann.
Die „Abhorsen“ Reihe von Garth Nix war dabei im Grunde ein Reread – da ich beim letzten Mal lesen mein Alter aber noch mit nur einer Zahl schreiben konnte und damals die Bücher auch einfach noch nicht so wirklich verstanden habe, war mir jedoch mehr neu als bereits bekannt. Ich hatte eigentlich gedacht, dass die Welt der „Abhorsen“ Reihe die fantastischste dieses Jahr werden würde, aber dann habe ich diesen Monat eben doch noch „A Darker Shade of Magic“ gelesen das in dieser Hinsicht wohl für lange Zeit unübertroffen sein wird.
Außerdem habe ich dieses Jahr die letzten beiden der bisher erschienenen Bänder der „A Song of Ice and Fire“ Reihe von George R.R. Martin verschlungen und mehr als nur geliebt. Ich kann es gar nicht erwarten, wie es mit der Reihe weitergeht, und hoffe wirklich, dass er sich mit dem Schreiben etwas beeilt – natürlich nur, wenn er dann immer noch die gewohnte Qualität liefern kann.
Auch die „Grischa“ Reihe besticht durch ihre grandiose Welt, und die einzigartige Nutzung von Magie. Ich habe die Trilogie innerhalb von kürzester Zeit verschlungen, weil ich – trotz der horrenden Preise der deutschen Hardcover-Ausgabe – einfach immer sofort mehr davon haben musste. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, „Six of Crows“, welches ebenfalls im Grischa-Universum angesiedelt ist, zu lesen!
Außerdem noch wirklich begeistert hat mich ein weiteres Buch, welches ich erst diesen Monat gelesen habe – „Séance“ von Julia Mayer. Ich bin ein wirklich großer Fan ihrer Bücher, bis jetzt konnte für mich aber noch keines davon an meine Lieblingsbücher von ihr, die „Old Souls“ Reihe heranreichen – dann kam „Séance“ und hat genau das geschafft. Ich freue mich wirklich schon wahnsinnig darauf, zu sehen, wie der Rest der Reihe sich entwickelt!
Außerdem noch sehr gerne mochte ich dieses Jahr „Der Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern und „The Miniaturist“ von Jessie Burton. In meine Top 5 haben sie es zwar nicht geschafft – dafür habe ich einfach zu viele fantastische Fantasy-Bücher dieses Jahr gelesen – aber trotzdem habe ich sie wirklich, wirklich gerne gelesen, weshalb ich sie nicht unerwähnt lassen wollte.

