Rückblick

Mein Lesemonat Februar

Weil dieses Semester alle meine Klausuren in den ersten zwei Februarwochen lagen, war der Monat um ehrlich zu sein ziemlich stressig für mich. Ich habe es in dieser ersten Februarhälfte auch tatsächlich nicht geschafft, auch nur ein einziges Buch zu lesen – umso überraschter bin ich deshalb natürlich, dass ich in den letzten beiden Wochen des Monats dann doch noch auf sechs Bücher gebracht habe.
Und das hier sind sie:

Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe – Benjamin Alire Sáenz
(359 Seiten)

Die Wand – Marlen Haushofer
(276 Seiten)

Love Letters to the Dead – Ava Dellaira
(407 Seiten)

World War Z: Operation Zombie – Max Brooks
(444 Seiten)

Der Schneesturm – Vladimir Sorokin
(207 Seiten)

Feed: Viruszone – Mira Grant
Newsflesh #1
(506 Seiten)

Insgesamt sind das 2199 Seiten, mehr als doppelt so viel wie noch im letzten Monat. Mal sehen, ob dieses Lesepensum sich hält – ich bezweifle das eher, schließlich muss ich im März auch noch eine Hausarbeit schreiben und ab April dürfte dann auch meine Bachelorarbeit anstehen, so wirklich Pause und Zeit, einfach nur für mich zu Lesen, habe ich also wohl erst im Sommer wieder.

Mein absolutes Lieblingsbuch diesen Monat war „Die Wand“ von Marlen Haushofer, ein Buch, über das ich schon sehr viel Gutes gehört hatte, und das ich wirklich wahnsinnig gerne gelesen habe. Mit seiner ruhigen, aber doch atmosphärischen und mitreißenden Art konnte es mich absolut begeistert!
Auch sehr gerne gelesen habe ich diesen Monat „Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe“ von Benjamin Alire Sáenz, zusammen mit dem Zwitscherbooks-Buchclub auf Twitter. Zwar habe ich erst ein wenig gebraucht, um mich an den knappen Erzählstil zu gewöhnen, und die ein- oder andere Sache ist mir ein wenig zu kurz gekommen, aber insgesamt konnte das Buch mich mit seiner einfühlsamen Art und vor allem den wichtigen Themen, die es anspricht, doch für sich gewinnen!
Auch Ava Dellairas „Love Letters to the Dead“ mochte ich, obwohl ich das Ende insgesamt nicht ganz so gelungen fand und mir auch hier beim Lesen ein, zwei Kleinigkeiten aufgefallen sind, die mir nicht so gut gefallen haben, sehr gerne. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen an das Buch, war dafür dann aber umso überraschter davon, wie tiefschürfend und emotional es war – Laurels Geschichte ist mir wirklich nahegegangen und so konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
Außerdem haben diesen Monat für mich vor allem die drei Zombie-Bücher ausgemacht, die ich in Vorbereitung auf meine Hausarbeit gelesen habe.
Das erste davon war „World War Z: Operation Zombie“ von Max Brooks, welches vor allem durch seine Vielstimmigkeit auffällt – das Buch hat keinen wirklichen Protagonisten, der einem klaren Handlungsstrang folgt, sondern dutzende einzelne Figuren, die jeweils eine Situation aus ihrem Leben während oder nach der Zombie-Apokalypse schildern. Das hat es zwar manchmal schwierig gemacht, dem Buch zu folgen, und vor allem in der ersten Hälfte wurde so kaum Spannung aufgebaut, insgesamt war es aber sehr interessant und wirklich speziell, sodass mir das Buch bestimmt noch eine Weile in Erinnerung bleiben wird.
Der Schneesturm“ von Vladimir Sorokin ist eigentlich gar kein Zombie-Buch im klassischen Sinne, und ich weiß nicht, ob ich es für meine Hausarbeit überhaupt werde verwenden können, aber trotzdem hat es mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen! Ziemlich absurd und sehr symbollastig führt Sorokin einen auf 200 Seiten durch einen grausamen Schneesturm in einem stellenweise fast märchenhaft anmutenden, winterlichen Russland, und obwohl ich bestimmt nicht jede Anspielung verstanden habe, so ist mir beim Lesen doch nie langweilig geworden. „Der Schneesturm“ wird also bestimmt nicht mein letztes Buch von Sorokin sein!
Feed: Viruszone“ , das erste Buch aus Mira Grants „Newsflash“-Trilogie war wohl das schwächste Buch, das ich diesen Monat gelesen habe, aber trotzdem hat es mir auch irgendwie Spaß gemacht. Zwar konnte ich die Protagonistin – die ich am Anfang noch wirklich gerne mochte – mit ihrem einfältigen, egozentrischen Gerede zum Schluss hin einfach nicht mehr hören, und auch die pseudo-intellektuellen Blogposts, die an jedes Kapitel angehängt waren, haben mich auf Dauer ziemlich gelangweilt, dafür war das Buch aber sehr locker und relativ angenehm geschrieben und – obwohl es sich manchmal sehr gezogen hat – stellenweise auch ziemlich spannend.

Alles in Allem bin ich mit meinem Lesemonat sehr zufrieden. Mit meinen Lesevorsätzen für dieses Jahr hat es im Februar eher so mittelmäßig geklappt – mit „Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe“ habe ich ein Buch mit einem queeren Latinx Protagonisten gelesen, und mit Marlen Haushofer eine deutschsprachige Autorin untergebracht, ein neues Genre oder eine neue Buchform war für mich aber nicht dabei. Dazu werde ich wahrscheinlich auch im nächsten Monat – der Hausarbeit sei Dank – nicht wirklich kommen. Aber das Jahr ist ja noch lang.

Wie war euer Lesemonat Februar denn so? Habt ihr eher viel oder eher wenig gelesen? War irgendein neuer Liebling dabei, den ich mir unbedingt auf die Leseliste schreiben sollte? Oder vielleicht sogar ein Buch, das ich diesen Monat auch gelesen habe?
Habt ihr denn schon Lesepläne für den nächsten Monat? Und – ganz wichtig – werdet ihr im März ebenfalls auf der Leipziger Buchmesse sein? Ich bin nämlich vorraussichtlich wieder mit am Start und würde mich natürlich sehr freuen, dort vielleicht das ein- oder andere bekannte Gesicht zu sehen.
Lasst mir wie immer gerne einen Kommentar da, wenn ihr mögt!

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