Blogbeitrag

Reader Problems Buch-Tag

Hallo, ihr Lieben! Wie ihr seht habe ich mir mal wieder einen Tag herausgesucht. Ich hatte einfach mal wieder Lust hier etwas zu posten und da es bestimmt noch eine Weile dauert bis ich mein aktuelles Buch beendet und rezensiert habe dachte ich mir, ein kleiner Tag zwischendurch wäre doch mal ganz nett. Speziell getaggt wurde ich von niemandem, habe den Reader Problems Buch-Tag aber schon einige Male auf diversen Blogs gesehen – zuletzt bei Liesa – und hatte einfach Lust darauf, ihn zu machen. Und los geht’s!

reade problems

1. Du hast 20.000 Bücher auf deinem Sub. Wie um alles in der Welt entscheidest du dich, was du als nächstes liest?

Mein erster Gedanke war, dass es dazu vermutlich schon bald kommen wird, wenn ich meinen SuB nicht endlich unter Kontrolle kriege. Sollte es jemals so weit sein, dann beraubt mich bitte einfach aller 20.000 Bücher bevor ich von ihnen erschlagen werde – ich werde eh schon nicht mehr wissen, was alles auf meinem SuB liegt, das weiß ich nämlich jetzt schon teilweise nicht mehr.
Für gewöhnlich lese ich einfach, worauf ich Lust habe. Ich bin in letzter Zeit allerdings etwas dazu übergegangen, mir jeden Monat immer ein paar Bücher vorzunehmen, die ich auf jeden Fall lesen will – dadurch komme ich auch tatsächlich zu den Büchern, die ich am meisten lesen will und werde nicht ständig von anderen Büchern abgelenkt. Außerdem kaufe ich so glaube ich auch weniger Bücher, weil ich mir damit doch relativ regelmäßig vor Augen halte, welche interessanten Bücher ich ohnehin schon besitze. Ich achte trotzdem immer darauf, mir nie zu viele Bücher vorzunehmen, damit ich auch noch spontan etwas anderes lesen kann, und wenn ich meine Vorgabe mal nicht erreiche, dann ist das natürlich auch kein Weltuntergang.

2. Du bist halb durch ein Buch und es kann dich einfach nicht begeistern. Brichst du ab, oder bist du entschlossen, das Buch zu beenden?

Früher habe ich mich immer gezwungen, die Bücher trotzdem zu beenden – einer meiner Vorsätze für 2016 war es aber, mehr Bücher abzubrechen, die mir einfach nicht gefallen, statt mich durch sie durch zu quälen und kostbare Lebenszeit mit ihnen zu verschwenden, ich hoffe also, dass ich das in Zukunft besser hinkriege. Meine Lebenszeit ist einfach zu kostbar für schlechte Bücher.

3. Das Ende des Jahres naht und du bist soo dicht dran, die Anzahl der Bücher, die du dir für das Jahr vorgenommen hast, zu erreichen und doch so weit entfernt… Versuchst du aufzuholen und wenn ja, wie?

Meistens versuche ich das dann mit eher dünneren Büchern um die 200 Seiten – die „Narnia“-Bücher, „Per Anhalter durch die Galaxis“ oder „Fahrenheit 451“ haben mich da zum Beispiel schon gerettet. Insgesamt möchte ich aber eigentlich lieber ein bisschen davon weggehen, die jährliche Lese-Challenge tatsächlich als Challenge zu betrachten – lieber nehme ich mir von vornherein etwas weniger vor und bin dann am Ende des Jahres weniger gestresst.

4. Die Titelbilder einer Reihe, die du liebst, PASSEN.EINFACH.NICHT.ZUSAMMEN! Wie gehst du damit um?

Ich hasse das – nichts ist schlimmer als wenn mitten in der Buchreihe die Cover gewechselt werden. Ich habe den letzten Band der „Chroniken der Schattenjäger“-Trilogie immer noch nicht gelesen, weil das Cover nicht mehr zu den ersten beiden Bänden der Reihe passt und ich es deshalb einfach nicht kaufen will. Manchmal – meistens – bin ich da sehr verbohrt. Ich bemühe mich aber auch, das Positive in solchen Dingen zu sehen – zwar passen die Bücher jetzt auf dem Regal nicht mehr zusammen, dafür hat die Reihe aber insgesamt etwas einzigartiges bekommen.

5. Jeder – aber auch absolut JEDER! – liiiiebt ein Buch, das du wirklich, wirklich nicht magst. Bei wem heulst du dich aus? Wer versteht dieses Gefühl?

Das ist wirklich anstrengend – vor allem, weil ich gerne auch immer ein wenig über Bücher schimpfen will, die ich nicht mochte, dabei aber auf keinen Fall ständig irgendwem unter die Nase reiben will, wie furchtbar ich etwa sein Lieblingsbuch fand. Wenn ich doch jemanden finde, der das Buch auch doof fand, dann bin ich deshalb immer sehr glücklich – ansonsten beschränke ich mein „ausheulen“ meist auf eine miese Rezension und das exzessive liken anderer mieser Rezensionen.

6. Du liest ein Buch und plötzlich schießen dir die Tränen in die Augen – in der Öffentlichkeit. Wie gehst du damit um?

Das ist mir tatsächlich schon ein, zweimal passiert. Ich mag es eigentlich gar nicht, in der Öffentlichkeit zu weinen, deswegen verkrieche ich mich immer etwas hinter meinem Buch und hoffe, dass mich gerade niemand zu genau anschaut. Generell finde ich es aber schön, wenn Bücher eine so intensive Wirkung auf mich haben, dass ich sogar in der Öffentlichkeit zumindest ein, zwei Tränchen nicht zurückhalten kann.