Dystopien und Sci-Fi-Bücher

Eigentlich ist es ja sowas wie mein persönlicher Pet Peeve, wenn Menschen Dystopien und Sci-Fi in eine Kategorie stecken, und eigentlich hatte ich das auch gar nicht vor – als ich dann aber die Fotos für meinen Blogpost machen wollte, ist mir aufgefallen, dass sich in meiner „Beste Dystopien“-Kategorie eigentlich nur zwei Bücher befinden, die wirklich Dystopien sind, und alles andere eigentlich besser zu Sci-Fi passt, also habe ich mich entschlossen, einfach beide Genres zusammen zu behandeln. Ich hoffe, ihr verzeiht mir also den Frevel.
Insgesamt habe ich sieben Dystopien und sechs Sci-Fi-Bücher gelesen. Außerdem sind da noch die zwei Star Wars Bücher, die ich gelesen habe, und die in keine der beiden Kategorien so wirklich passen, aber irgendwie eben doch was mit Weltraum zu tun haben.
Eines meiner beiden liebsten dystopischen Buch(reihen) waren dabei „Metro 2033“ von Dmitry Glukhovsky. Der Roman besticht vor allem durch seine einzigartige, absolut fantastische und packende Welt, in der sich Futuristisches perfekt mit Mittelalterlichem vermischt und dem Ganzen somit einen Hauch von Fantasy gibt.
Mein anderer Favorit ist die „Old Souls“ Reihe von Julia Mayer, die ich dieses Jahr anlässlich des Erscheinen des dritten Bandes noch einmal gelesen habe. Es war mittlerweile schon mein drittes Mal, dass ich in die harte, oft grausam und hoffnungslose und doch so wunderschöne Welt von „Old Souls“ eintauche, und ich liebe es immer noch genauso wie beim ersten Mal – ich freue mich schon wahnsinnig darauf, zu erfahren, wie es mit Avery & Co. im nächsten Band weitergeht!
Von den Sci-Fi-Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe, habe ich eigentlich alle geliebt. Zum einen ist da die „The Lunar Chronicles“ Reihe von Marissa Meyer, von der ich – nachdem ich im Dezember 2014 den ersten Band gelesen habe – dieses Jahr die letzten drei Teile verschlungen habe. Das erste Buch der Reihe, „Cinder“ , konnte mich damals noch nicht so überzeugen, aber die Reihe steigert sich wirklich mit jedem Buch und ich bin inzwischen einfach nur froh, diese grandiosen Bücher gelesen zu haben – Cyborgs, Raumschiffe, Außerirdische und Märchen geben zusammen mit einzigartigen und liebenswerten Charakteren einfach nur tolle Bücher.
Ein weiteres Sci-Fi-Highlight war dieses Jahr „Der Marsianer“ von Andy Weir, welches ich als Rezensionsexemplar vom Verlag erhalten habe. Das Buch war einfach nur durchwegs unterhaltsam und spannend und obwohl es nicht ganz für meine absolute Top 10 dieses Jahr gereicht hat würde ich es vorbehaltlos weiterempfehlen.
Außerdem sehr wichtig war mir natürlich das bereits erwähnte „Die linke Hand der Dunkelheit“ von Ursula K. Le Guin – ich habe zwar ein bisschen gebraucht, um mich wirklich in das Buch und die beschriebene geschlechtslose Gesellschaft auf einem fremden Planeten einzufinden, aber als das mal geschafft war, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Es war sowohl auf philosophischer wie auch auf rein unterhaltsamer Ebene absolut fantastisch und hat mich definitiv neugierig auf das restliche Werk der Autorin gemacht.
Zu guter Letzt wäre da noch „The Illustrated Man„, eine Kurzgeschichtensammlung von Ray Bradbury, die ich im Sommersemester für die Uni gelesen und absolut geliebt habe. Eigentlich liegen mir Kurzgeschichten ja eher nicht so, aber hier hat irgendwie alles gepasst und sowohl zum Nachdenken angeregt als auch einfach nur wirklich Spaß gemacht. Ich freue mich schon darauf, irgendwann einmal noch mehr von Bradburys Sci-Fi zu lesen!

Klassiker

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Ich weiß, ich weiß – „Klassiker“ sind eigentlich kein Genre, aber irgendwie möchte ich sie eben doch als eigene Kategorie behandeln. Vor allem, nachdem ich bei meinen Überlegungen für diesen Post bemerkt habe, was für eine erschreckend kleine Zahl ich davon dieses Jahr gelesen habe – magere fünf Stück! Und das, obwohl ich Klassiker eigentlich wahnsinnig gern lese – da möchte ich in Zukunft auf jeden Fall besser drauf achten.
Mein Lieblingsklassiker dieses Jahr war natürlich „Tess of the D’Urbervilles“ , was ja gleichzeitig auch mein Lieblingsbuch überhaupt war. Ich habe mich einfach wahnsinnig in Tess als Charakter sowie Thomas Hardys wunderschön geschwungenen, humorvollen Schreibstil verliebt. Ich konnte gar nicht anders, als Seite um Seite mit der Heldin dieses Romans mitzuzittern, und kein anderes Buch hat mich dieses Jahr derart begeistert und mitgenommen. Ich habe es wirklich, wirklich geliebt!
Außer „Tess of the D’Urbervilles“ habe ich dieses Jahr noch ein anderes Buch von Thomas Hardy gelesen, nämlich „Far from the Madding Crowd„. Das Buch ist deutlich fröhlicher als „Tess“ und hat mich zwar nicht ganz so tief berührt, aber trotzdem wahnsinnig gut unterhalten – ich mochte außerdem die Charaktere wirklich sehr gerne und hatte wirklich das Gefühl, in das Landleben im England des 19. Jahrhunderts einzutauchen.
Der dritte Klassiker, der dieses Jahr für mich heraus gestochen hat, war mein Reread von Goethes „Die Leiden des jungen Werther„. Viele Leser – erfahrungsgemäß vor allem solche, denen das Buch in der Schule aufgezwungen wurde – kommen ja mit Werthers emotionaler Art nicht so gut klar, aber für mich ist er einer meiner liebsten Protagonisten überhaupt – ich werde wohl nie darüber hinwegkommen, wie Goethe mir im Jahre 1774 so oft derart aus der Seele sprechen konnte.

