Rückblick

Mein Lesemonat Juni

Und wieder geht ein Monat zu Ende – der Juni war für mich mit dem lang ersehnten Umzug in die erste eigene Wohnung zusammen mit meinem Freund sehr aufregend, und auch buchtechnisch war er wirklich nicht von schlechten Eltern. Nachdem ich jetzt monatelang gejammert habe, dass ich endlich mal wieder mehr lesen will, habe ich es im Juni auf sage und schreibe zehn Bücher – davon zwei Mangas – und eine Kurzgeschichte gebracht.
Gelesen habe ich:

Red Rising – Pierce Brown
Red Rising #1
(576 Seiten)

Bedenke Phlebas – Iain Banks
(766 Seiten)

Effi Briest – Theodor Fontane
(304 Seiten)

Die Mission – Ann Leckie
Die Maschinen #2
(480 Seiten)

Ancillary Mercy – Dann Leckie
Die Maschinen #3
(330 Seiten)

Die Wahrheit meines Vaters – Jodi Picoult
(535 Seiten)

Die Gestirne – Eleanor Catton
(1038 Seiten)

Harry Potter and the Sorcerer’s Stone – J.K. Rowling
Harry Potter #1
(309 Seiten)

Loveless 2 – Yun Kōga
(192 Seiten)

Loveless 3 – Yun Kōga
(192 Seiten)

OMI – Stephen King
(30 Seiten)

Insgesamt komme ich damit auf 4752 Seiten – plus/minus ein paar Seiten, da „OMI“ nur als eBook erschienen ist und ich bezüglich der Seitenzahl etwas schätzen musste – für mich ein wirklich überragendes Ergebnis.
Noch dazu kommt, dass diesen Monat wirklich phänomenal viele gute Bücher dabei waren – mein absolutes Highlight war wohl „Die Gestirne“ von Eleanor Catton, das mich mit seiner fantastisch verschlungenen Geschichte, den vielen interessanten Charakteren und der tollen Sprache absolut begeistert hat, aber auch „Red Rising“ von Pierce Brown und Theodor Fontanes „Effi Brist“ habe ich wahnsinnig gern gelesen. Bei „Red Rising“ hat mir vor allem die interessante Welt und der schöne Schreibstil sehr gut gefallen, bei „Effi Briest“ nicht nur die Geschichte sondern auch die schöne, fließende Art, in der sie erzählt war.
Außerdem wirklich toll fand ich es diesen Monat noch, mit „Die Mission“ und – dem auf deutsch noch nicht erschienenen dritten Band – „Ancillary Mercy“ die „Die Maschinen“-Reihe von Ann Leckie abzuschließen, die ich zuerst mit dem Zwitscherbooks-Buchclub und später dann in einem Buddy-Read mit der wunderbaren Steffi gelesen habe. Ich werde die Charaktere und die Welt sicher noch lange vermissen!
Wirklich schlecht fand ich diesen Monat eigentlich kein Buch, wobei ich Iain Banks „Bedenke Phlebas“ alles in Allem doch eher enttäuschend fand. Ich habe an dem Buch ganze vier Monate gelesen und obwohl der Mittelteil sehr unterhaltsam war konnte mich das Buch einfach ingesamt nicht so wirklich überzeugen. Auch „Die Wahrheit meines Vaters“ war mir, obwohl es sehr interessant war und sich gut lesen ließ, einfach einfach zu übertrieben und dramatisch, weswegen mich das Buch eher mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat. Trotzdem überwiegt hier natürlich das Positive und der Juni war für mich eindeutig ein absolut gelungener Lesemonat!
Außerdem freue ich mich, dass ich auch diesen Monat mal wieder meine selbstgesetzten Leseziele erreicht habe. Mit „Effi Briest“ habe ich einen Klassiker und ein Buch eines deutschen Autors in einem gelesen, mit den beiden „Loveless“-Mangas und dem ersten „Harry Potter“-Band waren drei Rereads dabei und mit der „Die Maschinen“-Reihe habe ich meinen Lesemonat etwas diverser gemacht.
Ganz besonders stolz bin ich außerdem darauf, dass ich endlich mal geschafft habe, was ich mir seit Anfang des Jahres vorgenommen habe – meinen Stapel an ungelesenen Rezensionsexemplaren zu verringern. Sowohl „Red Rising“ als auch „Bedenke Phlebas“, „Die Mission“, „Die Gestirne“ und „OMI“ waren Rezensionsexemplare – jetzt sind also statt sieben nur noch zwei Bücher übrig, die ich unbedingt bald noch lesen und rezensieren muss. Das ist wirklich eine wahnsinnige Erleichterung, ich hatte schon ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil ich einfach nie dazugekommen bin, diese Sache endlich mal anzugehen.

Mal sehen, wie es bei mir im Juli lesetechnisch so wird. Ich hoffe natürlich, noch einmal so viel lesen zu können, glaube aber eigentlich nicht so richtig daran – zehn Bücher in einem Monat ist wirklich schon Wahnsinn für mich, und solche „starken“ Monate rächen sich bei mir erfahrungsgemäß auch immer mit einer bald darauf folgenden Leseflaute. Wir werden sehen!
Mein erklärtes Ziel für die nächste Zeit ist es auf jeden Fall, meine beiden noch verbleibenden Rezensionsexemplare endlich zu lesen, und außerdem meinen SuB etwas zu verkleinern, ohne dabei neue Bücher zu kaufen. Ich habe mir nämlich den Umzug diesen Monat zum Anlass genommen, endlich mal meine Bücher zu zählen und bin dabei auf 193 ungelesene von insgesamt 505 Büchern gekommen. Ich hoffe wirklich, eines Tages mal wieder einen überschaubaren SuB zu haben, aber dahin ist es wohl noch ein langer Weg – ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn ich diese Zahl bis Ende des Jahres auf 170 oder vielleicht sogar 160 ungelesene Bücher senken kann. Dazu müsste ich aber wirklich eisern sein. Mal schauen, wie es in den nächsten Monaten so läuft.

Wie war denn euer Lesemonat Juni so? Habt ihr auch ungewöhnlich viel gelesen oder war bei euch eher Flaute? Gab es irgendwelche Highlights, die ich mir – trotz Buchkaufverbot – unbedingt ansehen sollte? Oder vielleicht eher das Gegenteil – ganz furchtbare Bücher, von denen ich unbedingt die Finger lassen sollte? Lasst mir gerne einen Kommentar oder einen Link zu eurem eigenen Monatsrückblick-Post da, wenn ihr so etwas habt, ich lese so etwas nämlich wahnsinnig gerne!

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