Rückblick

Mein Lesemonat Dezember

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Und schon ist der Dezember wieder vorbei, und damit nicht nur ein weiterer Monat sondern das ganze Jahr 2016. Puh! Ein bisschen freue ich mich ja sogar, so anstrengend war dieses Jahr teilweise – aber darum soll es hier gar nicht gehen, mein Jahresrückblick kommt dann nämlich noch in ein paar Tagen.
Jetzt geht es erstmal um den Dezember. Ich habe diesen Monat gleich am Anfang richtig viel gelesen – drei Bücher in den ersten drei Tagen, wenn ich mich richtig erinnere – und nur deshalb habe ich doch noch so ein stattliches Ergebnis erreicht, denn ab der Mitte des Monats hat sich leider eine ziemliche Leseflaute bei mir breit gemacht.
Trotzdem hatte ich diesen Monat viel Spaß, und zwar mit diesen sieben Büchern:

A Million Suns – Beth Revis
Across the Universe #2
(386 Seiten)

Shades of Earth – Beth Revis
Across the Universe #3
(369 Seiten)

Rivers of London – Ben Aaronovitch
Peter Grant #1
(390 Seiten)

Ich gebe dir die Sonne – Jandy Nelson
(474 Seiten)

Dash and Lily’s Book of Dares – Rachel Cohn, David Levithan
(260 Seiten)

Die Akimuden – Viktor Jerofejew
(461 Seiten)

Jane Eyre – Charlotte Brontë
(507 Seiten)

Insgesamt sind das 2847 Seiten, also wirklich ganz ordentlich, wenn auch nicht annähernd so viel wie letzten Monat. Das ist aber auch okay so – mein Leseziel habe ich ja schon vor Monaten erreicht, deswegen konnte ich im Dezember ganz gemütlich lesen und ohne schlechtes Gewissen auch mal ein paar Serienfolgen schauen oder auch einfach nur nichts machen.
Mein Highlight diesen Monat war „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson, ein wahnsinnig einfühlsamer und mitreißender Jugendroman, dessen Charaktere, Geschichte und Schreibstil mir total gut gefallen haben – nur das Ende ist leider ein wenig hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Trotzdem habe ich das Buch wirklich, wirklich gerne gelesen und kann es bedenkenlos weiterempfehlen!
Außerdem sehr viel Spaß gemacht hat mir mein Reread von „Jane Eyre“ , welches ich im Teenageralter zum ersten Mal gelesen und jetzt noch einmal auf wunderbare Weise neu entdeckt habe. Ich liebe Jane immer noch abgöttisch, bin nach wie vor fasziniert von Charlotte Brontës atmosphärischem Schreibstil und vor allem der klare feministische Ton hat mich wieder einmal begeistert. „Jane Eyre“ ist zu Recht eines meiner absoluten Lieblingsbücher!
Enttäuschungen gab es diesen Monat aber leider auch wieder zwei – zum einen wäre da „Rivers of London“ von Ben Aaronovitch, über das ich schon so viel gutes gehört hatte, und auf das ich mich deshalb wirklich gefreut hatte. Zwar mochte ich die Welt, den lockeren Schreibstil und viele der Nebencharaktere wirklich gerne, leider konnte mich die Geschichte aber nicht so wirklich packen und der Protagonist, Peter, ist mir einfach nur auf die Nerven gegangen, sodass das Buch weit hinter meinen Erwartungen zurückblieb. Ich fand es außerdem stellenweise sehr sexistisch, objektifizierend und auch irgendwie rassistisch, was mich immer wieder stark gestört hat.
Außerdem ein ziemlicher Reinfall war „Die Akimuden“ von Viktor Jerofejew, welches ich diesen Monat für die Uni gelesen habe, und das mir einfach so gar nicht gefallen wollte. Es war nicht nur irgendwie unoriginell, verwirrend und anstrengend zu lesen sondern auch voll mit sexistischen, homophoben, ableistischen und rassistischen Witzen und Bemerkungen – das volle Programm. Wäre es keine Pflichtlektüre gewesen hätte ich das Buch nach 20 Seiten bereits in die Tonne getreten – und dann pflichtbewusst wieder herausgeholt, denn immerhin war es ein Büchereibuch, sodass ich zumindest kein Geld dafür ausgeben musste. Trotzdem hätte ich gerne die Zeit zurück, die ich damit verschwendet habe. Wirklich schade!

Meine selbstgesetzten Leseziele habe ich im Dezember wieder größtenteils erreicht, nur einen deutschsprachigen Autor habe ich nicht mehr untergebracht – ich habe aber „Rumo“ von Walter Moers zwar bereits angefangen, es diesen Monat aber nicht mehr fertig gelesen.
Mit „Dash and Lily’s Book of Dares“ , meinem diesjährigen Weihnachtsbuch von Rachel Cohn und David Levithan, sowie „Jane Eyre“ waren dafür zwei Rereads und mit letzterem auch endlich mal wieder ein Klassiker dabei. Auch mein Ziel, diverser zu lesen habe ich ganz gut erfüllt – „Ich gebe dir die Sonne“ hatte einen schwulen Protagonisten, Peter aus „Rivers of London“ ist schwarz und auch mit Elder aus der „Across the Universe“-Trilogie hatte ich einen nicht weißen Protagonisten dabei.
Alles in Allem bin ich damit also ganz zufrieden und freue mich schon, mir in den nächsten paar Tagen im Rahmen meines Jahresrückblicks mal genauer anzuschauen, wie viel ich denn dieses Jahr tatsächlich aus jeder meiner selbstgesetzten Kategorien gelesen habe und wie mein Leseverhalten sich dadurch generell verändert hat.
Mein SuB dürfte sich diesen Monat außerdem auch etwas verringert haben, was ja immer gut ist. Zwar habe ich noch nicht nachgezählt, aber da ich dieses Weihnachten zum ersten Mal seit Jahren komplett ohne ein neues Buch ausgegangen bin – dafür gab es dann natürlich viele andere tolle Sachen! – dürfte eigentlich keines dazugekommen sein.

Sowohl mein SuB-Abbau als auch meine Leseziele für’s neue Jahr sind aber Themen, über die ich mir erst in ein paar Tagen Gedanken machen will – jetzt will ich erstmal in Ruhe Silvester feiern und mein aktuelles Buch, „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood weiterlesen. Ich hoffe, ihr habt die nächsten Tage auch noch eine schöne Zeit – und hoffentlich sehen wir uns dann zum Jahresrückblick wieder!

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