Zeitgenössische Romane

In Ermangelung eines besseren Begriffs nenne ich diese Kategorie einfach „zeitgenössische Romane“ – gemeint sind Romane, die hier und jetzt in unserer Welt spielen. Vor allem lese ich in diesem Genre Young Adult Romane – insgesamt waren es dieses Jahr neun Stück, von denen ganze sechs auf meiner Bestenliste gelandet sind.
Mein erstes Buch hierfür ist John Greens „The Fault in our Stars„. Ich habe die Geschichte über die krebskranke Hazel und ihre große Liebe Gus dieses Jahr zum dritten oder vierten Mal gelesen habe und sie wird – obwohl ich mich lesetechnisch wohl langsam ein wenig weiterentwickle und nicht sagen kann, ob ich das Buch in ein paar Jahren noch immer zu meinen Lieblingsbüchern zählen werde – wohl immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben wird. Dieses Mal habe ich mit einem Textmarker meine Lieblingszitate markiert, was ich sonst nie mache, und die Geschichte somit noch einmal auf eine ganz neue Art und Weise kennengelernt.
Ein weiteres ganz besonderes Buch war dieses Jahr „Speak“ von Laurie Halse Anderson. Ich wünschte mir fast, ich hätte das Buch etwas früher gelesen, weil mir die einfühlende Art, wie die Autorin die Gefühle und Gedanken der 14-jährigen Melinda in Worte fasst damals bestimmt noch mehr bedeutet hätte. Auch so war es aber ein wirklich fantastisches und vor allem starkes, wichtiges Buch – ich werde in Zukunft definitiv noch mehr von Frau Anderson lesen.
Auch sehr gut gefallen hat mir „Dash & Lily’s Book of Dares“ von Rachel Cohn und David Levithan – es ist das einzige Buch auf dieser Liste, das nicht von irgendwelchen schweren, deprimierenden Problemen handelt, sondern einfach nur fluffig und unterhaltsam ist, aber das muss ja auch mal sein. Mir hat es einfach nur sehr viel Spaß gemacht, diese kleine Weihnachtsromanze zu lesen, und ich werde es mit Sicherheit nächstes Jahr wieder tun!
All the Bright Places“ von Jenny Niven ist im krassen Gegensatz dazu sogar äußerst deprimierend, auf eine Art und Weise, die mich sehr getroffen und sehr direkt berührt hat – umso mehr Kraft habe ich jedoch aus dem Buch ziehen können, wodurch ich dafür eigentlich nur dankbar bin. Ich bin auf jeden Fall froh darüber, dieses Buch, das sich direkter mit psychischen Erkrankungen auseinandersetzt als ich es je zuvor bei einem Jugendbuch gesehen habe, gelesen zu haben!
The Shock of the Fall“ von Nathal Filer ist das einzige Erwachsenenbuch auf dieser Liste und hat mir so unheimlich gut gefallen, dass ich es sogar meiner Mutter zu Weihnachten geschenkt habe. Das Thema „psychische Erkrankung“ wird hier noch einmal auf eine ganz andere Art und Weise angegangen, und vor allem die Art, in der das Buch geschrieben ist, hat mich nachhaltig beeindruckt – ich habe noch nie etwas gelesen, das so roh und echt gewirkt hat wie dieses Buch.
Zu guter Letzt ist da noch „Second Chance Summer“ von Morgan Matson, welches ich Anfang des Jahres mit einem Buchclub auf tumblr gelesen habe, den es inzwischen leider nicht mehr gibt. Beim Lesen des Buches habe ich gemerkt, dass ich mir selbiges vor vier, fünf Jahren schon einmal hatte kaufen wollen, es aber irgendwie nie getan habe, weil ich mich ein wenig vor der Thematik des sterbenden Vaters gefürchtet habe. Dieses Jahr war ich aber endlich bereit dazu, mich auch damit auseinanderzusetzen und obwohl viele Dinge in diesem Buch fast schon schmerzhaft ins Schwarze getroffen haben, war es auch irgendwie erbauend und voller Hoffnung – kurzum, ein wirklich gutes Buch.