7. Die Fortsetzung eines Buches, das du geliebt hast, ist gerade erschienen – aber du hast eine ganze Menge der Handlung des Vorgängers schlicht vergessen. Was jetzt? Liest du den letzten Band einfach nochmal? Suchst du eine Zusammenfassung der Handlung im Internet? Sparst dir die Fortsetzung? Heulst frustriert?

Das kommt immer darauf an, um welche Reihe es sich handelt und ob ich inzwischen überhaupt noch Interesse an der Fortsetzung habe – es passiert mir wirklich oft, dass ich ein Buch geliebt habe, die Begeisterung aber wenn der nächste Band der Reihe erscheint schon wieder verpufft ist. Deshalb lese ich Reihen am liebsten auf einmal durch. Ansonsten lese ich die Fortsetzung meistens einfach und hoffe, dass mir die Handlung des letzten Bandes beim Lesen schon wieder einfällt. In letzter Zeit bin ich aber immer mehr dazu übergegangen, tatsächlich alles, was davor war, noch einmal zu rereaden, weil ich fest gestellt habe, das mir das meistens wirklich Spaß macht.

8. Du willst deine Bücher nicht verleihen. Niemandem. NIEMANDEM. Wie lehnst du höflich ab, wenn dich jemand darum bittet?

Urks – ich verleihe meine Bücher wirklich nicht gerne, vor allem nicht an Menschen, die sie weniger wertschätzen als ich. Es ist auch schon vorgekommen, dass jemand einfach ein Buch mit den Worten „Ich leih mir das mal“ aus meinem Regal gezogen und eingepackt hat – ohne wenigstens mal zu fragen, ob mir das Recht ist. Wie zu erwarten kam das Buch dann auch in deutlich schlechterem Zustand zurück als es mir lieb gewesen wäre.
Wenn jemand zumindest anständig genug ist, zu fragen, ob ich ihm dieses oder jenes Buch leihen kann, dann sage ich meistens einfach, dass ich meine Bücher nicht so gerne verleihe – so „mutig“ bin ich inzwischen – und bin damit eigentlich auch immer auf Verständnis gestoßen. Wenn ich jemanden gut kenne leihe ich demjenigen aber auch mal ein Buch, wenn er denn verspricht, es pfleglich zu behandeln.

9. Leseflaute! Du hast im letzten Monat 5 Bücher angefangen und direkt wieder aufgegeben. Wie überwindest du diesen furchtbaren Zustand?

Ich mache für eine Zeit lang einfach mal etwas anderes. Ich glaube, die meisten dieser Leseflauten kommen daher, dass man sich zwingt, in zu kurzer Zeit zu viel zu lesen – vielleicht bin ich noch gar nicht bereit für ein neues Buch und möchte lieber über mein letztes nachdenken, oder vielleicht habe ich gerade einfach mehr Lust darauf, Serien zu schauen oder Videospiele zu spielen, statt zu lesen, und das ist dann auch okay. Ich halte deshalb nicht besonders viel von irgendwelchen zwanghaften Überwindungs-Strategien – Lesen ist ein Hobby wie jedes andere auch und es sollte meiner Meinung nach einfach nicht zur Pflicht werden.
Liegt die Leseflaute einfach nur daran, dass alle fünf Bücher grottenschlecht waren, dann löse ich das Problem natürlich einfach durch ein besseres Buch – entweder ein altes Lieblingsbuch oder eines, auf das ich mich schon lange besonders freue.

10. Es gibt diesen Monat so viele Neuerscheinungen, die du unbedingt lesen willst – wie viele davon kaufst du tatsächlich?

Ich kaufe so gut wie nie Neuerscheinungen, höchstens, wenn es sich um den nächste Band einer Buchreihe handelt, die ich wirklich sehr gern mag. Ich habe einfach nicht genug Geld, um buchtechnisch immer auf dem allerneuesten Stand zu sein und um ehrlich zu sein ist mein SuB dafür auch einfach zu groß – Neuerscheinungen landen deshalb eigentlich immer erst mal auf der Wunschliste.

11. Tja, nun hast du sie gekauft und du konntest es ja kaum erwarten, sie zu lesen – wie lange sitzen sie jetzt wirklich auf deinem Regal rum, bis du sie endlich liest?

Tatsächlich passiert es mir manchmal, dass neue Bücher, wenn ich sie nicht sofort lese, noch Monate im Regal stehen – vor allem, wenn ich das Buch vorbestellt habe, und dann ein paar Monate später, wenn es endlich ankommt, einfach nicht so wirklich in der Stimmung dafür bin. Ich vermeide es deshalb inzwischen, Bücher vorzubestellen und kaufe sie mir lieber dann, wenn sie bereits erschienen sind, und ich auch wirklich Lust darauf habe.

Das war er auch schon wieder, der Reader Problems Buch-Tag! Ich hatte viel Spaß beim Beantworten der Fragen und ich hoffe, ihr habt euch beim Lesen auch nicht zu sehr gelangweilt. Da ich nicht offiziell getaggt wurde ziehe ich mich damit gleich mal elegant aus der Affäre und tagge auch niemanden direkt – wer Lust auf diesen Tag hat, der darf sich aber gerne von mir dazu aufgefordert fühlen – wenn ihr den Tag macht, dann sagt mir bitte Bescheid, sodass ich eure Antworten zu den Fragen auch lesen kann!

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