Was mein Jahr ausgezeichnet hat.

Das waren natürlich nicht alle Bücherkategorien, in denen ich dieses Jahr gelesen habe, aber doch die Wichtigsten – um den Rahmen eines einzelnen Posts nicht zu sprengen will ich es dabei auch gerne belassen.
Das Lesejahr für mich bestimmt haben, neben den „Lunar Chronicles“ , die mich ja das ganze Jahr über begleitet haben und deshalb für mich wohl immer fest mit dem Jahr 2015 verbunden sein werden, außerdem noch die Entdeckung von Thomas Hardy als Autor – ich habe ein weiteres Buch von ihm schon neben meinem Bett liegen und werde es 2016 auf jeden Fall in Angriff nehmen – sowie auch der ausführliche Reread der „The Mortal Instruments“ Bücher von Cassandra Clare, den ich Mitte des Jahres eingelegt habe. Zwar konnte keines der Schattenjäger-Bücher mich mehr genug begeistern, um auf einer meiner Bestenlisten zu landen, aber insgesamt war dieser Reread doch ein sehr gutes und intensives Leseerlebnis. Außerdem ganz besonders hat mir dieses Jahr mein Stephen King Lesemonat im Oktober gefallen – es war wirklich fantastisch, mit so vielen tollen Leuten Bücher eines meiner absoluten Lieblingsautoren zu lesen, und ich freue mich wirklich darauf, so etwas irgendwann noch einmal zu veranstalten. Überhaupt habe ich dieses Jahr an mehreren Readathons, Readalongs und Buddy Reads teilgenommen, was mir jedes Mal unheimlich viel Spaß gemacht hat und was ich unbedingt beibehalten will.

Ich habe dieses Jahr insgesamt vier Reihen abgeschlossen, neun begonnen oder weitergelesen und drei nach dem ersten Buch abgebrochen. Insgesamt habe ich – laut Goodreads – mit meinen 66 Büchern 29,849 Seiten gelesen, was eine Steigerung um 9,185 Seiten, beziehungsweise 16 Bücher ist. Davon waren 21 5-Sterne Bücher, 31 4-Sterne Bücher, neun 3-Sterne Bücher, zwei 2-Sterne Bücher, zwei 1-Sterne Bücher und eines ohne Bewertung. Mein längstes Buch mit 1,183 Seiten war der Doppelband von Stephen Kings „Desperation„/“Regulator“ .
Trotz der Tatsache, dass ich viel mehr gelesen habe, als erwartet, konnte ich meinen TBR nicht wirklich verkleinern – allerdings hat er sich auch nicht vergrößert, es hält sich in etwa die Waage. Das liegt vor allem an der Entdeckung des Randomhouse-Bloggerportals, dessen Rezensionsexemplare zwar meinem Geldbeutel, nicht aber dem Abbau meines SuBs guttun, und an verführerischen Portalen für gebrauchte Bücher wie Rebuy oder Medimops, von denen ich mich mittlerweile zwanghaft fernhalten muss.
Auch von meinen Lesezielen habe ich viel nicht erreicht – ich habe Mitte des Jahres den Entschluss gefasst, mehr von deutschen Autoren zu lesen, aber auch einfach vielfältiger zu lesen und mehr Bücher, die Protagonisten außerhalb des weißen, heterosexuellen cisgender Schemas haben. Für beide Ziele hatte ich mir vorgenommen, bis Ende des Jahres mindestens 10 Bücher zu lesen – mein erstes habe ich mit neun Büchern beinahe erreicht, mein zweites mit vier Büchern eher nicht. Im nächsten Jahr will ich das auf jeden Fall besser machen, und mir diese Ziele bereits von Anfang an setzen – dazu werde ich in den nächsten Tagen auch noch einmal einen Extra-Post schreiben.

Alles in allem war 2015 aber ein wirklich, wirklich gutes Lesejahr für mich, und ich hoffe, dass 2016 ebenso gut wird. Ich hatte dieses Jahr vermehrt das Gefühl, dass ich mich als Leser weiterentwickle – immer öfter können mich Young Adult Bücher einfach nicht mehr so befriedigen wie früher, weswegen ich auch vermehrt versuche, mich in Erwachsenenbüchern zu finden – und ich bin sehr gespannt, wo dieser Weg noch hinführen wird.

Wie war eure Lesejahr 2015 denn so? Was waren eure liebsten und eure absolut un-liebsten Bücher dieses Jahr? Was sollte ich unbedingt auf meine Leseliste setzen? Lasst mir doch einen Kommentar oder einen Link zu euren eigenen Blogposts da, wenn ihr mögt – ich würde mich auf jeden Fall wahnsinnig freuen!

Kommentare

  • Das muss man sich mal auf Zunge zergehen lassen: 66 Bücher! 29,849 Seiten!! Respekt!
    Und dein Ziel für 2016 hast du ja selber schon festgelegt: mehr Klassiker lesen! (Das ist ein Befehl!) Und die Idee mit „häufiger deutsche Autoren“ finde ich auch gut. Vor allem Wolfgang Herrndorf und Clemens Meyer kann ich dir ans Herz legen. Aber auch Leif Randt, Sven Regener und und und. Und am besten wäre es natürlich Klassiker und Autor zu verbinden = deutsche Klassiker zum Beispiel.

    Mein Lieblingsbuch war wohl „Der Marsianer“. Gefreut habe ich mich auch dass ich soviele Autoren und Verlage für mich entdeckt habe, allen voran die Bronte-Schwestern und den Kröner Verlag.

    • sacinee | BÜCHERJÄGER

      Ich bin selbst auch immer noch ganz begeistert davon, wie viel ich dieses Jahr tatsächlich gelesen habe. Ich hätte selbst absolut nicht mit so einem Ergebnis gerechnet, mal schauen, wie es nächstes Jahr wird!
      Von Wolfgang Herrndorf hab ich bisher nur „Tschick“ gelesen, was ich aber wirklich, wirklich sehr mochte, deshalb habe ich eigentlich auch schon länger vor, noch mehr von ihm zu lesen. Vielleicht schaffe ich das ja dieses Jahr endlich. 😉 Die anderen Autoren, die du genannt hast, sind mir alle unbekannt, ich werde sie mir aber beizeiten alle ansehen!
      „Der Marsianer“ ist wirklich ein tolles Buch, und die Brontë-Schwestern entdecke ich nächstes Jahr hoffentlich auch (noch einmal neu) – ich habe mir einen Reread von „Jane Eyre“ vorgenommen und möchte mich vielleicht auch endlich an „Sturmhöhe“ wagen. Mal schauen! 🙂

  • […] wirklich schon wieder fast vorbei? Es kommt mir vor, als hätte ich erst vor ein paar Wochen meinen Jahresrückblick 2015 geschrieben, und jetzt ist es schon beinahe wieder Zeit für den nächsten – einfach […]

  • […] dass 2016 schon wieder vorbei sein soll – es kommt mir vor, als hätte ich meinen letzten Jahresrückblick gerade erst geschrieben, und jetzt soll schon wieder ein ganzes Jahr vergangen sein? Nun ja, […]

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